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Die frühen Türken, auch Kök-Türken (alttürkisch: Old Turkic letter UK.svgOld Turkic letter R2.svgOld Turkic letter U.svgOld Turkic letter T2.svg Old Turkic letter K.svgOld Turkic letter U.svgOld Turkic letter UK.svg[1] Kök Türk) gründeten in der Spätantike in Verbindung nomadischer Stämme zwei Großreiche.[2]

Das von den Kok-Türken errichtete Kaganat wird in der modernen türkischen Literatur auch türkisch Göktürk Kağanlığı ‚Kaghanat der Göktürken/Köktürken‘ genannt.

Das Erste Türk-Kaganat entstand 552 und teilte sich bald in zwei Teile: Das westliche Türk-Kaganat, das bis 630, und das östliche Türk-Kaganat, das bis 659 bestand. Beide Kaganate wurden vom China der Tang-Dynastie erobert.

Das Zweite Türk-Kaganat entstand 682 und bestand bis 742; ihm folgte – im Osten – das uigurische Großreich nach.

NameBearbeiten

Die Bezeichnung der Kök-Türken in der modernen Literatur ist vielfältig. Die Eigenbezeichnung des herrschenden Stammes bzw. der Nomadenkonföderation in den Inschriften von Bugut und Orchon ist türk. Die chinesische Bezeichnung, die als älteste überliefert ist, lautete Tūjué (突厥, t'u-chüeh). Demzufolge ist in der modernen Literatur auch oft nur von „Türken“ die Rede. Zur Abgrenzung von der modernen Nation der Türken werden mit Zusätzen begriffene Bezeichnungen wie alte Türken, Alt-Türken[3], Ost-Türken[4] oder Kök-Türken[5], im modernen türkeitürkischen Sprachgebrauch durchgehend Gök-Türken (Göktürkler) verwendet. Die Bezeichnung Ost-Türken kann dabei irreführend sein, weil das erste Reich der Türken in einen Ost- und einen Westteil gespalten war. West-Türken o. ä. bezieht sich in diesem Kontext auf das Westliche Türk-Kaganat, neben anderen Bedeutungen aber auch auf die On-Ok (Zehn Stämme), die zur Zeit des zweiten Türk-Kaganats dort lebten und herrschten und dem Kaghan der Köktürken zeitweise unterworfen, zeitweise mit ihm verbündet oder auch verfeindet waren.

Die Bezeichnung Kök türk taucht in dieser Zusammenstellung in den alttürkischen Inschriften nur ein einziges Mal auf, die Bedeutung ist nicht zweifelsfrei geklärt.[6] Das alttürkische Wort kök, im modernen Türkei-Türkisch gök bedeutet an sich Blau oder Himmel und wird traditionell mutmaßlich als Blau gemäß mittelasiatischer Farborientierung im Sinne von „Türken des Ostens“ aufgefasst.[7] Mitunter wird der Name auch mit „Himmelstürken“ übersetzt[8][9] oder als „Wurzeltürken“[10].

Früher wurde der Name Türk auch nur mit der herrschenden Sippe verbunden, die dem Volk der Türk-Oghusen entstammt sein soll,[11] doch sind nach neuerer Ansicht Türken und Oghusen als voneinander geschiedene Konföderationen anzusehen.[12]

Die genaue Bedeutung und Herkunft des Namens türk ist nicht geklärt, doch wurde er in späteren (früh-)türkischen Mundarten mit „mächtig“ und „stark“ gleichgesetzt.[13] In der gegenwärtigen westlichen Forschungsliteratur wird vor allem eine Herkunft aus dem iranischsprachigen und skythisch dominierten Mittelasien vermutet. Peter B. Golden, z. B., führt den Ursprung des Wortes „türk“ (突厥), dessen Bedeutung in der chinesischen Sui Shu (隋书, Suīshū) als „Helm“ angegeben wird, wie auch den Stammesnamen Aschina, auf die sakischen Dialekte von Hotan zurück. Hervorgehoben wird unter anderem, dass die o. g. chinesische Worterklärung keinerlei Etymologie in den Turksprachen findet, aber mit der Bedeutung „Lid“ im Sakischen (im Sinne von „Deckel“ oder „Schutzklappe“; vgl. neupers. ترک / tark / „Hut, Helm“)[14] in den erweiterten Kontext der möglichen iranischen Herkunft passt. In dieser Hinsicht „sei es schwer, die Schlussfolgerung zu meiden,“ die türk hätten mindestens intensive Beziehungen, „wenn nicht sogar ihre Wurzeln im irano-tocharischen Ost-Turkistan.“[15] Nur so lasse sich auch erklären, warum der Stammesname Aschina, welcher vom sakischen „asseina“ abgeleitet sei und „blau“ bedeute, in den späteren alttürkischen Inschriften als kök wieder auftauche.[16] Dabei handelt es sich aber um spekulative Hypothesen. Bemerkenswert ist, dass das Sui Shu an der gleichen Stelle eine ganz andere Ursprungslegende gleichrangig daneben stellt.[17] Ebenso bietet das Zhou Shu verschiedene Ursprungslegenden.[18]

Die Angehörigen des herrschenden Clans führen nach der chinesischen Überlieferung den Familiennamen Aschina, die des im Rang folgenden Clans den Familiennamen Aschide.[19][20]

Zentralasien vor den TürkBearbeiten

 
Das köktürkische Reich zur Zeit seiner größten Ausdehnung, um 600 n. Chr.

Die Steppen- und Wüstenregionen Zentralasiens wurden von verschiedenen nomadischen und sesshaften Völkern bewohnt. Das einflussreichste war das sesshafte Volk der iranischen Sogder, die den Handel über die Seidenstraße dominierten. Dieses Volk wird mit den ebenfalls iranischsprachigen, aber nomadischen Skythen in Verbindung gebracht. Die Skythen waren das erste Nomadenvolk Zentralasiens, das bei seinen Kriegszügen auf die Verwendung von pferdebespannten Streitwagen setzte. Auch war ihnen die Verarbeitung von Eisenerz bekannt. Die Skythen waren aber nicht allein ein Krieger-, sondern auch ein Handelsvolk, das zeitweise die osteuropäischen Steppengebiete beherrschte und teilweise mit den griechischen Städten am Schwarzen Meer und Persien in Verbindung stand.

Das Reich der Han-Chinesen nahm die nördlich seiner Grenzen lebenden barbarischen Steppennomaden aber erst wahr, als eines begann, regelmäßig in sein Herrschaftsgebiet einzufallen. Dieses Steppenvolk war eine Föderation verschiedener zentralasiatischer Stämme, unter denen auch zahlreiche türkischsprachige waren. Han-China nannte dieses Steppenvolk „Xiongnu“ und es fand deswegen Eingang in die chinesischen Chroniken, weil Han-China ihm damals Tribute zahlen musste. Die Xiongnu errichteten in ihrem Steppenreich zwei Dynastien und feste Machtzentren. Diese Dynastien nannte das damalige Han-China ebenfalls Xiongnu oder auch nur Hu. Diese Dynastien waren zwar nur kurzfristig, aber für die spätere Geschichte Chinas als wichtig anzusehen. Die erste Dynastie wurde die Frühe Zhao-Dynastie genannt und bestand von 304 v. bis 34 n. Chr.

Die zweite Dynastie wurde als Späte Zhao-Dynastie bezeichnet und bestand von 329–352 n. Chr. Die beiden Dynastien waren zwar noch nomadisch-vorstaatlich, aber sie standen in engem politischen Verhältnis zum damaligen China. Unter den vielen Stämmen der Xiongnu soll auch ein Stamm gewesen sein, der sich als A-shih-na oder Türk bezeichnet haben soll. Der Legende nach waren diese Türk die Waffenschmiede der Xiongnu.

Später bildete sich die nomadische Stammesföderation der Xianbei, von der im 5. Jahrhundert die chinesischen Chroniken berichteten. Die Xianbei wurden von der türkischen Tuoba-Dynastie der Tabgatsch unterworfen, wie auch Teile der südlichen Hu. Diese südlichen Hu werden heute als türkisch angesehen. Die Tuoba-Dynastie herrschte vor allem in jenen Gebieten, die später die Region Xinjiang ausmachten.

MythosBearbeiten

Der am weitesten verbreitete Abstammungsmythos der Türk sah laut der chinesischen Schriftwerke Zhou shu und Bei shi eine Wölfin als Vorfahren an, die einen Jungen rettete, der der einzige Überlebende seines Stammes war. Aus der Vereinigung mit der Wölfin (Asena) gingen der Legende nach zehn Jungen hervor. Wissenschaftler brachten die Zahl „zehn“ mit der Stammesföderation der On-Ok in Verbindung, jenen zehn Stämmen, aus denen das westtürkische Reich (der westliche Teil des ersten Reiches der Kök-Türken) bestand.[21] (siehe dazu den Artikel über die Asena-Legende)

Erstes Auftreten der TürkBearbeiten

Im frühen 5. Jahrhundert breitete sich die nomadisch lebende Föderation der Ruanruan aus, die fast alle Alttürkisch und Altmongolisch sprechenden Nomaden umfasste. Hier wird der Stamm der Türk (tujue) erstmals geschichtlich greifbar, da die Mitglieder dieses Stammes laut verschiedener Quellen Waffenschmiede und Vasallen der Ruanruan waren. Als sich 552 n. Chr. der Ruanruan-Herrscher weigerte, dem Khan der Türk eine Prinzessin zur Frau zu geben, schloss dieser ein Bündnis mit dem damaligen chinesischen Herrscherhaus und zerschlug das Reich der Ruanruan blutig.

Im sechsten Jahrhundert erschien der von den Chinesen als „tujue“ umschriebene und in der Eigenbezeichnung „türk“ genannte Stamm in den chinesischen Annalen. Die Türk waren ursprünglich in Ost-Turkestan und dem Altai ansässig und übernahmen die Tradition und verwaltungstechnische Erfahrung ihrer Vorgänger. Die Türk waren geschickte Eisenschmiede und kontrollierten den wirtschaftlich strategischen Punkt, die Kreuzung zweier Handelswege: der eine führte am Altai vorbei und verband das Orchon-Tal im Osten mit dem Ili-Tal im Westen, der andere führte vom oberen Jenissei nach Süden zum Altai und Tianshan.[22] Tatsächlich sind aus dem heute russischen Teil des Altai für das Frühmittelalter eine Reihe eisenmetallurgischer Fundplätze bekannt.[23]

Zu den Türk-KaganatenBearbeiten

Das Türk-Kaganat erstreckte sich zeitweise vom Kaspischen Meer bis zur Mandschurei und war der erste Staat in der Geschichte der zentralasiatischen Nomadenreiche, dessen eigene, verschriftete und zu offiziellen Zwecken verwendete Sprache (Alttürkisch) aufgrund gefundener Grabstelen zu Ehren seiner Herrscher, den Orchon-Runen, zweifelsfrei identifiziert werden konnte.[24]

 
Göktürkische Petroglyphen aus der Mongolei (8. Jahrhundert)
 
Keramik-Figuren der Kök-Türken aus der Zeit der Tang Dynastie, Mongolei, (7. Jahrhundert)

Die politische Struktur des Kök-Türken-Reiches war weit komplexer als die einer primitiven „Stammesdemokratie“. Um eine Schicht von militärischen Führern sammelten sich junge Männer, die unter der Führung des Kagans Beutezüge unternahmen. Dadurch war die föderal-demokratische Struktur eines Stammeszusammenschlusses unterlaufen. Der als heilig gehaltene Hakan war der religiöse, geistliche und legitime Führer des Verbands. Die Macht in dieser Gesellschaft wurde von einer Art Kriegerklasse getragen. Wie auch in anderen nomadischen Gesellschaften existierten bei den Kök-Türk Spuren älterer sozialer Formen. Clans konnten weiter existieren und die Frau spielte eine wesentlich bedeutendere Rolle als zum Beispiel in der islamischen Welt.[25]

Erstes Reich der Kök-TürkenBearbeiten

Anfänge und TeilungBearbeiten

 
Keramik-Figuren kök-türkischer Reiter aus der Zeit der Tang Dynastie, Mongolei, (7. Jahrhundert)

Die Türk lebten unter der Oberhoheit der Rouran, bei denen es 520 zum Thronstreit kam. Die Türk halfen dem Herrscher der Rouran, A-na-kuei, gegen die die vermutlich türkischen Gaoche. Der Führer der Türk – Bumin – forderte eine Tochter A-na-kueis zur Frau, was der ablehnte. Bumin fasste dies vermutlich als Beleidigung auf und revoltierte gegen die Rouran.[26] Im Jahre 552 schlug Bumin das Herrscherhaus der Rouran vernichtend und schaffte somit die Voraussetzung zur Gründung eines neuen Reiches.[27]

 
Das Reich der Kök-Türken nach der Teilung.

Bumin war der erste Regierende (Khan) des neuen Reichs, das schon 552 in zwei Verwaltungseinheiten geteilt wurde. Der Westteil unterstand politisch dem Ostteil. Faktisch jedoch regierte der Herrscher des Westteils als unabhängiger Herrscher. Bumins starb bereits 552, wie türkische Inschriften über Bumins und Iştämis Herrschaft berichten.)[28]

Sein Nachfolger Kuo-lo regierte das Reich bis 553, unter ihm kam es zur Teilung des Reiches. Bumins ältester Sohn Muhan regierte bis 572 den Ostteil. Sein Vertreter im Westteil, also der Yabghu, wurde Bumins jüngerer Bruder Iştämi, der bis 575/76 regierte. Die Grenze zwischen beiden Teilen bildete der Altai.[28]

Der Ostteil 552–630Bearbeiten

Im Westen des Östlichen Türk-Kaganats erstreckte sich der Bruderstaat des Westlichen Türk-Kaganats – ein Angriff war ausgeschlossen.[28]

Im Süden herrschten sich die Dynastien der Nördlichen Qi und der Nördlichen Zhou, die sich ab 550 bzw. 557 von den Tabgatsch abspalteten und in gegenseitige Kämpfe verwickelt waren. Sie waren deshalb keine starken Gegner. Im Osten befanden sich die offenbar mongolischen Kitan und im Norden die Kirgisen. Muhan verheiratete eine seiner Töchter an die Nördlichen Zhou und hatte so die Hände frei für die Bekämpfung der Kitan und der Kirgisen. Die Kitan besiegte er im Jahr 560.[29]

Nach Muhan hatte vermutlich einige Jahre Mahan Tegin regiert, bevor Taspar die Herrschaft über das Ostreich übernahm.[29]

Taspar Khan und der BuddhismusBearbeiten

Nach dem Beginn religiöser Verfolgungen im Jahr 574 unter Kaiser Wudi der Nördlichen Zhou verließ der buddhistische Mönch Jinagupta die Nördliche Zhou-Dynastie. Er folgte einer Einladung Taspar Khans in das Östliche Türk-Kaganat und gründete wohl die erste buddhistische Gemeinde bei den Türken. Auf Wunsch von Taspar Khan wurde zwischen 572 und 581 ein samgha, eine buddhistische Mönchsgemeinde, eingerichtet, womit Taspar Khan offiziell den Buddhismus angenommen hatte.[30]

Zur Regierungszeit Taspars war das Kök-Türken-Reich stabil. Die beiden Nachfolgestaaten der Tabgatsch – Nördliche Qi und Nördliche Zhou – waren wahrscheinlich tributär abhängig von den Kök-Türken. Die Annalen der Sui-Dynastie – das Sui Shu berichteten von den vielen Soldaten, von dem Streben der Nord-Zhou und der Nord-Qi um das Wohlgefallen der Türk (T’u-küe).[31]

Nach Taspars Tod im Jahr 581 und dem Machtantritt seines Bruders Nivar begann der Niedergang Reiches der Kök-Türk. Es gab Rivalitäten zwischen dem Östlichen und Westlichen Türk-Kaganat und Konflikte innerhalb des Ostteils, der Vormacht im Gesamtreich. Innerhalb des Ostteils gab es Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern und den Gegnern des Buddhismus im Herrscherklan. Ähnliche Spannungen waren auch ein Grund der Spaltung der Tabgatsch. Zwischen 582 und 584 löste sich das Westliche Türk-Kaganat unter dem Yabghu Tardu von der Vorherrschaft des Ostteils.[32] Tardu war anscheinend ein Sohn Iştämis und eventuell ein Bruder des Turxanthos (wenn Sizabulos ihr gemeinsamer Vater war und mit Iştämi identisch ist, siehe oben).

Niedergang des Östlichen Türk-KaganatsBearbeiten

Tardu war zu seinem Schritt wohl durch den chinesischen Kaiser Wen ermuntert worden. Kaiser Wen hatte weite Teile Nordchinas in der Sui-Dynastie vereinigt; er versuchte, die Zwietracht zwischen dem Östlichen und Westlichen Kaganat anzuheizen und die Türken gegen die Tabgatsch aufzuhetzen. Die Auseinandersetzungen bei den Osttürken erreichten ein Ausmaß, dass Nivar Khan, der von 581 bis 587 regierte, die Macht von zweien seiner Vettern streitig gemacht wurde. Im Westen des osttürkischen Reichs kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Westtürken, im Osten zu Kämpfen mit den Kitan.[32] Nach Schwächung des östlichen Khaganats unterstützten die Chinesen nun Nivar Khan.[33]

Nivars Nachfolger war ab 587 Mu-ho-tua (Name nur aus chinesischer Überlieferung bekannt). Er tötete seinen Rivalen, aber starb selbst im selben Jahr seines Regierungsantritts. Auch sein Nachfolger T'u-lan (Name nur aus chinesischer Überlieferung bekannt), der von 587 bis 600 regierte, war mit einem Rivalen (namens T'u-lin) konfrontiert, der von China unterstützt wurde.[33]

Die Chinesen nahmen den unterlegenen T'u-lin und seine Anhänger auf, da diese Lostrennung T'u-lins und seiner Anhänger vom osttürkischen Reich eine mehrjährige Spaltung des osttürkischen Reichs zur Folge hatte. Im Jahr 600 schaffte es T'u-lin an die Macht über das gesamte osttürkische Reich. Unter seinem Sohn Shih-pi (609–619) kam es zum kurzlebigen Wiedererstarken des osttürkischen Reichs – die Sui-Dynastie war mittlerweile selbst in dynastische Streitigkeiten verwickelt und sah sich erneut einer osttürkischen Gefahr ausgesetzt.[34]

624 kam es unter dem neuen Khan Xieli zu einem neuen Angriff der Osttürken gegen China. Dort hatte mittlerweile die Tang-Dynastie die Macht übernommen und konnte Xieli erfolgreich abwehren. Schon sechs Jahre später griff Xieli erneut China an. Die Tang-Dynastie war unter Kaiser Taizong mittlerweile allerdings sehr stark geworden. Xieli musste sich 630 nach seinem erfolglosen Angriff endgültig den Chinesen unterwerfen.[34]

Der Westteil 552–659Bearbeiten

Der erste Yabghu des Westteils war Istämi, der von 552 bis 576 regierte[35]. Ungefähr zehn Jahre nach seinem Amtsantritt kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Hephthaliten. In der Folge kam es zu einer Allianz zwischen dem sassanidischen Persien und den Westtürken: Die Hephthaliten wurden von verschiedenen Seiten angegriffen und geschlagen. Anschließend flohen sie aus dem Gebiet (Badakhshan in Nordost-Afghanistan war ihr Zentrum) und ihr Reich wurde zwischen den Türken und den Sassaniden aufgeteilt. Die Sassaniden bekamen Baktrien, das ihnen von den Türken aber wieder weggenommen wurde.[36]

Die Hinzugewinnung des hephtalitischen Gebiets bedeutete für die Türken den Zugewinn eines außerordentlich wichtigen wirtschaftlichen Faktors: die Kontrolle über einen signifikanten Teil der Seidenstraße.[36]

Oströmisch-türkisches BündnisBearbeiten

Der Transport von Rohseide aus China und Seidetextilen auf der Seidenstraße war ein wichtiger Bestandteil im sassanidisch-oströmischen Handel. Allerdings waren Persien und Ostrom traditionell verfeindet – das türkische Reich spielte daher eine wichtige strategische Rolle: es konnte die Seidenstraße sperren. Das Oströmische Reich versuchte nach 560, die Türken als Bündnispartner zu gewinnen.[37]

Die Sassaniden waren sich dieser Gefahr bewusst und versuchten sich den Zwischenhandel nicht aus den Händen nehmen lassen. Die Türken ihrerseits sahen sich veranlasst, direkten Kontakt zum oströmisch-byzantinischen Reich herzustellen und schickten 567 eine Gesandtschaft nach Konstantinopel.[37] Daraus entwickelte sich ein türkisch-römisches Bündnis gegen das sassanidische Persien.[38]

572 brach der Krieg aus: Die Sassaniden unter Chosrau I. konnten sich des römisch-türkischen Zangenangriffs erfolgreich erwehren und ihre Feinde bis 573 an beiden Fronten zurückschlagen. Zwischen Ostrom und dem türkischen Kaghanat kam es bis 576 zu weiteren diplomatischen Kontakten. Insgesamt wurden die oströmischen Hoffnungen aber enttäuscht, der Krieg gegen Persien zog sich bis 591 hin und wurde zuletzt nicht etwa aufgrund des Bündnisses mit den Türken, sondern aufgrund innerpersischer Wirren beendet (siehe Römisch-Persische Kriege).

Niedergang des Westtürkischen ReichsBearbeiten

Tardu zeigte sich verstimmt über das Bündnis der Byzantiner mit den Awaren, die er als unter dem türkischen Machtbereich stehend ansah. Unter ihm nahmen die Auseinandersetzungen mit Byzanz bald kriegerische Formen an; die Türken pflegten aber auch ihre Feindseligkeiten gegen die Sassaniden. Tardu stieß 588/589 bis nach Herat vor, er konnte Herat nicht einnehmen, doch geriet das heutige Nordafghanistan mit den wichtigen Städten Kunduz und Balkh in türkische Abhängigkeit.[39] Tardu gilt als Staatsmann ohne diplomatisches Geschick. Sein Wille zur Ausdehnung seines Machtbereichs führte zu Auseinandersetzungen mit Byzanz, den Sassaniden und sogar mit dem osttürkischen Khan: 584 sagte er sich vom osttürkischen Reich los, gegen die Osttürken ging er ein Bündnis mit Sui-China ein.[40] Bei einem Aufstand der Töliş-Stämme kam Tardu ums Leben.

Sein Reich wurde im Folgenden Opfer innerdynastischer Rivalitäten. Tardus Enkel Shih-kuei erhielt den Westen des Westtürkischen Reichs, Ch'u-lo bekam den Osten. Da Ch'u-lo ähnliche Machtbestrebungen wie Tardu zeigte, entzogen die Chinesen ihre Unterstützung, so dass sich Shih-kuei durchsetzte.[40] Doch noch einmal gelang ein Wiederaufstieg. Shih-kueis Nachfolger T'ung shih-hu (618–630) schaffte es, den Machtbereich der Türken bis über den Oxus hinaus zu erweitern. Zu dieser Zeit erstreckte sich der Westteil vom Altai über den Hindukusch bis zum Kaspischen Meer. Nach dem Bericht des chinesischen Pilgers Xuanzang bekundete T'ung shih-hu großes Interesse am Buddhismus. 627 griffen die Türken zudem erneut in den Konflikt zwischen Ostrom und den Sassaniden ein, indem sie als Verbündete des Kaisers Herakleios den Osten Persiens angriffen. Diesmal scheint ihr Eingreifen entscheidend zur Niederlage der Perser unter Chosrau II. beigetragen zu haben.

Doch wenig später brach ihre Machtstellung zusammen: T'ung- shih-hu starb 630 während eines Aufstands der Karluk. Es kam zu Machtkämpfen zwischen den zehn westtürkischen Stämmen, in deren Folge es den Chinesen 657 gelang, das westtürkische Gebiet in zwei chinesische Protektorate aufzuteilen.[41] 659 wird das westtürkische Reich endgültig von China einverleibt.[42]

Zweites Reich der Kök-Türken (682–742)Bearbeiten

 
Das zweite Kök-Türken-Reich im Jahr 700

Die Türken nahmen die Unterwerfung durch China nicht hin und 679 kam es zur Revolte. Chinesische Quellen berichten von mehreren Aufständen türkischer Stämme – Überfälle, Plünderungen, die aber immer wieder erfolgreich niedergeschlagen werden konnten. Der Nachkomme des letzten Herrschers des ersten Ostreichs der Kök-Türken, Kutluğ ging mit wenigen Getreuen in das nördlich Chinas gelegene Gebiet der Otüken und unterwarf die benachbarten Stämme.

Die Tang waren mittlerweile geschwächt; die Tibeter hatten 670 das Tarimbecken in ihre Gewalt gebracht und dabei den Chinesen schwere Niederlagen zugefügt; dynastische Streitigkeiten hatten begonnen.[43]

Kutluğ wurde unter dem Ehrennamen Elteriš (oder Eltäriş Khan, der Reichssammler) vom Heerführer Tonyuquq (auch: Tonjukuk) eingesetzt.[44][43] Tonyuquq war der Berater von Elteriš. Elteriš entstammte dem Adelsgeschlecht der A-shih-na,[43] während Tonyuquq dem Clan der A-shih-te entstammte.[45]

Noch 681 musste Elteriš eine herbe Niederlage gegen die Chinesen hinnehmen, doch ab 682 unterwarf er zusammen mit 16 verbündeten Stämmen die Kök-Türken und stützte sich hierbei insbesondere auf den Stamm der Karluken. Um 687 hatte er die Herrschaft über die meisten Stämme des ehemaligen Ostreichs errungen.

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Damit begründete Elteriš das zweite Reich der Kök-Türk, das in der türkischen Turkologie meist nur als „Karluken-Herrschaft“ (türkisch: Karluk Devleti) bezeichnet wird und das in der westlichen Geschichtsschreibung als „Reich der Ilig-Khane“ bekannt ist. Dieses neue Türkenreich kontrollierte nach zahlreichen Kriegszügen die Steppen von der Großen Mauer bis zu den Außenposten der (seit 705 nach Transoxanien vordringenden) Araber. Das Zentrum war die Gegend des Changai-Gebirges. Bis 687 hatte Elteriš die meisten Stämme des Ostreiches unterworfen, nur der Tolu-Herrscher Hushile Khagan konnte sich mit einigen Stammesangehörigen nach China flüchten.

Als Elteriš 691 verstarb, wurde sein Bruder Bökö (reg. 692–716) auf einer Kuriltai der Stämme als Qapagan (Kapagan Khan) zum Oberhaupt des Reiches ernannt. Ab 699 gelange es im Westen den Türgesch, ihre Macht auf Kosten der Kök-Türk auszubauen.[46] In der Folgezeit erneuerte Qapagan die Macht der Kök-Türk. Dabei stand er dem Reich nur als Vormund seines Neffen Kültigin vor, der damals sechs Jahre alt war. Er führte wieder Raubzüge gegen China durch.[47] Ihm unterstellten sich unter anderem die Stämme der Karluken und Oghusen freiwillig. Aber auch nichttürkische Völker wie die Kitan wurden unterworfen. Um 710 konnte er die Türgesch besiegen. Qapagan führte ein hartes Regiment über die Völker seines Reiches, 711/12 kam es erneut zu Unruhen unter den Völkerschaften der Basmıl und Teilen der On-Ok. Doch im Großen und Ganzen blühte im Reich der Kök-Türk der Wohlstand.

Im Kampf gegen die muslimischen Araber, die ab 705 Zentralasien überrannten, war er weniger erfolgreich. Kültigin wurde hier bei Buchara blutig zurückgeschlagen, ein anti-arabischer Aufstand in Sogdien scheiterte 722 (siehe Dēwāštič).

Die Türgesch entzogen sich ab 715 den Kök-Türk und unterstellten sich 717 China und ging eigene politische Wege. Ihr Anführer war Suluk (reg. 717–738), der seinerseits Kämpfe gegen die Araber führte, unterstützt von sogdischen Fürsten (siehe Ghurak). Gleichzeitig begannen die Oghusen langsam westwärts zu wandern und sich im Gebiet des ursprünglich iranischsprachigen Turkestan niederzulassen, das zum Herrschaftsbereich der On-Ok gehörte.

