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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Gehrweiler
Gehrweiler
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Gehrweiler hervorgehoben
Koordinaten: 49° 35′ N, 7° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Rockenhausen
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 4,09 km2
Einwohner: 317 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67724
Vorwahl: 06302
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 024
Adresse der Verbandsverwaltung: Bezirksamtsstraße 7
67806 Rockenhausen
Website: www.rockenhausen.de
Ortsbürgermeister: Bernhard Kiefer (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Gehrweiler im Donnersbergkreis
ObermoschelNiedermoschelUnkenbachFinkenbach-GersweilerWaldgrehweilerSchiersfeldSittersAlsenzOberndorf (Pfalz)Mannweiler-CöllnWinterborn (Pfalz)Kalkofen (Pfalz)Niederhausen an der AppelMünsterappelOberhausen an der AppelGaugrehweilerSeelenRathskirchenTeschenmoschelBisterschiedRansweilerStahlbergBayerfeld-SteckweilerSankt Alban (Pfalz)GerbachWürzweilerRuppertseckenDielkirchenKatzenbach (Donnersbergkreis)Schönborn (Pfalz)DörrmoschelReichsthalGundersweilerGehrweilerImsweilerRockenhausenHöringenSchweisweilerFalkenstein (Pfalz)WinnweilerLohnsfeldWartenberg-RohrbachMünchweiler an der AlsenzGonbachSippersfeldBreunigweilerImsbachBörrstadtSteinbach am DonnersbergRamsen (Pfalz)KerzenheimEisenberg (Pfalz)GöllheimDreisenStandenbühlLautersheimBiedesheimOttersheimBubenheim (Pfalz)ZellertalEinselthumImmesheimAlbisheim (Pfrimm)RüssingenWeitersweilerMarnheimBennhausenJakobsweilerDannenfelsBolandenKirchheimbolandenMörsfeldKriegsfeldOberwiesenOrbisMorschheimIlbesheim (Donnersbergkreis)Bischheim (Donnersberg)RittersheimStetten (Pfalz)GauersheimLandkreis Bad KreuznachLandkreis Alzey-WormsLandkreis KuselLandkreis KaiserslauternLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Ortsbild mit Dachlandschaft und Ortsmitte

Gehrweiler ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rockenhausen an.

Inhaltsverzeichnis

Geographische LageBearbeiten

Der Ort liegt im Nordpfälzer Bergland, westlich des Donnersbergs zwischen Kaiserslautern und Bad Kreuznach, in einem Seitental des Flüsschens Alsenz. Er besitzt einen hohen Waldanteil und umfangreiche landwirtschaftlich genutzte Flächen (Acker- und Weideland).

Zu Gehrweiler gehört auch der Wohnplatz Gehrweilermühle.[2]

GeschichteBearbeiten

 
Ortsmitte mit Glockenturm, Laufbrunnen und Zunftbaum

Gehrweiler wird 891 im Prestarievertrag des Bischofs Theotelach von Worms mit dem Grafen Erinfrid als "novale Jerisonis" erstmals urkundlich genannt.[3] Das Dorf war später kurpfälzischer Besitz und fiel 1444 an das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken.[4]

Laut einer undatierten Urkunde, die man um 1469 ansetzt, bekunden Pfalzgraf Ludwig I. von Pfalz-Zweibrücken, Abt Peter von Münsterdreisen sowie Pater Johann, Pfarrer von Rockenhausen und Konventuale von Münsterdreisen, dass sich im Dorf Gehrweiler bisher keine Kapelle befunden habe, weil es zur Pfarrei Rockenhausen gehöre. Da man jedoch „vor kurzer Zeit ein wundertätiges Muttergottesbild in den Ort gebracht habe, hätten die Bewohner eine Kapelle erbaut, welche vor drei Wochen geweiht worden sei. Für die bei der Weihe entstandenen Kosten, sowie zur Anschaffung von „Kelchen, Messgewanden, Altargezierden, Buchern und andere Notturfft“ erteilte der Pfalzgraf ein Sammelpatent und das Kloster Münsterdreisen ließ das Gotteshaus an den ihm früher gewährten Ablässen in vollem Umfang teilhaben.[5] Offenbar entwickelte sich eine Wallfahrt, wodurch sich auch das Dorf vergrößerte. Später erscheint der Hl. Jakob als Kapellenpatron.

Die Kapelle verfiel in der Reformationszeit, bis auf einen Rest, welcher später zu einem barocken Glockenturm ausgebaut wurde. Um den Turm gestalteten Mitglieder der Dorfgemeinschaft in Eigenarbeit eine Dorfmitte, die einen Laufbrunnen, einen Zunftbaum und Ruhezonen enthält.

Nach der Französischen Revolution fiel der Ort 1798 an das französische Département Donnersberg. Infolge des Wiener Kongresses gehörte er von 1816 bis 1945 zum Königreich bzw. Freistaat Bayern. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Gehrweiler Teil der französischen Besatzungszone und wurde in das 1946 neu gebildete Land Rheinland-Pfalz eingegliedert.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Gehrweiler besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

BürgermeisterBearbeiten

Ortsbürgermeister ist Bernhard Kiefer (SPD).

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Silber und Blau schräg gerautet.“

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Gehrweiler ist geprägt von einer ländlichen, bäuerlich-handwerklichen Struktur. Beliebt ist der Ort als Wohngebiet für Beschäftigte des nahen Großraums Kaiserslautern. In Gehrweiler wird eine Grundschule vorgehalten (Paula Best-Schule).
Über die Anschlussstelle Winnweiler der A 63 im Südosten besteht Anschluss an den Fernverkehr. Im benachbarten Imsweiler befindet sich ein Bahnhof der Alsenztalbahn.

LiteraturBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2017[Version 2019 liegt vor]. S. 91 (PDF; 1,9 MB).
  3. Wolfgang Haubrichs: Der Prestarievertrag des Bischofs Theotelach von Worms mit dem Grafen Erinfrid vom Jahre 891. Edition und Untersuchungen zur Onomastik und Siedlungsgeschichte. In: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 16. 1990, S. 1–83.
  4. Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des königl. Bayer. Rheinkreises, Band 3 (Gerichts-Bezirk von Kaiserslautern), Speyer, 1837, S. 154; (Digitalscan).
  5. Franz Xaver Glasschröder: Urkunden zur Pfälzischen Kirchengeschichte im Mittelalter, München, 1903, Seite 263, Urkundenregest Nr. 643
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen