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Spiritualität

philosophischer / theologischer Begriff

Spiritualität (von lat. spiritus ,Geist, Hauch‘ bzw. spiro ,ich atme‘ – wie altgriechisch ψύχω bzw. ψυχή, siehe Psyche) bedeutet im weitesten Sinne „Geistigkeit“ und bezeichnet eine auf Geistiges aller Art oder im engeren Sinn auf Geistliches in spezifisch religiösem Sinn ausgerichtete Haltung.

Spiritualität im spezifisch religiösen Sinn steht für die Vorstellung einer geistigen Verbindung zum Transzendenten, dem Jenseits oder der Unendlichkeit. Während Religiosität die Ehrfurcht vor der Ordnung und Vielfalt in der Welt und die Empfindung einer transzendenten Wirklichkeit meint,[1] beinhaltet (religiöse) Spiritualität zudem die bewusste Hinwendung und aktive Praktizierung einer als richtig angesehenen Religion oder Weltanschauung.

Auf der Jahrestagung 2010 der „Grünen Akademie“ allerdings konnte nur ein Minimalkonsens über die Bedeutung des Begriffs Spiritualität erzielt werden: Spiritualität sei „etwas anderes als der schnöde Mammon“ (Formulierungsvorschlag des Trend- und Zukunftsforschers Eike Wenzel).[2]

Inhaltsverzeichnis

Historische Entwicklung des Bezeichneten und der BezeichnungBearbeiten

Spirituelle Haltungen haben sich als Teil der intuitiven Einordnung (vermeintlich) unerklärlicher Phänomene im magisch-mythischen Denken unserer Vorfahren vermutlich schon sehr früh in der Menschheitsgeschichte entwickelt. Tatsächlich sind allerdings viele Phänomene, die früheren Generationen als „mysteriös“ erschienen sind, heute mit Hilfe wissenschaftlicher Einsichten erklärbar. Wie die Forschungsergebnisse der Ethnologie für viele schriftlose Kulturen gezeigt haben, gab es ursprünglich nur eine unscharfe Trennung zwischen der Welt und der Religion im Leben der Menschen, so wie wir es kennen. Spiritualität war demnach bis zur Entwicklung der klassischen Religionen und der Wissenschaften ein alltägliches Verhaltensmuster.[3][4]

Das, was heute auch als Spiritualität von Mitgliedern etablierter Glaubensgemeinschaften bezeichnet wird, nannte man früher ausschließlich „Frömmigkeit“. Dieser Begriff wird heute noch eher im kirchlichen Kontext verwendet. Er beinhalte für viele die negative Konnotation, dass ein frommer Mensch kritiklos alle Dogmen einer bestimmten Religion oder Weltanschauung als für sich persönlich verbindlich empfinde, auch wenn sein Verstand sich weigere, bestimmte Glaubensaussagen als „wahr“ zu akzeptieren.[5]

Christian Rutishauser unterscheidet theologische und säkulare Spiritualität. Nach ihm drückt Spiritualität in der gegenwärtigen Gesellschaft die Sehnsucht nach einem Geist aus, der nicht im Alltäglichen und Oberflächlichen steckenbleibt.[6]

In der Gegenwart gilt Spiritualität vor allem als „Leitbegriff postmoderner Religiosität“. Die „Karriere“, die der Begriff Spiritualität bis in die Gegenwart hinein gemacht habe, erklärt Karl Baier damit, dass ihm die „Patina, die viele religiöse Worte in der Moderne angesetzt haben, fehlt“.[7] Im französisch- und im englischsprachigen Raum wurde er erst um 1900 von einer größeren Zahl von Menschen gebraucht. Im deutschsprachigen Raum wurde er zwar ebenfalls um 1900 in einem Lexikon erwähnt,[8] massenwirksam wurde er hier aber erst nach 1960.

Spielarten der SpiritualitätBearbeiten

Karl Baier unterscheidet im Hinblick auf im Westen empirisch anzutreffende Formen der Spiritualität zwischen einer katholischen und einer ursprünglich angelsächsischen, „neureligiösen“ Form von Spiritualität. Das Phänomen Spiritualität kann man nicht nur nach ihrer Herkunft aus konkreten Religionen unterscheiden, sondern auch im Hinblick auf die Frage, ob Spiritualität mit existierenden Religionen oder Weltanschauungen vereinbar ist, womöglich sogar deren Lebendigkeit fördert, oder ob sie diese grundsätzlich in Frage stellt.

Herkunft aus bestehenden Religionen und KultenBearbeiten

Die Religionen und Konfessionen haben unterscheidbare spirituelle Strömungen hervorgebracht. Dies hat zunächst mit der verschiedenen Erfahrung, Beschreibung und Benennung der höheren Instanz oder Wirklichkeit in den religiösen Traditionen zu tun: Gott (arabisch/im Islam: Allah), eine Gottheit, Tao, Brahman, Maha-Atman, Shunyata, Großer Geist, Pneuma, Prajna, Maha-Purusha, Sugmad, das Eine in Einheit oder das Eine in Vielheit u.a.

