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Falkenstein (Pfalz)

Gemeinde in Rheinland-Pfalz
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Falkenstein
Falkenstein (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Falkenstein hervorgehoben

Koordinaten: 49° 36′ N, 7° 52′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Winnweiler
Höhe: 404 m ü. NHN
Fläche: 7,49 km2
Einwohner: 185 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67808
Vorwahl: 06302
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 020
Adresse der Verbandsverwaltung: Jakobstraße 29
67722 Winnweiler
Website: www.falkenstein-pfalz.de
Ortsbürgermeister: Volker Demmerle
Lage der Ortsgemeinde Falkenstein im Donnersbergkreis
ObermoschelNiedermoschelUnkenbachFinkenbach-GersweilerWaldgrehweilerSchiersfeldSittersAlsenzOberndorf (Pfalz)Mannweiler-CöllnWinterborn (Pfalz)Kalkofen (Pfalz)Niederhausen an der AppelMünsterappelOberhausen an der AppelGaugrehweilerSeelenRathskirchenTeschenmoschelBisterschiedRansweilerStahlbergBayerfeld-SteckweilerSankt Alban (Pfalz)GerbachWürzweilerRuppertseckenDielkirchenKatzenbach (Donnersbergkreis)Schönborn (Pfalz)DörrmoschelReichsthalGundersweilerGehrweilerImsweilerRockenhausenHöringenSchweisweilerFalkenstein (Pfalz)WinnweilerLohnsfeldWartenberg-RohrbachMünchweiler an der AlsenzGonbachSippersfeldBreunigweilerImsbachBörrstadtSteinbach am DonnersbergRamsen (Pfalz)KerzenheimEisenberg (Pfalz)GöllheimDreisenStandenbühlLautersheimBiedesheimOttersheimBubenheim (Pfalz)ZellertalEinselthumImmesheimAlbisheim (Pfrimm)RüssingenWeitersweilerMarnheimBennhausenJakobsweilerDannenfelsBolandenKirchheimbolandenMörsfeldKriegsfeldOberwiesenOrbisMorschheimIlbesheim (Donnersbergkreis)Bischheim (Donnersberg)RittersheimStetten (Pfalz)GauersheimLandkreis Bad KreuznachLandkreis Alzey-WormsLandkreis KuselLandkreis KaiserslauternLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Burgruine und Ort Falkenstein, 2006
Protestantischer Glockenturm

Falkenstein ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Winnweiler an.

GeographieBearbeiten

Der Ort liegt im Nordpfälzer Bergland zwischen dem Donnersberg im Nordosten und dem Pfälzerwald im Süden.

Zu Falkenstein gehören auch die Wohnplätze Bornshof, Fuchshof, Merzauerhof und Wambacherhof.[2]

KlimaBearbeiten

Der Jahresniederschlag beträgt 730 Millimeter. Die Niederschläge liegen im mittleren Zehntel der in Deutschland erfassten Werte. An 47 Prozent der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juli. Im Juli fallen 1,7 mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren mäßig. An 40 Prozent der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung als „Falconolai“ ist im Jahr 891 nachweisbar. 1135 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung der Burg mit dem Besitzer Sigebold von Falkenstein. Im Jahr 1233 befand sich die Burg im Besitz von Philipp III. von Bolanden, der sich erstmals „Herr zu Falkenstein“ nannte. Er war Reichskämmerer und Burgvogt auf dem Trifels und erbte 1258 die Landvogtei in der Wetterau.

1456 wurden Burg und Herrschaft von Wirich IV. von Daun-Oberstein erworben. Dieser gründete und betrieb die Bergwerke und Verhüttungsanlagen. 1536 verstärkte sein Enkel Wirich V. von Daun-Falkenstein die Burg mit Wehranlagen und ließ die zu einem Renaissanceschloss umbauen.

Im Dreißigjährigen Krieg 1647 kam es zu einer Belagerung, Beschießung und Erstürmung der Burg durch die Franzosen. General Schönbeck ließ diese darauf mit drei Minen sprengen. 1654 stürmten Falkensteiner Untertanen das Gebäude und erschossen den lothringischen Kommandanten Weingart. Der letzte Graf von Falkenstein, Wilhelm Wirich von Daun-Falkenstein, verkaufte 1667 die verarmte Grafschaft an Herzog Karl IV. von Lothringen. Sechzig Jahre später gelangte 1736 die Grafschaft durch die Heirat des Franz Stephan von Lothringen mit Maria Theresia an das Haus Österreich-Lothringen. Seit 1782 wurde sie als Oberamt Winnweiler von der vorderösterreichischen Regierung in Freiburg im Breisgau verwaltet.

1816 wurden infolge der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen die Pfalz und somit auch die Burg an Bayern abgetreten. Familie Gienanth erwarb das Burgareal, das später über den Nordpfälzer Geschichtsverein an den Landkreis Rockenhausen und den Donnersbergkreis fiel. Seit 1996 ist die Burgruine im Eigentum der Gemeinde.

Sowohl 1978 als auch 1984 erfolgten Sanierungsmaßnahmen an der Burgruine und sie wurde unter Denkmalschutz gestellt. Nach der Gründung des Burgfördervereins wurde 1992 eine Freilichtbühne und 1997 eine Kneippanlage eröffnet. 2007 erfolgte der Neubau der Burghütte Falkenstein.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Falkenstein besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

BürgermeisterBearbeiten

Ortsbürgermeister ist Volker Demmerle. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 72,22 % in seinem Amt bestätigt.[4] Er übernahm das Amt im Jahr 2009 von Andreas Fischer.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Geviert von Grün und Gold; oben drei wachsende Eicheln mit Laub in verwechselten Farben, unten links eine grüne bezinnte Burg, unten rechts ein goldener Falke.“

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Burg Falkenstein

Die Burgruine Falkenstein befindet sich oberhalb des Ortes. Sie wurde ab 1979 teilweise restauriert. Dort befindet sich auch die Freilichtbühne mit angrenzender Burgstubb.

Der moderne Bau der katholischen Kirche St. Katharina wurde 1976 fertiggestellt und ersetzte eine Kapelle aus dem Jahr 1764.

Eine Kneipp-Anlage rund 200 Meter unterhalb des Friedhofs wurde im Jahre 1997 eröffnet.

Siehe auch:

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Westlich von Falkenstein verläuft die B 48, die auch zur A 63 (KaiserslauternMainz) führt. In Winnweiler befindet sich ein Bahnhof der Alsenztalbahn.

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

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  • Josef Fischer

In Falkenstein geborenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 144 (PDF; 3 MB).
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2019 Falkenstein. Abgerufen am 2. September 2019.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Winnweiler, Verbandsgemeinde, dritte Ergebniszeile. Abgerufen am 2. September 2019.