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Eisenberg (Pfalz)

Stadt im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz, Sitz einer Verbandsgemeinde
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Eisenberg (Pfalz)
Eisenberg (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Eisenberg (Pfalz) hervorgehoben

Koordinaten: 49° 34′ N, 8° 4′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Eisenberg (Pfalz)
Höhe: 183 m ü. NHN
Fläche: 18,73 km2
Einwohner: 9264 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 495 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67304
Vorwahl: 06351
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 019
Stadtgliederung: 3 Stadtteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 86
67304 Eisenberg (Pfalz)
Website: www.vg-eisenberg.de
Stadtbürgermeister: Peter Funck (FWG)
Lage der Stadt Eisenberg (Pfalz) im Donnersbergkreis
ObermoschelNiedermoschelUnkenbachFinkenbach-GersweilerWaldgrehweilerSchiersfeldSittersAlsenzOberndorf (Pfalz)Mannweiler-CöllnWinterborn (Pfalz)Kalkofen (Pfalz)Niederhausen an der AppelMünsterappelOberhausen an der AppelGaugrehweilerSeelenRathskirchenTeschenmoschelBisterschiedRansweilerStahlbergBayerfeld-SteckweilerSankt Alban (Pfalz)GerbachWürzweilerRuppertseckenDielkirchenKatzenbach (Donnersbergkreis)Schönborn (Pfalz)DörrmoschelReichsthalGundersweilerGehrweilerImsweilerRockenhausenHöringenSchweisweilerFalkenstein (Pfalz)WinnweilerLohnsfeldWartenberg-RohrbachMünchweiler an der AlsenzGonbachSippersfeldBreunigweilerImsbachBörrstadtSteinbach am DonnersbergRamsen (Pfalz)KerzenheimEisenberg (Pfalz)GöllheimDreisenStandenbühlLautersheimBiedesheimOttersheimBubenheim (Pfalz)ZellertalEinselthumImmesheimAlbisheim (Pfrimm)RüssingenWeitersweilerMarnheimBennhausenJakobsweilerDannenfelsBolandenKirchheimbolandenMörsfeldKriegsfeldOberwiesenOrbisMorschheimIlbesheim (Donnersbergkreis)Bischheim (Donnersberg)RittersheimStetten (Pfalz)GauersheimLandkreis Bad KreuznachLandkreis Alzey-WormsLandkreis KuselLandkreis KaiserslauternLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild

Eisenberg (Pfalz) ist eine Stadt in der nördlichen Pfalz (Rheinland-Pfalz). Sie liegt im Donnersbergkreis, innerhalb dessen sie gemessen an der Einwohnerzahl die größte Kommune darstellt. Sie ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde, der neben der Stadt Eisenberg die eigenständigen Ortsgemeinden Ramsen und Kerzenheim angehören. Eisenberg ist gemäß Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen.[2]

Der Name weist auf frühere Eisengewinnung hin. Noch bedeutender war der Abbau von Tonmineralen und ist bis heute die Gewinnung von Klebsand aus einem Lockersediment.

GeographieBearbeiten

Lage und GliederungBearbeiten

Eisenberg liegt in der Nordpfalz im Südosten des Donnersbergkreises und ist mit mehr als 9000 Einwohnern dessen größte Kommune. Neben Eisenberg selbst gehören noch die Stadtteile (Ortsbezirke) Stauf und Steinborn zum Stadtgebiet, ferner die Wohnplätze Abendthal, Erlenhof, Lauberhof, Ochsenbusch, Seltenbach, SOS-Kinderdorf und Eisenwerk.[3] Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Kerzenheim, Ebertsheim, Tiefenthal, Hettenleidelheim, Wattenheim und Ramsen.

ErhebungenBearbeiten

Im äußersten Westen der Gemarkung erstreckt sich der 384 m hohe Klauserkopf. Im Südwesten befindet sich der 344,8 m hohe Pfaffenkopf. Im Bereich des Stadtteils Stauf erheben sich der 366 m hohe Kühberg und der 327,1 m hohe Schloßberg.

GewässerBearbeiten

 
Eisbach in Eisenberg; im Hintergrund Azurit Hansa Zentrale und evangelische Kirche

Durch die Stadt fließt von Südwest nach Nordost der Eisbach, der nach etwa 30 km bei Worms von links in den Rhein mündet. Auf der Gemarkung von Eisenberg nimmt er den Diebskellerbach auf. Südöstlich der Kernstadt verläuft der Seltenbach und bildet den größten Teil der Gemarkungsgrenze zu Tiefenthal.

GeologieBearbeiten

Eisenberg ist Namensgeber des Eisenberger Beckens, in dessen Westen die Stadt liegt. Es wird nach Norden und Osten durch die südlichsten Teile des Alzeyer Hügellands, das Göllheimer Hügelland und den Grünstadter Berg abgeriegelt, zwischen denen nur das Eisbachtal einen schmalen Korridor zur Oberrheinebene schafft. Nach Westen begrenzt der Stumpfwald, nach Süden die Täler von Rothbach und Eckbach, hinter denen der Leininger Sporn aufragt.

Das Eisenberger Becken stellt eine abgesunkene Scholle des Buntsandsteins dar. Infolge seiner Entstehung gehört das Eisenberger Becken zwar geologisch zum Pfälzerwald, aufgrund der Auflage von Gesteinen und Sanden des Tertiär und Quartär, der klimatischen Verhältnisse, der Topologie und der Nutzung ist es aber dem Rheinhessischen Tafel- und Hügelland zuzuordnen.

Im inneren Bereich wurden Klebsande und feuerfeste Tone abgebaut, der Abbau hat die Landschaft dort nachhaltig geprägt.[4]

GeschichteBearbeiten

Schon die Römer hatten Eisenberg besiedelt; im sogenannten Vicus ist ein Teil der noch nicht abgeschlossenen Ausgrabungen rekonstruiert, teilweise in einem Schutzbau. Dieser befindet sich an der Straße, die von der heutigen Umgehungs- bzw. Römerstraße zum Ortsteil Seltenbach abzweigt. Die Siedlung ist vermutlich identisch mit dem bei Ptolemäus erwähnten Ort Rufiniana (griech. Ρουφινιάνα) der germanischen Nemeter.[5] Im Mittelalter wurde Eisenberg erstmals 763 urkundlich erwähnt.

Wie die nahegelegene zeitweilige Residenz Kirchheim (ab dem 19. Jahrhundert Kirchheimbolanden) gehörte Eisenberg vom 14. bis ins 18. Jahrhundert zum Haus Nassau beziehungsweise zum Fürstentum Nassau-Weilburg und unterstand der Herrschaft Kirchheim und Stauf. Danach wurde es wie die weitere Umgebung nacheinander Teil des französischen Departements Donnersberg (1798–1814), der bayerischen Pfalz (ab 1816) und des Landes Rheinland-Pfalz (ab 1946).

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Eisenberg innerhalb des Departements Donnersberg in den Kanton Göllheim eingegliedert und war Sitz einer eigenen Mairie. 1815 wurde die Pfalz Österreich zugeschlagen, bereits ein Jahr später wechselte sie in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte Eisenberg dem Landkommissariat Kirchheim, später Kirchheimbolanden, an; aus diesem ging das Bezirksamt Kirchheimbolanden hervor, das ab 1939 Landkreis Kirchheimbolanden genannt wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Eisenberg innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Am 1. April 1962 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Stauf mit damals 294 Einwohnern nach Eisenberg eingemeindet.[6]

Am 16. März 1963 erhielt Eisenberg die Stadtrechte.[7] Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte die Stadt 1969 in den neu gebildeten Donnersbergkreis; drei Jahre später wurde die Stadt Sitz der ebenfalls neu entstandenen gleichnamigen Verbandsgemeinde.

EinwohnerBearbeiten

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Entwicklung der Einwohnerzahl der Stadt Eisenberg (Pfalz); die Werte von 1871 bis 2011 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 634
1835 1142
1871 1479
1905 3170
1939 4204
1950 4595
1961 5944
Jahr Einwohner
1970 7581
1987 8077
1997 9660
2005 9716
2011 9158
2017 9295
2018 9.264[1]

ReligionBearbeiten

Im 16. Jahrhundert besaß das seinerzeit protestantische Eisenberg eine eigene Pfarrei, zu der damals zusätzlich das benachbarte Hettenheim gehörte. Im Ort befand sich einst eine Synagoge.

PolitikBearbeiten

StadtratBearbeiten

Wahl zum Eisenberger Stadtrat 2019
Beteiligung: 56,9 % (+2,9 %p)
 %
40
30
20
10
0
37,2
12,4
7,9
39,7
2,9
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-1,7
-4,4
+2,6
+0,7
+2,9
Sitzverteilung im Eisenberger Stadtrat 2019
2
9
9
1
3
Insgesamt 24 Sitze

Der Stadtrat in Eisenberg (Pfalz) besteht aus 24 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Stadtbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Stadtrat:[8]

Wahl SPD CDU GRÜNE LINKE FWG FDP Gesamt
2019 9 3 2 9 1 24 Sitze
2014 9 4 1 10 24 Sitze
2009 9 4 1 10 24 Sitze
2004 9 6 9 24 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe der Verbandsgemeinde Eisenberg (Pfalz) e. V.

BürgermeisterBearbeiten

Ortsbürgermeister ist Peter Funck (FWG). Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 51,70 % gewählt. Er ist damit Nachfolger von Adolf Kauth (FWG), der nach 23 Jahren Amtszeit nicht mehr angetreten war.[9][10]

  • 1996–2019 Adolf Kauth (FWG)
  • 2019–0000 Peter Funck (FWG)

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Das Wappen der Stadt Eisenberg zeigt drei nach unten geöffnete Hufeisen. Ungewöhnlich ist, dass die Hufeisen nach unten geöffnet sind.“
Wappenbegründung: Der Ursprung dieses Wappens ist unbekannt. Ein Hufeisen war bereits im 15. Jahrhundert das Symbol des Dorfes Eisenberg und erscheint auch auf dem ältesten erhaltenen Siegel, das bis zum Jahr 1622 verwendet wurde. Erst im 17. Jahrhundert wurde die Anzahl der Hufeisen auf drei erhöht.

Das aktuelle Wappen wurde der Kommune im Jahr 1844 vom bayerischen König Ludwig I. in den Farben des Deutschen Ordens (Silber-Schwarz) gewährt, der in Eisenberg Besitztümer hatte.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Die französische Stadt Sanvignes-les-Mines in Burgund und die englische Stadt Baldock in der Grafschaft North Hertfordshire sind Partnerstädte von Eisenberg.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

KulturdenkmälerBearbeiten

 
Glockenturm in Stauf

Die Burg Stauf, das Eisenwerk Gienanth sowie das Straßenbild der Wormser Straße und Tiefenthaler Straße sind als Denkmalzonen ausgewiesen.

Hinzu kommen außerdem zahlreiche Einzeldenkmäler, darunter das ehemalige Empfangsgebäude des Bahnhofs.

Sonstige BauwerkeBearbeiten

Im Eisenberger Stadtteil Stauf steht ein 1984 aus Stein errichteter 7,5 m[11] hoher Glockenturm, der neben zwei historisch wertvollen Glocken auch eine 5,7 m[11] hoch gelegene Aussichtsplattform bietet, von der man einen sehr guten Ausblick auf die Erhebungen des Pfälzerwalds hat. Der Turm ersetzte einen stählernen Glockenturm von 1950, der wiederum Nachfolger eines 1909 errichteten Holzturms war, in dem sich schon die ältere der beiden Glocken befand. Die etwas größere zweite Glocke wurde 1949 als Ersatz für die in den Kriegsjahren verloren gegangene Vorläuferin gegossen.[12]

Innerhalb der Kernstadt befindet sich der Storchenturm, der den Nachbau eines Wachtturms darstellt. Im Westen der Gemarkung weitab des Siedlungsgebiets liegt zudem das vom NS-Politiker Josef Bürckel errichtete Jagdhaus Lassmichinruh.

NaturBearbeiten

Mit der nördlich von Steinborn stehenden Helincheneiche und zwei Edelkastanien am Lauberhof befinden sich innerhalb der Stadt zwei Naturdenkmale. Im Süden der Stadtgemarkung befindet sich zudem das Landschaftsschutzgebiet Erdekaut.

Die „Unverwesliche Hand“Bearbeiten

 
Die „Unverwesliche Hand“

In einem Schaukasten im Eingangsbereich der protestantischen Kirche wird die „Unverwesliche Hand“ gezeigt. Es handelt sich dabei um die mumifizierten Überreste einer menschlichen Hand, die mit der Sage um einen Meineid verbunden ist.

MuseenBearbeiten

Im Haus Isenburg, dem Heimatmuseum der Stadt, sind zahlreiche Fundstücke der Ausgrabungen aus dem römischen Vicus zu sehen, darunter eine Kopie des in Eisenberg gefundenen Eisenberger Brotstempels. Das Original sowie weitere Fundstücke befinden sich im Historischen Museum der Pfalz in Speyer. Von 1978 bis 1990 war außerdem das Puppenhaus Gienanth im Haus Isenberg ausgestellt.

VeranstaltungenBearbeiten

Im Juli 2015 fand im Zuge der Donnersberger Literaturtage in Eisenberg die Verleihung des Bürgerpreises des Donnersbergkreises statt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Klebsandwerke Eisenberg

IndustriegeschichteBearbeiten

Isenburg war der alte Name für Eisenberg, und beide Formen weisen auf frühere Eisen­gewinnung hin; entsprechende Gruben existierten im Süden der Stadtgemarkung. In noch größerem Maßstab wurde allerdings Ton abgebaut, stillgelegte Tongruben können besichtigt werden. Das Besucherbergwerk wurde zwar geschlossen, um dem aktuellen Ton-Tagebau Platz zu machen, doch in der Erlebnislandschaft Erdekaut werden den Besuchern die ökologischen Folgen des Bergbaus anschaulich gemacht.

Der Eisenberger Klebsand, ein bindefähiges Lockersediment mit besonders gutem Haftvermögen, gilt als reinster Klebsand der Welt. Der Eisenberger Klebsand besteht aus 14,5 % Ton, 6,5 % Silt, 76 % Sand und 3 % Kies. Mineralogisch sind mehr als 85 % des Gesamtsediments reiner Quarz.

WirtschaftBearbeiten

Mit etwa 800 Beschäftigten größtes Unternehmen und zugleich ältester Betrieb in der Stadt ist die Eisengießerei Gienanth Eisenberg, die 1735 gegründet wurde. Ein weiterer wichtiger Arbeitgeber in der Stadt sind die Klebsandwerke Eisenberg. 2010 wurden sie durch den damaligen rheinland-pfälzischen Wirtschaftsminister Hendrik Hering mit dem Unternehmenspreis Rohstoffwirtschaft für Innovation ausgezeichnet.[13]

Eisenberg ist außerdem Verwaltungssitz der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, der AZURIT Rohr GmbH und des 1978 gegründeten Augenoptikunternehmens Delker Optik.[14] Erstere entstand, da die ursprünglich für 2012 geplante Gesundheitskasse Südwest nicht zustande gekommen war. Die vor Ort ansässige Langhammer Maschinenbau GmbH wurde 2008 von Winkler+Dünnebier übernommen und in W+D-Langhammer GmbH umbenannt. Die Volksbank Alzey-Worms und das Handelsunternehmen J. N. Köbig besitzen vor Ort je eine Filiale.

VerkehrBearbeiten

 
Straßennetz in und um Eisenberg

StraßenverkehrBearbeiten

Über die Bundesstraße 47, die Eisenberg in Nord-Süd-Richtung durchquert, sind die Bundesautobahnen 6 im Süden (Anschlussstelle 18 Wattenheim, 4 km) und 63 im Norden (Anschlussstelle 12 Dreisen, 7 km) erreichbar. Die Landesstraße 395 verläuft in Ost-West-Richtung durch das Gebiet der Verbandsgemeinde und bindet als nächste größere Ortschaften Enkenbach-Alsenborn im Westen und Grünstadt im Osten an. Den Westen der Gemarkung quert die Landesstraße 396, die Ramsen mit Göllheim verbindet.

Die Kreisstraße 73 verbindet die Kernstadt mit dem Wohnplatz Seltenbach und dem Bahnhof Tiefenthal. Die Kreisstraße 74 beginnt im benachbarten Ramsen und führt durch die Eisenberger Waldgemarkung, wo sie den Wohnplatz Ochsenbusch passiert und danach die Grenze zum Landkreis Bad Dürkheim passiert; dort wird sie zur Kreisstraße 35 und endet in Hettenleidelheim. Die Kreisstraße 75 bindet die Stadtteile Steinborn und Stauf an; von dieser zweigt außerdem die Kreisstraße 76 nach Kerzenheim ab.

Öffentlicher Nahverkehr und SchienenverkehrBearbeiten

 
Bahnhof Eisenberg

Der öffentliche Nahverkehr ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) integriert, es gelten dessen Gemeinschaftstarife. In Richtung Kirchheimbolanden und Kaiserslautern gibt es Busverbindungen; die durch das Unternehmen Omnibusverkehr Rhein-Nahe betriebene Buslinie 920 verbindet Eisenberg mit Göllheim und Kirchheimbolanden. Der Nahverkehr war ab 2000 im Westpfalz-Verkehrsverbund (WVV) organisiert, der seit Sommer 2006 vollständig in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) integriert ist.

Der Bahnhof Eisenberg liegt an der 1876 eröffneten Eistalbahn und war zunächst deren westlicher Endpunkt. Nach jahrzehntelangen Planungen folgte 1932 die Durchbindung bis nach Enkenbach. Der Personenverkehr wurde 1976 zunächst eingestellt, im Zeitraum von 1994 bis 2001 jedoch schrittweise reaktiviert. Die Züge verkehren von Frankenthal nach Ramsen, an Sonn- und Feiertagen bis Eiswoog; es findet ein Taktverkehr durch Regionalbahnen statt.

TourismusBearbeiten

Durch Eisenberg verlaufen der Barbarossa-Radweg sowie der mit einem gelben Kreuz markierte Fernwanderweg Saar-Rhein-Main. Zudem war die Stadt Station des Westpfalz-Wanderwegs.

BildungBearbeiten

Neben der als Grundschule fungierenden Pestalozzischule gibt es eine Integrierte Gesamtschule, eine Berufsbildende Schule und ein Wirtschaftsgymnasium. Aufgrund steigender Schülerzahlen wurde zum Schuljahresbeginn 2016/2017 an der Gesamtschule eine gymnasiale Oberstufe eingerichtet. Eisenberg verfügt über fünf Kindergärten.

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

  • Willmuth Klausing, Unternehmer
  • Philipp Mayer (1918–1988), Politiker, Landtagsabgeordneter (SPD)

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

Personen, die in der Stadt gewirkt habenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Verbandsgemeinde Eisenberg (Hrsg.): Eisenberg. Die Verbandsgemeinde im Zeitgeschehen. Eisenberg 2004.
  • Die unverwesliche Hand. In: Rainer Schlundt (Hrsg.): Sagen aus Rheinland-Pfalz. Eugen Diderichs Verlag, München 1983, S. 81 f.
  • Literatur über Eisenberg in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie

WeblinksBearbeiten

Einzelnachweise und AnmerkungenBearbeiten

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 19. Oktober 2019.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 141 (PDF; 3 MB).
  4. Landschaftssteckbrief des Landschaftsraums 227.6 Eisenberger Becken des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (Hinweise)
  5. Ptolemäus, Geographike 2.9.17.
  6. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (Memento vom 22. Dezember 2017 im Internet Archive) (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 393). Bad Ems März 2006, S. 175 (PDF; 2,6 MB).   Info: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.
  7. Eintrag im Pfalzlexikon. (Memento vom 25. Januar 2012 im Internet Archive)
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  9. Der Landeswahlleiter RLP: Direktwahlen 2019. siehe Eisenberg (Pfalz), Verbandsgemeinde, erste Ergebniszeile. Abgerufen am 1. September 2019.
  10. Die Rheinpfalz: Eisenberg: Adolf Kauth offiziell als Stadtbürgermeister verabschiedet. 25. August 2019, abgerufen am 1. September 2019.
  11. a b Angaben laut privat durchgeführten Messungen.
  12. Foto der Informationstafel am Turm: „Die Staufer Glocken“, auf commons.wikimedia.org.
  13. Unternehmenspreis Rohstoffwirtschaft 2010. Land Rheinland-Pfalz, 1. Juli 2010, abgerufen am 19. Oktober 2019.
  14. Impressum AZURIT Gruppe. Abgerufen am 29. Januar 2018.