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Liste der Straßen, Plätze und Brücken in Hamburg-Altstadt

Wikimedia-Liste
Lage von Hamburg-Altstadt in Hamburg und im Bezirk Hamburg-Mitte (hellrot)

Die Liste der Straßen, Plätze und Brücken in Hamburg-Altstadt ist eine Übersicht der gegenwärtig im Hamburger Stadtteil Hamburg-Altstadt vorhandenen Straßen, Plätze und Brücken.

ÜberblickBearbeiten

In Hamburg-Altstadt (Ortsteilnummern 101 und 102) leben 2272 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2018) auf 2,4 km². Hamburg-Altstadt liegt in den Postleitzahlenbereichen 20095, 20099, 20457 und 20459.

In Hamburg-Altstadt gibt es 143 benannte Verkehrsflächen, darunter 9 Plätze, 26 Brücken, zwei Tunnel, zwei Schleusen und ein Sperrwerk. Da es sich hier um den ältesten Teil der Stadt handelt, ist die Herkunft einiger Straßennamen nicht genau belegt oder lässt mehrere, teils unterschiedliche Deutungen zu. Themengruppen wie in vielen anderen Stadtteilen gibt es nicht.

Übersicht der StraßenBearbeiten

Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über alle benannten Verkehrsflächen – Straßen, Plätze und Brücken – im Stadtteil sowie einige dazugehörige Informationen. Im Einzelnen sind dies:

  • Name/Lage: aktuelle Bezeichnung der Straße, des Platzes oder der Brücke. Über den Link (Lage) kann die Straße, der Platz oder die Brücke auf verschiedenen Kartendiensten angezeigt werden. Die Geoposition gibt dabei ungefähr die Mitte an. Bei längeren Straßen, die durch zwei oder mehr Stadtteile führen, kann es daher sein, dass die Koordinate in einem anderen Stadtteil liegt.
  • Straßenschlüssel: amtlicher Straßenschlüssel, bestehend aus einem Buchstaben (Anfangsbuchstabe der Straße, des Platzes oder der Brücke) und einer dreistelligen Nummer.
  • Länge/Maße in Metern:
    Hinweis: Die in der Übersicht enthaltenen Längenangaben sind nach mathematischen Regeln auf- oder abgerundete Übersichtswerte, die im Digitalen Atlas Nord[1] mit dem dortigen Maßstab ermittelt wurden. Sie dienen eher Vergleichszwecken und werden, sofern amtliche Werte bekannt sind, ausgetauscht und gesondert gekennzeichnet.
    Bei Plätzen sind die Maße in der Form a × b bei rechteckigen Anlagen oder a × b × c bei dreiecksförmigen Anlagen mit a als längster Kante dargestellt.
    Der Zusatz (im Stadtteil) gibt an, wie lang die Straße innerhalb des Stadtteils ist, sofern sie durch mehrere Stadtteile verläuft.
  • Namensherkunft: Ursprung oder Bezug des Namens.
  • Datum der Benennung: Jahr der offiziellen Benennung oder der Ersterwähnung eines Namens, bei Unsicherheiten auch die Angabe eines Zeitraums.
  • Anmerkungen: Weitere Informationen bezüglich anliegender Institutionen, der Geschichte der Straße, historischer Bezeichnungen, Baudenkmale usw.
  • Bild: Foto der Straße oder eines anliegenden Objektes.
Name/Lage Straßen-
schlüssel
Länge/Maße
(in Metern)
Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen Bild
Adolphsbrücke

(Lage)

A037 0055
(im Stadtteil)
nach der Lage am Adolphsplatz 1843 überquert das Alsterfleet, nördlicher Teil in Neustadt  
Adolphsplatz

(Lage)

A038 0135 × 35 Adolf IV. 1821 seit 1807 Maria-Magdalenen-Kirchhof nach dem gleichnamigen Kloster  
Alstertor

(Lage)

A116 0170 nach einem zur ältesten Stadtbefestigung gehörenden Wassertor, 1726 abgerissen 1842 Erwähnung 1346 als Beim Alstertor, seit 1843 Sitz des Thalia Theaters  
Altenwallbrücke

(Lage)

A141 0045 in Anlehnung an die Straße Alter Wall 1843 früher Schliekuutsbrücke oder Heiligen-Geist-Brücke, überquert das Mönkedammfleet  
Alter Fischmarkt

(Lage)

A150 0100 Standort des ersten Marktes und der ältesten Hafenanlage Hamburgs 1949 zur Unterscheidung des Altonaer Fischmarkts in Alter Fischmarkt umbenannt, allerdings kein Markt oder Platz, sondern eine Straße  
Alter Wall

(Lage)

A158 0345 nach dem um 1480 angelegten Stadtwall 1843  
Altländer Straße

(Lage)

A162 0200 nach den Altländer Bauern, die hier ihre Waren zum Markt brachten 1936 lt. Straßenverzeichnis in Hammerbrook, lt. Grundkarte in Altstadt  
Altstädter Straße

(Lage)

A171 0185 nach ihrer Lage im ältesten Teil der Stadt 14. Jahrhundert ursprünglicher Name: Altstädter Neustraße, 1899 geändert  
Altstädter Twiete

(Lage)

A172 0060 in Anlehnung an die benachbarte Altstädter Straße 1937  
An der Kunsthalle

(Lage)

A636 0250 der Lage nach benannt 1985 verläuft oberhalb des Glockengießerwalls als Fußweg  
Ballindamm

(Lage)

B040 0540 Albert Ballin (1857–1918), Hamburger Reeder 1947 1842 aus Brandschutt als Alsterdamm angelegt  
Barkhof

(Lage)

B069 0030 nach einer Familie von dem Berge, die hier Grundbesitz besaß, und im 13. und 14. Jahrhundert Bürgermeister und Ratsherren stellte 1909 Fußweg  
Bei dem Neuen Krahn

(Lage)

B151 0090 nach einem 1567 errichteten hölzernen Kran, 1676 abgebrannt 18. Jahrhundert  
Bei den Mühren

(Lage)

B135 0300 nach einer alten Stadtmauer (Mühren = Mauer) 13. Jahrhundert siehe auch Kurze Mühren und Lange Mühren  
Bei der Alten Börse

(Lage)

B159 0090 nach der 1558 an dieser Stelle errichteten Börse, 1842 abgebrannt 1843 Fußweg  
Bei der Petrikirche

(Lage)

B180 0050 nach der Lage an der Hauptkirche St. Petri 1843 Fußweg  
Beim Alten Waisenhause

(Lage)

B195 0025
(im Stadtteil)
nach seiner Lage am 1600 erbauten ältesten Waisenhaus Hamburgs ca. 1785 westlicher Teil (ab Schaartorschleuse) in Neustadt  
Bei St. Annen

(Lage)

B191 0025
(im Stadtteil)
zur Erinnerung an die 1869 abgebrochene St. Annenkapelle 1869 lt. Straßen- und Gebietsverzeichnis nur in der Hafencity, lt. Grundkarte nördlicher Teil in Altstadt; der zu Altstadt gehörende Teil befindet sich auf der Kornhausbrücke, die im Zuge der Straße verläuft  
Bergstraße

(Lage)

B270 0200 nach einem Berg, auf dem ein Marktplatz lag, und der zur Alster hin abfiel 1838 bis 1838 Hinter St. Peter  
Binnenhafenbrücke

(Lage)

B852 0050
(im Stadtteil)
über den Binnenhafen führend 1964 westlicher Teil in Neustadt  
Börsenbrücke

(Lage)

B448 0075 nach der Lage an der neuen Börse 1843 überbrückte das Bäckerstraßenfleet, das 1880 zugeschüttet wurde  
Brandsende

(Lage)

B556 0220 nach der Stelle, an der der Hamburger Brand gestoppt werden konnte 1843 nach dem Hamburger Brand zur Erinnerung angelegt  
Brandstwiete

(Lage)

B558 0210 nach einem Grundeigentümer Brand 1869 erstmalige Erwähnung 1403, danach bis 1869 nach verschiedenen Eigentümern benannt; kein Bezug zum Hamburger Brand  
Brodschrangen

(Lage)

B611 0030 nach Verkaufsstellen (Schrangen) für Brot 13. Jahrhundert Fußweg  
Brooksbrücke

(Lage)

B853 0025
(im Stadtteil)
nach dem Wegenamen „Brook“, zu dem die Brücke seinerzeit führte 1870 führt heute über Binnenhafen bzw. Zollkanal, südlicher Teil in der HafenCity  
Buceriusstraße

(Lage)

B894 0100 Gerd Bucerius (1906–1995), Jurist, Verleger und Politiker, Ehrenbürger Hamburgs 2006  
Bugenhagenstraße

(Lage)

B690 0210 Johannes Bugenhagen (1485–1558), deutscher Reformator, Weggefährte Martin Luthers 1909  
Burchardplatz

(Lage)

B715 0060 × 40 Johann Heinrich Burchard (1852–1912), Rechtsanwalt und Erster Bürgermeister Hamburgs 1916 der Burchardkai in Waltershof hat denselben Namensgeber  
Burchardstraße

(Lage)

B716 0300 siehe Burchardplatz 1916  
City-Hof-Passage

(Lage)

C034 0135 nach dem dort befindlichen, „City-Hof“ genannten Gebäudekomplex 1957 Fußweg; in der Passage existieren keine Geschäfte mehr  
Cremon

(Lage)

C062 0150 Herkunft nicht eindeutig geklärt; lt. Beckershaus Name von Grundeigentümern (de Cremun bzw. de Cremon), lt. Hanke auch nach der gekrümmten Lage der Straße (Krummohn = Krummer Mond) ca. 1281  
Curienstraße

(Lage)

C064 0085 nach den dort ansässigen Domkurien 1840  
Deichstraße

(Lage)

D060 0270 nach einem hier gelegenen Deich 1304 in der Deichstraße brach in der Nacht vom 4. auf den 5. Mai 1842 der Hamburger Brand aus  
Deichtorplatz

(Lage)

D061 0050 × 20 nach dem hier gelegenen Deichtor 1936 östlicher Teil in Hammerbrook  
Deichtorstraße

(Lage)

D062 0155
(im Stadtteil)
siehe Deichtorplatz 1852 lt. Straßenverzeichnis in Altstadt, lt. Grundkarte östlicher Teil ab Eisenbahnbrücke in Hammerbrook  
Deichtortunnel

(Lage)

0250 siehe Deichtorplatz 1966 führt unter dem Deichtorplatz hindurch, östliche Zufahrtsrampe in Hammerbrook, Teil der B 4  
Depenau

(Lage)

D073 0055 nach einem alten Flurnamen (ndt. deep = tief, also „tiefe Aue“) 1326  
Domstraße

(Lage)

D144 0270 nach dem dort gelegenen, Anfang des 19. Jahrhunderts abgerissenen Dom 1957  
Dornbusch

(Lage)

D159 0045 nach dem an einem dort gelegenen Wirtshaus angebrachten Weinkranz, der von den Bürgern als Dornbusch interpretiert wurde Anfang 18. Jahrhundert  
Dovenfleet

(Lage)

D171 0225 nach einem neben der Straße verlaufenden Fleet ohne Zu- und Abfluss (ndt. dof od. dov = taub, leer) Anfang 17. Jahrhundert  
Ernst-Merck-Brücke

(Lage)

0090 Ernst Merck (1811–1863), deutscher Unternehmer und Politiker 1902 Südseite in St. Georg  
Ernst-Merck-Straße

(Lage)

E228 0150
(im Stadtteil)
siehe Ernst-Merck-Brücke 1914 nur nördlicher Teil der westlichen Seite in Altstadt, der Rest in St. Georg  
Ferdinandstor

(Lage)

F088 0070
(im Stadtteil)
Ferdinand III. (1608–1657), römisch-deutscher Kaiser 1843 nördlicher Teil in St. Georg  
Ferdinandstraße

(Lage)

F089 0390 siehe Ferdinandstor um 1842  
Fischertwiete

(Lage)

F134 0050 nach im 14. Jahrhundert dort ansässigen Fischern 1916 postalische Anschrift des Chilehauses, Fußweg  
Georgsplatz

(Lage)

H008 0065 × 25 nach der damaligen Vorstadt St. Georg und der dortigen St.-Georgs-Kirche 1843  
Gerhart-Hauptmann-Platz

(Lage)

G071 0090 × 45 Gerhart Hauptmann (1862–1946), deutscher Dichter 1946 seit 1266 Pferdemarkt, bis 2000 beidseits der Mönckebergstraße, südlicher Teil seitdem Ida-Ehre-Platz  
Gertrudenkirchhof

(Lage)

G088 0085 × 35 nach der Patronin der 1842 abgebrannten St.-Gertruden-Kapelle 18. Jahrhundert  
Gertrudenstraße

(Lage)

G089 0180 siehe Gertrudenkirchhof 1843  
Glockengießerwall

(Lage)

G117 0410 nach einer an der Spitalerstraße gelegenen Geschütz- und Glockengießerei 1843 Teil des Stadtwalls und des Ring 1, östlicher Teil zwischen Spitalerstraße und Ernst-Merck-Straße in St. Georg  
Görttwiete

(Lage)

G137 0030 nach den dort ansässigen Grützmachern (Grütze = Gört) 1357 nach dem Bau der heutigen Willy-Brandt-Straße nur noch aus einem Bürgersteig und wenigen Häusern bestehend  
Graskeller

(Lage)

G204 0060
(im Stadtteil)
nach einem Keller, in dem Gras verkauft wurde Mitte 18. Jahrhundert überquert das Alsterfleet, nördlicher Teil in Neustadt  
Graskellerbrücke

(Lage)

0015
(im Stadtteil)
in Anlehnung an den benachbarten Graskeller 1843 überquert das Alsterfleet, nördlicher Teil in Neustadt  
Grimm

(Lage)

G238 0115 Herkunft nicht eindeutig geklärt; möglicherweise für „wild“ und „unwirtlich“, auch eine Ableitung vom Namen eines Fischers Grimmake wird in Betracht gezogen, des Weiteren könnte „grimm“ von „krumm“ abgeleitet sein und einen Arm der Alster meinen 1248 der Grimm war ursprünglich eine im 13. Jahrhundert besiedelte Insel im Stadtgebiet  
Große Bäckerstraße

(Lage)

G261 0110 nach dem dort ansässigen Gewerbe um 1260  
Große Johannisstraße

(Lage)

G269 0140 nach dem dort befindlichen Johanniskloster Mitte 13. Jahrhundert  
Großer Burstah

(Lage)

G275 0295 nach „Bur“ (=Bürger oder Bauer) und „Stah“ (=Gestade oder Ufer), also Bürgerufer oder -gestade nach 1450  
Große Reichenstraße

(Lage)

G271 0195 nach dem Wohnsitz von Bürgern mit Steinhäusern, die also „steinreich“ waren 13. Jahrhundert  
Hahntrapp

(Lage)

H045 0070 Herkunft nicht eindeutig; lt. Beckershaus und Hanke könnte sich der Name aus „han“ für „hoch“ und „Trapp“ für „Treppe“ zusammensetzen, als „hohe Treppe“ zu einem Staudamm führend; möglich ist laut Beckershaus auch eine Verbindung zu Geflügelhändlern, wobei „Trapp“ als „Spur“ gedeutet wird, die die Vögel hinterließen. Hanke führt den Namen darüber hinaus auf flämische Tuchwirker („Handdrapper“) zurück oder ganz einfach auf die geringe Länge der Straße, die nicht länger als ein „Hahnentritt“ ist 17. Jahrhundert  
Heiligengeistbrücke

(Lage)

H266 0025
(im Stadtteil)
nach dem dort gelegenen Hospital zum Heiligen Geist 1885 überquert das Alsterfleet, nördlicher Teil in Neustadt  
Hermannstraße

(Lage)

H377 0270 Hermann der Cherusker (um 17 v. Chr.–21 n. Chr.), Cheruskerfürst, lt. Beckerhaus möglicherweise auch nach dem Ratsherrn Hermann Rentzel 1843 beim Bau der Europa Passage geteilt und links und rechts dieser zum Fußweg zurückgebaut  
Herrlichkeit

(Lage)

H383 0110 nach dort angelegten Gärten, die als „Herrlichkeit“ bezeichnet wurden 1949  
Hinter der Markthalle

(Lage)

H456 0045 nach den dort seinerzeit befindlichen Markthallen 1846 anstelle der Markthallen befindet sich heute dort das Thalia Theater  
Hohe Brücke

(Lage)

H539 0050 nach der Bauart, die Brücke war höher gebaut als andere, um größeren Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen 13. Jahrhundert  
Holzbrücke

(Lage)

H606 0105 nach dem ursprünglichen Material 1266 1842 abgebrannt, danach aus Stein neu errichtet, überquert das Nikolaifleet  
Hopfenmarkt

(Lage)

H621 0160x100x40 nach dem dort stattgefundenen Handel mit Hopfen 1346 zweitältester Markt in Hamburg  
Hopfensack

(Lage)

H622 0120 nach den dort befindlichen Buden zum Einlagern von Hopfensäcken 17. Jahrhundert  
Ida-Ehre-Platz

(Lage)

I137 0070x40x15 Ida Ehre (1900–1989), dt.-österr. Schauspielerin, Regisseurin und langjährige Leiterin der Hamburger Kammerspiele, Ehrenbürgerin Hamburgs 2000 vormals südlicher Teil des Gerhart-Hauptmann-Platzes  
Jakobikirchhof

(Lage)

J023 0100x60 nach seiner Belegenheit an der Hauptkirche St. Jacobi 1268  
Johanniswall

(Lage)

J068 0150 nach dem nahegelegenen St. Johannis-Kloster 1922  
Jungfernbrücke

(Lage)

0020
(im Stadtteil)
nach dem „Kleinen Jungfernstieg“, der vor dem Bau der Speicherstadt den Neuen Wandrahm mit dem Holländischen Brook verband 1888 überquert den Zollkanal, südlicher Teil in der HafenCity  
Jungfernstieg

(Lage)

J100 0090
(im Stadtteil)
nach dem Volksmund, ursprünglich als Reesendamm angelegt um 1680 erste asphaltierte Straße Deutschlands (1838), überwiegend in Neustadt  
Kajen

(Lage)

K026 0165 nach dem Wort „Kai“, ursprünglich ein befestigter Deich, der als Anlegeplatz diente 1562  
Katharinenbrücke

(Lage)

K099 0030 Katharina von Alexandrien, Schutzpatronin der nahegelegenen Hauptkirche St. Katharinen 1269  
Katharinenfleet

(Lage)

K100 0245 siehe Katharinenbrücke 1960 folgt dem Verlauf des ehemaligen Fleets gleichen Namens  
Katharinenkirchhof

(Lage)

K101 0115 siehe Katharinenbrücke 15. Jahrhundert kein Platz, sondern eine Straße, vor der Katharinenkirche verlaufend  
Katharinenstraße

(Lage)

K102 0235 siehe Katharinenbrücke 1353  
Kattrepel

(Lage)

K107 0110 Herkunft ungeklärt, mögliche Bedeutung lt. Hanke ein Ort mit Katenplätzen, die mit einem Seil (niederdt. Reep oder Rep) ausgemessen wurden, nach Beckerhaus für „abgelegene, unheimliche Örtlichkeiten (…), wo Katzen sich raufen.“ (niederdt. Katt = Katze, repeln = raufen) 1278  
Kattrepelsbrücke

(Lage)

K108 0040 siehe Kattrepel 1564 überquerte das ehemalige Reichenstraßenfleet  
Kleine Johannisstraße

(Lage)

K234 0115 siehe Große Johannisstraße 1269  
Kleiner Burstah

(Lage)

K244 0090 siehe Großer Burstah 1270  
Kleine Reichenstraße

(Lage)

K237 0110 siehe Große Reichenstraße 17. Jahrhundert  
Kleine Rosenstraße

(Lage)

K238 0135 vermutlich ironisch durch den Volksmund entstanden, in dieser Gegend befanden sich der Elendsfriedhof und eine Abdeckerei 1843 Verlängerung der Rosenstraße auf der Südwestseite des Gerhart-Hauptmann-Platzes  
Klingberg

(Lage)

K262 0040 Herkunft unbekannt, mehrere Deutungen, z. B. enges Tal (nach dem altdt. Wort „Kling“), „klingendes“ sprudelndes Wasser oder einfach nur nach einem Grundeigentümer 1265  
Klosterwall

(Lage)

K278 0200 nach dem dort befindlichen St. Johannis-Kloster 1875 Teil des Stadtwalls und des Ring 1, östlicher Teil in Hammerbrook  
Knochenhauertwiete

(Lage)

K297 0025 nach den dort ansässigen Schlachtern, seinerzeit Knochenhauer genannt 1939 Fußweg  
Kornhausbrücke

(Lage)

K595 0025
(im Stadtteil)
nach dem dort zwischen 1660 und 1871 befindlichen Kornhaus 1886 überquert den Zollkanal, südlicher Teil in der HafenCity  
Kreuslerstraße

(Lage)

K422 0060 Adolf Kreusler (1824–1894), dt. Theologe, seit 1871 Hauptpastor der Hauptkirche St. