Imsbach

Gemeinde in Deutschland

Imsbach ist eine Ortsgemeinde im südlichen Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Winnweiler an.[2]

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Imsbach
Imsbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Imsbach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 35′ N, 7° 53′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Winnweiler
Höhe: 293 m ü. NHN
Fläche: 8,92 km2
Einwohner: 870 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67817
Vorwahlen: 06302, 06357
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 033
Adresse der Verbandsverwaltung: Jakobstraße 29
67722 Winnweiler
Website: imsbach.eu
Ortsbürgermeister: Oliver Krupp (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Imsbach im Donnersbergkreis
ObermoschelNiedermoschelUnkenbachFinkenbach-GersweilerWaldgrehweilerSchiersfeldSittersAlsenzOberndorf (Pfalz)Mannweiler-CöllnWinterborn (Pfalz)Kalkofen (Pfalz)Niederhausen an der AppelMünsterappelOberhausen an der AppelGaugrehweilerSeelenRathskirchenTeschenmoschelBisterschiedRansweilerStahlbergBayerfeld-SteckweilerSankt Alban (Pfalz)GerbachWürzweilerRuppertseckenDielkirchenKatzenbach (Donnersbergkreis)Schönborn (Pfalz)DörrmoschelReichsthalGundersweilerGehrweilerImsweilerRockenhausenHöringenSchweisweilerFalkenstein (Pfalz)WinnweilerLohnsfeldWartenberg-RohrbachMünchweiler an der AlsenzGonbachSippersfeldBreunigweilerImsbachBörrstadtSteinbach am DonnersbergRamsen (Pfalz)KerzenheimEisenberg (Pfalz)GöllheimDreisenStandenbühlLautersheimBiedesheimOttersheimBubenheim (Pfalz)ZellertalEinselthumImmesheimAlbisheim (Pfrimm)RüssingenWeitersweilerMarnheimBennhausenJakobsweilerDannenfelsBolandenKirchheimbolandenMörsfeldKriegsfeldOberwiesenOrbisMorschheimIlbesheim (Donnersbergkreis)Bischheim (Donnersberg)RittersheimStetten (Pfalz)GauersheimLandkreis Bad KreuznachLandkreis Alzey-WormsLandkreis KuselLandkreis KaiserslauternLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Imsbach aus der Vogelperspektive

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Der Ort liegt im Nordpfälzer Bergland innerhalb dessen Teilgebiet Falkensteiner Berge zwischen dem Pfälzerwald im Süden und dem Donnersberg im Nordosten, der mit 687 m der höchste Berg der Pfalz ist. Zu Imsbach gehören zusätzlich die Wohnplätze Langheckerhof und Röderhof.[3] Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Rockenhausen, Börrstadt, Winnweiler und Falkenstein.

Erhebungen und GewässerBearbeiten

Unmittelbar nördlich des Siedlungsgebiets erstreckt sich der Kupferberg und im Südosten des Gemeindegebiets an der Grenze zu Winnweiler der 366,2 Meter hohe Eichhübel. An der Grenze zu Börrstadt befindet sich der 370,4 Meter hohe Steinwald. Im Nordosten liegt außerdem eine namenlose, 546 Meter messende namenlose Erhebung. Ganz im Norden an der Grenze zu Falkenstein erstreckt sich der 559 Meter messende Bickberg, der einen Ausläufer des Donnersbergs darstellt.

Mitten durch das Siedlungsgebiet verläuft in Ost-West-Richtung der namensgebende Imsbach.

GeologieBearbeiten

Im Gemeindegebiet kommt unter anderem die Gesteine Lavendulan und Safflorit vor.

GeschichteBearbeiten

OrtsgeschichteBearbeiten

Die Geschichte Imsbachs ist eng mit dem Bergbau verbunden. Eisen- und Erzvorkommen lockten, wie archäologische Funde belegen, schon in der Hallstattzeit Menschen an, die auf der heutigen Imsbacher Gemarkung siedelten und – möglicherweise mit Unterbrechungen – bis in die Mitte des 4. Jahrhunderts hier lebten.[4]

Die erste urkundliche Erwähnung war im Jahr 1019, allerdings noch nicht als eigenes Dorf, sondern als zu Albusheim-Sippersfeld gehörende Waldmark. In einer Grenzbeschreibung wurde erstmals der Name „Unnesbahc“ erwähnt. Im Laufe des elften und 12. Jahrhunderts entstand aus dieser Besiedlung der Waldmark die Siedlung Imsbach. Der östliche Teil der Siedlung gehörte der Abtei Prüm, der westliche Teil den Grafen von Saarwerden.[4]

Im Jahr 1128 kam Imsbach als Lehen in den Besitz des Reichsministerialengeschlechts der Bolander, aus dem im 13. Jahrhundert auch die Linien Falkenstein und Hohenfels hervorgingen. In den Lehensbüchern Werners II. von Bolanden wurde das Dorf Imsbach zum ersten Mal urkundlich erwähnt mit der Bezeichnung „Unnisbach“.[4]

Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Region besetzt und nach dem Frieden von Campo Formio (1797) annektiert. Von 1798 bis 1814 gehörte das Dorf zum französischen Departement Donnersberg und war dem Kanton Winnweiler zugeordnet. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen und einem Tauschvertrag mit Österreich kam die Region 1816 zum Königreich Bayern. Ab 1818 war die Gemeinde Imsbach dem Landkommissariat Kaiserslautern im bayerischen Rheinkreis, später dem Bezirksamt Kaiserslautern zugeordnet. Am 1. Dezember 1900 wechselte die Gemeinde in das neu geschaffene Bezirksamt Rockenhausen.

