Heinrich-Böll-Stiftung

parteinahe Stiftung, die der Partei Bündnis 90/Die Grünen nahe steht

Die Heinrich-Böll-Stiftung e. V. (hbs)[1] ist die nach Heinrich Böll benannte, parteinahe Stiftung von Bündnis 90/Die Grünen. Rechtlich und wirtschaftlich ist sie ein eingetragener Verein ohne Stiftungsvermögen. Mit ihrem Namensgeber, dem Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll, verbindet die Stiftung laut ihrem Leitbild die Verteidigung von Freiheit, Zivilcourage, streitbare Toleranz sowie die Wertschätzung von Kunst und Kultur als eigenständigen Sphären des Denkens und Handelns.[2]

Heinrich-Böll-Stiftung
(hbs)
Logo
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 1996
Gründer Annemarie Böll, Lukas Beckmann, Christa Nickels
Sitz Berlin (Koordinaten: 52° 31′ 25,7″ N, 13° 22′ 58,8″ O)
Schwerpunkt politische Bildung
Vorsitz Ellen Ueberschär, Barbara Unmüßig
Geschäftsführung Steffen Heizmann
Umsatz 71.655.055 Euro (2019)
Beschäftigte 276 (2019)
Website www.boell.de

StrukturenBearbeiten

 
Zentrale der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin-Mitte, Schumannstr. 8 (Westseite)

Die Bundesstiftung ist Teil des föderal organisierten Stiftungsverbunds, der sich aus den sechzehn rechtlich und organisatorisch eigenständigen Landesstiftungen zusammensetzt. Die Landesstiftungen verfügen über einigen Einfluss und stellen in der Mitgliederversammlung, dem obersten beschlussfassenden Stiftungsorgan, 16 von insgesamt 49 Mitgliedern (mehr im Abschnitt Landesstiftungen). Die restlichen Mitglieder kommen aus der Bundespartei bzw. Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen (je vier) und dem Kreis der „Freundinnen und Freunde der Heinrich-Böll-Stiftung“ (25).[3]

Die satzungsgemäßen Aufgaben sind „die politische Bildung im In- und Ausland zur Förderung der demokratischen Willensbildung, des gesellschaftspolitischen Engagements und der Völkerverständigung“. Dabei orientiert sich die Stiftung an den politischen Grundwerten Ökologie, Demokratie, Solidarität und Gewaltfreiheit. Dazu kommen die Gemeinschaftsaufgabe „Teilhabe, Geschlechterdemokratie und Antidiskriminierung“[4] sowie das Querschnittsthema „Digitalisierung“, welche die gesamte Arbeit durchziehen.[5]

Den Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung bilden seit Juli 2017 Ellen Ueberschär und Barbara Unmüßig; Steffen Heizmann ist Geschäftsführer.[6]

Zur Stiftung gehören:

Auf europäischer Ebene ist die Bundesstiftung Mitglied der Green European Foundation.[8] Darüber hinaus ist sie Mitglied im European Network of Political Foundations (ENoP).[9]

GeschichteBearbeiten

 
Heinrich-Böll-Stiftung (Eingangsbereich)

Bereits vor 1983 verfügten Die Grünen in einigen der damals zehn Bundesländer Westdeutschlands über parteinahe Landesstiftungen. Diese hatten schon vor 1983 versucht, eine der Partei nahestehende Stiftung auf Bundesebene zu gründen. Neben den Landesstiftungen gab es bundesweit eine den Grünen nahestehende, von Frauen aus der Frauenbewegung getragene Frauenanstiftung in Hamburg. Die Bundeskonferenz unabhängiger Friedensgruppen und der Bundeskongress entwicklungspolitischer Aktionsgruppen trugen die „alte“ Heinrich-Böll-Stiftung mit Sitz in Köln.

Einige Jahre lang war in der Anfangszeit von grüner Bewegung und Partei umstritten, ob es sinnvoll und wünschenswert sei, eigene parteinahe Stiftungen ins Leben zu rufen. Diese Diskussion war Teil der Geschichte der Grünen, die sich zu Beginn durchaus als Anti-Partei verstanden und, was die parteinahen Stiftungen anging, kritisierten, dass diese in der Praxis einer ungerechten, indirekten Parteienfinanzierung dienten. Für die Grünen reichte deshalb am 31. Januar 1983 die Kanzlei Schily, Becker, Geulen beim Bundesverfassungsgericht eine Organklage ein. Klagegrund war nicht nur die indirekte Parteienfinanzierung mit Bundesgeldern, sondern auch, dass diese Mittel ausschließlich an die etablierten Parteien gingen, was nach Ansicht der Kläger gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes verstoße. In seinem Urteil, das erst 1986 erging, erklärte das Bundesverfassungsgericht die Finanzierung der parteinahen Stiftungen durch die öffentliche Hand für rechtens, mahnte aber an, dass die Unabhängigkeit der Stiftungen bislang ungenügend gewesen sei und gestärkt werden müsse.[10][11][12][13]

Die Politikwissenschaftlerin Tine Stein fasste dieses Urteil wie folgt zusammen:

„Aus Sicht des BVerfG sprachen keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die staatliche Finanzierung politischer Bildungsarbeit durch politische Stiftungen. Der Grundsatz der staatlichen Neutralität sei dann nicht verletzt, wie das Gericht in seinem Urteil von 1986 aus Anlass der Klage der Grünen im Wesentlichen ausführte, wenn die politischen Stiftungen de jure und de facto unabhängig von den Parteien seien und wenn die Chancengleichheit gewahrt sei, also Offenheit gegenüber „Newcomern“ im politischen Bereich besteht. In diesem Zusammenhang hat das Gericht auch betont, dass die staatliche Finanzierung der Tätigkeitsfelder der politischen Stiftungen im öffentlichen Interesse liegt.[14]

2018: Die Heinrich-Böll-Stiftung ist 25!

Nach diesem Urteil mussten die Grünen entscheiden, ob – und wenn ja, in welcher Form – sie eine parteinahe Stiftung haben wollten. Zu diesem Zweck wurde am 24. August 1986 von der Partei eine Stiftungs-Kommission eingesetzt. Die Initiative zur Gründung der Heinrich-Böll-Stiftung konstituierte sich am 14. September 1986 in Köln. Am 1. Juli 1988 gründeten die Vertreter der damals existierenden acht grünnahen Landesstiftungen den Verein Buntstift-Föderation grünnaher Landesstiftungen und Bildungswerke e. V. mit Sitz in Göttingen. Am 26. Juli 1988 wurde der Stiftungsverband Regenbogen e. V. als Dachverband der Einzelstiftungen Buntstift, Frauen-Anstiftung und der alten Heinrich-Böll-Stiftung ins Leben gerufen, eine Konstruktion, die erforderlich war, weil nur über einen solchen Dachverband Bundesmittel für eine parteinahe Stiftung beantragt werden konnten. Am 15. August erkannte der Bundesvorstand der Grünen den Stiftungsverband Regenbogen als die ihm nahestehende politische Stiftung an.[15]

Die Fusion der Einzelstiftungen zur neuen Heinrich-Böll-Stiftung wurde auf einer Bundesversammlung von Bündnis 90/Die Grünen im März 1996 in Mainz in die Wege geleitet.[16] „Geschlechterdemokratie“ und „Migration“ wurden als Gemeinschaftsaufgaben in der Satzung verankert. Die gemeinsame Verpflichtung, sich gegen die Diskriminierung von Homosexuellen einzusetzen, wurde ebenfalls berücksichtigt.[4]

In ihrer jetzigen Form existiert die Heinrich-Böll-Stiftung seit 1996/1997. Am 1. Juli 1997 nahm sie ihre Arbeit in den Hackeschen Höfen in Berlin auf; seit Juni 2008 – das Einweihungsfest fand zwei Monate später statt[17] – befindet sich der Hauptsitz in der Schumannstraße in Berlin-Mitte gegenüber dem Deutschen Theater.[18]

