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Donnersbergkreis

Landkreis in Rheinland-Pfalz
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Donnersbergkreises Deutschlandkarte, Position des Donnersbergkreises hervorgehobenKoordinaten: 49° 38′ N, 7° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz: Kirchheimbolanden
Fläche: 645,52 km2
Einwohner: 75.230 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 117 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Kreisschlüssel: 07 3 33
Kreisgliederung: 81 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Uhlandstraße 2
67292 Kirchheimbolanden
Webpräsenz: www.donnersberg.de
Landrat: Winfried Werner (SPD)
Lage des Donnersbergkreises in Rheinland-Pfalz
NiederlandeBelgienFrankreichLuxemburgBaden-WürttembergHessenNordrhein-WestfalenSaarlandFrankenthal (Pfalz)KaiserslauternKoblenzLandau in der PfalzLandau in der PfalzLudwigshafen am RheinMainzPirmasensSpeyerTrierWormsZweibrückenLandkreis AhrweilerLandkreis Altenkirchen (Westerwald)Landkreis Alzey-WormsLandkreis Bad DürkheimLandkreis Bad KreuznachLandkreis Bernkastel-WittlichLandkreis BirkenfeldLandkreis Cochem-ZellDonnersbergkreisEifelkreis Bitburg-PrümLandkreis GermersheimLandkreis KaiserslauternLandkreis KuselLandkreis Mainz-BingenLandkreis Mayen-KoblenzNeustadt an der WeinstraßeLandkreis NeuwiedRhein-Hunsrück-KreisRhein-Lahn-KreisRhein-Pfalz-KreisLandkreis Südliche WeinstraßeLandkreis SüdwestpfalzLandkreis Trier-SaarburgLandkreis VulkaneifelWesterwaldkreisKarte
Über dieses Bild

Der Donnersbergkreis ist eine Gebietskörperschaft in der Region Pfalz des Landes Rheinland-Pfalz. Sitz der Kreisverwaltung ist Kirchheimbolanden, die bevölkerungsreichste Kommune ist die Stadt Eisenberg (Pfalz).

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Der Donnersbergkreis mit seinem Verwaltungssitz Kirchheimbolanden liegt im Norden der Pfalz. Der überwiegende Teil seiner Fläche gehört zum Nordpfälzer Bergland. Dessen höchste Erhebung, der Donnersberg (686,5 m ü. NHN), zugleich höchster Berg der Pfalz, ist Namensgeber des Landkreises. Im Süden hat er Anteil am Pfälzerwald, im Osten – mit dem Zellertal – am Weinanbaugebiet Pfalz, im Norden auch am Weinanbaugebiet Nahe. Von Süd nach Nord durchquert den westlichen Bereich des Landkreises die Alsenz, ein Nebenfluss der Nahe.

NachbarkreiseBearbeiten

Der Donnersbergkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Landkreise Bad Kreuznach, Alzey-Worms, Bad Dürkheim, Kaiserslautern und Kusel.

GeschichteBearbeiten

Der Landkreis wurde am 7. Juni 1969 durch die Zusammenlegung der beiden Landkreise Kirchheimbolanden und Rockenhausen gebildet, wobei nur in Grenzbereichen geringfügige Anpassungen vorgenommen wurden.[2] Die beiden Kreise waren 1939 aus den ehemaligen bayerischen Bezirksämtern hervorgegangen, die 1818 als Landkommissariate im Rheinkreis geschaffen worden waren. Ab 1818 gehörte ein großer Teil des heutigen Donnersbergkreises zum Landkommissariat Kirchheim, ab 1862 Bezirksamt genannt. Von ihm wurden 1900 die westlichen Distrikte Obermoschel und Rockenhausen abgespalten und mit dem vom Bezirksamt Kaiserslautern abgetrennten Distrikt Winnweiler zu einem neuen Bezirksamt Rockenhausen zusammengeschlossen.[3]

Vor 1815 gehörte das heutige Kreisgebiet zum französischen Departement Donnersberg.

Am 22. April 1972 wurde die Gemeinde Sembach an den Landkreis Kaiserslautern abgetreten. Am 16. März 1974 kamen drei Gemeinden aus dem Landkreis Kusel hinzu.[2]

PolitikBearbeiten

Wahl des Donnersberger Kreistags 2014
Gewichtetes Ergebnis
 %
40
30
20
10
0
34,2
28,2
15,7
8,7
5,5
4,0
3,7
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-0,3
-0,4
-0,4
+1,3
+5,5
-4,8
-0,9
Sitzverteilung im
Donnersberger Kreistag 2014
       
Von 38 Sitzen entfallen auf:

KreistagBearbeiten

Der Kreistag des Donnersbergkreises besteht aus 38 gewählten Mitgliedern und dem Landrat als Vorsitzendem. Die Kreistagswahl am 7. Juni 2014 hatte folgendes Ergebnis:[4]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
%
2004
Sitze
2004
%
1999
Sitze
1999
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 34,2 13 34,5 13 34,6 13 42,6 16
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 28,2 11 28,6 11 31,6 12 30,9 12
FWG Freie Wählergruppe Donnersbergkreis 15,7 6 16,1 6 19,7 7 15,6 6
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 8,7 3 7,4 3 6,9 3 5,0 2
AfD Alternative für Deutschland 5,5 2
FDP Freie Demokratische Partei 4,0 2 8,8 3 7,1 3 5,9 2
Linke Die Linke 3,7 1 4,6 2
Gesamt 100 38 100 38 100 38 100 38
Wahlbeteiligung in Prozent 59,0 59,1 62,8 69,3

SPD, FWG und Grüne bilden im Kreistag eine Koalition.[5]

LandräteBearbeiten

Wappen und FlaggeBearbeiten

Der Donnersbergkreis führt ein Wappen sowie eine Hiss- und Bannerflagge.

