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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Münsterappel
Münsterappel
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Münsterappel hervorgehoben

Koordinaten: 49° 44′ N, 7° 53′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Alsenz-Obermoschel
Höhe: 199 m ü. NHN
Fläche: 6,33 km2
Einwohner: 463 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67822
Vorwahl: 06362
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 049
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 16
67821 Alsenz
Website: www.alsenz-obermoschel.de
Ortsbürgermeister: Gernot Pietzsch
Lage der Ortsgemeinde Münsterappel im Donnersbergkreis
ObermoschelNiedermoschelUnkenbachFinkenbach-GersweilerWaldgrehweilerSchiersfeldSittersAlsenzOberndorf (Pfalz)Mannweiler-CöllnWinterborn (Pfalz)Kalkofen (Pfalz)Niederhausen an der AppelMünsterappelOberhausen an der AppelGaugrehweilerSeelenRathskirchenTeschenmoschelBisterschiedRansweilerStahlbergBayerfeld-SteckweilerSankt Alban (Pfalz)GerbachWürzweilerRuppertseckenDielkirchenKatzenbach (Donnersbergkreis)Schönborn (Pfalz)DörrmoschelReichsthalGundersweilerGehrweilerImsweilerRockenhausenHöringenSchweisweilerFalkenstein (Pfalz)WinnweilerLohnsfeldWartenberg-RohrbachMünchweiler an der AlsenzGonbachSippersfeldBreunigweilerImsbachBörrstadtSteinbach am DonnersbergRamsen (Pfalz)KerzenheimEisenberg (Pfalz)GöllheimDreisenStandenbühlLautersheimBiedesheimOttersheimBubenheim (Pfalz)ZellertalEinselthumImmesheimAlbisheim (Pfrimm)RüssingenWeitersweilerMarnheimBennhausenJakobsweilerDannenfelsBolandenKirchheimbolandenMörsfeldKriegsfeldOberwiesenOrbisMorschheimIlbesheim (Donnersbergkreis)Bischheim (Donnersberg)RittersheimStetten (Pfalz)GauersheimLandkreis Bad KreuznachLandkreis Alzey-WormsLandkreis KuselLandkreis KaiserslauternLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Blick auf Münsterappel

Münsterappel ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Alsenz hat.

GeographieBearbeiten

Münsterappel liegt im Appelbachtal nördlich des Pfälzerwalds. Im Norden befindet sich Niederhausen an der Appel, südlich liegt Oberhausen an der Appel. Die nächstgelegenen Städte sind Bad Kreuznach, Rockenhausen, Alzey und Kaiserslautern.

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde erstmals im Jahre 893 als Apola erwähnt, als er von König Arnulf von Kärnten der Reichsabtei St. Maximin in Trier geschenkt wurde. Anfang des 13. Jahrhunderts wird er als monasterium in Apula im Güterverzeichnis der Abtei St. Maximin erwähnt.[2]

Münsterappel gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur Wild- und Rheingrafschaft und war dem Amt Grehweiler unterstellt. Nach der Besetzung des Linken Rheinufers durch französischen Revolutionstruppen (1794) gehörte der Ort von 1798 bis 1814 zum französischen Kanton Obermoschel im Departement Donnersberg. Im Oktober 1789 besuchte Alexander von Humboldt in Begleitung des niederländischen Mediziners Steven Jan van Geuns das Quecksilberbergwerk nordwestlich von Münsterappel.[3]

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam die Region 1815 zunächst zu Österreich und 1816 aufgrund eines Staatsvertrags an das Königreich Bayern. Münsterappel gehörte im neu geschaffenen Rheinkreis von 1818 an zum Landkommissariat Kirchheim.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Münsterappel besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bis 2014 gehörten dem Gemeinderat zwölf Ratsmitglieder an.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl SPD WGL Gesamt
2019[4] 3 5 8 Sitze
2014[5] per Mehrheitswahl 8 Sitze
2009 per Mehrheitswahl 12 Sitze
  • WGL = Wählergruppe Lorenz

OrtsbürgermeisterBearbeiten

Ortsbürgermeister ist seit 2006 Gernot Pietzsch. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 52,48 % erneut in seinem Amt bestätigt.[6]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Gold ein roter Löwe, blau gezungt, blau bewehrt und blau gekrönt, ein blaues Schild tragend, darin ein silbernes Münster mit zwei Türmen, alle rot bedacht.“

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Klosterkirche Münsterappel wurde 1492 erbaut und wird heute als evangelische Kirche genutzt. Am 9. September 2007 fand die feierliche Wiedereinweihung der renovierten Kirche statt.

Die Kirchweih wird jährlich am dritten Wochenende im September veranstaltet. Höhepunkt ist der große Straßenumzug am Sonntag. Im August findet der Radfahrtag im Appelbachtal statt. Auch die Fasnacht wird im Rahmen einer „Kappensitzung“ immer am Fasnachtswochenende, Samstags ab 20.11 Uhr traditionell vom FSV Münsterappel ausgetragen. Seit vielen Jahren ist die Sitzung weit über die Ortsgrenzen hinaus beliebte Anlaufstelle von Freunden der närrischen Zunft. In Münsterrappel gibt es einen Fußballverein FSV Münsterappel sowie seit Anfang 2007 den ersten deutschen Kitepark, Kite Landboarding. Des Weiteren gibt es noch die Freiwillige Feuerwehr Münsterappel.

Siehe auch

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Münsterappel ist Standort einer Grundschule und eines Kindergartens, der eine Ganztagsbetreuung anbieten kann. Beide Einrichtungen nutzen die neue Dorfgemeinschaftshalle für Schul- und Kindergartensport. Einige Handwerksbetriebe bieten Arbeitsplätze in begrenzter Zahl; vereinzelt sind noch bäuerliche Betriebe vorhanden. Die Mehrzahl der Erwerbstätigen sind Berufspendler in die nahegelegenen Zentren im Raum Bad Kreuznach, Rockenhausen und Kaiserslautern. Nächstgelegener Bahnhof ist der Bahnhof Alsenz an der Alsenztalbahn.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Güterverzeichnis der Abtei St. Maximin, in: Heinrich Beyer, Leopold Eltester, Adam Goerz (Bearb.): Urkundenbuch zur Geschichte der jetzt die Preussischen Provinzen Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien. Band 2: Vom Jahre 1169 bis 1212. Hölscher, Coblenz 1865, Nr. 16, S. 455
  3. Steven Jan van Geuns. Tagebuch einer Reise mit Alexander von Humboldt durch Hessen, die Pfalz, längs des Rheins und durch Westfalen im Herbst 1789, hg. von Bernd Kölbel und Lucie Terken unter Mitarbeit von Martin Sauerwein et al. Akademie, Berlin, 2007, S. 151.
  4. Der Landeswahlleiter RLP: Gemeinderatswahl 2019 Münsterappel. Abgerufen am 29. August 2019.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Der Landeswahlleiter RLP: Direktwahlen 2019. siehe Nordpfälzer Land, Verbandsgemeinde, 16. Ergebniszeile. Abgerufen am 29. August 2019.