Höringen

Gemeinde in Deutschland

Höringen ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Winnweiler an.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Höringen
Höringen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Höringen hervorgehoben

Koordinaten: 49° 33′ N, 7° 48′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Winnweiler
Höhe: 291 m ü. NHN
Fläche: 10,74 km2
Einwohner: 604 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67724
Vorwahl: 06302
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 030
Adresse der Verbandsverwaltung: Jakobstraße 29
67722 Winnweiler
Website: www.hoeringen.de
Ortsbürgermeisterin: Brigitte Enders (LRD)
Lage der Ortsgemeinde Höringen im Donnersbergkreis
ObermoschelNiedermoschelUnkenbachFinkenbach-GersweilerWaldgrehweilerSchiersfeldSittersAlsenzOberndorf (Pfalz)Mannweiler-CöllnWinterborn (Pfalz)Kalkofen (Pfalz)Niederhausen an der AppelMünsterappelOberhausen an der AppelGaugrehweilerSeelenRathskirchenTeschenmoschelBisterschiedRansweilerStahlbergBayerfeld-SteckweilerSankt Alban (Pfalz)GerbachWürzweilerRuppertseckenDielkirchenKatzenbach (Donnersbergkreis)Schönborn (Pfalz)DörrmoschelReichsthalGundersweilerGehrweilerImsweilerRockenhausenHöringenSchweisweilerFalkenstein (Pfalz)WinnweilerLohnsfeldWartenberg-RohrbachMünchweiler an der AlsenzGonbachSippersfeldBreunigweilerImsbachBörrstadtSteinbach am DonnersbergRamsen (Pfalz)KerzenheimEisenberg (Pfalz)GöllheimDreisenStandenbühlLautersheimBiedesheimOttersheimBubenheim (Pfalz)ZellertalEinselthumImmesheimAlbisheim (Pfrimm)RüssingenWeitersweilerMarnheimBennhausenJakobsweilerDannenfelsBolandenKirchheimbolandenMörsfeldKriegsfeldOberwiesenOrbisMorschheimIlbesheim (Donnersbergkreis)Bischheim (Donnersberg)RittersheimStetten (Pfalz)GauersheimLandkreis Bad KreuznachLandkreis Alzey-WormsLandkreis KuselLandkreis KaiserslauternLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Der Ort liegt im Nordpfälzer Bergland südwestlich des Donnersbergs, lediglich der Süden der Gemarkung ragt in den zum Pfälzerwald gehörenden Otterberger Wald hinein. Zu Höringen gehören zusätzlich die Wohnplätze Neu-Mühle, Wackenbornerhof und Wingertsweilerhof.[2] Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Imsweiler, Schweisweiler, Winnweiler, Otterberg, Heiligenmoschel und Gehrweiler.

Erhebungen und GewässerBearbeiten

Im Südwesten an der Gemarkungsgrenze zu Heiligenmoschel erstreckt sich der 419,6 Meter hohe Heidenkopf. Mitten durch das Gemeindegebiet fließt in Süd-Nord-Richtung der Höringerbach, der ganz im Süden der Gemarkung von links den Krebsbach aufnimmt.

GeschichteBearbeiten

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Höringen zur Grafschaft Falkenstein, die zuletzt Teil des vorderösterreichischen Oberamtes Winnweiler war.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war die Gemeinde in das französische Département Donnersberg und in den Kanton Winnweiler eingegliedert. Infolge des Wiener Kongresses gehörte der Ort 1815 zunächst zu Osterreich. Ein Jahr später wurde er Bayern zugeschlagen. Von 1818 bis 1862 war Höringen Bestandteil des Landkommissariats Kaiserslautern, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde. Am 1. Dezember 1900 wechselte die Gemeinde in das neu geschaffene Bezirksamt Rockenhausen.

Ab 1939 war die Gemeinde Bestandteil des Landkreises Rockenhausen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort innerhalb der Französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. 1961 hatte die Gemeinde insgesamt 492 Einwohner. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte Höringen am 7. Juni 1969 zusammen mit den meisten anderen Orten des Kreises in den neu geschaffenen Donnersbergkreis. Drei Jahre später wurde der Ort Teil der Verbandsgemeinde Winnweiler.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Höringen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die zuletzt bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl SPD CDU LRD Gesamt
2019[3] 4 2 6 12 Sitze
2014[4] 4 2 6 12 Sitze
2009[5] 5 3 4 12 Sitze
2004 5 3 4 12 Sitze
  • LRD = Lebensraum Dorf

BürgermeisterBearbeiten

Ortsbürgermeisterin ist Brigitte Enders (LRD). Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wurde sie mit einem Stimmenanteil von 62,15 % gewählt. Sie ist damit seit Juni 2019 Nachfolgerin von Helmut Eisenbeiß (SPD), der nach 30 Jahren im Amt nicht mehr kandidiert hatte.[6][7]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Über grünem Schildfuß ein roter goldbewehrter schreitender Hirsch begleitet von drei grünen Tannen.“

KulturBearbeiten

KulturdenkmälerBearbeiten

Die Hauptstraße ist als Denkmalzone ausgewiesen. Hinzu kommen insgesamt vier Einzelobjekte, die unter Denkmalschutz stehen.

VereineBearbeiten

In Höringen bestehen mehrere Vereine, darunter der Sportverein ASV 1958 mit Tischtennisabteilung und verschiedenen Frauenturngruppen sowie der Verein Lebensraum Dorf Höringen 1988, der sich als Ziel gesetzt hat, Bürger des Dorfes zu einer aktiven Mitgestaltung des dörflichen Lebens in den verschiedensten Bereichen zusammenzuführen.

Der Gesangverein 1888 Höringen unterhält drei Chöre: den gemischten Chor „Hörmonists“, das Männerensemble „Phönix“ und den Kinderchor „Die kleinen Eichhörnchen“.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Die Ortsgemeinde Höringen verfügt seit 1994 über den Bürgerladen, in dem Artikel des täglichen Bedarfs sowie Back- und Wurstwaren verfügbar sind.

VerkehrBearbeiten

Durch Höringen verläuft die Landesstraße 387. Die Landesstraße 390 und die Kreisstraße 4 stellen außerdem eine Verbindung nach Imsbach her. Die Kreisstraße 3 bindet den Wackenborner Hof ans Straßennetz an. Über die A 63 (KaiserslauternMainz) im Osten besteht Anschluss an den Fernverkehr.

In Winnweiler befindet sich ein Bahnhof der Alsenztalbahn.

Bisher verfügt Höringen über keinen Anschluss an ein Radwegenetz.

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Höringen – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2021. S. 137 (PDF; 2,6 MB).
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2019 Höringen. Abgerufen am 2. September 2019.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 2. September 2019 (siehe Winnweiler, Verbandsgemeinde, fünfte Ergebniszeile).
  7. Konstituierende Ratssitzung 2019 Höringen. In: Die Rheinpfalz. 25. Juni 2019, abgerufen am 2. September 2019.