Unai Emery

spanischer Fußballtrainer

Unai Emery Etxegoien (* 3. November 1971 in Hondarribia, Spanien) ist ein ehemaliger spanischer Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer.

Unai Emery
Unai Emery - Sevilla.jpg
Unai Emery (2016)
Personalia
Name Unai Emery Etxegoien
Geburtstag 3. November 1971
Geburtsort HondarribiaSpanien
Größe 181 cm
Position Linker Mittelfeldspieler
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1990–1996 Real Sociedad B 39 (2)
1995–1996 Real Sociedad 5 (1)
1996–2000 CD Toledo 127 (2)
2000–2002 Racing de Ferrol 51 (7)
2002–2003 CD Leganés 28 (0)
2003–2005 Lorca Deportiva 31 (1)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2004–2006 Lorca Deportiva
2006–2008 UD Almería
2008–2012 FC Valencia
2012 Spartak Moskau
2013–2016 FC Sevilla
2016–2018 Paris Saint-Germain
2018–2019 FC Arsenal
2020– FC Villarreal
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Vor seiner Trainerkarriere spielte er unter anderem in der zweiten spanischen Liga. Nach einigen Jahren beim FC Valencia führte er den FC Sevilla zwischen 2013 und 2016 dreimal hintereinander zum historischen Triumph in der UEFA Europa League.

Seit Juli 2020 ist er Cheftrainer des FC Villarreal.[1]

Vor der TrainerkarriereBearbeiten

Unai Emery stammt aus einer Familie von Fußballtorhütern aus dem baskischen Hondarribia. Er ist der Enkel von Pajarito Emery („Vögelchen“), der in den 1920er- und 1930er-Jahren Torhüter von Real Unión Irún war und der zweimal die Copa del Rey gewann. Sein Vater war Profitorhüter bei Deportivo La Coruña und Recreativo Huelva, einer seiner Onkel war Torhüter bei CD Logroñés und Real Unión.

Emery spielte hauptsächlich in der Segunda División, der zweithöchsten spanischen Spielklasse, und in der Segunda División B, der dritthöchsten Spielklasse.

Karriere als TrainerBearbeiten

Lorca DeportivaBearbeiten

In der Saison 2004/05 spielte Emery noch aktiv bei Lorca Deportiva. Während der Saison wurde er Nachfolger seines entlassenen Trainers. Einige Monate später gelang der Aufstieg in die Segunda División.

In der folgenden Saison 2005/06 spielte Lorca entgegen allen Erwartungen bis zum Schluss um den Aufstieg in die Primera División mit.

UD AlmeríaBearbeiten

Zur Saison 2006/07 wechselte Emery zu UD Almería. Dort stieg er als Tabellenzweiter am Saisonende auf und schied in der Copa del Rey 2006/07 schied er in der dritten Runde gegen den FC Malaga aus.

In der Saison 2007/08 belegte er mit UD Almería am Saisonende den achten Platz in der Primera División, während er in der Copa del Rey 2007/08, in der Runde der letzten 32, gegen UD Levante ausschied.

 
Unai Emery (2011)

FC ValenciaBearbeiten

Zur Saison 2008/09 übernahm Emery den Trainerposten beim FC Valencia und wurde damit der jüngste Trainer der Vereinsgeschichte.

In seiner ersten Saison führte er den FC Valencia auf Platz 6 der Primera Division und qualifizierte sich so für die Europa-League im nächsten Jahr, außerdem schied man in der Copa del Rey 2008/09 im Viertelfinale, gegen den FC Selvilla und im UEFA-Pokal 2008/09, nach erfolgreicher Gruppenphase, in der Runde der letzten 32 gegen Dynamo Kiew, aus.

Die Primera Division 2009/10 konnte er dann auf dem Champions-League-Qualifikationsrang 4 abschließen. Des Weiteren wurde, in der Europa-League 2009/10 diesmal, nach dem ersten Platz in der Gruppenphase und nach Siegen, in der K.o.-Phase, gegen den FC Brügge und Werder Bremen, das Viertelfinale erreicht, welches man gegen den späteren Sieger Atletico Madrid verlor. In der Copa del Rey 2009/10 schied man gegen Deportivo La Coruña, diesmal im Achtelfinale, aus.

Die Premera Division 2010/11 beendete man auf dem Dritten Platz und konnte sich so im Vergleich zum Vorjahr noch einmal steigern. In der Copa del Rey 2010/11 war wie im Vorjahr im Achtelfinale, nach einem Spiel gegen den FC Villareal, Schluss und in der Champions-League 2010/11 überstand man eine Gruppe mit unter anderem Manchester United, um im Achtelfinale gegen den FC Schalke 04 auszuscheiden.

Emery war bei den Fans jedoch umstritten, nicht zuletzt durch Unstimmigkeiten mit Vereinslegende Vicente Rodríguez, den er vor der Saison 2010/11 als Kapitän nominierte, jedoch nur noch sporadisch einsetzte und später suspendierte. Emerys auslaufender Vertrag wurde nach der Saison 2010/11 um ein Jahr verlängert. Anschließend wurde ihm jedoch kein neuer Vertrag angeboten und Mauricio Pellegrino als neuer Cheftrainer verpflichtet.

In seinem letzten Jahr erreichte er in der Primera Division 2011/12 noch einmal den Dritten und somit einen Champions-League-Qualifikationsrang. In der Copa del Rey 2011/12 war es dieses Mal das Halbfinale, in dem Valencia unter Emery gegen den späteren Sieger FC Barcelona ausschied und in der Champions-League 2011/12 kam man über einen dritten Platz in der Gruppe, hinter dem späteren Sieger FC Chelsea und Bayer 04 Leverkusen, in die Europa-League. in der Europa-League 2011/12, setzte man sich erst gegen Stoke City, PSV Eindhoven und AZ Alkmaar durch, schied dann jedoch im Halbfinale wieder, gegen den späteren Sieger Atletico Madrid aus.

Spartak MoskauBearbeiten

Emery wurde zur Saison 2012/13 neuer Trainer des russischen Erstligisten Spartak Moskau. Er unterzeichnete einen bis zum Sommer 2014 laufenden Vertrag,[2] wurde jedoch bereits Ende November 2012 wegen Erfolglosigkeit wieder entlassen.[3]

FC SevillaBearbeiten

Im Januar 2013 wurde Emery Nachfolger von Míchel beim FC Sevilla,[4]

Zu diesem Zeitpunkt stand Sevilla mit 22 Punkten aus 19 Spielen der Hinrunde auf Platz 12. Emery holte 28 Punkte aus der Rückrunde und beendete die Saison als Neunter. Im Copa del Rey 2012/13 führte Emery sein Team noch ins Halbfinale, welches er gegen den späteren Sieger Atletico Madrid verlor. Da der Sechstplatzierte FC Malaga von allen europäischen Wettbewerben ausgeschlossen wurde und der Achtplatzierte Rayo Vollecano keine Lizenz erhielt, durfte Sevilla in der nächsten Saison in der Europa-League starten.

Die nächste Saison beendete Emery dann auf Platz 6, während er in der Copa del Rey 2013/14 im Achtelfinale an Racing Santander scheiterte. In der Europa-League 2013/14 gewann man, nach erfolgreicher Gruppenphase, gegen NK Maribor, schmiss den Stadtrivalen Betis Selvilla aus dem Wettbewerb und zog über das Viertelfinale, gegen den FC Porto, in das Halbfinale gegen Emerys Ex-Club FC Valencia ein. Gegen Valencia kam man dank der Auswärtstorregel weiter und traf im Finale auf Benfica Lissabon. Das Finale gewann man im Elfmeterschießen und so gewann Emery seinen ersten Titel.

Die Primera Division 2014/15 beendete man diesmal auf dem 5. Platz. In der Copa del Rey 2014/15 scheiterte man im Viertelfinale an Espanyol Barcelona. Die Europa-League 2014/15 konnte man verteidigen. Das Finale gewann man gegen FK Dnipro. So konnte man sich im nächsten Jahr für die Champions-League qualifizieren.

In Emerys letzter Saison als Sevilla-Trainer holte er den 7. Platz in der Primera Division 2015/16 und zog ins Finale der Copa del Rey 2015/16 ein, welches man gegen den FC Barcelona, nach Verlängerung, verlor. In der Champions League 2015/16 wurde man Gruppendritter, hinter Juventus Turin und Manchester City, jedoch vor Borussia Mönchengladbach. Als Gruppendritter zog Emery dann in die K.o.-Phase der Europa-League 2015/16 ein und schaffte es im Finale gegen den FC Liverpool mit 3:1 zu gewinnen. Emery gewann damit zum dritten Mal in Folge diesen Wettbewerb. Ein solcher Dreifachtriumph im Europapokal war zuletzt 38 Jahre zuvor Bob Paisley mit dem FC Liverpool gelungen.

Paris Saint-GermainBearbeiten

Zur Saison 2016/17 übernahm Emery das Ligue-1-Team von Paris Saint-Germain von Laurent Blanc. Er erhielt einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2018.[5]

Mit PSG wurde er in seiner ersten Saison Vizemeister auf Platz 2 hinter der AS Monaco und gewann neben dem französischen Supercup auch den Coupe de la Ligue 2016/17 im Finale gegen die AS Monaco und die Coupe de France 2016/17, nachdem man die AS Monaco im Halbfinale ausschaltete, im Finale gegen die SCO Angers. in der Champions League war im Achtelfinale gegen den FC Barcelona Schluss.

In seiner zweiten und letzten Saison gewann er den nationalen Supercup, gegen Monaco, den Coupe de la Ligue 2017/18 ebenfalls im Finale gegen die AS Monaco und die Coupe de France 2017/18 gewann man im Finale gegen VF Les Herbies. In diesen Jahr gewann Emery nun auch die französische Fußball-Meisterschaft 2017/18 und somit alle vier nationalen Titel. In der Champions League 2017/18 war unter ihm zum zweiten Mal in Folge im Achtelfinale Schluss. Dieses Mal schied PSG unter Emery gegen den späteren Sieger Real Madrid aus.

Nach zwei Jahren trennten sich Paris Saint-Germain und Unai Emery mit sieben gewonnenen nationalen Titeln und weil er die Champions League nicht gewinnen konnte. Sein Nachfolger bei Paris Saint-Germain wurde der deutsche Coach Thomas Tuchel.

FC ArsenalBearbeiten

Zur Saison 2018/19 trat Emery die Nachfolge von Arsène Wenger beim FC Arsenal an.[6]

Seine Debütsaison in der Premier-League beendete er auf Platz 5, mit einem Punkt hinter dem Vierten und somit Champions-League-Teilnehmer des nächsten Jahres. So qualifizierte sich Emery mit den Gunners für die Europa-League in der nächsten Saison. Im FA-Cup 2018/19 scheiterte man in der fünften Hauptrunde an Manchester United und im EFL-Cup 2018/19 verlor man das Viertelfinale gegen Tottenham Hotspur.

Nach 13 Spielen stand man in der Premier-League 2019/20 mit 18 Punkten und 8 Punkte Rückstand auf die Champions-League-Ränge bzw. Punktgleich zu den Europa-League Rängen Sechs und Sieben, als Achtplatzierter da. In der Europa-League 2019/20 war man Gruppenerster, im EFL-Cup 2019/20, im Achtelfinale, gegen den FC Liverpool ausgeschieden und im FA-Cup 2019/20 noch vertreten. Dennoch führte eine 1:2-Heimniederlage im Spiel in der Europa-League 2019/20 gegen Eintracht Frankfurtam 29. November 2019 zu Emerys Entlassung.[7]

FC VillarealBearbeiten

Zur Saison 2020/21 kehrte Emery in die spanische Liga zurück. Er unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023 beim FC Villareal.

ErfolgeBearbeiten

 
Unai Emery als Trainer des FC Sevilla (2016)

Als Spieler gewann Emery keine Titel. Als Trainer kann er diese Erfolge vorweisen:

WeblinksBearbeiten

Commons: Unai Emery – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Unai Emery. 23. Juli 2020, abgerufen am 23. Juli 2020.
  2. Emery steigt bei Spartak ein. kicker.de, 10. Juni 2012, abgerufen am 13. Dezember 2016.
  3. Dynamo schießt Emery aus dem Amt. kicker.de, 26. November 2012, abgerufen am 13. Dezember 2016.
  4. Del Nido setzt Michel vor die Tür und holt Emery. kicker.de, 15. Januar 2013, abgerufen am 13. Dezember 2016.
  5. Unai Emery named new coach of Paris Saint-Germain. Meldung von Paris Saint-Germain, 28. Juni 2016, abgerufen am 13. Dezember 2016.
  6. Welcome Unai, 23. Mai 2018, abgerufen am 11. Juli 2018.
  7. Unai Emery leaves Club, Arsenal.com, abgerufen am 29. November 2019
  8. PSG siegt dank Eigentor in der Nachspielzeit spiegel.de, vom 28. Mai 2017