Ab 1939 war die Gemeinde Bestandteil des Landkreises Rockenhausen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort innerhalb der Französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. 1961 hatte die Gemeinde insgesamt 919 Einwohner. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte Imsbach am 7. Juni 1969 zusammen mit den meisten anderen Orten des Kreises in den neu geschaffenen Donnersbergkreis. Drei Jahre später wurde der Ort Teil der Verbandsgemeinde Winnweiler.

OrtsbezeichnungBearbeiten

Der Name könnte von dem altdeutschen Personennamen Umin abgeleitet sein, also Bach des Umin bedeuten. Daraus entwickelte sich der heutige Ortsname (1220: Hunesbach, 1313: Unesbach, 1334, 1335: Unsbach, 1486: Umbsbach, 15. Jahrhundert: Vimbßbach, um 1600: Imschbach, 1726: Imbsbach, seit 1824: Imsbach). Aufgrund der Zweiteilung der Gemarkung kam es dazu, dass nach der Teilung des Hauses Bolanden der westliche Teil der Linie Falkenstein und der östliche der Linie Hohenfels gehörten, was ab dem 18. Jahrhundert zu Besitzstreitigkeiten führte.[4]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019Vorlage:Zukunft/In 3 Jahren in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FWG WGR Gesamt
2019 7 4 1 12 Sitze
2014 5 4 3 12 Sitze
2009 6 4 2 12 Sitze
2004 6 4 2 12 Sitze
  • WGR: Wählergruppe Ramos Gomes Oester

BürgermeisterBearbeiten

Ortsbürgermeister ist Oliver Krupp (CDU). Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 konnte er sich mit einem Stimmenanteil von 57,23 % gegen den bisherigen Amtsinhaber Ingo Müller (FWG) durchsetzen.[6]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Geteilt von Blau und Silber; oben ein silbernes sechsspeichiges Rad, unten ein grüner Wellenbalken.“

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

 
Burgruine Hohenfels
Kulturdenkmäler

Die Ruine der Burg Hohenfels ist als Denkmalzone ausgewiesen.

Das historische Silber- und Kupferbergwerk Weiße Grube, 2 km außerhalb des Ortes gelegen, ist seit 1979 Besucherbergwerk. Das Pfälzische Bergbaumuseum ist im alten Schulhaus von 1887 in der Ortsmitte untergebracht und zeigt das Leben und die Arbeit der früheren Bergleute.

Sonstige Bauwerke

2006 wurde mit der Grube Maria in der Nähe ein zweites Schaubergwerk der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

NaturBearbeiten

Im Gemeindegebiet existieren insgesamt fünf Naturdenkmale. Darüber hinaus erstreckt sich das Naturschutzgebiet Beutelfels teilweise über das Gemeindegebiet.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

In der Pfalz kann der Bergbau auf eine lange Tradition zurückblicken, in einigen Gebieten nachweislich bis in die keltische Zeit. Von 1521 bis 1917 wurden in den Imsbacher Gruben Kupfer und Silber abgebaut. Die zahlreichen Gruben befanden sich vor allem im nördlichen Teil der Gemeindegemarkung.

 
Kupferberghütte

VerkehrBearbeiten

Durch Imsbach verläuft die Landesstraße 392, die den Ort mit Schweisweiler und Alsenbrück-Langmeil verbindet. Mitten im Siedlungsgebiet zweigt von dieser die Kreisstraße 38 ab, die die Weiße Grube an das Straßennetz anbindet. Westlich von Imsbach verläuft die B 48, die auch zur A 63 (KaiserslauternMainz) führt. In Winnweiler befindet sich ein Bahnhof der Alsenztalbahn.

TourismusBearbeiten

Auf Gemarkung der Gemeinde befindet sich die von der Ortsgruppe des Pfälzerwald-Vereins betriebene Kupferberghütte. Wanderwege wie der Prädikatswanderweg Pfälzer Höhenweg, der Imsbacher Grubenrundwanderweg und der Gienanthweg führen an historischen Bergwerks- und Industrieanlagen vorbei. Durch den Westen der Gemarkung verläuft außerdem der mit einem roten Balken markierte Fernwanderweg Donnersberg-Donon und durch den äußersten Osten der mit einem weißen Kreuz gekennzeichnete Fernwanderweg Nahegau-Wasgau-Vogesen. Mitten durch das Siedlungsgebiet verläuft ein Wanderweg, der mit einem grün-gelben Balken markiert ist.

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Imsbach – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019[Version 2020 liegt vor.]. S. 145 (PDF; 3 MB).
  4. a b c d Geschichte der Gemeinde Imsbach auf www.imsbach.eu
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Der Landeswahlleiter RLP: Direktwahlen 2019. siehe Winnweiler, Verbandsgemeinde, sechste Ergebniszeile. Abgerufen am 2. September 2019.