Hauptmenü öffnen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kriegsfeld
Kriegsfeld
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kriegsfeld hervorgehoben

Koordinaten: 49° 43′ N, 7° 55′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Kirchheimbolanden
Höhe: 340 m ü. NHN
Fläche: 26,41 km2
Einwohner: 1015 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67819
Vorwahl: 06358
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 040
Adresse der Verbandsverwaltung: Neue Allee 2
67292 Kirchheimbolanden
Website: www.kriegsfeld.de
Ortsbürgermeister: Albert Ziegler
Lage der Ortsgemeinde Kriegsfeld im Donnersbergkreis
ObermoschelNiedermoschelUnkenbachFinkenbach-GersweilerWaldgrehweilerSchiersfeldSittersAlsenzOberndorf (Pfalz)Mannweiler-CöllnWinterborn (Pfalz)Kalkofen (Pfalz)Niederhausen an der AppelMünsterappelOberhausen an der AppelGaugrehweilerSeelenRathskirchenTeschenmoschelBisterschiedRansweilerStahlbergBayerfeld-SteckweilerSankt Alban (Pfalz)GerbachWürzweilerRuppertseckenDielkirchenKatzenbach (Donnersbergkreis)Schönborn (Pfalz)DörrmoschelReichsthalGundersweilerGehrweilerImsweilerRockenhausenHöringenSchweisweilerFalkenstein (Pfalz)WinnweilerLohnsfeldWartenberg-RohrbachMünchweiler an der AlsenzGonbachSippersfeldBreunigweilerImsbachBörrstadtSteinbach am DonnersbergRamsen (Pfalz)KerzenheimEisenberg (Pfalz)GöllheimDreisenStandenbühlLautersheimBiedesheimOttersheimBubenheim (Pfalz)ZellertalEinselthumImmesheimAlbisheim (Pfrimm)RüssingenWeitersweilerMarnheimBennhausenJakobsweilerDannenfelsBolandenKirchheimbolandenMörsfeldKriegsfeldOberwiesenOrbisMorschheimIlbesheim (Donnersbergkreis)Bischheim (Donnersberg)RittersheimStetten (Pfalz)GauersheimLandkreis Bad KreuznachLandkreis Alzey-WormsLandkreis KuselLandkreis KaiserslauternLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild

Kriegsfeld ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis (Rheinland-Pfalz). Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden an.

GeographieBearbeiten

Kriegsfeld liegt direkt an der Grenze des Donnersbergkreises zum Landkreis Alzey-Worms und damit auch an der Grenze der Pfalz zu Rheinhessen. Zur Kreisstadt Kirchheimbolanden im Südosten sind es etwa sechs Kilometer, zum 686,5 m hohen Donnersberg im Süden acht Kilometer. Nachbargemeinden sind Oberwiesen, Mörsfeld und Oberhausen an der Appel.

Kriegsfeld hat 1015 Einwohner auf einer Fläche von 26,41 km², von der 15,85 km² mit Wald bestanden sind. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Schniftenbergerhof, Geflügelhof Pfalzfeld und Forsthaus Pfalz mit Philippenhaus.

GeschichteBearbeiten

Im Oktober des Jahres 900 wurde der Ort im Fuldaer Urkundenbuch erstmals als Chrichesfeld erwähnt. Während der Zeit der Stammesherzogtümer gehörte der Ort zum Herzogtum Franken. Ab 1579 gehörte Kriegsfeld zur Kurpfalz, nachdem zuvor die Ortsherrschaft geteilt wurde. Laut dem Handbuch der historischen Stätten wird Kriegsfeld (neben Mörsfeld) als eine der ältesten Ansiedlungen der Gegend beschrieben. Um das Jahr 1100 wurde die alte fränkische Gauverfassung aufgelöst. Danach bildeten sich eine Reihe selbständiger und erblicher Herzogtümer, Markgrafenschaften, Wildgrafschaften, Rheingrafschaften und Raugrafenschaften. Was ehemals als Lehen oder Amt besessen war, wurde sich nun als Eigentum genommen.

Mit 24 weiteren Dörfern rechts und links der Alsenz gehörte Kriegsfeld dem Gebiet an, das sich die Raugrafen aneigneten. Rund 200 Jahre gehörte Kriegsfeld als ungeteilter Ort zu den Raugrafen. Die Zweiteilung, die im 13. Jahrhundert begann, endete erst im Jahre 1579. Durch Verpfändung und Verkauf war die eine Hälfte von Kriegsfeld 1376 in den Besitz der Grafen von Bolanden sowie den Kurfürsten Ruprecht übergegangen. Die andere Hälfte bekam 1457 der Kurfürst Friedrich I. Im Jahr 1579 gehörte ganz Kriegsfeld zur Kurpfalz und wurde dem Amt Erbes-Büdesheim, Oberamt Alzey, unterstellt. Es ist nicht bekannt, wie die beiden Teile von Kriegsfeld gegeneinander abgegrenzt waren.

Nach einer relativ ruhigen Zeit wurde Kriegsfeld gegen Ende des 18. Jahrhunderts während der französischen Revolutionskriege hart getroffen. Mit anderen Gemeinden der Gegend wurde es 1798 dem Departement Donnersberg zugeordnet.

Im Jahr 2000 feierte Kriegsfeld sein 1100-jähriges Bestehen.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Kriegsfeld besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl SPD FWG Gesamt
2019[2] 9 7 16 Sitze
2014[3] 9 7 16 Sitze
2009 10 6 16 Sitze
2004 9 7 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergemeinschaft Kriegsfeld e. V.

BürgermeisterBearbeiten

Die Ortsbürgermeister seit 1945:[4]

1945–1952 Alois Werst
1952–1960 Friedrich Fellenberger
1960–1969 Willibald Pirkl
1969–1979 Albert Ostermeyer
1979–1999 Klaus Flörcks
1999–2004 Volker Busam
2004–2014 Uwe Ulrich
2014–0000 Albert Ziegler

Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wurde Albert Ziegler mit einem Stimmenanteil von 77,34 % in seinem Amt bestätigt.[5]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Gold ein Ritter in blauem Harnisch, die Linke in der Hüfte gestützt, in der Rechten ein grünes Kränzlein haltend.“

Die Genehmigung erfolgte am 15. März 1926 durch das Bayrische Staatsministerium des Innern in München.

Wappenbegründung: Das Wappen basiert auf dem Kriegsfelder Gerichtssiegel von 1622. Es stellt einen Krieger zur Zeit der Siegelherstellung dar als volksetymologische Deutung des Ortsnamens. Der nach außen mit Dornen versehene Kranz wurde auch als Pechkranz gedeutet. Die Farbgebung ist von Hupp beeinflusst und willkürlich.

Eine alternative Deutung des Kriegsfelder Gerichtssiegels ist, dass es einen Bergmann im Lederharnisch, mit so genanntem „Arschleder“ und in der Hand eine Grubenlampe zeigt. Es gab im 17. und 18. Jahrhundert am Spitzenberg bei Kriegsfeld einen intensiven Abbau von Quecksilber (zahlreiche Stollenmundlöcher sind auch heute noch frei zugänglich), Kriegsfeld also quasi eine Bergbaugemeinde war.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Obergasse befinden sich die evangelische und die katholische Kirche, das alte Schulhaus, der Dorfplatz mit einem Brunnen sowie das älteste Haus der Gemeinde.

Am Wochenende des vierten Sonntages im September wird die Kriegsfelder Kerwe gefeiert. Vier Wochen danach wird die Nachkerwe gefeiert.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Im Ort kreuzen sich die Landesstraßen 399, 404 und 405. Südöstlich verläuft die A 63 (Kaiserslautern-Mainz). Kirchheimbolanden verfügt über einen Bahnhof der Donnersbergbahn.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Personen, die vor Ort gewirkt habenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Der Landeswahlleiter RLP: Gemeinderatswahl 2019 Kriegsfeld. Abgerufen am 30. August 2019.
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  4. Aufstellung über frühere Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Kriegsfeld bei www.kirchheimbolanden.de (Memento des Originals vom 6. Januar 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kirchheimbolanden.de
  5. Der Landeswahlleiter RLP: Direktwahlen 2019. siehe Kirchheimbolanden, Verbandsgemeinde, neunte Ergebniszeile. Abgerufen am 30. August 2019.