Hannelore Werner

deutsche Motorsportlerin
Hannelore Werner (1969)
Hannelore Werner 1969 im Olympic-Formel-V

Hannelore Werner (* 17. Januar 1942 in Hürth) war in den 1960er- und frühen 1970er-Jahren eine bekannte Motorsportlerin in Deutschland. Sie stieg bis in die Formel 2 auf.

WerdegangBearbeiten

Hannelore Werner wurde im Ortsteil Hermülheim der Stadt Hürth geboren. Die ersten Kontakte mit dem Motorsport machte sie im DKW F 11. Danach sammelte sie Erfahrung in der Formel V 1300, in der Formel 3 und der Formel 2. Von 1979 bis zu seinem Tod im Jahr 2000 war sie mit dem Unternehmer Günther Hennerici verheiratet, dem Eigner des in den 1970er-Jahren aktiven Motorsportteams Eifelland. Sie hat zwei Söhne und eine Tochter. Von Beruf ist sie Zahntechnikerin. Einige Jahre lebte sie in dem Wallfahrtsort St. Jost bei Langenfeld in der Eifel und betrieb eine kleine Gaststätte. Danach zog sie nach Boos, unweit vom Nürburgring.

ErfolgeBearbeiten

  • Über ein Rennen, das Hannelore Werner mit 20 Jahren 1962 im Rahmen des Internationalen DKW-Silberschildrennens auf dem Nürburgring in einem AU 1000 S fuhr, heißt es:

„Im Rennen kollidierte sie mit einem Teilnehmer. Danach blockierte der schleifende Kotflügel das rechte Hinterrad. Hannelore Werner löste auf der Strecke mit bloßen Händen den Kotflügel und machte sich danach auf die Verfolgungsjagd. Sie konnte das Rennen noch auf dem 5. Platz in ihrer Gruppe beenden.“[1]

  • Im Formel-2-Rennen am 2. August 1970 auf dem Nürburgring, das anstelle des nach Hockenheim verlegten Großen Preises von Deutschland ausgetragen wurde, belegte Hannelore Werner mit einem March 702 Platz zwei hinter Xavier Perrot. Sie fuhr das Rennen über 10 Runden (228,35 km) in 1:27:21,1 Stunden. Die Plätze drei bis sechs belegten Alistair Walker, Brian Cullar, Graham Birrell und Derek Bell.[2]
  • 1969 gewann sie auf BMW den Vorläufer des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring, die 24-Stunden-Dauer-Leistungsprüfung, zusammen mit Copilot Rüdiger Faltz.[3]

StatistikBearbeiten

Einzelergebnisse in der Sportwagen-WeltmeisterschaftBearbeiten

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22
1963 Hannelore Werner DKW Junior Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigte Staaten  SEB Italien  TAR Belgien  SPA Italien  MAI Deutschland  NÜR Italien  CON Deutschland  ROS Frankreich  LEM Italien  MON Deutschland  WIS Frankreich  TAV Deutschland  FRE Italien  CCE Vereinigtes Konigreich  RTT Schweiz  OVI Deutschland  NÜR Italien  MON Italien  MON Frankreich  TDF Vereinigte Staaten  BRI
DNF
1964 Hannelore Werner Auto Union Junior Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  TAR Italien  MON Belgien  SPA Italien  CON Deutschland  NÜR Deutschland  ROS Frankreich  LEM Frankreich  REI Deutschland  FRE Italien  CCE Vereinigtes Konigreich  RTT Schweiz  SIM Deutschland  NÜR Italien  MON Frankreich  TDF Vereinigte Staaten  BRI Vereinigte Staaten  BRI Frankreich  PAR
DNF
1965 Hannelore Werner DKW Junior Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  BOL Italien  MON Italien  MON Vereinigtes Konigreich  RTT Italien  TAR Belgien  SPA Deutschland  NÜR Italien  MUG Deutschland  ROS Frankreich  LEM Frankreich  REI Italien  BOZ Deutschland  FRE Italien  CCE Schweiz  OVI Deutschland  NÜR Vereinigte Staaten  BRI Vereinigte Staaten  BRI
23
1968 Willy Zanders Porsche 911 Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigtes Konigreich  BRH Italien  MON Italien  TAR Deutschland  NÜR Belgien  SPA Vereinigte Staaten  WAT Osterreich  ZEL Frankreich  LEM
15
1970 Turbo-May Ford Capri Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigtes Konigreich  BRH Italien  MON Italien  TAR Belgien  SPA Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Vereinigte Staaten  WAT Osterreich  ZEL
DNF

LiteraturBearbeiten

  • Hermann Harster: Gib Gas, Liebling. Mit Tips von Hannelore Werner und Rainer Günzler. Ullstein Verlag, Frankfurt 1970.

WeblinksBearbeiten

Commons: Hannelore Werner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Übersicht über Rennen auf der Südschleife des Nürburgrings (Memento vom 24. Februar 2005 im Internet Archive). abgerufen am 28. April 2009
  2. auto motor und sport, Heft 17/1970, S. 87 und 100
  3. Ergebnistabellen des 3. Int. ADAC-24-Stunden-Rennens, Nürburgring, 1969 (abgerufen am 15. April 2011)