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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Imsbach
Imsbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Imsbach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 35′ N, 7° 53′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Winnweiler
Höhe: 293 m ü. NHN
Fläche: 8,92 km2
Einwohner: 877 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67817
Vorwahlen: 06302, 06357
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 033
Adresse der Verbandsverwaltung: Jakobstraße 29
67722 Winnweiler
Website: imsbach.eu
Ortsbürgermeister: Oliver Krupp (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Imsbach im Donnersbergkreis
ObermoschelNiedermoschelUnkenbachFinkenbach-GersweilerWaldgrehweilerSchiersfeldSittersAlsenzOberndorf (Pfalz)Mannweiler-CöllnWinterborn (Pfalz)Kalkofen (Pfalz)Niederhausen an der AppelMünsterappelOberhausen an der AppelGaugrehweilerSeelenRathskirchenTeschenmoschelBisterschiedRansweilerStahlbergBayerfeld-SteckweilerSankt Alban (Pfalz)GerbachWürzweilerRuppertseckenDielkirchenKatzenbach (Donnersbergkreis)Schönborn (Pfalz)DörrmoschelReichsthalGundersweilerGehrweilerImsweilerRockenhausenHöringenSchweisweilerFalkenstein (Pfalz)WinnweilerLohnsfeldWartenberg-RohrbachMünchweiler an der AlsenzGonbachSippersfeldBreunigweilerImsbachBörrstadtSteinbach am DonnersbergRamsen (Pfalz)KerzenheimEisenberg (Pfalz)GöllheimDreisenStandenbühlLautersheimBiedesheimOttersheimBubenheim (Pfalz)ZellertalEinselthumImmesheimAlbisheim (Pfrimm)RüssingenWeitersweilerMarnheimBennhausenJakobsweilerDannenfelsBolandenKirchheimbolandenMörsfeldKriegsfeldOberwiesenOrbisMorschheimIlbesheim (Donnersbergkreis)Bischheim (Donnersberg)RittersheimStetten (Pfalz)GauersheimLandkreis Bad KreuznachLandkreis Alzey-WormsLandkreis KuselLandkreis KaiserslauternLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Imsbach von der Kupferberghütte aus gesehen

Imsbach ist eine Ortsgemeinde im südlichen Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Winnweiler an.[2]

GeographieBearbeiten

Der Ort liegt im Nordpfälzer Bergland zwischen dem Pfälzerwald im Süden und dem Donnersberg im Nordosten, der mit 687 m der höchste Berg der Pfalz ist.

Zu Imsbach gehören auch die Wohnplätze Langheckerhof und Röderhof.[3]

GeschichteBearbeiten

Die Geschichte Imsbachs ist eng mit dem Bergbau verbunden. Eisen- und Erzvorkommen lockten, wie archäologische Funde belegen, schon in der Hallstattzeit Menschen an, die auf der heutigen Imsbacher Gemarkung siedelten und (möglicherweise mit Unterbrechungen) bis in die Mitte des 4. Jahrhunderts hier lebten.[4]

Die erste urkundliche Erwähnung war im Jahr 1019, allerdings noch nicht als eigenes Dorf, sondern als zu Albusheim-Sippersfeld gehörende Waldmark. In einer Grenzbeschreibung wurde erstmals der Name „Unnesbahc“ erwähnt. Im Laufe des 11. und 12. Jahrhunderts entstand aus dieser Besiedlung der Waldmark die Siedlung Imsbach. Der östliche Teil der Siedlung gehörte der Abtei Prüm, der westliche Teil den Grafen von Saarwerden.[4]

Im Jahr 1128 kam Imsbach als Lehen in den Besitz des Reichsministerialengeschlechts der Bolander, aus dem im 13. Jahrhundert auch die Linien Falkenstein und Hohenfels hervorgingen. In den Lehensbüchern Werners II. von Bolanden wurde das Dorf Imsbach zum ersten Mal urkundlich erwähnt mit der Bezeichnung „Unnisbach“.[4]

Der Name könnte von dem altdeutschen Personennamen Umin abgeleitet sein, also Bach des Umin bedeuten. Daraus entwickelte sich der heutige Ortsname (1220: Hunesbach, 1313: Unesbach, 1334, 1335: Unsbach, 1486: Umbsbach, 15. Jahrhundert: Vimbßbach, um 1600: Imschbach, 1726: Imbsbach, seit 1824: Imsbach). Aufgrund der Zweiteilung der Gemarkung kam es dazu, dass nach der Teilung des Hauses Bolanden der westliche Teil der Linie Falkenstein und der östliche der Linie Hohenfels gehörten, was ab dem 18. Jahrhundert zu Besitzstreitigkeiten führte.[4]

Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Region besetzt und nach dem Frieden von Campo Formio (1797) annektiert. Von 1798 bis 1814 gehörte das Dorf zum französischen Departement Donnersberg und war dem Kanton Winnweiler zugeordnet. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen und einem Tauschvertrag mit Österreich kam die Region 1816 zum Königreich Bayern. Ab 1818 war die Gemeinde Imsbach dem Landkommissariat Kaiserslautern im bayerischen Rheinkreis, später dem Bezirksamt Kaiserslautern zugeordnet, aus dem 1938 der Landkreis Kaiserslautern hervorging.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Imsbach innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz und gehörte zum Landkreis Rockenhausen im Regierungsbezirk Pfalz. Seit 1969 gehört die Gemeinde Imsbach zum Donnersbergkreis und seit 1972 zur Verbandsgemeinde Winnweiler.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019Vorlage:Zukunft/In 4 Jahren in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FWG WGR Gesamt
2019 7 4 1 12 Sitze
2014 5 4 3 12 Sitze
2009 6 4 2 12 Sitze
2004 6 4 2 12 Sitze
  • WGR: Wählergruppe Ramos Gomes Oester

BürgermeisterBearbeiten

Ortsbürgermeister ist Oliver Krupp (CDU). Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 konnte er sich mit einem Stimmenanteil von 57,23 % gegen den bisherigen Amtsinhaber Ingo Müller (FWG) durchsetzen.[6]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Geteilt von Blau und Silber; oben ein silbernes sechsspeichiges Rad, unten ein grüner Wellenbalken.“

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Überbleibsel des BergbausBearbeiten

In der Pfalz kann der Bergbau auf eine lange Tradition zurückblicken, in einigen Gebieten nachweislich bis in die keltische Zeit. Das historische Silber- und Kupferbergwerk Weiße Grube, 2 km außerhalb des Ortes gelegen, ist seit 1979 Besucherbergwerk. 2006 wurde mit der Grube Maria in der Nähe ein zweites Schaubergwerk der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Pfälzische Bergbaumuseum ist im alten Schulhaus von 1887 in der Ortsmitte untergebracht und zeigt das Leben und die Arbeit der früheren Bergleute. Wanderwege wie der Imsbacher Grubenrundwanderweg und der Gienanthweg führen an historischen Bergwerks- und Industrieanlagen vorbei.

Siehe auchBearbeiten

 
Die Kupferberghütte des PWV Imsbach

VerkehrBearbeiten

Westlich von Falkenstein verläuft die B 48, die auch zur A 63 (KaiserslauternMainz) führt. In Winnweiler befindet sich ein Bahnhof der Alsenztalbahn.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 145 (PDF; 3 MB).
  4. a b c d Geschichte der Gemeinde Imsbach auf www.imsbach.eu
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Der Landeswahlleiter RLP: Direktwahlen 2019. siehe Winnweiler, Verbandsgemeinde, sechste Ergebniszeile. Abgerufen am 2. September 2019.