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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Mörsfeld
Mörsfeld
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Mörsfeld hervorgehoben
Koordinaten: 49° 45′ N, 7° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Kirchheimbolanden
Höhe: 275 m ü. NHN
Fläche: 5,25 km2
Einwohner: 471 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67808
Vorwahl: 06358
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 046
Adresse der Verbandsverwaltung: Neue Allee 2
67292 Kirchheimbolanden
Ortsbürgermeister: Jan Volker
Lage der Ortsgemeinde Mörsfeld im Donnersbergkreis
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Über dieses Bild
Daimbacher Hof mit Abraumhalde im Vordergrund

Mörsfeld ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden an.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Mörsfeld liegt ungefähr 15 Kilometer nördlich vom Gipfel des Donnersbergs. Die Städte Kirchheimbolanden, Bad Kreuznach und Alzey sind jeweils 15 km entfernt. Aufgrund der Lage der Pfalz zugehörig, orientieren sich die meisten Einwohner jedoch nach Rheinhessen, aufgrund der besseren Verkehrsanbindung.

Zwischen Mörsfeld und Stein-Bockenheim entspringt der Dunzelbach, der durch das Landschaftsschutzgebiet Rheinhessische Schweiz fließt.

Zu Mörsfeld gehören auch die Wohnplätze Daimbacherhof, Pfaffenloch und Pfalzblick.[2]

KlimaBearbeiten

Der Jahresniederschlag beträgt 594 mm. Die Niederschläge sind niedrig. Sie liegen im unteren Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 20 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Januar, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen doppelt so viel Niederschläge wie im Januar. Die Niederschläge variieren mäßig. An 45 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

GeschichteBearbeiten

Vermutlich ist der Ort nach einem Siedler namens „Moro“ benannt. Bereits Ende des 9. Jahrhunderts soll das Land um Mörsfeld besiedelt gewesen sein, allerdings wurde Mörsfeld erstmals 1381 urkundlich erwähnt. Bis zum 19. Jahrhundert wurde in Mörsfeld Quecksilber abgebaut.[3]

Älteste Hinweise zum pfälzischen Quecksilberbergbau gehen auf eine urkundliche Nachricht zurück, die um das Jahr 1100 verfasst wurde. Es wird ein „Altes Werk“ in Daimbach (heute Daimbacher Hof bei Mörsfeld) erwähnt.[4]

Auf dem Daimbacher Hof wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ein Zisterzienserinnenkloster errichtet. Im Pfälzischen Bauernkrieg wurde das Kloster mehrmals verwüstet und anschließend gänzlich verlassen. Bis 1993 befand sich im Wald zwischen Mörsfeld und Stein-Bockenheim das Mörsfeld Storage Point, ein der US-Armee in Bad Kreuznach angegliedertes Lager für konventionelle Munition. Die Liegenschaft wurde im Zuge der europäischen Truppenreduzierung als Folge des 1. Golfkrieges aufgegeben.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Mörsfeld besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bis 2014 gehörten dem Gemeinderat zwölf Ratsmitglieder an.[5]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Von Schwarz und Silber geteilt, oben ein schreitender rotbewehrter, -bezungter und -bekrönter goldener Löwe, unten aus blauem Wellenschildfuß aufsteigend drei natürliche Schilfkolben mit grünen Blättern nebeneinander“
Wappenbegründung: Es wurde 1950 durch das rheinland-pfälzische Innenministerium verliehen und geht zurück auf ein Siegel aus dem Jahr 1536. Es verweist oben auf den kurpfälzer Löwen. Unten wird der Ortsname redend dargestellt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Zur Autobahn A 63 (MainzKaiserslautern), Anschlussstelle Erbes-Büdesheim, sind es ca. 15 km.

LandwirtschaftBearbeiten

In Mörsfeld gibt es vier landwirtschaftliche Betriebe, die eine Gesamtfläche von 650 Hektar bewirtschaften.[6]

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PersönlichkeitenBearbeiten

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Liste der Kulturdenkmäler in Mörsfeld
  • Die Geschichtswerkstatt e. V. hat 2010 ein Ortsfamilienbuch herausgegeben mit allen Familien ab 1650 bis 1930.
  • Mörsfelder Kerb am dritten Wochenende im Juli

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Mörsfeld – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 143 (PDF; 3 MB).
  3. Mörsfeld. In: Pfalz-Lexikon. Jürgen Cronauer, archiviert vom Original am 25. Oktober 2006; abgerufen am 7. Mai 2019 (private Website).
  4. Mineralogische Raritäten in der Pfalz: Moschellandsbergit. In: Pollicia-Kurier 21(2)-2005. Archiviert vom Original am 24. Juli 2007; abgerufen am 7. Mai 2019.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten