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Jacobin ist ein sozialistisches US-amerikanisches Magazin. Es wurde 2010 zunächst als Onlinezeitschrift von Bhaskar Sunkara gegründet. Sunkara war damals 21 Jahre alt. Die Zeitschrift sieht sich selbst als eine führende Stimme der US-amerikanischen Linken.[1] Explizit werden sozialistische Perspektiven auf Wirtschaft, Politik und kulturelle Zusammenhänge entfaltet. Der Aufbau einer sozialistischen Bewegung in den Vereinigten Staaten sei das Ziel und Grund für die Existenz der Zeitung.[2]

Jacobin
Jacobin Logo.svg
Fachgebiet Politik, Kultur
Sprache Englisch
Erstausgabe Winter 2011
Erscheinungsweise Vierteljährlich
Verkaufte Auflage 50.000 Exemplare
Herausgeber Bhaskar Sunkara
Weblink jacobinmag.com

Organisation und AuflageBearbeiten

In der gedruckten Form erscheint das Magazin seit 2011 vierteljährlich und erreicht nach eigenen Angaben mehr als 15.000 Leser. Bis 2016 stieg die Zahl der verkauften Exemplare auf rund 20.000.[3] Zusammen mit dem Internetauftritt werde Jacobin von etwa 700.000 Lesern rezipiert. Online werden ein bis zwei Artikel pro Tag veröffentlicht.[1] Gedruckt werden 2018 rund 50.000 Kauf-Exemplare, online erreicht man zeitgleich mehr als eine Million Leser monatlich. Damit ist man an linken US-Traditionsmagazinen wie New Republic vorbeigezogen.[4]

Mit Stand von 2016 setzt sich die Redaktion aus sechs festen MitarbeiterInnen zusammen. In theoretischer Hinsicht sieht sich die Zeitschrift dem Analytischen Marxismus verbunden.[3]

 
Logo von Catalyst
 
Logo von Ada

Im Mai 2017 wurde mit Catalyst: A Journal of Theory and Strategy eine weitere Zeitschrift ins Leben gerufen.[5] Ende Mai 2018 wurde mit Ada Magazin eine deutschsprachige Schwesterzeitschrift ins Leben gerufen.[6]

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Der Zeitschriftenname bezieht sich nach Aussage von Sunkara weniger auf die Jakobiner zur Zeit der französischen Revolution. Vielmehr rührt der Name von dem Werk The Black Jacobins: Toussaint L’Ouverture and the San Domingo Revolution von C. L. R. James her, in dem James den (vielfach schwarzen) Anhängern der haitianischen Revolution unter dem ehemaligen Sklaven und Revolutionsführer Toussaint Louverture eine konsequentere Umsetzung der Ideale der französischen Revolution zugesteht als den eigentlichen Jakobinern.[7] Auch das Logo bezieht sich auf eben jene "schwarzen Jakobiner", sei aber inspiriert von einer Filmszene mit Bezug auf den nicaraguanischen Nationalhelden José Dolores.[8]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b About Us. Jacobin, abgerufen am 15. Oktober 2018 (englisch).
  2. Guido Speckmann: Weg mit dem marxistischen Jargon! In: Neues Deutschland. 26. Januar 2015, abgerufen am 3. Februar 2015.
  3. a b Dylan Matthews: Inside Jacobin: how a socialist magazine is winning the left's war of ideas. In: Vox. 21. März 2016, abgerufen am 23. März 2016 (englisch).
  4. Harald Staun: Der Glamour der Radikalität. In: Frankfurter Allgemeine. 23. September 2018, abgerufen am 15. Oktober 2018.
  5. Announcing Catalyst. In: Jacobin. 5. April 2017, abgerufen am 15. Oktober 2018 (englisch).
  6. Jörg Wimalasena: „Ada“ schreibt über den Klassenkampf. In: Taz. 29. Mai 2018, abgerufen am 30. Oktober 2018.
  7. Jacobin Magazine: entretien avec Bhaskar Sunkara. In: Période. 19. Oktober 2015, abgerufen am 24. Februar 2016 (französisch, Interview mit Bhaskar Sunkara. Aus dem Englischen übersetzt von Laura Raim).
  8. Remeike Forbes: The Black Jacobin. In: Jacobin. 3. März 2012, abgerufen am 24. Februar 2016 (englisch).