FinanzierungBearbeiten

 
Einnahmen und Ausgaben der Heinrich-Böll-Stiftung für das Jahr 2019[19]

Wie bei anderen parteinahen Stiftungen stammt der überwiegende Teil des Budgets aus Bundesmitteln; hinzu kommen projektbezogene Fördermittel der EU. Im Jahr 2019 betrugen die Einnahmen aus öffentlichen Fördermitteln ca. 71 Mio. Euro.[20][21][22]

Zur Art der Finanzierung führte die ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts Jutta Limbach aus:

„Wer das Grundgesetz kennt (...) der weiß, dass es zu Fragen der politischen Bildung eigentlich keine Aussagen trifft (...). Ich denke, ein ernsthafter Zweifel, dass das rechtlich möglich ist, hat sich auch nie ergeben, obwohl wir Deutsche immer sehr schwer haben lernen müssen, dass etwas, was nicht verboten ist, auch tatsächlich erlaubt ist. Es ist selbstverständlich, dass man politische Stiftungen gründen kann, die von staatlichen Geldern leben, und solche, die man ganz privat (...) gründen kann, die ihre Subsidien mehr aus den Bereichen der Wirtschaft erhalten.[23]

Freundeskreis und TuWasBearbeiten

Der Freundeskreis der Stiftung fördert durch Mitgliedsbeiträge und Spenden Projekte, die aufgrund des Zuwendungsrechts nicht aus Bundesmitteln finanziert werden dürfen. Hierzu gehören zahlreiche künstlerische und humanitäre Initiativen und Veranstaltungen, beispielsweise das Stipendienprogramm des Heinrich-Böll-Hauses[24] sowie Musiktheater- und Theaterausfführungen.[25]

Im Jahr 2013 wurde von Mitgliedern des Freundeskreises die TuWas – Stiftung für Gemeinsinn errichtet. Auf diesem Wege ist es seitdem wie bei anderen parteinahen Stiftungen[26][27][28] möglich, die Arbeit der hbs durch Zustiftungen zu unterstützen.

ArbeitsschwerpunkteBearbeiten

 
Heinrich-Böll-Stiftung (Nordseite)

Ihrem Leitbild zufolge hat die Heinrich-Böll-Stiftung sieben Hauptanliegen[29]:

  • Ökologie und Nachhaltigkeit
  • Demokratie und Menschenrechte
  • Selbstbestimmung und Gerechtigkeit
  • Geschlechterdemokratie
  • Gleichberechtigung kultureller und ethnischer Minderheiten
  • soziale wie politische Partizipation von Immigranten
  • Gewaltfreiheit und eine aktive Friedenspolitik

Diese werden – je nach regionalen Gegebenheiten und politischer Notwendigkeit – auf die folgenden Arbeitsschwerpunkte heruntergebrochen:

  • Nachhaltige Entwicklung
  • Verantwortungsbewusste Klima- und Energiepolitik
  • Demokratie und Zivilgesellschaft
  • Geschlechterpolitik
  • Migration und Vielfalt
  • Europapolitik
  • Kunst und Kultur
  • Nachwuchsförderung
  • Politikberatung

Nachhaltige EntwicklungBearbeiten

„Technologische Innovationen und ein veränderter, nachhaltiger Lebensstil gehen Hand in Hand. Die Weichen sind gestellt, aber wir müssen uns beeilen, um den Wettlauf mit der ökologischen Krise zu gewinnen.[30]

  • Als Mitglied im AK Rohstoffe – einem Netzwerk deutscher Nichtregierungsorganisationen -, beteiligte sich die Stiftung 2020 an einer breit angelegten Aufklärungskampagne, deren Ziel es ist, eine „Rohstoffwende“ einzuleiten und umzusetzen, das heißt, einen Umgang mit endlichen Rohstoffen, der verantwortungsbewusst und nachhaltig ist.[31][32]
  • „Der Fleischatlas – Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel“ Diese Publikation will über die vielfältigen Dimensionen der Fleischproduktion und des Fleischkonsums informieren und Alternativen aufzeigen. Projektpartner sind Le Monde Diplomatique und der BUND. Die ersten Ausgaben erschienen 2013 und 2014 – sowie 2014 eine Version in englischer Sprache „Meat Atlas 2014 Global facts and figures about meat“[33][34] Im Jahr 2016 erschien der Fleischatlas 2016 – Deutschland Regional,[35] und die aktuelle Ausgabe ist der Fleischatlas 2018 – Rezepte für eine bessere Tierhaltung.[36]
  • Wirtschaft und Finanzkrise: Die Stiftung engagiert sich für die Umsetzung eines Green New Deal. Investitionen in den ökologischen Strukturwandel, in Bildung und Qualifizierung, Wissenschaft und Forschung sollen die Fundamente für eine zukunftsfähige Gesellschaft legen. In dem 2017 erschienenen Sammelband Wirtschaft im Zukunfts-Check: So gelingt die Grüne Transformation werden Ansätze diskutiert, durch welche sich im Rahmen einer Energiewende zugleich Armut und Arbeitslosigkeit wie auch der Klimawandel bekämpfen lässt.[37]
  • Der Plastikatlas – Daten und Fakten über eine Welt voller Kunststoff erschien im Juni 2019 (in Kooperation mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland). Die Publikation bietet auf 50 Seiten und mit vielen Grafiken einen Überblick, der von der Geschichte der Plastikherstellung und -nutzung über Plastik in der Umwelt und unserem Körper, die Plastik-Lobby, Müllexport bis hin zu Recycling und Abfallvermeidung reicht.[38]
  • Ansätze für nachhaltige Infrastrukturen und ressourcenschonende Mobilität werden im Infrastrukturatlas (2020)[39] sowie im Mobiltätsatlas (2019)[40] vorgestellt.

Verantwortungsbewusste Klima- und EnergiepolitikBearbeiten

„Wir halten das 1,5-Grad-Ziel für machbar – und zwar auf gerechte und demokratische Weise und ohne den Einsatz von riskanten Großtechnologien wie Geoengineering. Wir wollen echte Alternativen fördern und die notwendige sozialökologische Transformation voranbringen. Ein Kurswechsel ist möglich – durch entschlossenes Handeln.[41]

  • Ein Motto der Arbeit in diesem Bereich ist Klima der Gerechtigkeit. Dabei soll nicht nur der Klimawandel gestoppt werden, sondern es soll auch zu einem gerechten Ausgleich zwischen Weltregionen, Ländern und Bevölkerungsgruppen kommen. Ein Beispiel hierfür ist das Konzept der „Greenhouse Development Rights“ (GDRs).[42][43]
  • Die Stiftung setzt sich ein für eine Energiewende, d. h. für Investitionen in erneuerbare Energien, durch die nicht nur punktuell nachgebessert, sondern ein grundlegender Wandel von Infrastrukturen, Wirtschaft und Arbeitsmarkt vorangetrieben wird.[44]
  • Der Energieatlas 2018: Daten und Fakten über die Erneuerbaren in Europa stellt an vielen Beispielen dar, wie Europa durch innovative Technologien und dezentrale Stromnetze von der Einfuhr fossiler Energie unabhängig werden und gleichzeitig neue Arbeitsplätze schaffen kann.[45]
  • In dem 2020 erschienenen Buch Der Preis auf CO2. Über ein wichtiges Instrument ambitionierter Klimapolitik von Felix Matthes wird diskutiert und dargestellt, wie CO2 bepreist werden kann, welche Ansätze gescheitert sind und welche Erfolg versprechen.[46]

Demokratie und ZivilgesellschaftBearbeiten

„Demokratie ist kein Selbstläufer. Demokratie muss errungen, mit Leben erfüllt und erneuert werden. Überall auf der Welt setzen sich Menschen für Demokratie, für politische, wirtschaftliche und kulturelle Rechte, für ein demokratisch organisiertes Gemeinwesen ein. Demokratie und demokratisches Engagement weltweit zu unterstützen, das ist ein Kernanliegen der internationalen Arbeit der Heinrich-Böll-Stiftung.[47]

Die Arbeit der Stiftung zu Demokratie und Menschenrechten deckt ein breites Spektrum ab und reicht von Transformationsländern wie den Staaten Nordafrikas, Afghanistan oder Myanmar über den Erfahrungsaustausch von Aktivisten aus unterschiedlichen Weltregionen bis hin zur Arbeit gegen Politikverdrossenheit in Deutschland und für die Demokratisierung der EU.[48] Zahlreiche Projekte sollen dazu beitragen, dass zivilgesellschaftliche Strukturen entstehen oder erhalten bleiben – sei es in Afghanistan, in Russland oder innerhalb der EU. Aktuelle Beispiele für diese Arbeit sind:

  • Das Buch Demokratiesicherung in der Europäischen Union. Studie zu einer europäischen Aufgabe von Christoph Möllers und Linda Schneider analysiert die Krise der Demokratie, die in einigen EU-Mitgliedsstaaten zu beobachten ist, und es werden Ansätze vorgestellt, wie man derartigen Entwicklungen entgegenwirken kann.[49]
  • Im Jahr 2019 war in Berlin die Ausstellung Von Herzen, aus Idlib zu sehen. Gezeigt wurden Aufnahmen das syrischen Fotojournalisten Tim Alsiofi, der das Leben der Menschen in Idlib dokumentiert. Begleitet wurden die Bilder von Texten des syrischen Rappers und Schriftstellers Hani Al Sawah.[50]
  • In dem E-Paper Fehlinformationen, Desinformationen, Malinformationen. Ursachen, Entwicklungen und ihr Einfluss auf die Demokratie von Lejla Turčilo und Mladen Obrenović wurde 2020 das zunehmende Störfeuer untersucht, dem unterschiedlichste Formen der Kommunikation heute ausgesetzt sind, sowie die Folge welche dies auf Demokratien in aller Welt hat.[51]

GeschlechterpolitikBearbeiten

„Unser wichtigstes Ziel ist es, Frauenrechte zu stärken und Gesetzesinitiativen zum Schutz der Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter*-Menschen (LGBTI) weltweit voranzubringen. Der Hetze gegen LGBTI und Feministinnen treten wir entschieden entgegen und setzen dabei auf politische Bildung und Dialog.[52]

  • Geschlechterpolitik und Geschlechterdemokratie waren von Anbeginn an Arbeitsschwerpunkte der Stiftung – auch und vor allem global. In der Organisationsentwicklung ist die Heinrich-Böll-Stiftung dabei Vorreiterin und Vorbild für viele andere Organisationen geworden.[53] Das Gunda-Werner-Institut innerhalb der Stiftung will „Geschlechterpolitik aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten (...), ob (queer)feministisch oder männerpolitisch...“[54]

Beispiele für aktuelle Projekte sind:

  • Die Heinrich-Böll-Stiftung unterstützte 2019 die erste Pride Parade in Sarajewo. Bosnien-Herzegowina war bis dato das einzige Land Europas, in dem eine solche Parade noch nicht stattgefunden hatte. Etwa 3.000 Menschen nahmen teil, und es kam zu keinen Zwischenfällen.[55]
  • Gemeinsam mit dem Center for Intersectional Justice gab das Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung 2019 das Buch „Reach Everyone on the Planet…“ Kimberlé Crenshaw und die Intersektionalität heraus. Damit wird versucht, dass von Kimberlé Crenshaw vor 30 Jahren in den USA entwickelte Konzept der Intersektionalität auch im deutschen Sprachraum bekannter zu machen.[56]

Migration und VielfaltBearbeiten

„Wir setzen uns für eine humane Migrationspolitik in der Europäischen Union ein. Dazu gehört das Recht auf faire Asylverfahren, die uneingeschränkte Anwendung der Genfer Flüchtlingskonvention sowie eine gerechte Aufteilung der Verantwortung zwischen den Mitgliedsstaaten.[57]

Beispiele für neuere Projekte in diesem Bereich sind:

  • In Dahin, wo der Pfeffer wächst. Deutsche Rückkehrpolitik im Praxistest, einem Buch von Bente Scheller, Thomas Schmid und Kirsten Maas-Albert, werden die Schwierigkeiten untersucht, mit welchen Abgeschobene sowie „freiwillige Rückkehrer“ in Afghanistan, Syrien, Tunesien, Senegal und im Kosovo zu kämpfen haben. Des Weiteren wird analysiert, wie der Fokus auf solche Maßnahmen den Blick auf andere Ansätze verstellt.[58]
  • In Marokko führt das Büro der Stiftung in Rabat zusammen mit zwei marokkanischen Journalistenverbänden Kurse für Medienschaffende durch, in welchen diese darin geschult werden, über Fragen der Migration auf eine Art und Weise zu berichten, die sowohl Menschenrechte in den Vordergrund stellt, wie auch die Lebenswirklichkeit von Flüchtlingen und Migranten reflektiert. Eine Auswahl solcher Arbeiten erschien 2019 unter dem Titel Migrations au Maroc: l’impasse? im Verlag En toutes lettres.[59]
  • Das Stiftungsbüro in Ramallah führt in Jordanien Schulungen für Staatsanwälte, Richter und Polizisten durch, um diese für die Problematik des Menschenhandels zu sensibilisieren. In Jordanien kommen auf zehn Millionen Einwohner etwa eine Million Migranten – und entsprechend oft kommt es zu Menschenhandel. Die Fortbildungen sollen dazu beitragen, dass diese Problematik besser bekannt wird und vorhandene Gesetze auch angewandt werden.[60]

EuropapolitikBearbeiten

„Wir setzen uns ein für ein demokratisches und offenes Europa und unterstützen die Zivilgesellschaft (...). Es gibt viele politische Herausforderungen, wir wollen mit Studien und Handlungsempfehlungen dazu beitragen, dass Reformen in die Wege geleitet werden und die Bürgerinnen und Bürger Vertrauen in die EU zurückgewinnen.[61]

Im Zentrum der europapolitischen Aktivitäten stehen Themen wie „die notwendigen Reformen der europäischen Institutionen, die Energiewende und die europäische Nachbarschafts- und Migrationspolitik“.[62]

Beispiele für die Arbeit in diesem Bereich sind:

  • Der Brexit-Blog der Stiftung soll nach eigener Aussage jene „zivilgesellschaftlichen Kräfte (...) fördern, die weiterhin für ein gemeinsames Europa kämpfen und für eine ökologische, nachhaltige und progressive Politik in der EU einstehen.“[63]
  • Der Agrar-Atlas 2019. Daten und Fakten zur EU-Landwirtschaft zeigt auf, wie eng die Landwirtschaft und speziell die EU-Politik mit der Gestaltung unserer Lebensräume verbunden ist. Dies betrifft nicht nur das, was wir Tag für Tag zu uns nehmen, es bestimmt auch, welche Tier- und Pflanzenarten eine Überlebenschance haben, wie Landschaften umgestaltet werden und welche Arten von Betrieben unsere Lebensmittel herstellen.[64]

Kunst und KulturBearbeiten

„Kunst kann Motor des gesellschaftlichen Wandels sein, Mittel des Widerspruchs und ein fester Teil sozialer und politischer Bewegungen. Kunst schärft die Wahrnehmung, trainiert die Intuition, schenkt gemeinsame ästhetische Erfahrungen und inspiriert zu kreativer Einmischung.[65]

Die Stiftung unterstützt Ausstellungen, Theaterprojekte, Filmfestivals und Initiativen zur Netzkultur und fördert Kunst und Kultur als ein Mittel des gesellschaftspolitischen Austausches.[66]

Beispiele für diese Arbeit sind:

  • Publikationen zu künstlerischen und kulturpolitischen Fragestellungen wie beispielsweise der Sammelband Netztheater. Positionen, Praxis, Produktionen[67]
  • Das Heinrich-Böll-Haus in Langenbroich ist eine Zufluchtsstätte und ein Stipendiatenhaus für Autoren und Künstler aus aller Welt.[68]
  • Die Stiftung ist Mitveranstalter von Literatur-Festivals wie z. B. der Deutsch-Israelischen und der Deutsch-Arabischen Literaturtage.[69]
  • Die Stiftung unterstützt das Heinrich-Böll-Archiv der Stadtbibliothek Köln, das den Nachlass von Heinrich Böll betreut, Veranstaltungen durchführt und Editionen herausgibt.[70]

NachwuchsförderungBearbeiten

„Wir kombinieren in unserer Nachwuchsförderung den Leistungsgedanken mit Chancengerechtigkeit. Neben sehr guten Schul- bzw. Studienleistungen (...) erwarten wir von unseren Stipendiatinnen und Stipendiaten, dass sie Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen, sich gesellschaftlich engagieren und sich für Politik interessieren.[71]

  • Das Studienwerk der Stiftung betreut pro Jahr „rund 1200 Studierende und Promovierende aller Fachrichtungen und Nationalitäten sowohl in Universitäten als auch in Fach-/ Hochschulen im Inland“.[72]
  • Neben der Förderung durch Stipendien gibt es auch eine „ideele Förderung“ durch Veranstaltungen, Beratung und den Austausch in Netzwerken.
  • Hinzu kommen spezielle Programmen wie z. B. „Medienvielfalt, anders! Junge Migrantinnen und Migranten in den Journalismus“ (seit 2008). Ziel hierbei ist es, den Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in den Medien zu erhöhen.[73] Im November 2020 wurde eine Stipendiatin, Miriam Emefa Dzah, mit dem Wortmeldungen-Förderpreis ausgezeichnet.[74]
  • Für ehemalige Stipendiaten gibt es ein Alumni-Netzwerk bei der Stiftung sowie einen Verein der Ehemaligen.[75][76]

PolitikberatungBearbeiten

Für diesen Bereich ist GreenCampus, die Weiterbildungsakademie der Heinrich-Böll-Stiftung, zuständig. Nach Eigenaussage bietet sie „Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote insbesondere in den Kernbereichen Politikmanagement, politische Personalentwicklung sowie Gender und Diversity Management an“.[77][78]

AuslandspräsenzenBearbeiten

Liste
Stadt Land, Region Kontinent von-bis
Kapstadt Südafrika, Südliches Afrika Afrika 1997-
Nairobi Kenia, Ostafrika/Horn von Afrika Afrika 1997-
Abuja Nigeria Afrika 1995-
Addis Abeba Äthiopien, Horn von Afrika Afrika 2006–2012
Dakar Senegal Afrika 2018-
Tunis Tunesien, Nordafrika Afrika 2012-
Rabat Marokko, Nördliches Afrika Afrika 2014-
Tel Aviv Israel, Naher Osten Asien 1998-
Ramallah Palästina, Naher Osten Asien 1999-
Beirut Libanon, Naher Osten Asien 2004-
Kabul Afghanistan Asien 2006–2012[79]
Islamabad Pakistan Asien 1993–2019[80]
Neu-Delhi Indien Asien 2001-
Peking China Asien 2006-
Hongkong China Asien 2020-
Phnom Penh Kambodscha Asien 1994-
Bangkok Thailand, Südostasien Asien 1999-
Yangon Myanmar, Südostasien Asien 2015-[81]
Rio de Janeiro Brasilien Südamerika 2000-
Santiago de Chile Chile, Cono Sur Südamerika 2008-
Bogotá Kolumbien Südamerika 2017-
Mexiko-Stadt Mexiko Mittelamerika 2004-
San Salvador El Salvador Mittelamerika 1995-
Washington USA Nordamerika 1998-
Istanbul Türkei Europa/Asien 1994-
Brüssel Belgien, Europäische Union Europa 1998-
Prag Tschechien Europa 1990-
Warschau Polen Europa 2001-
Zagreb Kroatien Europa 1999-
Kiew Ukraine Europa 2008-
Belgrad Serbien, Südosteuropa Europa 2001-
Sarajevo Bosnien und Herzegowina Europa 1999-
Tiflis Georgien, südlicher Kaukasus Europa 2003-
Moskau Russland Europa 1995-
Thessaloniki Griechenland Europa 2012-
Paris Frankreich Europa 2016-
 
Seminar im Südostasien-Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Bangkok (Thailand) im November 2012

Die Stiftung unterhält derzeit 33 Auslandsbüros. Die internationale Projektarbeit beschränkt sich dabei nicht auf jene Länder, in denen ein Büro besteht (von denen einige für eine ganze Region zuständig sind). Insgesamt arbeitet die Stiftung mit über hundert Partnerprojekten in mehr als 60 Ländern zusammen.

Bereits vor Gründung der neuen Heinrich-Böll-Stiftung im Jahre 1997 hatten einige ihrer Vorläuferorganisationen Auslandsbüros, welche von der hbs weitergeführt wurden. Als erstes Auslandsbüro entstand das Büro Prag, das im August 1990 eröffnet wurde.[82] Das Büro in Pakistan wurde 1993 eröffnet.[83] Als nächstes entstanden 1994 die Büros in der Türkei und Kambodscha,[84] gefolgt von den Büros in Russland, Nigeria und dem Mittelamerika-Büro in El Salvador (alle 1995).

Von den Auslandsbüros wurde im Laufe der Jahre allein das Büro in Äthiopien (in Addis Abeba) wieder geschlossen – und zwar im Jahre 2012 – da, nach Aussage der Stiftung, die „politischen Rahmenbedingungen und die Gesetzeslage in Äthiopien“ (…) „eine politisch vertretbare und praktikable Arbeit der Stiftung“ verhinderten.[85] Aus Sicherheitsgründen wurde Anfang 2013 die Leiterin des Büros in Kabul aus Afghanistan abberufen. Das Büro selbst setzt jedoch seine Arbeit mit Ortskräften fort.[86]

Besetzt sind die Büros mit einer Leitung, die in das Projektland entsandt wird und welche in der Regel die deutsche Staatsangehörigkeit hat, sowie von Ortskräften, wozu gelegentlich noch weiteres aus Deutschland entsandtes Personal kommen kann. Zu den namhaften ehemaligen und aktuellen Büroleitern der Heinrich-Böll-Stiftung gehören u. a. Milan Horácek (Prag), René Wildangel (Ramallah) und Kerstin Müller (Tel Aviv). Die Entsendung von Kerstin Müller (ab Ende 2013)[87] war zum Teil umstritten. Die israelische Jerusalem Post warf Kerstin Müller vor, die von ihr unterstützte Initiative zur Kennzeichnung israelischer Produkte greife Nazi-Methoden auf.[88] Die Jüdische Allgemeine, das wichtigste deutsche jüdische Periodikum, berichtete über den Vorgang hingegen rein sachlich.[89]

Gremien und BelegschaftBearbeiten

VorstandBearbeiten

Zu Beginn hatte die Stiftung keine dezidierte Geschäftsführung. Der Vorstand war stattdessen mit drei Personen besetzt (wovon wenigstens zwei Frauen sein mussten), und die geschäftsführerischen Aufgaben wurden von einem der Vorstandsmitglieder übernommen. Diese Struktur wurde im Jahre 2002 geändert. Seither gibt es in der Praxis einen zweiköpfigen Vorstand (dem mindestens eine Frau angehören muss) sowie eine Geschäftsführung. Die Amtszeit der Vorstandsmitglieder beträgt fünf Jahre. Eine Wiederwahl ist möglich.[90]

  • von 1996 bis 2002 Claudia Neusüß[91]
  • von 1996 bis 2002 Petra Streit[92]
  • von 1996 bis 2017: Ralf Fücks
  • seit 2002: Barbara Unmüßig
  • seit 2017: Ellen Ueberschär[93]

GeschäftsführungBearbeiten

  • von 2002 bis 2013 Birgit Laubach
  • von 2013 bis 2018 Livia Cotta[94]
  • seit März 2019 Steffen Heizmann[95]

AufsichtsratBearbeiten

Der Aufsichtsrat „führt die Aufsicht über die Tätigkeit des Vorstandes“. Er „besteht aus neun Personen (...). Von den Mitgliedern des Aufsichtsrates wählen: die Mitgliederversammlung aus ihren Reihen sieben, die hauptamtlichen Mitarbeiter zwei Personen.“[96][97]

FrauenratBearbeiten

Der Frauenrat wurde durch die Mitgliederversammlung gewählt. Ihm gehörten zwischen sieben und zehn Frauen an, welche den Vorstand der Stiftung beraten, Schwerpunkte in den Bereichen Frauenpolitik entwickeln sowie für Kriterien die Projektarbeit entwerfen sollten.[98][99] Durch eine Satzungsänderung im Jahr 2017 wurde der Frauenrat in den „Fachbeirat Gemeinschaftsaufgabe Teilhabe, Geschlechterdemokratie und Antidiskriminierung“ eingegliedert. Die Absicht ist, so neben der Kategorie Geschlecht auch weitere Dimensionen von Benachteiligungen mitzudenken. Ein Beispiel hierfür ist die Charta der Vielfalt, der die Böll-Stiftung seit 2007 angehört.[100]

FachbeiräteBearbeiten

Die Fachbeiräte sind ehrenamtliche Gremien. Sie beraten die Stiftung in einer Reihe von Arbeitsfeldern. Aktuell (2020) gibt es die Fachbeiräte Studienwerk, Nord-Süd, Europa/Transatlantik sowie den Fachbeirat Gemeinschaftsaufgabe „Teilhabe, Geschlechterdemokratie und Antidiskriminierung“.[101]

Belegschaft und BetriebsratBearbeiten

Im Jahr 2019 beschäftigte die Stiftung nach eigener Auskunft 234 Personen im Inland sowie 42 ins Ausland entsandte Personen. Von den im Inland beschäftigten Personen arbeiteten 115 in Vollzeit, 119 in Teilzeit. Der Frauenanteil in der Belegschaft liegt bei ca. 70 Prozent.[102]

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat einen Betriebsrat.

Laut Aussagen der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) Berlin hat die Stiftung jahrelang den Aufbau bzw. Abbau und das Catering für Veranstaltungen über illegale Leiharbeit abgewickelt. Das Arbeitsgericht Berlin hat in seinem Urteil vom 5. September 2013 die Stiftung dazu verurteilt, die betroffenen Personen direkt zu beschäftigen.[103][104] Die Heinrich-Böll-Stiftung hat das Urteil akzeptiert und darauf hingewiesen, sie sei, als Empfänger von Steuermitteln des Bundes, an das Zuwendungs- und Vergaberecht gebunden und könne Beschäftigte nicht nach eigenem Belieben bezahlen. Die FAU hat in der Folge weiter gegen die Stiftung protestiert und direkte Verhandlungen gefordert, was die Stiftung jedoch zurückwies, da die „FAU nicht tariffähig“ sei und entsprechend nicht über Tarife oder Arbeitsbedingungen verhandeln könne.[105][106]

LandesstiftungenBearbeiten

Liste
Bundesland Name der Stiftung Standort
Baden-Württemberg Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg Stuttgart
Bayern Petra-Kelly-Stiftung München
Berlin Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin
Brandenburg Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg Potsdam
Bremen Heinrich Böll-Stiftung Bremen Bremen
Hamburg Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg Hamburg
Hessen Heinrich-Böll-Stiftung Hessen Frankfurt am Main
Mecklenburg-Vorpommern Heinrich Böll Stiftung Mecklenburg-Vorpommern Rostock
Niedersachsen Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen Hannover
Nordrhein-Westfalen Heinrich Böll Stiftung NRW Düsseldorf
Rheinland-Pfalz Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz Mainz
Saarland Heinrich-Böll-Stiftung Saar Saarbrücken
Sachsen Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen Dresden
Sachsen-Anhalt Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt Halle (Saale)
Schleswig-Holstein Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein Kiel
Thüringen Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen Erfurt

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat 16 rechtlich eigenständige Landesstiftungen – in jedem Bundesland eine. Diese haben, mit Ausnahme der bayrischen Landesstiftung, alle den Namensbestandteil „Heinrich-Böll-Stiftung“, wobei mehrere der Landesstiftungen bereits vor der Bundesstiftung entstanden.

In der Satzung der Bundesstiftung heißt es über die Landesstiftungen:

„Die Landesstiftungen fördern die Ziele der Stiftung auf der Ebene der Bundesländer. Sie sind ein konstituierendes Element der föderalen Bundesstiftung und beteiligen sich an der Konzeptentwicklung und an der Verwirklichung der Satzungszwecke der Bundesstiftung. (§ 11a Landesstiftungen)[107]

Des Weiteren ist geregelt, dass es in jedem Bundesland nur eine Landesstiftung der Heinrich-Böll-Stiftung geben kann, und dass diese von der Bundesstiftung als solche anerkannt wird und deren Satzungszwecke teilt. Die Bundesstiftung stellt den Landesstiftungen für eine föderal ausgerichtete politische Bildungsarbeit Globalmittel zur Verfügung, wozu, von Fall zu Fall, auch Projektmittel kommen können.[108]

In das oberste beschlussfassende Gremium der Heinrich-Böll-Stiftung, die Mitgliederversammlung, entsendet jede Landesstiftung einen stimmberechtigten Vertreter; die Landesstiftungen haben in der Mitgliederversammlung somit 16 der insgesamt 49 Stimmen.

KritikBearbeiten

Im Juli 2017 startete die Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Gunda-Werner-Institut den Betrieb des Online-Lexikon Agent*In, welches nach Eigenaussage Wissen, Daten, Fakten und Zusammenhänge über die Einflussnahme von antifeministischen Akteur*innen auf Politik und Öffentlichkeit sammelt und organisiert.[109] Das Projekt stieß medial auf Kritik, so wurde der Heinrich-Böll-Stiftung u. a. vorgeworfen, sie betreibe eine Plattform für „öffentliche Denunziation“ mit dem „Charakter [eines] Prangers“.[110][111] In Folge dessen entschuldigte sich die Böll-Stiftung und stellte das Projekt ein.[112][113] Der Soziologe Andreas Kemper, Mitbegründer der Agent*In, kündigte an, man werde das Projekt in einer überarbeiteten Form weiterführen.[114][115]

Ende Januar 2021 warb die Vorsitzende Ellen Überschär in einem Debattenbeitrag im Tagesspiegel[116] für Deutschlands „nukleare Teilhabe“ und mehr Unterstützung der NATO, was zu Irritationen bei den Grünen führte, da das nicht mit deren Grundsatzprogramm vereinbar ist.[117][118]

PreiseBearbeiten

Die Heinrich-Böll-Stiftung vergibt folgende Preise:

Petra-Kelly-PreisBearbeiten

Der Petra-Kelly-Preis wird alle zwei Jahre vergeben an Menschen und zivilgesellschaftliche Vereinigungen, „die sich auf besondere Weise für die Achtung der Menschenrechte, für das gewaltfreie Lösen von Konflikten und den Schutz unserer Umwelt einsetzen.“ Der Preis ist nach Petra Kelly, einer Mitbegründerin der bundesdeutschen Grünen, benannt und mit 10.000 Euro dotiert.

Hannah-Arendt-PreisBearbeiten

Der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken geht jährlich an Personen, welche in der Tradition Hannah Arendts zu öffentlichem politischen Denken und Handeln beitragen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

FriedensfilmpreisBearbeiten

Der Friedensfilmpreis wird jährlich im Rahmen der Berlinale verliehen. Er ist mit 5.000 Euro und einer Plastik des Künstlers Otmar Alt dotiert.

Anne-Klein-FrauenpreisBearbeiten

Mit dem Anne-Klein-Frauenpreis werden jährlich Frauen ausgezeichnet, die sich durch herausragendes Engagement für die Verwirklichung von Geschlechterdemokratie auszeichnen. Der Preis ist mit 10.000 € dotiert.

Der HeinrichBearbeiten

Der Heinrich ist der Ideenpreis der Landesstiftung Nordrhein-Westfalen. Er wird seit 2004 jährlich von der Heinrich-Böll-Stiftung Nordrhein-Westfalen vergeben. Mit dem Preis, der nicht dotiert ist, sollen jährlich Projekte, Aktione, Kampagnen und Initiativen gewürdigt werden, die beachtliches geleistet haben so „auch Müde und Zweifelnde zum Nachmachen (...) ermuntern“.[119]

Bekannte StipendiatenBearbeiten

 
Grimme-Preisträger Robert Thalheim, ein ehemaliger Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung

Ausgewählte PublikationenBearbeiten

AtlantenBearbeiten

Seit mehreren Jahren gibt die Heinrich-Böll-Stiftung Atlanten zu Schwerpunktthemen heraus, die Wissen in besonders kompakter und anschaulicher Form vermitteln sollen.[131]

BücherBearbeiten

Eine Liste aller Publikationen findet sich im Schriftenverzeichnis der Heinrich-Böll-Stiftung.[132]

Im Folgenden ein repräsentativer Querschnitt:

PeriodikaBearbeiten

BlogsBearbeiten

Audio und VideoBearbeiten

Die Heinrich-Böll-Stiftung bietet eine Reihe von Podcasts an, u. a.:

  • Böll.Fokus – Dokumentation von Veranstaltungen und Konferenzen
  • Böll.Spezial – Tonbeiträge zu Schwerpunkten der Stiftungsarbeit

Was audiovisuelle Angebote anbetrifft, betreibt die Stiftung

Schreibweise des StiftungsnamensBearbeiten

Obwohl die gesamte Website der Stiftung mit „Heinrich-Böll-Stiftung“ überschrieben ist, entspricht die offizielle Schreibweise den üblichen Rechtschreibregeln, d. h. mit Bindestrichen. Davon abweichend schreiben die Landesstiftungen in Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz diesen Namensbestandteil jedoch ohne Bindestrich – und die Landesstiftung in Bremen nur mit einem Bindestrich zwischen „Böll“ und „Stiftung“.

Die korrekte Abkürzung des Namens der Stiftung lautet hbs. Die in anderen Publikationen immer wieder zu findende Großschreibung ist falsch.[135]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Heinrich Böll Foundation – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kleinschreibung zur Unterscheidung von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, die HBS abgekürzt wird.
  2. Leitbild der Heinrich-Böll-Stiftung
  3. Satzung der Heinrich-Böll-Stiftung, §6
  4. a b Satzung der Heinrich-Böll-Stiftung. § 10 Fachbeirat „Teilhabe, Geschlechterdemokratie und Antidiskriminierung“. Heinrich-Böll-Stiftung, abgerufen am 3. Juni 2019.
  5. Bis Ende 2017 galten als Gemeinschaftsaufgaben „Geschlechterdemokratie“ und „Migration“ bzw. „Diversity“, siehe beispielsweise hier: Mekonnen Mesghena: Diversity für mehr Teilhabe und Chancengerechtigkeit (2013). Dort heißt es: „Die beiden Gemeinschaftsaufgaben „Geschlechterdemokratie“ und „Diversity“ sind fester Bestandteil des Leitbildes der Heinrich-Böll-Stiftung. Sie finden als Querschnittaufgaben Eingang in die verschiedenen Ebenen der Projektarbeit, der Personalpolitik und der Betriebskultur.“
  6. Neues Vorstands-Team ab Juli 2017: Barbara Unmüßig und Ellen Ueberschär mit großer Mehrheit gewählt Heinrich-Böll-Stiftung, 25. November 2016
  7. Jahresbericht 2017 der Heinrich-Böll-Stiftung, S.4 – dort werden 33 Niederlassungen aufgezählt, ohne die Zentrale in Berlin
  8. Die Heinrich-Böll-Stiftung ist Mitglied oder Beisitzerin in folgenden Organisationen:. (PDF; 117 kB) In: www.boell.de. Heinrich-Böll-Stiftung, Juni 2011, abgerufen am 2. Januar 2021.
  9. Die Heinrich-Böll-Stiftung. Members. In: www.enop.eu. European Network of Political Foundations (ENoP), 2021, abgerufen am 2. Januar 2021 (englisch).
  10. Vera Lorenz: 35 grüne Jahre, Folge 19: Heinrich-Böll-Stiftung Beitrag auf gruene.de vom 30. Juli 2010
  11. Homepage der Heinrich-Böll-Stiftung: Wer wir sind – Geschichte
  12. GRÜNE – Fuß hinein, in: Der Spiegel, 25/1983 vom 20. Juni 1983
  13. Wolfgang Hoffmann: Parteienfinanzierung – Die Klage der Grünen, in: Die Zeit, 4. Februar 1983
  14. Tine Stein, Universität Kiel: Politische Bildung als öffentliche Aufgabe – ein Beispiel für Public Private Partnership? in: Heinrich-Böll-Stiftung (Hg.): Die Steuerung und Finanzierung politischer Stiftungen, Berlin 2010, S. 17 (PDF)
  15. Völlig durchgeknallt – Heinrich-Böll-Stiftung oder reiner Frauenverein? Feministinnen, Fundis und Realos streiten um Namen und Zielrichtung der geplanten Grünen-Stiftung in Der Spiegel, 28/1987 vom 6. Juli 1987
  16. gruene.de – Über uns: 1994–1998 (Memento vom 12. September 2015 im Internet Archive)
  17. Heinrich-Böll-Stiftung: Bundespräsident eröffnet neue Stiftungszentrale der grünen Heinrich-Böll-Stiftung. In: boell.de. 25. September 2008, abgerufen am 25. Oktober 2017.
  18. Eine ausführliche Darstellung findet sich bei Ulrich Heisterkamp: Think Tanks der Parteien?: Eine vergleichende Analyse der deutschen politischen Stiftungen, Springer VS, Wiesbaden, 2. aktualisierte Auflage, 2018, ISBN 978-3-658-18521-3 – zur Heinrich-Böll-Stiftung siehe S.396–437
  19. Jahresbericht 2019 der Heinrich-Böll-Stiftung, S.3 (PDF)
  20. Heinrich-Böll-Stiftung: Jahresbericht 2019, Berlin 2020, S. 3 – online unter Jahresbericht 2019 (PDF)
  21. Eine ausführliche, wenn auch nicht ganz aktuelle Darstellung findet sich bei Ulrich Heisterkamp: Think Tanks der Parteien?: Eine vergleichende Analyse der deutschen politischen Stiftungen, Springer VS, Wiesbaden, 2. aktualisierte Auflage, 2018, ISBN 978-3-658-18521-3
  22. Holger Klaassen: Die Finanzierung parteinaher Stiftungen in den Ländern. Zugleich eine Diskussion des Begriffes der „parteinahen Stiftung“, Tectum Verlag, Marburg 2016, ISBN 978-3-8288-6427-6
  23. Jutta Limbach, Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts a.D.: Politische Bildung als öffentliche Aufgabe – ein Beispiel für Public Private Partnership? in: Heinrich-Böll-Stiftung (Hg.): Die Steuerung und Finanzierung politischer Stiftungen, Berlin 2010, S. 8 (PDF)
  24. Website der Erbengemeinschaft Heinrich Böll
  25. Freundeskreis der Heinrich-Böll-Stiftung – Wen wir unterstützen. In: www.boell.de. Abgerufen am 27. November 2020.
  26. Civitas-Bernhard-Vogel-Stiftung: Zustiftung in den Vermögensstock der Civitas-Bernhard-Vogel-Stiftung. In: www.kas.de, Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. Abgerufen am 30. Mai 2014.
  27. Flyer der Friedrich-Ebert-Stiftung „DEMOKRATIE BRAUCHT DEMOKRATEN – Unterstützung für ein Engagement im Geiste Friedrich Eberts“. In: www.fes.de, 110923 FES Spendenfolder.pdf. Abgerufen am 30. Mai 2014.
  28. Spenden an die Stiftung für die Freiheit – Unterstützen Sie die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.freiheit.org. Archiviert vom Original am 24. September 2015; abgerufen am 30. Mai 2014.
  29. Unser Leitbild. In: www.boell.de. Heinrich-Böll-Stiftung, 2020, abgerufen am 22. Dezember 2020.
  30. Themenseite Ökologie & Nachhaltigkeit. Abgerufen am 24. November 2020.
  31. Rebecca Heinz, Michael Reckordt, Johanna Sydow: 12 Argumente für eine Rohstoffwende. AK Rohstoffe, Mai 2020, abgerufen am 24. November 2020.
  32. Krisenverschärfendes Handeln stoppen – Rohstoffwende umsetzen. AK Rohstoffe, November 2020, abgerufen am 24. November 2020.
  33. Fleischatlas 2014 – mit Daten und Fakten zur weltweiten Fleischproduktion Pressemitteilung der Heinrich-Böll-Stiftung, 9. Januar 2014
  34. Meat Atlas 2014 – Global facts and figures about meat press release, Heinrich Böll Foundation, 9 January 2014
  35. Fleischatlas 2016 – Deutschland Regional. Abgerufen am 24. November 2020.
  36. Fleischatlas 2018 – Rezepte für eine bessere Tierhaltung. Abgerufen am 24. November 2020.
  37. Wirtschaft im Zukunfts-Check: So gelingt die Grüne Transformation. Heinrich-Böll-Stiftung, Mai 2017, abgerufen am 24. November 2020.
  38. Plastikatlas. Daten und Fakten über eine Welt voller Kunststoff. Heinrich-Böll-Stiftung, Oktober 2020, abgerufen am 24. November 2020.
  39. Infrastrukturatlas. Daten und Fakten über öffentliche Räume und Netze. Heinrich-Böll-Stiftung, November 2020, abgerufen am 24. November 2020.
  40. Mobilitätsatlas. Daten und Fakten für die Verkehrswende. Heinrich-Böll-Stiftung und Verkehrsclub Deutschland, Oktober 2020, abgerufen am 24. November 2020.
  41. Jahresbericht 2019 der Heinrich-Böll-Stiftung, S.3. Heinrich-Böll-Stiftung, April 2020, abgerufen am 24. November 2020.
  42. Paul Baer, Tom Athanasiou, Sivan Kartha und Eric Kemp-Benedict: The Greenhouse Development Rights Framework in der Reihe: Schriften zur Ökologie, Band 1, Heinrich-Böll-Stiftung, Januar 2008
  43. Tilman Santarius: Deutschlands Vorreiterrolle auf dem Prüfstand: Klimagerechtigkeit nach dem Greenhouse Development Rights-Modell in der Reihe: Schriften zur Ökologie, Band 7, Heinrich-Böll-Stiftung, Oktober 2009
  44. Ralf Fücks, Dorothee Landgrebe: Eckpunkte für eine erfolgreiche „Energiewende 2.0“
  45. Energieatlas 2018: Daten und Fakten über die Erneuerbaren in Europa. Heinrich-Böll-Stiftung in Zusammenarbeit mit Green European Foundation, European Renewable Energies Federation und Le Monde Diplomatique, April 2018, abgerufen am 24. November 2020.
  46. Felix Chr. Matthes: Der Preis auf CO2. Über ein wichtiges Instrument ambitionierter Klimapolitik. Heinrich-Böll-Stiftung, Juli 2020, abgerufen am 24. November 2020.
  47. Themenseite Demokratie International. Heinrich-Böll-Stiftung, abgerufen am 24. November 2020.
  48. Heinrich-Böll-Stiftung: Jahresbericht 2013 (PDF) – dort S. 24–35 das Kapitel „Teilhabe stärken, Menschenrechte durchsetzen!“
  49. Christoph Möllers und Linda Schneider: Demokratiesicherung in der Europäischen Union. Studie zu einer europäischen Aufgabe. Heinrich-Böll-Stiftung, Februar 2018, abgerufen am 24. November 2020.
  50. Tim Alsiofi und Hani Al Sawah: Von Herzen, aus Idlib. In: Ausstellungskatalog. Heinrich-Böll-Stiftung, 2019, abgerufen am 24. November 2020.
  51. Lejla Turčilo und Mladen Obrenović: Fehlinformationen, Desinformationen, Malinformationen. Ursachen, Entwicklungen und ihr Einfluss auf die Demokratie. In: E-Paper. Heinrich-Böll-Stiftung, August 2020, abgerufen am 24. November 2020.
  52. Jahresbericht 2019 der Heinrich-Böll-Stiftung, S.23. Abgerufen am 24. November 2020.
  53. Jahresbericht 2008 der Heinrich-Böll-Stiftung
  54. Heinrich-Böll-Stiftung: Jahresbericht 2013 (PDF) – dort S. 36ff. das Kapitel „Feminismus und Geschlechterdemokratie weiterdenken“
  55. Erste Pride Parade in Sarajewo. Immer noch viel Hass gegen die LGBT-Community. Abgerufen am 24. November 2020.
  56. „Reach Everyone on the Planet…“ Kimberlé Crenshaw und die Intersektionalität. Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung und Center for Intersectional Justice, April 2019, abgerufen am 24. November 2020.
  57. Themenseite Mif´gration & Diversity. Abgerufen am 24. November 2020.
  58. Bente Scheller, Thomas Schmid und Kirsten Maas-Albert: Dahin, wo der Pfeffer wächst. Deutsche Rückkehrpolitik im Praxistest. Heinrich-Böll-Stiftung, Juni 2019, abgerufen am 24. November 2020.
  59. Migrations au Maroc: l’impasse? Dezember 2019, abgerufen am 24. November 2020.
  60. Heinrich-Böll-Stiftung Palestine and Jordan – Project: Labor Migration and Human Trafficking in Jordan. Abgerufen am 24. November 2020.
  61. Jahresbericht 2019 der Heinrich-Böll-Stiftung, S.31. Abgerufen am 24. November 2020.
  62. Heinrich-Böll-Stiftung: Jahresbericht 2013 (PDF) – dort S. 4–11 das Kapitel „Für ein starkes und geeintes Europa“
  63. Brexit-Blog. Abgerufen am 24. November 2020.
  64. Agrar-Atlas 2019 – Daten und Fakten zur EU-Landwirtschaft. Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und Le Monde Diplomatique, Januar 2019, abgerufen am 24. November 2020.
  65. Jahresbericht 2019 der Heinrich-Böll-Stiftung, S.42. Abgerufen am 27. November 2020.
  66. Heinrich-Böll-Stiftung: Jahresbericht 2013 (PDF) dort S. 44–47 das Kapitel „Kunst als Seismograf für Politik und Gesellschaft“
  67. Anne Aschenbrenner u. a.: Netztheater. Positionen, Praxis, Produktionen. Heinrich-Böll-Stiftung und nachtkritik.de, Oktober 2020, abgerufen am 27. November 2020.
  68. Website Heinrich Böll. Abgerufen am 27. November 2020.
  69. FANN Magazin – Arabisch-deutsche Literaturtage. Abgerufen am 27. November 2020.
  70. Heinrich-Böll-Archiv bei der Stadt Köln
  71. Jahresbericht 2019 der Heinrich-Böll-Stiftung, S.45. Abgerufen am 27. November 2020.
  72. Selbstdarstellung des Studienwerks auf der Homepage der Heinrich-Böll-Stiftung
  73. „Medienvielfalt, anders“ – Junge Migrantinnen und Migranten in den Journalismus Informationen beim Studienwerk der Heinrich-Böll-Stiftung
  74. Wortmeldungen-Förderpreis 2020. Drei Nachwuchstalente ausgezeichnet. In: Börsenblatt. 23. November 2020, abgerufen am 3. Dezember 2020.
  75. Was aus ihnen wurde: Die Alumni der Heinrich-Böll-Stiftung. In: Broschüre. Heinrich-Böll-Stiftung, Oktober 2015, abgerufen am 27. November 2020.
  76. Ehemalige Stipendiat*innen der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. Abgerufen am 27. November 2020.
  77. Selbstdarstellung auf der Homepage von GreenCampus
  78. GreenCampus in der Heinrich-Böll-Stiftung Eintrag in der Datenbank des Deutschen Bildungsservers
  79. Afghanistan-Arbeit der Stiftung wird ab Januar aus Berlin gesteuert Pressemitteilung der Heinrich-Böll-Stiftung vom 8. Oktober 2012
  80. Website der Heinrich-Böll-Stiftung (englisch) „After 25 years of successful work with project partners in Pakistan, the office Islamabad has been closed with effect to 31st March 2019 due to ongoing problems with the registration process.“
  81. Information auf der Seite des Südostasien-Büros der Stiftung (englisch) (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive)
  82. Renè Böll: Ein kleiner Rückblick Rede von Heinrich Bölls Sohn René. Dort heißt es u. a.: „1990 gründeten wir das erste Auslandsbüro in Prag, am geschichtsträchtigen 21. August.“
  83. Information auf der Seite des Büros Pakistan (Memento vom 14. April 2015 im Internet Archive) (englisch)
  84. Information auf der Seite des Türkei-Büros
  85. Heinrich-Böll-Stiftung schließt Landesbüro in Äthiopien Pressemitteilung der Heinrich-Böll-Stiftung vom 7. November 2012
  86. Matthias Gebauer und Otfried Nassauer: Sicherheitslage in Afghanistan: Böll-Stiftung zieht Direktorin aus Kabul ab Spiegel Online, 8. Oktober 2012
  87. Kerstin Müller übernimmt Israel-Büro der Heinrich-Böll-Stiftung, Pressemitteilung der Heinrich-Böll-Stiftung vom 15. April 2013.
  88. Benjamin Weinthal: The Nazi roots of the German Greens, in: Jerusalem Post vom 7. Juli 2013, abgerufen am 3. März 2015.
  89. Phillip Peyman Engel: Grüne – Kein Boykott, nur Kaufberatung? Bundestagsfraktion wollen Produkte aus dem Westjordanland kennzeichnen in: Jüdische Allgemeine vom 23. Mai 2013, abgerufen am 3. März 2015
  90. Die Satzung der Heinrich-Böll-Stiftung – dort §7 Vorstand
  91. Profil Claudia Neusüß (Memento vom 13. Februar 2015 im Internet Archive) bei der TU Berlin
  92. Kurzporträt von Petra Streit Thüringische Landeszeitung, 2. November 2012
  93. Ellen Ueberschär wird Vorsitzende der Böll-Stiftung. In: evangelisch.de. 26. November 2016, abgerufen am 26. November 2016.
  94. Europäische Bewegung Deutschland: „Neue Geschäftsführerin der Heinrich-Böll-Stiftung: Livia Cotta“. In: www.netzwerk-ebd.de, Nachricht vom 8. April 2013. Abgerufen am 24. Mai 2014.
  95. Steffen Heizmann neuer Geschäftsführer der Heinrich-Böll-Stiftung. In: www.boell.de, Pressemitteilung vom 27. Februar 2019. Abgerufen am 20. November 2020.
  96. Satzung der Heinrich-Böll-Stiftung, § 8
  97. Aufsichtsrat der Heinrich-Böll-Stiftung – Übersicht und Mitglieder
  98. Satzung der Heinrich-Böll-Stiftung, § 10
  99. Der Frauenrat der Heinrich-Böll-Stiftung
  100. Charta der Vielfalt - für Diversity in der Arbeitswelt - Liste der Unterzeichner_innen
  101. Die Fachbeiräte der Heinrich-Böll-Stiftung
  102. Heinrich-Böll-Stiftung: Jahresbericht 2019 (PDF) – dort S. 57
  103. Heinrich-Böll-Stiftung: Illegale Leiharbeit durch Arbeitsgericht Berlin bestätigt, FAU-Website, 5. September 2013
  104. Der Heinrich-Böll-Stiftung werden prekäre Arbeitsbedingungen vorgeworfen, Der Tagesspiegel, 28. August 2013
  105. Böll-Stiftung verweigert Verhandlungen, FAU-Website, 16. Oktober 2013
  106. Information der Heinrich-Böll-Stiftung zu den Vorwürfen der „Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union“ (FAU), 25. Juni 2014
  107. Satzung der Heinrich-Böll-Stiftung
  108. Satzung der Heinrich-Böll-Stiftung
  109. „Gender raus“ und „Agent*in“ erschienen, boell.de, 17. Juli 2017
  110. Die verlorene Ehre der Böll-Stiftung, nzz.ch, 15. August 2017
  111. Antifeminismus-Liste der Böll-Stiftung – Aber doch nicht so!, taz.de, 27. Juli 2017
  112. Antifeminismus-Pranger vom Netz genommen – vorübergehend, welt.de, 7. August 2017
  113. Stellungnahme des Vorstands zum endgültigen Ausstieg aus dem Wiki „Agent*in“. Gunda-Werner-Institut, 4. November 2017, abgerufen am 9. November 2017.
  114. Heide Oestreich: „Ein hochideologischer und verzerrter Diskurs“. In: taz. 18. August 2017, S. 3 (Online [abgerufen am 22. Januar 2018]).
  115. Markus Kowalski: Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus – Über „Demo für alle“ schreiben? Für die Böll-Stiftung zu heikel. In: queer.de. 9. November 2017, abgerufen am 16. Januar 2018.
  116. Ellen Überschär ; Patrick Keller: „Wir brauchen eine neue Übereinkunft!“ In: Tagesspiegel. 19. Januar 2021, abgerufen am 23. Januar 2021.
  117. Bullion, Constanze von: Grüne verärgert über Heinrich-Böll-Stiftung. In: Süddeutsche Zeitung. 22. Januar 2021, abgerufen am 23. Januar 2021.
  118. Schulze, Tobias: Böll für die Bombe : Grüne und transatlantische Beziehungen. In: taz. 20. Januar 2021, abgerufen am 24. Januar 2021.
  119. Heinrich-Böll-Stiftung NRW: Der Heinrich – Unser Ideen- und Initiativpreis
  120. Jan Philipp Albrecht – Persönlich (Memento vom 23. Oktober 2013 im Internet Archive)
  121. Jahresbericht 2019 der Heinrich-Böll-Stiftung (PDF) S. 47
  122. About (Memento vom 2. November 2013 im Internet Archive)
  123. Sina Demirhan | Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg. Abgerufen am 25. Februar 2021.
  124. Nurkan Erpulat
  125. Jahresbericht 2019 der Heinrich-Böll-Stiftung (PDF) S. 47
  126. Jahresbericht 2019 der Heinrich-Böll-Stiftung (PDF) S. 47
  127. Judith Siegmund – Biografie
  128. Cosima Tribukeit – Biografie (Memento vom 6. April 2016 im Internet Archive)
  129. Julia Verlinden – Lebenslauf
  130. Vanessa Vu. Abgerufen am 9. Januar 2019.
  131. Unsere Atlanten. Unsere Atlanten vermitteln Wissen in besonders kompakter und anschaulicher Form. Hier finden Sie alle bisherigen Ausgaben zum Download als pdf, mobi oder epub, die zugehörigen Online-Dossiers mit allen Beiträgen und Infografiken sowie zusätzlichen Videos und Podcasts. In: www.boell.de. Heinrich-Böll-Stiftung, November 2020, abgerufen am 14. November 2020.
  132. Buch, auf boell.de
  133. Das Magazin der Heinrich-Böll-Stiftung
  134. Heinrich-Böll-Stiftung: Perspectives
  135. Kleinschreibung zur Unterscheidung von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, die HBS abgekürzt wird.