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KarriereBearbeiten

Nicolas Koob kam als Sohn eines Busunternehmers in Bettborn, einem Ortsteil der Gemeinde Préizerdaul, zur Welt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs machte er eine Ausbildung zum Mechaniker und arbeitete danach als Taxi- und Busfahrer.

Mit dem Motorsport kam er spät in Berührung. 1957 erwarb er einen Triumph TR3, mit dem er bei nationalen Rallyes an den Start ging. International zum ersten Mal in Erscheinung trat er 1962, als er beim 1000-km-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings am Start war. Gemeinsam mit dem Deutschen Bruno Rente fuhr er einen Porsche 718 GTR, schied jedoch durch Defekt aus. Bis Mitte der 1970er-Jahre bestritt er vor allem Langstreckenrennen. Er war mehrmals beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps und beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans als Fahrer und Teamchef einer kleinen Rennmannschaft gemeldet. In Spa war seine beste Platzierung der sechste Gesamtrang 1967 und in Le Mans der siebte Platz 1970, gemeinsam mit Erwin Kremer im Porsche 911. 1990, im Alter von 60 Jahren, ging er in Spa noch einmal an den Start, fiel aber vorzeitig aus.

In den 1970er-Jahren war er auch als Rallyefahrer aktiv. 1976 und 1977 kam er, jeweils als Neunter, unter die ersten zehn der Schlusswertung der Rallye Monte Carlo. 1970 wurde er in Luxemburg zum Sportler des Jahres gewählt.[2]

Neben seiner Tätigkeit als Rennfahrer war Koob auch Unternehmer. 1961 übernahm er das Busunternehmen seines Vaters und eröffnete in seinem Heimatort eine Diskothek.

StatistikBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1965 Luxemburg  Equipe Grand Ducale Luxembourgeoise Alfa Romeo Giulia TZ Frankreich  Alan Finkelstein Ausfall Motorschaden
1970 Luxemburg  Écurie Luxemburg Porsche 911S Deutschland  Erwin Kremer Rang 7 und Klassensieg
1971 Luxemburg  Nicolas Koob Porsche 911S Deutschland  Erwin Kremer Osterreich  Günther Huber Rang 10
1977 Luxemburg  Nicolas Koob Porsche 934 Belgien  Willy Braillard Ecuador  Guillermo Ortega Ausfall Zylinder überhitzt

Einzelergebnisse in der Sportwagen-WeltmeisterschaftBearbeiten

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22
1962 Bruno Runte Porsche 718 Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigte Staaten  SEB Italien  MAI Italien  TAR Deutschland  BER Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Frankreich  TAV Italien  CCA Vereinigtes Konigreich  RTT Deutschland  NÜR Vereinigte Staaten  BRI Vereinigte Staaten  BRI Frankreich  PAR
DNF
1963 DKW Junior Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigte Staaten  SEB Italien  TAR Belgien  SPA Italien  MAI Deutschland  NÜR Italien  CON Deutschland  ROS Frankreich  LEM Italien  MON Deutschland  WIS Frankreich  TAV Deutschland  FRE Italien  CCE Vereinigtes Konigreich  RTT Schweiz  OVI Deutschland  NÜR Italien  MON Italien  MON Frankreich  TDF Vereinigte Staaten  BRI
DNF
1965 Nicolas Koob
Equipe Grand Ducale
Alfa Romeo TZ Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  BOL Italien  MON Italien  MON Vereinigtes Konigreich  RTT Italien  TAR Belgien  SPA Deutschland  NÜR Italien  MUG Deutschland  ROS Frankreich  LEM Frankreich  REI Italien  BOZ Deutschland  FRE Italien  CCE Schweiz  OVI Deutschland  NÜR Vereinigte Staaten  BRI Vereinigte Staaten  BRI
DNF DNF DNF
1970 Écurie Luxemburg Porsche 911 Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigtes Konigreich  BRH Italien  MON Italien  TAR Belgien  SPA Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Vereinigte Staaten  WAT Osterreich  ZEL
7
1971 Nicolas Koob Porsche 911 Argentinien  BUA Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigtes Konigreich  BRH Italien  MON Belgien  SPA Italien  TAR Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Osterreich  ZEL Vereinigte Staaten  WAT
7

WeblinksBearbeiten

  Commons: Nicolas Koob – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Nicolas Koob verstorben (französisch)
  2. Liste der Sportler des Jahres (bis 2007) (Memento vom 22. Juli 2011 im Internet Archive)