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GeographieBearbeiten

Marnheim liegt an der Pfrimm in unmittelbarer Nähe von Kirchheimbolanden und bildet Das Tor zum Zellertal. Folgt man dem Fluss Pfrimm kommt man nach einigen Kilometern in Worms an.

Zu Marnheim gehören auch die Weiler und Wohnplätze Berghof, Elbisheimerhof, Froschauerhof, Mittelmühle, Riedenmühle, Rothenbergermühle, Sandbrunner Häuschen und Steinmühle.[2]

GeschichteBearbeiten

Im Jahre 774 wurde Marnheim erstmals urkundlich im Lorscher Codex als Mawenheim erwähnt. Wahrscheinlich ist der Ort aber als Siedlungsgegend noch älter, wie Funde in der Umgebung belegen. Im Jahre 1135 wird Marnheim dann Mouwenheim genannt, wie eine Urkunde eines gewissen Arnold von Mouwenheim bezeugt.

Im Mittelalter gehörte Marnheim längere Zeit zur Herrschaft Bolanden, später zur Kurpfalz und im 18. Jahrhundert zu Nassau-Weilburg, also zu Kirchheimbolanden. Im Zusammenhang mit den Revolutionskämpfen von 1849 unterzeichnete hier der damalige Prinz von Preußen, spätere Kaiser Wilhelm I., die völkerrechtlich umstrittene „Erklärung der Rheinpfalz in den Kriegszustand“. Der Tisch, an dem dies geschah, ist als historisches Möbelstück im Heimatmuseum in Kirchheimbolanden erhalten.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Marnheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl SPD CDU FWG WGB Gesamt
2019[3] 3 5 6 2 16 Sitze
2014[4] 3 4 7 2 16 Sitze
2009 3 4 7 2 16 Sitze
2004 3 4 5 4 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Marnheim e. V.
  • WGB = Wählergemeinschaft Becker

BürgermeisterBearbeiten

Ortsbürgermeister ist Tim Mühlbach. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 59,7 % im ersten Wahlgang gewählt. Er folgt damit Klaus Duwensee, der nach 25 Jahren im Amt, nicht mehr bestätigt wurde.[5][6]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Silber über blauem Wellenschildfuß ein roter Balken, oben ein auf dem Balken stehendes achtspeichiges rotes Rad.“
Wappenbegründung: Gemäß einem zu 1626 belegten Siegel drückt das Wappen die Vogteirechten erwachsenen Ortsherrschaften der Herren von Bolanden und von Wartenberg aus. Der Wellenschildfuß stellt die Pfrimm dar, die durch Marnheim fließt.

Das Wappen wurde im Juli 1930 von dem Bayrischen Staatsministerium des Innern in München genehmigt.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

 
Überrest des Pfrimmtalviaduktes

Am Ortsrand befindet sich die Überreste des Pfrimmtalviaduktes, einer 1945 gesprengten Eisenbahnbrücke, welche die Zellertalbahn mit der Donnersbergbahn verband. Das Ortsbild prägt der Graue Turm, ein freistehender ehemaliger Kirchturm aus dem 16. Jahrhundert, wobei die zugehörige Kirche Anfang des 20. Jahrhunderts abbrannte.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Marnheim

SportBearbeiten

Die Ortsgemeinde verfügt über ein Sport- und Freizeitzentrum mit Sauna, zwei Kegelbahnen, einem Sportplatz, drei Tennisplätzen und über eine Schießanlage.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Die Kerwe findet am zweiten Wochenende im September statt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Die Verkehrsanbindung für das Auto ist mit der in der Nähe gelegenen A 63 mit Anschluss in Kirchheimbolanden sehr gut, darüber hinaus führt an dem Ort die B 47 vorbei.

Marnheim besitzt einen Bahnhof an der Zellertalbahn LangmeilMonsheim.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

Der Ort verfügt über einen Kindergarten sowie Kinderspielplatz, einen Grillplatz, Bürgerraum sowie einer Bücherstube.

BildungBearbeiten

In Marnheim gibt es eine Grundschule. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch das Gymnasium Weierhof.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Personen, die in der Gemeinde gewirkt habenBearbeiten

  • Rafik Schami (* 1946), Schriftsteller, lebt und arbeitet in Marnheim.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 143 (PDF; 3 MB).
  3. Der Landeswahlleiter RLP: Gemeinderatswahl 2019 Marnheim. Abgerufen am 31. August 2019.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Ortsbürgermeisterwahl. Abgerufen am 1. September 2019.
  6. Die Rheinpfalz: Konstituierende Gemeinderatssitzung 2019 Marnheim. 28. August 2019, abgerufen am 31. August 2019.