Hauptmenü öffnen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Sippersfeld
Sippersfeld
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Sippersfeld hervorgehoben

Koordinaten: 49° 33′ N, 7° 56′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Winnweiler
Höhe: 302 m ü. NHN
Fläche: 13,23 km2
Einwohner: 1104 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67729
Vorwahl: 06357
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 071
Adresse der Verbandsverwaltung: Jakobstraße 29
67722 Winnweiler
Website: www.sippersfeld.de
Ortsbürgermeisterin: Martina Lummel-Deutschle (FWG)
Lage der Ortsgemeinde Sippersfeld im Donnersbergkreis
ObermoschelNiedermoschelUnkenbachFinkenbach-GersweilerWaldgrehweilerSchiersfeldSittersAlsenzOberndorf (Pfalz)Mannweiler-CöllnWinterborn (Pfalz)Kalkofen (Pfalz)Niederhausen an der AppelMünsterappelOberhausen an der AppelGaugrehweilerSeelenRathskirchenTeschenmoschelBisterschiedRansweilerStahlbergBayerfeld-SteckweilerSankt Alban (Pfalz)GerbachWürzweilerRuppertseckenDielkirchenKatzenbach (Donnersbergkreis)Schönborn (Pfalz)DörrmoschelReichsthalGundersweilerGehrweilerImsweilerRockenhausenHöringenSchweisweilerFalkenstein (Pfalz)WinnweilerLohnsfeldWartenberg-RohrbachMünchweiler an der AlsenzGonbachSippersfeldBreunigweilerImsbachBörrstadtSteinbach am DonnersbergRamsen (Pfalz)KerzenheimEisenberg (Pfalz)GöllheimDreisenStandenbühlLautersheimBiedesheimOttersheimBubenheim (Pfalz)ZellertalEinselthumImmesheimAlbisheim (Pfrimm)RüssingenWeitersweilerMarnheimBennhausenJakobsweilerDannenfelsBolandenKirchheimbolandenMörsfeldKriegsfeldOberwiesenOrbisMorschheimIlbesheim (Donnersbergkreis)Bischheim (Donnersberg)RittersheimStetten (Pfalz)GauersheimLandkreis Bad KreuznachLandkreis Alzey-WormsLandkreis KuselLandkreis KaiserslauternLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Krebsweiher auf Gemarkung von Sippersfeld

Die Ortsgemeinde Sippersfeld liegt im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Winnweiler an, innerhalb der sie gemessen mit der Einwohnerzahl die drittgrößte Ortsgemeinde darstellt.

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Der Ort liegt am Rand des Naturparks Pfälzerwald, am Übergang des Pfälzerwaldes zum Nordpfälzer Bergland. Über 60 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet.[2] Zu Sippersfeld gehört der Wohnplatz Pfrimmerhof.[3] Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Börrstadt, Breunigweiler, Kerzenheim, Enkenbach-Alsenborn, Neuhemsbach, Gonbach und Winnweiler.

Erhebungen und GewässerBearbeiten

Im nordwestlichen Gemeindegebiet erstreckt sich an der Gemarkungsgrenze zu Winnweiler und Börrstadt der insgesamt 400,6 Meter hohe Bocksrück. Im Osten der Gemarkung an der Grenze zu Kerzenheim erhebt sich der 377,1 Meter hohe Pfrimmerberg. Im östlichen Gemeindegebiet entspringt die in diesem Bereich in Süd-Nord-Richtung verlaufende Pfrimm. Kurze Zeit später nimmt sie von links den Bruchbach auf und durchfließt danach den Krebsweiher. Östlich des Siedlungsgebiets entspringt der Sippersfelder Bach; sein Mündungsbereich in die Pfrimm befindet sich bereits jenseits der Gemeindegemarkung.

GeschichteBearbeiten

Sippersfeld wurde im Jahr 1019 als „Sipperadesvelt“ (nach einer anderen Quelle „Syperadesfeld“) in einer Urkunde des Mainzer Erzbischofs Erkanbald erstmals erwähnt. Sippersfeld wurde der Kirche zu Münchweiler („Minchwillera“) zugewiesen.[4]

Der Name bedeutet Feld des Sintperath (Simprecht, Sindbert, Simper).[5]

Im Jahr 1190 hatte Werner II. von Bolanden den ganzen Wald, der zu Sippersfeld gehört, von dem Grafen von Saarwerden zu Lehen. Graf Heinrich II. von Zweibrücken, Herr zu Stauf, und seine Gemahlin Agnes, schenkten 1248 dem Kloster Rosenthal ihr Gut zu Sippersfeld.[4] Später gehörte der Ort bis Endes des 18. Jahrhunderts zur Herrschaft Kirchheim und Stauf.

Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Region besetzt und nach dem Frieden von Campo Formio (1797) annektiert. Von 1798 bis 1814 gehörte das Dorf zum französischen Departement Donnersberg und war dem Kanton Winnweiler zugeordnet. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen und einem Tauschvertrag mit Österreich kam die Region 1816 zum Königreich Bayern. Ab 1818 war die Gemeinde Sippersfeld dem Landkommissariat Kaiserslautern im bayerischen Rheinkreis, später dem Bezirksamt Kaiserslautern zugeordnet, aus dem 1938 der Landkreis Kaiserslautern hervorging. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Sippersfeld Teil der Französischen Besatzungszone und wurde in das 1946 neu gebildete Land Rheinland-Pfalz eingegliedert. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort in den neu geschaffenen Donnersbergkreis; drei Jahre später wurde die Gemeinde in die ebenfalls neu entstandene Verbandsgemeinde Winnweiler eingegliedert.

BevölkerungBearbeiten

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Die Werte von 1871 bis 1987 der Entwicklung der Einwohnerzahl von Sippersfeld beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 458
1835 759
1871 803
1905 749
1939 787
Jahr Einwohner
1950 873
1961 918
1970 905
1987 938
2005 1.187

ReligionBearbeiten

Sippersfeld bildet zusammen mit Breunigweiler und Neuhemsbach eine evangelische Kirchengemeinde.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Sippersfeld besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl SPD CDU FWG WMG Gesamt
2019[6] 7 9 16 Sitze
2014[7] per Mehrheitswahl 16 Sitze
2009 6 10 16 Sitze
2004 5 2 9 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Sippersfeld e. V.
  • WMG = Wir.Machen.Gemeinsam. Die Wählergemeinschaft Sippersfeld e. V.

BürgermeisterBearbeiten

Ortsbürgermeisterin ist Martina Lummel-Deutschle (FWG). Sie wurde bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 mit einem Stimmenanteil von 53,74 % gewählt und folgte damit Uli Kolb (FWG), der nach 15 Jahren Amtszeit nicht mehr erneut angetreten war.[8]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Geteilt von Blau und Rot; oben im mit goldenen Schindeln bestreuten Feld ein goldener Löwe, rot bewehrt und rot gezungt, unten ein aufrechter goldener Pfeil belegt von gekreuztem goldenen Schwert und goldenem Krummstab“

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

KulturdenkmälerBearbeiten

 
Denkmalgeschützte protestantische Pfarrkirche

In Sippersfeld stehen insgesamt 19 Objekte unter Denkmalschutz. Ortsbildprägend ist die protestantische Pfarrkirche aus dem Jahr 1768 mit ihrem gotischen Chorturm aus dem 14. Jahrhundert.

NaturBearbeiten

Vor Ort befinden sich insgesamt drei Naturdenkmale. Südöstlich der Ortslage liegt das 1986 unter Schutz gestellte Naturschutzgebiet Sippersfelder Weiher mit vier Weihern und der Quelle der Pfrimm. An letzterer befindet sich der Ritterstein 290, der die Aufschrift „Pfrimm-Ursprung 1927“ trägt. Westlich des Siedlungsgebiets steht ein Menhir.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Im Norden der Gemarkung befindet sich der 2014 in Betrieb genommene Windpark Bocksrück, der teilweise bereits auf der Gemarkung von Börrstadt liegt.

VerkehrBearbeiten

Westlich von Sippersfeld verläuft die B 48, die auch zur A 63 (KaiserslauternMainz) führt. In Münchweiler an der Alsenz befindet sich ein Bahnhof der Alsenztalbahn. Durch den Ort selbst führt die Landesstraße 394, die ihn mit Dannenfels und Enkenbach-Alsenborn verbindet. Die Kreisstraße 39 verbindet Sippersfeld mit Winnweiler und die Kreisstraße 40 mit Münchweiler an der Alsenz. Die Kreisstraße 42 dient der Anbindung des Pfrimmerhofs und die Kreisstraße 43 führt nach Börrstadt.

Söhne und TöchterBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2017[Version 2019 liegt vor]. S. 92 (PDF; 1,9 MB).
  4. a b Adolph Köllner: Geschichte der Herrschaft Kirchheim-Boland und Stauf, Wiesbaden 1854, S. 261 (Google Books)
  5. Hermann Schreibmüller: Burg und Herrschaft Stauf in der Pfalz, Band 2, Kaiserslautern: Thieme, 1914. S. 16 (www.dilibri.de)
  6. Der Landeswahlleiter RLP: Gemeinderatswahl 2019 Sippersfeld. Abgerufen am 1. September 2019.
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. Der Landeswahlleiter RLP: Direktwahlen 2019. siehe Winnweiler, Verbandsgemeinde, zehnte Ergebniszeile. Abgerufen am 1. September 2019.