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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Winnweiler
Winnweiler
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Winnweiler hervorgehoben
Koordinaten: 49° 34′ N, 7° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Winnweiler
Höhe: 240 m ü. NHN
Fläche: 21,81 km2
Einwohner: 4805 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 220 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67722
Vorwahl: 06302
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 503
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Jakobstraße 29
67722 Winnweiler
Website: www.winnweiler.de
Ortsbürgermeister: Rudolf Jacob (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Winnweiler im Donnersbergkreis
ObermoschelNiedermoschelUnkenbachFinkenbach-GersweilerWaldgrehweilerSchiersfeldSittersAlsenzOberndorf (Pfalz)Mannweiler-CöllnWinterborn (Pfalz)Kalkofen (Pfalz)Niederhausen an der AppelMünsterappelOberhausen an der AppelGaugrehweilerSeelenRathskirchenTeschenmoschelBisterschiedRansweilerStahlbergBayerfeld-SteckweilerSankt Alban (Pfalz)GerbachWürzweilerRuppertseckenDielkirchenKatzenbach (Donnersbergkreis)Schönborn (Pfalz)DörrmoschelReichsthalGundersweilerGehrweilerImsweilerRockenhausenHöringenSchweisweilerFalkenstein (Pfalz)WinnweilerLohnsfeldWartenberg-RohrbachMünchweiler an der AlsenzGonbachSippersfeldBreunigweilerImsbachBörrstadtSteinbach am DonnersbergRamsen (Pfalz)KerzenheimEisenberg (Pfalz)GöllheimDreisenStandenbühlLautersheimBiedesheimOttersheimBubenheim (Pfalz)ZellertalEinselthumImmesheimAlbisheim (Pfrimm)RüssingenWeitersweilerMarnheimBennhausenJakobsweilerDannenfelsBolandenKirchheimbolandenMörsfeldKriegsfeldOberwiesenOrbisMorschheimIlbesheim (Donnersbergkreis)Bischheim (Donnersberg)RittersheimStetten (Pfalz)GauersheimLandkreis Bad KreuznachLandkreis Alzey-WormsLandkreis KuselLandkreis KaiserslauternLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild

Winnweiler ist die gemessen an der Einwohnerzahl viertgrößte Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz und ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde, der sie auch angehört. Winnweiler ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Winnweiler liegt im zum Saar-Nahe-Bergland gehörenden Nordpfälzer Bergland. Im Südosten hat die Gemeinde Anteil an den nördlichen Ausläufern des Pfälzerwaldes. Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile

Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Falkenstein, Imsbach, Börrstadt, Sippersfeld, Gonbach, Münchweiler an der Alsenz, Lohnsfeld, Otterberg, Höringen und Schweisweiler.

Erhebungen und GewässerBearbeiten

 
Lohnsbach innerhalb von Winnweiler

Im südöstlichen Gebiet der Gemarkung erstreckt sich an der Gemarkungsgrenze zu Börrstadt und Sippersfeld der insgesamt 400,6 Meter hohe Bocksrück. Die Alsenz durchfließt die Gemeinde in Süd-Nord-Richtung. Vor Ort nimmt sie mehrere Nebenflüsse auf, darunter der Lohnsbach.

GeschichteBearbeiten

Erstmals erwähnt wurde die Ortschaft 891 als „Winidowilari“ (Siedlung der Wenden)[4]. Später gehörte die Ansiedlung viele Jahrhunderte zur Grafschaft Falkenstein, wurde dann lothringisch und gelangte bis zur Französischen Revolution an die Habsburger. In dieser Zeit war es Sitz des Oberamtes Winnweiler und gehörte seit 1782 zum Landesteil Vorderösterreich. 1797 wurde der Teilort Hochstein, der schon seit der ersten Erwähnung 891 zu Winnweiler gehörte, eine selbständige Gemeinde.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Winnweiler in den gleichnamigen Kanton eingegliedert. 1815 gehörte der Ort zunächst erneut zu Österreich. Ein Jahr später wurde er Bayern zugeschlagen. Von 1818 bis 1862 war Hochstein Bestandteil des Landkommissariat Kaiserslautern, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde. Am 1. Dezember 1900 wechselte die Gemeinde in das neu geschaffene Bezirksamt Rockenhausen.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Rockenhausen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Winnweiler Teil der französischen Besatzungszone und wurde 1946 Teil des neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde Hochstein am 7. Juni 1969 wieder ein Ortsteil von Winnweiler; zeitgleich wechselte es in den neu geschaffenen Donnersbergkreis. Drei Jahre später wurde die Stadt Sitz der ebenfalls neu gebildeten gleichnamigen Verbandsgemeinde. Am 10. Juni 1979 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Alsenbrück-Langmeil und Potzbach eingemeindet.[5]

BevölkerungBearbeiten

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Winnweiler bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 1.989
1835 2.829
1871 2.874
1905 2.979
1939 2.744
1950 3.123
Jahr Einwohner
1961 3.474
1970 3.566
1987 3.744
2005 4.799
2011 4.736
2017 4.748
 
Einwohnerentwicklung von Winnweiler von 1815 bis 2017

ReligionBearbeiten

Die einst vor Ort ansässige jüdische Gemeinde besaß eine Synagoge, die 1938 den Novemberpogromen zum Opfer fiel

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Winnweiler besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU GRÜNE FDP Gesamt
2014 6 9 3 2 20 Sitze
2009 6 8 3 3 20 Sitze
2004 8 7 2 3 20 Sitze

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Silber ein bewurzelter grüner Eichenbaum mit zwei goldenen Eicheln in goldenen Eichenschüsseln.“

GemeindepartnerschaftBearbeiten

Die französische Partnergemeinde von Winnweiler ist die Gemeinde Saint-Laurent-Nouan.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

KulturBearbeiten

 
Das Kriegerdenkmal bei Winnweiler

Der jüdische Friedhof, der Ortskern, der Schlossbezirk, der Friedhof, die Eisenschmelz samt Frühindustriepark Gienanth und die Hauptstraße im Ortsteil Potzbach sind als Denkmalzonen ausgewiesen.

Hinzu kommen zahlreiche Einzelobjekte, die unter Denkmalschutz stehen, darunter die protestantische Pfarrkirche und die katholische Herz-Jesu-Kirche.

Östlich des Ortes steht auf dem Leisbühl ein 1933 errichtetes Kriegerdenkmal, in dessen halboffenem Hallenbau eine überlebensgroße Soldatenfigur sowie Gedenktafeln mit Namen von Gefallenen an die beiden Weltkriege erinnern. An der Nordecke des quadratischen Baus befindet sich ein angebauter 12,5 m[7] hoher Treppenturm, der zu einer 8,5 m[7] hoch liegenden Aussichtsplattform über dem Hallenbau führt. Von dieser hat man einen guten Ausblick in Richtung Winnweiler und Umgebung.

NaturBearbeiten

Vor Ort befinden sich insgesamt vier Naturdenkmale. Die Gemeinde liegt am Rand des Landschaftsschutzgebietes „Donnersberg“.

SportBearbeiten

Bekanntester Sportverein des Ortes ist der ASV Winnweiler. Der 1910 gegründete Verein stieg in der Saison 2014/15 erstmals in der Vereinshistorie in die Verbandsliga Südwest auf. Neben der ersten und zweiten Herrenmannschaft treten auch eine Altherren-Mannschaft, eine Frauenmannschaft sowie mehrere Jugendmannschaften an. Austragungsort der Spiele ist der Kunstrasenplatz am Rauhen Weg, der 2014 anstelle des Hartplatzes Rote Erde errichtet wurde.[8]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

UnternehmenBearbeiten

In der Pfalz bekannt ist das Bier der ortsansässigen Privatbrauerei Bischoff. Die Firma Mobotix entwickelt und fertigt seit 2009 ihre IP-Kameras im Gewerbepark Langmeil.

VerkehrBearbeiten

 
2006 aufgelassener Bahnhof Langmeil (Pfalz)
Straße

Winnweiler ist über die Bundesautobahn 63 (MainzKaiserslautern) und die Bundesstraße 48 (Bingen am RheinBad Bergzabern) an das überregionale Straßennetz angebunden. Der Streckenabschnitt Bingen–Winnweiler war dabei bereits eine Reichsstraße (R 40).

Schiene

Winnweiler verfügt über einen Bahnhof an der Alsenztalbahn; dieser wurde 1870 als nördlicher Endpunkt eröffnet, eher im Folgejahr die Strecke bis nach Münster durchgebunden wurde. Die Züge verkehren in der Relation Kaiserslautern–Bingen.

Außerdem war in Langmeil ein Bahnhof vorhanden, der allerdings seit Dezember 2006 nicht mehr bedient wird, da die Nachfrage aufgrund der besser gelegenen Bahnhöfe Winnweiler und Enkenbach sowie seit der Eröffnung des Haltepunkts Münchweiler an der Alsenz im Jahr 1999 deutlich zurückgegangen war. Hier zweigt die Zellertalbahn (Monsheim–Langmeil) ab. Diese Strecke wird seit einigen Jahren an Sonn- und Feiertagen im Sommer wieder für den Ausflugsverkehr genutzt. Hierbei fahren die Züge von Monsheim über Langmeil nach Hochspeyer.

TourismusBearbeiten

 
Die Igelborner Hütte der Ortsgruppe Winnweiler des Pfälzerwald-Vereins

Durch Winnweiler verlaufen der Alsenz-Radweg und der Pfälzer Höhenweg.

BildungBearbeiten

Neben der Montessori-Grundschule bietet der Ort noch die Realschule plus Albert-Schweitzer-Schule. Darüber hinaus gibt es im Ort das Wilhelm-Erb-Gymnasium, eine ehemalige Lateinschule. Die nächste Universitätsstadt ist Kaiserslautern.

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

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  • Karl Iselborn
  • Robert Simon
  • Werner Rasche

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Personen, die im Ort gewirkt habenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Einzelnachweise und AnmerkungenBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 145 (PDF; 3 MB).
  4. Wolfgang Haubrichs: Winnweiler und Umgebung im Jahre 891, in: Werner Rasche, Ortsgeschichte von Winnweiler mit Alsenbrück-Langmeil, Hochstein und Potzbach, Winnweiler 1991
  5. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 182 (PDF; 2,8 MB).
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. a b Höhenangaben laut privat durchgeführten Messungen
  8. ASV Winnweiler 2015