Wenn Einzelne oder Gruppen Elemente aus verschiedenen spirituellen Traditionen übernehmen und miteinander verbinden, dürfte es ab einem gewissen Punkt sinnvoll sein, von einer neuen Spiritualität zu sprechen. Häufig sind Spiritualitäten durch einzelne charismatische Figuren geprägt oder initiiert, manchmal auch nach diesen Personen benannt. Erwin Möde erklärt die empirisch nachweisbare Zunahme an spiritueller Vielfalt im Westen damit, dass die „christlichen Kirchen […] leerer [werden], das herkömmliche Gottesbild und die bisherige Moral verblassen, ein Monopolanspruch auf Religion […] nicht mehr akzeptiert“ werde, weil „[a]n die Stelle der mit politischer Gewalt durchgesetzten Glaubensmonopole […] die freie Vielfalt religiöser Überzeugungen“ trete.[9]

Schwierig zu bestimmen ist es allerdings, ab welchem Punkt eine derartige selbstbestimmte Spiritualität nicht mehr mit der Religion, aus der heraus sie sich entwickelt hat, kompatibel ist. So ist beispielsweise jemand, der das Konzept der Seelenwanderung für plausibel hält, eigentlich kein Christ mehr, da der Glaube an die Einmaligkeit der individuellen Seele zum Kern des christlichen Glaubens gehört. So mahnt Ulrich Winkler: „[M]ultiple Religionszugehörigkeit läuft den Religionen zuwider. Sie verlangen eine ernsthafte und ungeteilte Zustimmung zur Lehre. Eine Abtrennung einzelner Rituale oder Praktiken aus dem theoretischen und theologischen Lehrkontext widerspricht dem Selbstverständnis der Religionen.“[10]

ChristentumBearbeiten

Hauptartikel: Christliche Spiritualität

Unter christlicher Spiritualität versteht man jene spezifische Form von Spiritualität, in deren Mittelpunkt die persönliche Beziehung zu Jesus Christus steht. Sie ist immer auch biblische Spiritualität und rückgebunden an urchristlichen Praktiken. Dazu zählen je nach persönlich gelebter Frömmigkeit auch Askese und Mystik. Dabei weist sie über konfessionelle Grenzen und Besonderheiten hinaus. In der christlichen Spiritualität wird individuelle Vervollkommnung als nicht nur durch Techniken (Kontemplation, Lesen der Bibel, Gebet, Nächstenliebe, Exerzitien, Wallfahrt, Kirchenmusik) erreichbar angesehen, sondern insbesondere als Gnade erlebt. Christliche Spiritualität umfasst nicht nur religiöse Rituale, sondern drückt sich auch im Alltag aus. Speziell kleine Dinge können religiöse Bedeutung bekommen und so zur christlichen Umformung des Menschen beitragen.

Neue Varianten der Spiritualität entwickeln sich auch durch Aktivitäten von Klöstern, Priestergemeinschaften, Ordensbewegungen u.ä., aus denen Formen der „Laienspiritualität“ hervorgegangen sind, die von Menschen gelebt werden, die als loyale Mitglieder ihrer Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft gewöhnlichen Berufen nachgehen und weder als Mönch, Nonne, Priester o.ä. in engerem Sinn religiöse Aufgaben zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht haben. Vielfach ist eine Laienspiritualität zwar aus einer klösterlichen oder mönchischen hervorgegangen, hat diese dann aber spezifisch umgeformt.

Stefanie Rosenkranz zeigt in ihrer Reportage über das Verhältnis Deutscher zu den Volkskirchen in Deutschland auf, dass dieses von einer tiefen Entfremdung gekennzeichnet sei: Sowohl die Protestanten als auch die Katholiken hätten über Jahrzehnte ein Spiritualitätsdefizit aufgebaut und wirkten „insgesamt etwa so illuminiert wie der Bundestag.“ Wer sich „der schweren Prüfung eines protestantischen Gottesdienstes an einem beliebigen Sonntag“ unterziehe, müsse auf einem harten Brett sitzen und „auf ein nacktes Kreuz starren“. „Sachliche Seelsorger geben unablässig vernünftige Worte von sich, so wie man sie auch von der Pastorentochter Angela Merkel täglich in der ‚Tagesschau‘ vernehmen kann.“ So ein Gottesdienst habe „das Ambiente eines Mathematikunterrichts an einer Gesamtschule“. Bei den Katholiken gebe es zwar mehr „Pomp“, doch der dortige Gläubige erscheine Rosenkranz wie ein „blökendes, ewig fehlgeleitetes sowie schuldiges Schaf, das hinter seinem allmächtigen Hüter hertrotten muss“.[11]

BuddhismusBearbeiten

Das spirituelle Ziel im Buddhismus ist die Erleuchtung (Bodhi). Es gibt viele unterschiedliche Methoden und Wege wie dieses Ziel angestrebt wird. Buddha lehrt als Hauptweg zur Erleuchtung die vier edlen Wahrheiten, den achtfachen Pfad. Ein wesentlicher Teil ist das Praktizieren von Meditation. Die im Westen bekanntesten buddhistischen Meditationsformen sind Vipassana und Zazen. Beide Schulen lehren das nicht wertende und absichtslose Gewahrsein im Hier und Jetzt, ohne an Gedanken, Empfindungen oder Gefühlen zu haften.

HinduismusBearbeiten

Der Hinduismus besteht aus verschiedenen Richtungen mit recht unterschiedlichen Schulen und Ansichten. Die Lehren und Gottesvorstellungen sind in den einzelnen Strömungen sehr verschieden, selbst die Ansichten über Leben, Tod und Erlösung (Moksha) stimmen nicht überein. Die meisten Gläubigen jedoch gehen davon aus, dass Leben und Tod ein sich ständig wiederholender Kreislauf (Samsara) sind, sie glauben an die Reinkarnation. Die spirituelle Praxis beinhaltet beispielsweise Rituale, Verehrung eines Gottes, und das Streben nach individueller Befreiung.

IslamBearbeiten

Für den Islam besteht Spiritualität (Geistigkeit) darin, eine geistige Brücke zwischen Menschen und Welt einerseits und Gott andererseits zu bauen, freilich nicht zu einem Gott gemäß Vorstellungen von Philosophen, wie z. B. Aristoteles, den Neuplatonikern, Spinoza und Karl Jaspers, sondern zu dem durch die „heiligen“ Schriften offenbarten Gott. Säkulare Gedankensysteme, die von Gott abstrahieren, werden nicht als spirituell eingestuft.

Die fünf „Säulen“ (arabisch اركان arkān) des Islam sind die Grundpflichten, die jeder Muslim zu erfüllen hat:

  1. Schahada (islamisches Glaubensbekenntnis)
  2. Salat (fünfmaliges Gebet)
  3. Zakat (Almosensteuer)
  4. Saum (Fasten im Ramadan)
  5. Haddsch (Pilgerfahrt nach Mekka)

Pazifische ReligionenBearbeiten

Für Hoʻoponopono, einem psycho-spirituellen Verfahren der Hawaiianer, besteht Spiritualität in der Befreiung von unerwünschten, vorwiegend zwischenmenschlichen Umständen. Die zur Mithilfe angerufenen höheren Wesen waren vorwiegend Naturgeister, aber auch ein Familiengeist, genannt ’aumakua. Traditionell wurde das Verfahren, bei dem alle an einem Problem beteiligten Personen anwesend waren (im Geiste auch die Ahnen), durch einen kahuna (Heilpriester, ähnlich einem Schamanen) durch Rituale und Gebete geleitet. Seine Anwendung reicht weit über achthundert Jahre zurück.[12]

Moderne Formen, die kahuna Morrnah Simeona begründet hat, können allein durchgeführt werden.[13] Sowohl bei traditionellen als auch bei modernen Formen hawaiischen Ursprungs gehören Mantras (unter anderem mangels Beteiligung höherer Wesen) nicht dazu.

Gebundene und freie SpiritualitätBearbeiten

Spiritualität als integraler Bestandteil existierender ReligionenBearbeiten

Der Begriff „Spiritualität“ wurde im 18. Jahrhundert in der französischen Ordenstheologie verwendet. Lange Zeit war er (zumal außerhalb Frankreichs) wenig gebräuchlich. Er war kirchlich besetzt und stand für geistiges Leben, Exerzitien, gelegentlich auch Abtötung unerwünschter Begierden.[14]

Auch das dtv Brockhaus Lexikon von 1962 sieht Spiritualität noch als Domäne der katholischen Konfession an: „kath. Kirche: die christliche Frömmigkeit, insofern sie als Werk des Geistes Gottes unter Mitwirkung des Menschen verstanden wird; auch personale Aneignung der Heilsbotschaft“. Hans Urs von Balthasar stellte 1960 die These auf: „Spiritualität [ist] die subjektive Seite der Dogmatik“.[15][16] Die Offenbarung, die die Quelle der biblischen Texte sei und von Theologen reflektiert werden müsse, müsse von Balthasar zufolge durch Spiritualität „inkarniert“ werden, damit sie alltagswirksam werden könne. Die Dogmatik, so interpretiert Ulrich Winkler von Balthasars Lehre, sei das „Knochengerüst“ einer Religion, von dem das „Fleisch der Spiritualität“ nicht abgetrennt werden dürfe. „Knochen mit Fleisch“ – Dieses Bild soll verdeutlichen, dass fromme Gläubige nicht durch eine reflexionslose Spiritualität „verdummen“ sollen, aber auch Gelehrte sich nicht durch elitäres, für die meisten unverständliches Philosophieren von der Gemeinschaft der Gläubigen entfernen sollen. Andernfalls gelte: „Dogmatik verkrustet und Mystik rutscht in die Innerlichkeit psychologischer Selbstbespiegelung“.[17]

Einige Nachschlagewerke des frühen 21. Jahrhunderts (z.B. der Brockhaus Religionen – 2004 –: „heute weitgehend gleichbedeutend mit Frömmigkeit“ oder das Lexikon der Psychologie – 2000–2002 –: „Frömmigkeit, eine vom Glauben getragene geistige Orientierung und Lebensform“) setzen Spiritualität mit Frömmigkeit gleich.

Was Benutzer des Begriffs jeweils unter „Spiritualität“ verstehen, ist nach Untersuchungen von Arndt Büssing u. a. (2006) von dem weltanschaulichen Kontext abhängig, auf den sie sich beziehen. Auch im 21. Jahrhundert beziehen sich Sprecher oder Schreiber demnach immer auf eine immaterielle, nicht sinnlich fassbare Wirklichkeit (Gott, Wesenheiten, etc), die dennoch erfahr- oder erahnbar sei (Erwachen, Einsicht, Erkennen) und die der Lebensgestaltung eine Orientierung gebe. Zu unterscheiden sind hier Büssing zufolge eine suchende Haltung und eine glaubend annehmende bzw. eine wissend erkennende Haltung. Die oben zitierten Autoren nehmen eine „glaubend annehmende“ Haltung ein.

Freie, von existierenden Religionen unabhängige SpiritualitätBearbeiten

Die Freimaurer-Loge St. Johann am Rhein in Schaffhausen legt Wert auf die Feststellung: „Spiritualität ist […] abzugrenzen von Glaube und Religion. Religiosität schränkt zu sehr ein und weil Religionen dogmatisch sind bzw. sein können, passen sie sowieso nicht zur maurerischen «Philosophie».“ Das hingegen, was heute Spiritualität genannt wird, war für Freimaurer immer schon wichtig.[18]

Auch Johann Wolfgang Goethes Drama Faust (1808) zeugt bereits von einer kirchenfernen Spiritualität: „Kein persönlicher Gott mehr, keine Konfession, keine Glaubensgemeinschaft, keine Kirche, keine damit verbundene sittliche Weltordnung - aber das Gefühl einer Allheit und Allverbundenheit, emotionale Übereinstimmung mit dem Weltganzen, das Absolute als Chiffre für die Liebe.“[19]

Die von Karl Baier als angelsächsisch-neureligiös bezeichnete Strömung setzte im 19. Jahrhundert ein. Helena Blavatsky, Mitbegründerin der Theosophischen Gesellschaft, begründete die moderne Esoterik, in die Elemente der neohinduistischen Spiritualität einflossen. Dadurch hat nach Baier diese Form der Spiritualität ihren spezifisch christlichen Charakter verloren.[20] In der Folge entstand eine durchaus beabsichtigte Nähe des englischen Wortes "spirituality" zu spiritistischen Praktikanten der „Geisterbeschwörung“.

In den deutschsprachigen Raum sickerte dieses Verständnis nur zögerlich ein. Allerdings konkretisiert das Oestergaards Lexikon bereits 1936 den Begriff „spirituell“ mit Hilfe der Attribute „geistig, geistreich, auch [sic!] geistlich, kirchlich“ und definiert den Begriff „Spiritualität“ als „Geistigkeit, geistiges Wesen“, der im Gegensatz zur Materialität stehe.

Um die Jahrtausendwende (1999–2004) definiert der Duden Spiritualität als „Geistigkeit; inneres Leben, geistiges Wesen“. In den Wissenschaften wird Spiritualität heute zumeist im weiteren – Konfessionen und Religionen übergreifenden – Sinn verwendet und Frömmigkeit im engeren – eher kirchlich geprägten – Sinn.[5] So leben nach Ansicht des Biophysikers Markolf H. Niemz sowohl Wissenschaft als auch Religion von spirituellen Impulsen. Er fasst sein Verständnis von Spiritualität in den prägnanten Satz: „Spiritualität ist Wahrheit, die von innen kommt.“[21] Niemz sieht also keinen Widerspruch zwischen einem spirituellen und einem wissenschaftlichen Blick auf die Welt.

Dafür, dass im 21. Jahrhundert das katholische Verständnis von Spiritualität in den Hintergrund getreten ist, sprechen insbesondere aktuelle Analysen aus dem Bereich der Psychologie, die im 20. Jahrhundert das Thema „Spiritualität“ eher mied:[22]

  • Der Religionspsychologe Kenneth Pargament stellt (1999) das „Suchen nach dem Heiligen“ in den Vordergrund seiner Definition der Spiritualität. Die Grundhaltung ist ihm zufolge also keine ego-zentrierte, der „Blickwinkel“ sei eindeutig auf ein transzendentes „Zentrum“ gerichtet.
  • Die transpersonale Psychologie versteht Spiritualität als die Wahrnehmung der Einheit von Wirklichkeit und das Anerkennen des Geistigen als Realität.

Aus dem Bereich von Pflegepraktikern, nämlich dem Bayerischen Hospiz- und Palliativverband, stammt die prägnante Äußerung: „Spiritualität will das "Unerklärliche" in das eigene Leben integrieren.“[23]

Verschwimmen der Grenze zur EsoterikBearbeiten

Bereits im Brockhaus von 1973 heißt es zum Stichwort: „Heute ist Spirituelles darüber hinaus zu einem vielfach verschwommenen Modewort geworden, läuft unter den Oberbegriffen Esoterik und Lebenshilfe und ist auch bereits in nahezu allen profanen Bereichen präsent.“[24] Aktuell findet der Begriff Spiritualität auch als Schlagwort Anwendung, im Zusammenhang mit New Age und alternativer Heilkunde, und auch politisch im Programm und der Bezeichnung einer Kleinpartei wie „Die Violetten – für spirituelle Politik“.

Eine Werbe- und Marketingagentur betrachtet Spiritualität als Produkt auf einem „Sinnmarkt“: „Ganz traditionelle Player wie die Kirchen kämpfen mit ganz neuen um den Markt des Seelenheils. Spiritualität wird in Zukunft Bestandteil eines modernen Lebensstils sein, der sich an Nachhaltigkeit und Qualität orientiert. Spiritualität im 21. Jahrhundert erstreckt sich auf eine große Zahl von Bedürfnissen, beispielsweise auf Lebenshilfe, Ernährung, Gesundheit, Beratung und Coaching. Das persönliche Lebensgefühl und die eigene Identität werden durch Spiritualität aufgewertet.“[25]