Auf einer Strafexpedition gegen jene Stämme, die von den Tang-Chinesen gegen ihn aufgehetzt worden waren, verlor Qapagan sein Leben: 716 wurde er in der heutigen Mongolei, nördlich des Flusses Tula, von Angehörigen des Bayirqu-Stammes ermordet.

Mit dem plötzlichen Tode Qapagan drohten neue Wirren. Besonders tat sich da Elteriŝ’ Sohn Kültigin hervor. Fugiuy-bogiu Kuchuk-Khan ernannte sich 716 zum Herrscher der Kök-Türk. Doch wurde auf einem Friedens-Kuriltai nicht er oder Kültigin, sondern Bilge Khan, ein anderer Sohn Elteriŝ’ und älterer Bruder Kultigins, zum Kagan ausgerufen.[48] Dieser holte Tonyuquq und Kültigin als Berater an seine Seite und stellte damit den Frieden im Reich wieder her. Doch damit begann auch der politische Aufstieg der späteren Uiguren.

Bilge Khan veränderte erfolgreich die Kriegstechnik: Die erfolgreichste Kriegstruppe stellten die berittenen Bogenschützen. Die besten Schützen durften weiße Falkenfedern an ihren Helmen tragen. Entschlossen und hoch diszipliniert griffen sie in einer Pfeilformation ihre Gegner an. Dabei trugen sie Rüstungen aus hartem Leder oder aus Metall. Bilge Khan warb darüber hinaus Söldner aus anderen Völkerschaften an, so dass in seinen Reihen sowohl Türken als auch Nichttürken wie Mongolen, Tanguten und zahlreiche Chinesen kämpften.

Bilge Khan dehnte ab 717 den Machtbereich der Kök-Türk weiter aus: Er unterwarf die Gebiete bis zum Syr-Darja im Westen, im Osten reichte sein Machtbereich bis in die chinesische Provinz Shandong und im Süden bis Tibet. Auch die Stämme der Tula-Region konnte er schließlich unterwerfen, was seinen Vorgängern Idat und Qapagan nicht gelungen war.

Das Reich der Kök-Türken umfasste nun die Gebiete vom Schwarzen Meer bis China und vom Altai bis zum Hindukusch. Es bestand nicht nur aus Steppe, sondern auch aus Wüste. Der Rang des Khagan hatte sich nun verändert: Ursprünglich nur ein untergeordneter Führertitel, der weit unter dem alten Titel des „Shanyu“ beziehungsweise des „Tanhu“ stand, war er nun für die späten Kök-Türken ein Halbgott. Sein Zelt, die Jurte, bestand aus reich bestickter roter Seide. Im Sommer zog der Herrscher Bilge Khan nun mit seinem Hofgefolge in die üppigen Weidegebiete des Nordens und im Herbst wieder nach Süden.

731 verstarb Kültigin und Tonyuquq stieg zum alleinigen Ratgeber Bilge Khans auf, wie es in den Inschriften des Tonyukuk belegt ist. 734 wurde Bilge Khan ermordet.[49] Auf dem Totenbett erlebte er die Hinrichtung seiner Mörder und deren Anstifter mit. Es waren Angehörige des Basmıl-Stammes, der dadurch in Ungnade fiel.

Auf der Kuriltai setzten 734 die Anhänger Bilge Khans die Wahl seines Sohnes Yiran durch. Doch dieser verstarb noch im selben Jahr, so dass dessen minderjähriger Sohn Bilge Kutluq-Tengri zum Herrscher bestimmt wurde. Als dessen Vormünder wurden ihm zwei seiner Onkel zur Seite gestellt, in deren Händen die wahre Macht lag. Der „linke Schad“, Il-Itmysh Bilge-Khan, herrschte über den Westen, der „rechte Schad“, Ozmysh Khan, über die Gebiete des Ostens; das Göktürkenreich drohte erneut in zwei unabhängige Teilreiche zu zerfallen.

Als 740 Tang-China die Herrschaft Tengris über die Osttürken anerkannt hatte, lud dessen Mutter Pofu Il-Itmysh Bilge, den „linken Schad“ der Westtürken, zu einer Kuriltai ein. Dort kaum eingetroffen, wurde dieser von der Leibgarde der Mutter ergriffen und enthauptet. Die Westtürken unterstellten sich darauf hin Tengri, der sich nun den Namen des „Oghus Khan“ zulegte. Doch dieser Verrat der Mutter zog Folgen nach sich: Der andere Onkel, Ozmysh Khan, der „linke Schad“ der Ostgebiete, sah sich mit der Namensgebung Tengris in seiner Macht bedroht, griff 741 Tengri an und ermordete ihn.

Ozmysh Khan gedachte nun, die Nachfolge Tengris anzutreten. Unter dem Namen „Wusumishi“ nahm er den Khagan-Titel an, doch er war ein unbeliebter Herrscher. Vor allem die Stämme des Westens verabscheuten ihn, und die Basmıl galten als dessen ärgste Feinde. 744 schlossen sich die Karluken mit den Stämmen der Basmıl sowie Oghusen zusammen und griffen Ozmysh an. Dieser wurde bei den Kämpfen getötet; damit ging das zweite Göktürkenreich zu Ende.

Bomei-Tegin Khan, der Bruder des 744 ermordeten Ozmysh Khagan, versuchte zwar noch als „Bomei Khagan“ die Macht im Ostreich an sich zu reißen, doch wurde er bereits 745 von Angehörigen der Uiguren ermordet. Karluken, Oghusen und Basmıl gründeten nun auf dem Boden des Ostreiches das Uigurische Reich.

