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Tiefenthal (Pfalz)

Ortsgemeinde im Landkreis Bad Dürkheim
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Tiefenthal
Tiefenthal (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Tiefenthal hervorgehoben

Koordinaten: 49° 32′ N, 8° 6′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Dürkheim
Verbandsgemeinde: Leiningerland
Höhe: 290 m ü. NHN
Fläche: 4,21 km2
Einwohner: 848 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 201 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67311
Vorwahl: 06351
Kfz-Kennzeichen: DÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 32 044
Adresse der Verbandsverwaltung: Industriestraße 11
67269 Grünstadt
Website: www.vg-h.de
Ortsbürgermeister: Edwin Gaub (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Tiefenthal im Landkreis Bad Dürkheim
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Über dieses Bild

Tiefenthal ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Leiningerland an.

Geographische LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt in einer kleinen Talsenke mit nördlichem Gefälle zwischen Eis- und Eckbachtal in der Pfalz. Bis 1969 gehörte der Ort zum (erloschenen) Landkreis Frankenthal (Pfalz).

GeschichteBearbeiten

Im Jahre 1318 wurde der Ort als Dyfendal erstmals urkundlich erwähnt. Es scheint sich hier eine Marienwallfahrtskirche befunden zu haben, welche 1330 vom Wormser Bischof und 1380 vom päpstlichen Legaten, Kardinal Pileus de Prato je einen Ablass verliehen bekam.[2] Am 24. Juni 1362 stifteten die Grafen Friedrich der Ältere und Friedrich der Jüngere von Leiningen zwei ewige Messen auf dem dortigen St. Marien- und dem St. Georgsaltar, wegen der „großen Genade und Aplaz, die man findet in deme Godeshuse Unsrer lieben Frauwen zu Dyefendal hinder der Nuwenliningen gelegen.“[3] Diese Kirche stand am Platz der heutigen Protestantischen Pfarrkirche. In der neuen, katholischen Filialkirche St. Georg befindet sich ein großes, gotisches Holzrelief des Hl. Georg, mit Darstellung einer Burg, das vermutlich noch vom Georgsaltar der alten Wallfahrtskirche stammt.[4]

Beim Friedhof Neuleiningen steht das von dem in Tiefenthal beheimateten gräflichen Scharfrichter Servacius Westheim 1703 gestiftete Scharfrichterkreuz, mit entsprechender Inschrift.

ReligionBearbeiten

2013 waren 40,8 Prozent der Einwohner evangelisch und 33,0 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[5]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Tiefenthal besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl SPD CDU WGT Gesamt
2019[6] 3 5 4 12 Sitze
2014[7] 3 6 3 12 Sitze
2009 3 5 4 12 Sitze
2004 2 5 5 12 Sitze

BürgermeisterBearbeiten

Ortsbürgermeister ist Edwin Gaub (CDU). Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 78,10 % in seinem Amt bestätigt.[8]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Rot ein goldenes Tatzenkreuz.“[9]
Wappenbegründung: Es wurde 1983 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt und geht zurück auf ein Siegel aus dem Jahr 1724. Es ist dem Wappen der Grafen von Leiningen-Westerburg entlehnt, zu denen Tiefenthal gehörte.

VerkehrBearbeiten

Wenige Kilometer entfernt liegt die Anschlussstelle Wattenheim der Autobahn A 6. Historisch verband eine Nebenstrecke der Eistalbahn den Ort schienentechnisch mit Grünstadt.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Landesamt für Denkmalpflege: Die Kunstdenkmäler von Bayern, Regierungsbezirk Pfalz, VIII. Stadt und Landkreis Frankenthal, Oldenbourg Verlag, München, 1939, Seite 474
  3. Franz Xaver Glasschröder: Neue Urkunden zur Pfälzischen Kirchengeschichte im Mittelalter, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Speyer, 1930, Seiten 159 u. 160, Urkundenregest Nr. 252
  4. Reclams Kunstführer von Deutschland, Band 6 (Rheinland-Pfalz, Saarland), 1980, Seite 449, ISBN 3-15-010286-3; (Ausschnittscan)
  5. KommWis, Stand: 31. Dezember 2013
  6. Der Landeswahlleiter RLP: Gemeinderatswahl 2019 Tiefenthal. Abgerufen am 14. Oktober 2019.
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. Der Landeswahlleiter RLP: Direktwahlen 2019. siehe Leiningerland, Verbandsgemeinde, 21. Ergebniszeile. Abgerufen am 14. Oktober 2019.
  9. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.