Nach Ansicht des katholischen Theologen Herbert Poensgen droht das Wort „Spiritualiltät“ durch die inflationäre Benutzung des Wortfelds „spirituell“ in Verbindung mit dem zunehmenden Trend, durch Marketing unter Benutzung des Wortfelds „spirituell“ Umsätze zu steigern, zu einem „Plastikwort“ zu werden. „Plastikwörter“ seien, so Poensgen, dadurch gekennzeichnet, dass „sich die Konnotationen bei weitem gegenüber der Denotation durchsetzen“.[26]

In den Reihen der Gegner der traditionellen „abendländischen“ Formen der Religiosität gilt seit dem 19. Jahrhundert der „Westen“ als Weltgegend mit einer unterentwickelten Spiritualität. Seit der Zeit der Kolonisierung überseeischer Gebiete durch europäische Staaten fungiert der Begriff der „Spiritualität“ in der westlichen Kultur als Abgrenzungskriterium und Identitätsmerkmal zu den östlichen Kulturen. Was in einem Aufsatz von Ursula King konkret gemeint ist, ist die kulturelle Auseinandersetzung vom „Osten“, was im Artikel als Indien personifiziert wird, und dem „Westen“, was zunächst nicht weiter verortet wird (im späteren Artikel sich aber als Amerika herausstellt). Als Oppositum der „östlichen Spiritualität“ wird gemeinhin der „materialistisch orientierte Westen“ verstanden, somit erhalten die beiden entgegengesetzten Himmelsrichtungen den Antagonismus: Spiritualismus vs. Materialismus, wobei letzteres in der hegemonialen Kommunikationsstruktur des britisch-indischen Kolonialdiskurses ersterem übergeordnet wurde. Diese Zuordnung der Begrifflichkeiten (Ost = Spiritualismus / West = Materialismus) ist aber eine vom „Westen“ dem „Osten“ aufgezwungene und inszeniert eine Frontstellung von West und Ost. King formuliert eingangs klar was ihr Ziel ist: „This article is concerned with the examination of one particular image, namely the polarisation between ‚Indian spirituality‘ and ‚Western materialism‘…“[27] In diesem Artikel legt King dar, dass die Superpositionierung des „Westens“ gegenüber der Kolonie Indien von einem Teil der etablierten, indischen Oberschicht erfolgte durch eine vorgenommen Reinterpretation des Hinduismus: „The nineteenth-century reinterpretation of Hinduism, often referred to as the ‚Hindu renaissance‘, is seen by some as a synthesis of ideas from East and West.“[28] Im Laufe des 19. Jh., als das dichotome Diskurskonzept des „spirituellen Ostens“ gegenüber dem „materiellen Westen“ statuiert worden war, erfuhr, wie King erläutert, die von der Kolonialmacht inferior konnotierte „östliche Spiritualität“ eine Aufwertung seitens der indischen Bevölkerung. In dezidierter Abgrenzung zum „Westen“, der unterdrückenden Macht, fungierte die „indische Spiritualität“ nun als positiv umgewertetes Identitätsmerkmal.[29] Aus dem nun als „spirituellen Auftrag“ erachteten Selbstbewusstsein und -verständnis der Inder formierten sich nationale Bewegungen und Ideologien, die 1947 schließlich unter Gandhi zur Unabhängigkeit Indiens führten.

Spiritualität auch ohne TranszendenzbezugBearbeiten

Neuerdings wird der Begriff auch ohne Gottes- oder Transzendenzbezug aufgefasst, so z. B. von André Comte-Sponville in „Woran glaubt ein Atheist?: Spiritualität ohne Gott“. Gerechtigkeit, Mitgefühl, Liebe, Demokratie und Menschenrechte könnten Gottgläubige, Agnostiker und Atheisten vereinen, ohne einander missionieren zu wollen. Ähnlich auch der Dalai Lama, der als Grundspiritualität die grundlegenden menschlichen Werte der Güte, der Freundlichkeit, des Mitgefühls und der liebevollen Zuwendung bezeichnet. Insoweit könnte man von einer humanistischen Spiritualität sprechen, die darauf ausgerichtet ist, die Werte des Humanismus zur eigenen Lebenswirklichkeit werden zu lassen.

Bedeutung der „intellektuellen Redlichkeit“Bearbeiten

Thomas Metzinger spricht in seinem 2010 in Berlin gehaltenen Vortrag „Spiritualität und intellektuelle Redlichkeit“[30] von einer philosophischen oder säkularisierten Spiritualität und meint damit eine epistemische und zugleich ethische Lebenseinstellung, die dem Prinzip der intellektuellen Redlichkeit folgt, der unbedingten Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit und Gewissenhaftigkeit gegen sich selbst, um Irrtum und Selbsttäuschungen zu vermeiden. Intellektuelle Redlichkeit lasse nicht zu, etwas ohne zureichende Belege, Anhaltspunkte oder Indizien zu glauben (John Locke). Richtig verstandene Spiritualität sei also ohne Weiteres mit den Grundsätzen der Aufklärung vereinbar, gerate aber immer wieder in Konflikt mit bestehenden Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, insbesondere mit deren Dogmen.

Nach Metzinger ist Spiritualität als Erkenntnisprozess durch 4 Eigenschaften charakterisiert:

  1. nicht-theoretisch (also durch praktische Erfahrung gewonnen),
  2. nicht-propositional (keine Aussagen mit einem logischen Wahrheitsgehalt),
  3. nicht-kognitiv (es geht nicht um gedankliche Einsichten) und
  4. nicht-diskursiv (die Erkenntnis ist sprachlich nicht kommunizierbar, sie kann höchstens angedeutet werden).

Theoretisches FazitBearbeiten

Der Psychologe Rudolf Sponsel definiert 2006 Spiritualität als mehr oder minder bewusste Beschäftigung „mit Sinn- und Wertfragen des Daseins, der Welt und der Menschen und besonders der eigenen Existenz und seiner Selbstverwirklichung im Leben“.[31] So umfasst ihm zufolge Spiritualität auch eine besondere, nicht notwendig im konfessionellen Sinne verstandene religiöse Lebenseinstellung eines Menschen, die sich auf das transzendente oder immanente göttliche Sein konzentriert bzw. auf das Prinzip der transzendenten, nicht-personalen letzten Wahrheit oder höchsten Wirklichkeit.

Büssing unternimmt den Versuch, verschiedene Interpretationen des Verhältnisses von Spiritualität und existierenden Religionen in einer Definition zu berücksichtigen, und schreibt: „Mit dem Begriff Spiritualität wird eine nach Sinn und Bedeutung suchende Lebenseinstellung bezeichnet, bei der sich der/die Suchende seines/ihres ‚göttlichen‘ Ursprungs bewusst ist (wobei sowohl ein transzendentes als auch ein immanentes göttliches Sein gemeint sein kann, z. B. Gott, Allah, JHWH, Tao, Brahman, Prajna, All-Eines u.a.) und eine Verbundenheit mit anderen, mit der Natur, mit dem Göttlichen usw. spürt. Aus diesem Bewusstsein heraus bemüht er/sie sich um die konkrete Verwirklichung der Lehren, Erfahrungen oder Einsichten im Sinne einer individuell gelebten Spiritualität, die durchaus auch nicht-konfessionell sein kann. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die Lebensführung und die ethischen Vorstellungen.“[32]

Praktische Auswirkungen der SpiritualitätBearbeiten

Meyers Taschenlexikon (2003) betont ebenso wie das Lexikon der Psychologie, dass Spiritualität Auswirkungen auf die Ausgestaltung des individuellen Lebens habe: [Spiritualität sei] „die durch seinen Glauben begründete und durch seine konkreten Lebensbedingungen ausgeformte geistig-geistliche Orientierung und Lebenspraxis eines Menschen“.[32]

Ausdrucksformen der SpiritualitätBearbeiten

Als Ausdrucksformen der Spiritualität konnten mit Hilfe von Fragebogenkonstrukten mindestens sieben Faktoren differenziert werden:[32]

  1. Gebet, Gottvertrauen und Geborgenheit
  2. Erkenntnis, Weisheit und Einsicht
  3. Transzendenz-Überzeugung
  4. Mitgefühl, Großzügigkeit und Toleranz
  5. Bewusster Umgang mit anderen, sich selbst und der Umwelt (entspricht im weitesten Sinne einem achtsamen Umgang auf horizontaler Ebene)
  6. Ehrfurcht und Dankbarkeit
  7. Gleichmut und Meditation.

Rudolf Sponsel listet Verhaltensweisen auf, anhand derer seiner Ansicht nach Außenstehende erkennen können, ob ein anderer Mensch von „Spiritualität“ geprägt sei: „Aufwach- und Aufstehritual (den Tag angemessen begrüssen), besinnen, innehalten, reflektieren, meditieren (Satipatthana-Meditation), bei einem Spaziergang, bei der Haushaltsarbeit (z.B. abspülen, bügeln, Zwiebel schälen, Blumen giessen), auf dem ruhigen Ort der Toilette, Dankgebet vor dem Essen, bei einer Gestaltung (Tisch decken, Wohnung schönen, malen), Musik hören, die Aufmerksamkeit auf ein Kaminfeuer oder Kerzenlicht richten; bewußt atmen; volle Zuwendung und Hingabe an eine Tätigkeit, Blumen, einen spirituellen Text (z.B. Borges: Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte ) auf sich wirken lassen; Wertschätzungsrituale, Sinnsprüche auf sich wirken lassen, Kontakt aufnehmen mit der eigenen Lebensgeschichte, innere Dialoge führen mit Bezugspersonen und Bezugsobjekten (Natur, Schicksal, Kosmos, Sterne, Mutter Erde…).“

Alles, was mit einer gewissen Achtsamkeit, Zuwendung, Hingabe oder Bewusstheit durchgeführt werde, könne Spiritualität ausdrücken. „Rituale können helfen, bergen aber manchmal die Gefahr des Mechanischen (50 Rosenkränze runterrasseln) und Hohlen.“, meint Sponsel.[33]

Bewertung des MateriellenBearbeiten

Den tieferen Grund dafür, dass dem Geldverdienen im 21. Jahrhundert weniger Bedeutung beigemessen werde als vor der Jahrtausendwende (vgl. die Verachtung des „schnöden Mammon“ auf der o.a. Tagung der Grünen Akademie), sieht Horst W. Opaschowski darin, dass von den meisten Menschen in den hochentwickelten Ländern die Verengung des Begriffs „Wohlstand“ auf das Materiell-Wirtschaftliche, die im späten 18. Jahrhundert begonnen habe, inzwischen als unangemessen bewertet werde. Statt auf das Immer-Mehr (= Lebensstandard) werde jetzt eher Wert auf das Immer-Besser (= Lebensqualität) gelegt: Letzteres sei nachhaltiger und sorge für mehr Lebenszufriedenheit. Für Globalisierungsverlierer hingegen seien Fragen nach dem Lebenssinn purer Luxus: Geld und materielle Werte würden für sie immer wichtiger.[34]

Siehe auchBearbeiten

  Portal: Religion – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Religion
  Portal: Mythologie – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Mythologie

LiteraturBearbeiten

  • Klaus Berger: Was ist biblische Spiritualität? (= GTB 1456), ISBN 3-579-01456-0.
  • Hermann Braun: Säkulare Spiritualität. In: WuD. 25 (1999), S. 331–346.
  • Anton A. Bucher: Psychologie der Spiritualität. Handbuch. 1. Auflage. Beltz Psychologie Verlags Union, 2007, ISBN 978-3-621-27615-3.
  • Arndt Büssing, Thomas Ostermann, Michaela Glöckler, Peter F. Matthiessen: Spiritualität, Krankheit und Heilung – Bedeutung und Ausdrucksformen der Spiritualität in der Medizin. VAS-Verlag für Akademische Schriften, 2006, ISBN 3-88864-421-6.
  • Arndt Büssing, Niko Kohls (Hrsg.): Spiritualität transdisziplinär. Wissenschaftliche Grundlagen im Zusammenhang mit Gesundheit und Krankheit. Springer, Berlin Heidelberg 2011, ISBN 978-3-642-13064-9.
  • Armin Gottmann: Reise zum inneren Licht. Spiritualität für Anfänger. Theseus Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-7831-9560-6.
  • Dalai Lama: Dzogchen. Die Herz-Essenz der Großen Vollkommenheit. Theseus Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89620-171-9.
  • Bruno Martin: Das Lexikon der Spiritualität – Lehren, Meister, Traditionen. Atmosphären Verlag, München 2005, ISBN 3-86533-018-5.
  • Bithika Mukerji: Matri Lila. Shri Anandamayi Ma. Ihr Leben – Ihre Lehre. Mangalam Verlag S. Schang, Lautersheim 1999, ISBN 3-922477-05-4.
  • King, Ursula: Indian Spirituality, Western Materialism. An Image and its Function in the Reinterpretation of Modern Hinduismus, in: Social Action, New Delhi, 1978, S. 62–86.
  • Hermann Oldenberg: Reden des Buddha. Lehre, Verse, Erzählungen. Verlag Herder im Breisgau, 1993, ISBN 3-451-4112-X.
  • Padmasambhava: Der Führer auf dem Weg zur Wahrheit. Arbor Verlag, Schönau 1991, ISBN 3-924195-12-9.
  • Swami Sivananda: Göttliche Erkenntnis. Mangalam Verlag S. Schang, Lautersheim 2001, ISBN 3-922477-00-3, S. 57 ff (Kapitel Buddhismus).
  • Swami Sivananda: Sadhana. Ein Lehrbuch mit Techniken zur spirituellen Vollkommenheit. Mangalam Verlag S. Schang, Lautersheim 1998, ISBN 3-922477-07-0.
  • Ralph Marc Steinmann: Spiritualität – die vierte Dimension der Gesundheit. (= Psychologie des Bewusstseins. Band 11). LIT Verlag, 2008.[35]
  • Gerhard Wehr: Das Lexikon der Spiritualität. Anaconda Verlag, Köln 2009.

Weiterführende LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Wikiquote: Spiritualität – Zitate
  Wiktionary: Spiritualität – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hans-Ferdinand Angel: „Von der Frage nach dem Religiösen“ zur „Frage nach der biologischen Basis menschlicher Religiosität“. In: Christlich-pädagogische Blätter. Nr. 115, 2002, Wien, ISSN 0009-5761, S. 86–89.
  2. Timon Mürer: Wie sollen wir leben?. Heinrich-Böll-Stiftung. 17. Februar 2010
  3. Reinhold Bernhardt, Klaus von Stosch (Hrsg.): Komparative Theologie. Interreligiöse Vergleiche als Weg der Religionstheologie. (= Beiträge zu einer Theologie der Religionen. Band 7). Theologischer Verlag, Zürich 2009, ISBN 978-3-290-17518-4, S. 62–65.
  4. Edward Goldsmith: Der Weg. Ein ökologisches Manifest. Bettendorf, München u. a. 1996, ISBN 3-88498-091-2, S. 390.
  5. a b Stefan Tobler: Jesu Gottverlassenheit als Heilsereignis in der Spiritualität Chiara Lubichs. Walter de Gruyter, Berlin 2003, ISBN 3-11-017777-3, S. 22–25.
  6. Christian M. Rutishauser: Religion und Spiritualität - Der Lärm der vielen Geister. In: Neue Zürcher Zeitung, 24. Juni 2017, S. 12. Abgerufen am 25. Juni 2017
  7. Karl Baier: Unterwegs zu einem anthropologischen Begriff der Spiritualität. In: Karl Baier / Josef Sikovits: Spiritualität und moderne Lebenswelt. Wien / Berlin 2006, S. 21
  8. Meyers Großes Konversations-Lexikon. 1902–1909, sechste Auflage, Band 18
  9. Erwin Möde (Hrsg.): Spiritualität der Weltkulturen. Styria. 2000; zitiert nach: Rudolf Sponsel: Spiritualität. Eine psychologische Untersuchung. Abschnitt 16: Neue Religiosität
  10. Ulrich Winkler: Kniende Theologie. Eine religionstheologische Besinnung auf eine Spiritualität komparativer Theologie. In: Friedrich Erich Dobberahn / Johanna Imhof (Hrsg.): Strukturen der Wahrheit. Bd. 4: Wagnis der Freiheit. 2009, S. 185
  11. Stefanie Rosenkranz: Geister, Gurus und Gebete. In: „Der Stern“. 26. November 2009; zitiert nach: "Stern" über Bastel-Religionen in Deutschland. pro. Christliches Medienmagazin. 26. November 2009
  12. Pali Jae Lee, Koko Willis: Tales from the Night Rainbow. Night Rainbow Publishing, Honolulu 1990.
  13. Michael Micklei: Die Krönung des Bewusstseins – eine göttliche Handreichung durch das Ho'oponopono nach Morrnah Simeona. Micklei Media und Pacifica Seminars, 2011, ISBN 978-3-942611-10-7.
  14. Bucher: Psychologie der Spiritualität. Weinheim 2014, ISBN 978-3-621-28142-3, S. 10 (online)
  15. Hans Urs von Balthasar: Spiritualität. In: ders.: Verbum Caro. Schriften zur Theologie 1. Einsiedeln, 1960, S. 227
  16. Christian Antz: Marktchancen des Spirituellen Tourismus. Gera. 23. März 2010, These 5
  17. Ulrich Winkler: Kniende Theologie. Eine religionstheologische Besinnung auf eine Spiritualität komparativer Theologie. In: Friedrich Erich Dobberahn / Johanna Imhof (Hrsg.): Strukturen der Wahrheit. Bd. 4: Wagnis der Freiheit. 2009, S. 163f.
  18. Hans A. Fischer: Ist Spiritualität noch zeitgemäß?. Schaffhausen. Freimaurer-Loge St. Johann am Rhein. März 2010
  19. Konrad Paul Liessmann:Gretchens Frage und warum Faust darauf keine Antwort wusste. Vortrag zur Eröffnung des 11. Philosophicum Lech 20. September 2007, S. 3
  20. Karl Baier: Unterwegs zu einem anthropologischen Begriff der Spiritualität. In: Karl Baier / Josef Sikovits: Spiritualität und moderne Lebenswelt. Wien / Berlin 2006, S. 23
  21. Markolf H. Niemz: Sinn – Ein Physiker verknüpft Erkenntnis mit Liebe, Kreuz, Freiburg 2013, ISBN 978-3-451-61181-0
  22. Liane Iris Hofmann: Spiritualität und Religiosität in der psychotherapeutischen Praxis. Eine bundesweite Befragung von Psychologischen Psychotherapeuten. Abschnitt: Mögliche Ursachen für die Vermeidung von religionsbezogenen Themen. Dissertation. Universität Oldenburg. 23. Juni 2009. S. 52 (60) – 55 (63)
  23. Erich Rösch: Getragen und umsorgt - Herausforderungen für die Hospiz- und Palliativversorgung und die Politik in Bayern, Eigenverlag, Landshut Dezember 2015, S.60
  24. Alois Wolkinger: SPIRITUALITÄT und SPIRITUELLE THEOLOGIE als DISZIPLIN. (Memento vom 30. September 2007 im Internet Archive) Universität Graz, 2006/07.
  25. New Communication GmbH & Co. KG Sinnmärkte - Wertewandel in den Konsumswelten: Spiritualität und Bildung
  26. Herbert Poensgen: Neue Entwicklungen des spirituellen Tourismus – Beispiele, Trends, Orientierungen. Was ist Spiritueller Tourismus oder spirituelles Reisen?. In: Ministerium für Wirtschaft und Arbeit (Hrsg.): Heilige Orte, sakrale Räume, Pilgerwege. Möglichkeiten und Grenzen des Spirituellen Tourismus. Bensberger Protokolle 102. 2006, S. 17 (18)
  27. King, Ursula: Indian Spirituality, Western Materialism. An Image and its Function in the Reinterpretation of Modern Hinduismus, in: Social Action, New Delhi, 1978, S. 62.
  28. King: Indian Spirituality, Western Materialism, S. 62.
  29. King: Indian Spirituality, Western Materialism, S. 70.
  30. youtube.com (Memento vom 30. September 2013 im Internet Archive) „Spiritualität und intellektuelle Redlichkeit“ Teil 1 (spez. min. 6:00 ff.), siehe auch Thomas Metzinger: Spiritualität und intellektuelle Redlichkeit. (PDF; 1,6 MB).
  31. Rudolf Sponsel: Spiritualität – Eine psychologische Untersuchung. Abschnitt Definitionsvorschlag Spiritualität 26. Sep. 2006.
  32. a b c Arndt Büssing, Thomas Ostermann, Michaela Glöckler, Peter F. Matthiessen: Spiritualität, Krankheit und Heilung – Bedeutung und Ausdrucksformen der Spiritualität in der Medizin. VAS-Verlag für Akademische Schriften, 2006, ISBN 3-88864-421-6.
  33. Rudolf Sponsel: Spiritualität. Eine psychologische Untersuchung. Abschnitt Spiritualität im Alltag
  34. Horst W. Opaschowski: Was ist Wohlstand im 21. Jahrhundert? Vortrag im Rahmen der Konferenz „Besser statt mehr. Wohlstand im 21. Jahrhundert“ des Denkwerks Zukunft - Stiftung kulturelle Erneuerung. 30. November 2009. Berlin.
  35. Google Books