Erster Herrscher aus dem „Uiguren-Geschlecht“ war der chinesische Söldner Gulipeiluo. Dieses Reich sollte von 744 bis 840 bestehen. Gulipeiluo nahm nun den Titel „Kutluq Bilge-Kül Khagan“ an und machte die Stadt Kara Balgasun (am oberen Orchon, das alte Ordu Balyk), zum Zentrum seines Reiches. Die Karluken hatten schließlich in Kuz Ordu, dem heutigen Balasagun, ihren Hauptsitz. Die Karluken schufen als erstes türkisches Volk in der Geschichte eine einheitliche Amtssprache, die bis zum persischen Choresm-Reich ausstrahlte und heute als „Karluk-Choresmisch“ oder als „Karluk-Uigurisch“ bezeichnet wird.

Nach den beiden ReichenBearbeiten

Die Kriterien, die nach Ethnologen eine Ethnie ausmachen, trafen auf die Bevölkerung des Reiches der Kök-Türken weitgehend zu. Nach dem Zusammenbruch des Türkreiches zerstreuten sich die türkischen Stämme. Verschiedene ethnische Gemeinschaften entwickelten sich oder erschienen wieder auf der Geschichtsbühne, z. B. die Oghusen oder die Kiptschaken. Sie bewahrten Elemente der kök-türkischen Kultur auf, aber wuchsen in neue Richtungen. Diese Prozesse werden in Mahmud al-Kashgharis Darstellung der türkischen Welt reflektiert.

Nach Zusammenbruch des Reichs Dschingis Khans geschah ein ähnlicher Prozess. Dieses Mal lösten sich etablierte Stammesgemeinschaften aber auf und bildeten neue Konföderationen, welche mit der Zeit zu den modernen Völkern wurden.[50]

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Édouard Chavannes: Documents sur les Tou-kiue (Turcs) occidentaux (= Sbornik Trudov Orchonskoj Ėkspedicii. Bd. 6). Académie Impériale des Sciences, St. Petersburg 1903 (Nachdruck. Adrien-Maisonneuve, Paris 1941).
  • René Giraud: L'Empire des Turcs Célestes. Les Règnes d'Elterich, Qapghan et Bilgä (680–734). Contribution à l'Histoire des Turcs d'Asie Centrale. Adrien-Maisonneuve, Paris 1960.
  • René Grousset: Die Steppenvölker. Attila, Dschingis Khan, Tamerlan. Magnus-Verlag, Essen 1975.
  • Elcin Kürsat-Ahlers: Zur frühen Staatenbildung von Steppenvölkern. Über die Sozio- und Psychogenese der eurasischen Nomadenreiche am Beispiel der Xiongnu und Göktürken, mit einem Exkurs über die Skythen (= Sozialwissenschaftliche Schriften. Bd. 28). Duncker & Humblot, Berlin 1994, ISBN 3-428-07761-X (Zugleich: Hannover, Universität, Dissertation, 1992).
  • Liu Mau-Tsai: Die chinesischen Nachrichten zur Geschichte der Ost-Türken (T'u-küe) (= Göttinger asiatische Forschungen. Bd. 10, 1–2, ZDB-ID 503905-8). 2 Bände (Bd. 1: Texte. Bd. 2: Anmerkungen, Anhänge, Index.). O. Harrassowitz, Wiesbaden 1958.
  • Ali Kemal Meram: Göktürk İmparatorluğu (= Milliyet Yayin Ṣti. Yayinlari. Tarih Dizisi. Bd. 35, ZDB-ID 2394701-9). Milliyet Yayinlari, Istanbul 1974.
  • Edward H. Parker: A thousand years of the Tartars. S. Low, Marston & Co., London 1895 (Nachdruck. Routledge, London u. a. 1996, ISBN 0-415-15589-4).
  • Jürgen Paul: Zentralasien. S. Fischer, Frankfurt am Main 2012 (Neue Fischer Weltgeschichte, Band 10).
  • Wolfgang Scharlipp: Kurzer Überblick über die buddhistische Literatur der Türken. In: Materialia Turcica. Bd. 6, 1980, ISSN 0344-449X, S. 37–53.
  • Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien. Eine Einführung in ihre Geschichte und Kultur. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, ISBN 3-534-11689-5.
  • Denis Sinor: Inner Asia. History – Civilisation – Language. A syllabus (= Indiana University Publications. Uralic and Altaic Series. Bd. 96, ISSN 0445-8486). Indiana University, Bloomington 1969.
  • Denis Sinor (Hrsg.): The Cambridge History of Early Inner Asia. Cambridge University Press, Cambridge u. a.;
    • Band 1: From the earliest times to the rise of the Mongols. 1990, ISBN 0-521-24304-1 (auch: ebenda 1994), (bis jetzt nur dieser Band erschienen).
  • Sören Stark: On Oq Bodun. The Western Türk Qaghanate and the Ashina Clan. In: Archivum Eurasiae Medii Aevi. Bd. 15, 2006/2007, ISSN 0724-8822, S. 159–172.
  • Sören Stark: Die Alttürkenzeit in Mittel- und Zentralasien. Archäologische und historische Studien (= Nomaden und Sesshafte. Bd. 6). Reichert, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-89500-532-9.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gedenkstätte von Kultegin, TÜRIK BITIG
  2. Wolfgang-Ekkehard Scharlipp Die frühen Türken in Zentralasien, S. 30
  3. z. B. Sören Stark: Die Alttürkenzeit in Mittel- und Zentralasien. Archäologische und historische Studien. Ludwig Reichert, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-89500-532-9
  4. z. B. Liu Mau-Tsai, Die chinesischen Nachrichten zur Geschichte der Ost-Türken (T’u-küe), Wiesbaden 1958
  5. z. B. in: Hermann Kinder und Werner Hilgemann: dtv-Atlas zur Weltgeschichte Band 1. Von den Anfängen bis zur Französischen Revolution. Karten und chronologischer Abriss. 6. Auflage. dtv - Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1970.
  6. Wolfgang-E. Scharlipp: Zur Rolle der alttürkischen Runenschrift in der türkischen Gelehrtenwelt. In: Materialia Turcica. Band 17, Göttingen 1996, S. 77–86, S. 84.
  7. Peter B. Golden: An Introduction to the History of the Turkic Peoples, S. 117
  8. Xavier de Planhol, Kulturgeographische Grundlagen der islamischen Geschichte, Artemis, 1975, S. 23
  9. Imanuel Geiss: Über Elçin Kürsat-Ahlers, Zur frühen Staatenbildung von Steppenvölkern (Rezension) in: Historische Mitteilungen, Band 9, 1996, S. 118 ff, 121
  10. Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Zur Rolle der alttürkischen Runenschrift in der türkischen Gelehrtenwelt. In: Materialia Turcica Band 17, 1996, S. 79–86, S. 84, von türkei-türkisch kök, deutsch Wurzel
  11. Wilhelm Barthold: Zwölf Vorlesungen über die Geschichte der Türken Mittelasiens. Berlin 1935, S. 31.
  12. Milan Adamovic: Die alten Oghusen. In: Materialia Turcica Band 7/8. Bochum 1983, S. 26–50, 31 ff.
  13. Faruk Sümer: Oğuzlar (Türkmenler): tarihleri, boy teşkilatı, destanları, Türk Dünyası Araştırmaları Vakfı, 1992, S. 16
  14. F. Steingass, „A Comprehensive Persian-English Dictionary“, Routledge Chapman & Hall, 1998, S. 295
  15. V.H. Mair, "Contact And Exchange in the Ancient World", University of Hawaii Press, 2006, Zitat P.B. Golden, The Origins and Shaping of the Turkic Peoples, ISBN 0-8248-2884-4, S. 142–143, Google Books
  16. A. Róna-Tas, "Hungarians & Europe in the Early Middle Ages: An Introduction to Early Hungarian History", Kapt. VI, From the Urals to the Carpathian Basins, Etnic names - Characteristics & Origins: Turk, Central European University Press, 1999, S. 275ff.
  17. Liu Mau-Tsai, Die chinesischen Nachrichten zur Geschichte der Ost-Türken (T'u-küe), Band 1, Wiesbaden 1958, S. 40 f.
  18. Liu Mau-Tsai, Die chinesischen Nachrichten zur Geschichte der Ost-Türken (T'u-küe), Band 1, Wiesbaden 1958, S. 5 f.
  19. Liu Mau-Tsai, Die chinesischen Nachrichten zur Geschichte der Ost-Türken (T’u-küe), Wiesbaden 1958, Band 1, Seite 40
  20. Sören Stark: Die Alttürkenzeit in Mittel- und Zentralasien. Archäologische und historische Studien. Ludwig Reichert, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-89500-532-9, S. 101
  21. Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien, S. 18; Sören Stark: On Oq Bodun. The Western Türk Qaghanate and the Ashina Clan in Archivum Eurasiae Medii Aevi 15 (2006/2007), S. 161–170
  22. Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien, S. 12, S. 18
  23. Sören Stark: Die Alttürkenzeit in Mittel- und Zentralasien, S. 57
  24. Denis Sinor: The legendary Origin of the Türks, in Egle Victoria Zygas, Peter Voorheis: Folklorica: Festschrift for Felix J. Oinas, S. 223 f.: “Of all the great nomad empires centered on Mongolia, that of the Türks was the first whose official language can be identified without the shadow of a doubt. It was a Turkic dialect well known to us through some funeral steles erected in the eighth century, the first monuments of any Turkic—indeed of any Uralic and Altaic—language.”
  25. Michael Neumann-Adrian/Christoph K. Neumann: Die Türkei. Ein Land und 9000 Jahre Geschichte, München 1990, S. 152
  26. Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien, S. 11f.
  27. Wolfgang-Ekkehard Scharlipp Die frühen Türken in Zentralasien, S. 18f., S. 30, S. 133
  28. a b c Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien, S. 19
  29. a b Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien, S. 20
  30. Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien, S. 20f.
  31. Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien, S. 21f.
  32. a b Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien, S. 22
  33. a b Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien, S. 23
  34. a b Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien, S. 24
  35. J. Paul: Zentralasien, S. 76
  36. a b Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien, S. 25
  37. a b Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien, S. 26
  38. Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien, S. 27
  39. Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien, S. 27f.: Der chinesische Pilger Xuanzang berichtet, dass in diesem Gebiet ein Angehöriger des westtürkischen Herrscherhauses regierte.
  40. a b Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien, S. 28
  41. Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien, S. 28f.
  42. Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien, S. 29
  43. a b c Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: Die frühen Türken in Zentralasien, S. 30
  44. Edith G. Ambros/P. A. Andrews/Çiğdem Balim/L. Bazin/J. Cler/Peter B. Golden/Altan Gökalp/Barbara Flemming/G. Hazai/A. T. Karamustafa/Sigrid Kleinmichel/P. Zieme/Erik Jan Zürcher, Artikel Turks, in Encyclopaedia of Islam, Brill, digitale Edition, Abschnitt 1.1 The pre-Islamic period: the first Turks in history and their languages
  45. Denis Sinor: The legendary Origin of the Türks, in Egle Victoria Zygas, Peter Voorheis: Folklorica: Festschrift for Felix J. Oinas, S. 231
  46. J. Paul: Zentralasien, S. 78.
  47. J. Paul: Zentralasien, S. 80
  48. J. Paul: Zentralasien, S. 81
  49. J. Paul: Zentralasien, S. 82
  50. Peter B. Golden: An Introduction to the History of the Turkic Peoples: Ethnogenesis and State-Formation in Medieval and Early Modern Eurasia and the Middle East, S. 2