Wappenbeschreibung: „Durch eine eingebogene grüne Spitze, darin eine goldene strahlende Sonne, von Gold und Silber gespalten, rechts ein rotes, links ein blaues sechsspeichiges Rad.“
Wappenbegründung: Die beiden Räder entstammen den früheren Kreiswappen von Kirchheimbolanden und Rockenhausen. Dabei führten früher die Herren von Bolanden das rote Rad, die Hohenfelser Seitenlinie das blaue Rad. Die eingebogene Spitze versinnbildlicht den Donnersberg als Namensgeber des Kreises, die Farbe grün den Waldreichtum der Gegend, und die Sonne steht für die Rebflächen im Osten und Norden des Kreises.

Das Wappen wurde am 4. September 1981 genehmigt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Abgesehen von der Stadt Eisenberg existieren keine größeren Industriestandorte. Die Wirtschaft setzt auf Tourismus, punktuell auch auf Weinbau. Ackerbau und Viehzucht, insbesondere der Anbau von Weizen, Raps und Mais, aber auch die Milchwirtschaft, spielen im ländlich geprägten Donnersbergkreis eine wichtige Rolle. Die ehemals vielen kleinen landwirtschaftlichen Betriebe haben sich auf wenige Großbetriebe reduziert.

VerkehrBearbeiten

IndividualverkehrBearbeiten

Der Donnersbergkreis wird von der Bundesautobahn 63 MainzKaiserslautern durchquert. Ferner berührt die A 6 SaarbrückenWaidhaus (auch: Via Carolina genannt) den Südrand des Kreises. Mehrere Bundesstraßen durchziehen das Kreisgebiet, darunter die B 47 (WormsMichelstadt, auch Nibelungenstraße genannt) und B 48 (BingenBad Bergzabern).

Öffentlicher PersonennahverkehrBearbeiten

Im Alsenztal betrieb die Pfälzische Nordbahn seit 1870 eine Bahnlinie von Kaiserslautern bis Winnweiler und seit 1871 bis Bad Münster am Stein. Davon zweigte in Langmeil seit 1872/73 die Donnersbergbahn nach Marnheim ab, von wo 1873/74 die Strecke nach KirchheimbolandenAlzey weiterging, während die Zellertalbahn nach Monsheim führte.

Von Grünstadt her kam 1876 noch die Eistalbahn nach Eisenberg hinzu, die erst 1932 durch die Deutsche Reichsbahn über Ramsen bis Enkenbach ins Alsenztal weitergeführt wurde. Nur drei Jahre später wurde das Netz bei einem Höchststand von 80 Kilometern wieder verkleinert, als die schmalspurige Anschlussbahn stillgelegt wurde, die 1903 durch die Pfalzbahn von der Stadt Obermoschel zur Station Alsenz (4 Kilometer) an der Hauptstrecke eröffnet worden war.

Die weiteren Einstellungen des Personenverkehrs reduzierten die Bahnen bis auf 30 Kilometer Länge:

  • 1935: Alsenz–Obermoschel (Schmalspurbahn) =M=, 4 Kilometer
  • 1945: Kirchheimbolanden–Marnheim, 6 Kilometer
  • 1951: Alzey–Morschheim–Kirchheimbolanden, 6 Kilometer (30. Mai 1999 reaktiviert)
  • 1976: Grünstadt–Eisenberg–Eiswoog–Enkenbach, 11 Kilometer (29. Mai 1994 bis Eisenberg, 28. Mai 1995 bis Ramsen, 12. August 2001 bis Eiswoog reaktiviert)
  • 1983: Langmeil–Marnheim–Monsheim, 23 Kilometer (26. Mai 2001 im Ausflugsverkehr reaktiviert)

Durch die Reaktivierungen wurde das Schienennetz im Kreisgebiet wieder mehr als verdoppelt. Für den öffentlichen Personennahverkehr bestehen zudem 26 Buslinien, die seit Januar 2017 vom Reisedienst Krauss & Wolff mit barrierefreien Bussen betrieben wird.[6]

EnergieversorgungBearbeiten

Das Kreisgebiet durchziehen zwei Pipeline für Erdgas der Creos Deutschland GmbH sowie die NATO-Pipeline „Zweibrücken–Fürfeld“.

Städte und GemeindenBearbeiten

(Einwohner am 31. Dezember 2015[7])

Verbandsgemeinden mit ihren verbandsangehörigen Gemeinden:

(Sitz der Verwaltung der Verbandsgemeinde *)

  1. Alsenz * (1676)
  2. Finkenbach-Gersweiler (295)
  3. Gaugrehweiler (539)
  4. Kalkofen (175)
  5. Mannweiler-Cölln (398)
  6. Münsterappel (471)
  7. Niederhausen an der Appel (232)
  8. Niedermoschel (489)
  9. Oberhausen an der Appel (149)
  10. Obermoschel, Stadt (1067)
  11. Oberndorf (260)
  12. Schiersfeld (237)
  13. Sitters (107)
  14. Unkenbach (216)
  15. Waldgrehweiler (202)
  16. Winterborn (182)
  1. Eisenberg (Pfalz), Stadt * (9311)
  2. Kerzenheim (2129)
  3. Ramsen (1776)
  1. Albisheim (Pfrimm) (1698)
  2. Biedesheim (619)
  3. Bubenheim (396)
  4. Dreisen (984)
  5. Einselthum (793)
  6. Göllheim * (3771)
  7. Immesheim (140)
  8. Lautersheim (627)
  9. Ottersheim (384)
  10. Rüssingen (511)
  11. Standenbühl (200)
  12. Weitersweiler (504)
  13. Zellertal (1198)
  1. Bennhausen (160)
  2. Bischheim (793)
  3. Bolanden (2453)
  4. Dannenfels (846)
  5. Gauersheim (610)
  6. Ilbesheim (607)
  7. Jakobsweiler (258)
  8. Kirchheimbolanden, Stadt * (7815)
  9. Kriegsfeld (1018)
  10. Marnheim (1675)
  11. Morschheim (756)
  12. Mörsfeld (463)
  13. Oberwiesen (493)
  14. Orbis (694)
  15. Rittersheim (167)
  16. Stetten (632)
  1. Bayerfeld-Steckweiler (399)
  2. Bisterschied (244)
  3. Dielkirchen (503)
  4. Dörrmoschel (145)
  5. Gehrweiler (321)
  6. Gerbach (535)
  7. Gundersweiler (513)
  8. Imsweiler (544)
  9. Katzenbach (519)
  10. Ransweiler (242)
  11. Rathskirchen (182)
  12. Reichsthal (97)
  13. Rockenhausen, Stadt * (5308)
  14. Ruppertsecken (353)
  15. Sankt Alban (290)
  16. Schönborn (123)
  17. Seelen (155)
  18. Stahlberg (162)
  19. Teschenmoschel (119)
  20. Würzweiler (182)
  1. Börrstadt (921)
  2. Breunigweiler (432)
  3. Falkenstein (191)
  4. Gonbach (480)
  5. Höringen (656)
  6. Imsbach (895)
  7. Lohnsfeld (923)
  8. Münchweiler an der Alsenz (1207)
  9. Schweisweiler (329)
  10. Sippersfeld (1122)
  11. Steinbach am Donnersberg (746)
  12. Wartenberg-Rohrbach (461)
  13. Winnweiler * (4755)
ObermoschelNiedermoschelUnkenbachFinkenbach-GersweilerWaldgrehweilerSchiersfeldSittersAlsenzOberndorf (Pfalz)Mannweiler-CöllnWinterborn (Pfalz)Kalkofen (Pfalz)Niederhausen an der AppelMünsterappelOberhausen an der AppelGaugrehweilerSeelenRathskirchenTeschenmoschelBisterschiedRansweilerStahlbergBayerfeld-SteckweilerSankt Alban (Pfalz)GerbachWürzweilerRuppertseckenDielkirchenKatzenbach (Donnersbergkreis)Schönborn (Pfalz)DörrmoschelReichsthalGundersweilerGehrweilerImsweilerRockenhausenHöringenSchweisweilerFalkenstein (Pfalz)WinnweilerLohnsfeldWartenberg-RohrbachMünchweiler an der AlsenzGonbachSippersfeldBreunigweilerImsbachBörrstadtSteinbach am DonnersbergRamsen (Pfalz)KerzenheimEisenberg (Pfalz)GöllheimDreisenStandenbühlLautersheimBiedesheimOttersheimBubenheim (Pfalz)ZellertalEinselthumImmesheimAlbisheim (Pfrimm)RüssingenWeitersweilerMarnheimBennhausenJakobsweilerDannenfelsBolandenKirchheimbolandenMörsfeldKriegsfeldOberwiesenOrbisMorschheimIlbesheim (Donnersbergkreis)Bischheim (Donnersberg)RittersheimStetten (Pfalz)GauersheimLandkreis Bad KreuznachLandkreis Alzey-WormsLandkreis KuselLandkreis KaiserslauternLandkreis Bad Dürkheim 

Listen zu dem Begriff „Gebietsveränderungen“ siehe Gebietsreformen in Rheinland-Pfalz

Kfz-KennzeichenBearbeiten

Am 7. Juni 1969 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Kirchheimbolanden gültige Unterscheidungszeichen KIB zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 15. Juli 2013 ist auch das Unterscheidungszeichen ROK (Rockenhausen) erhältlich.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten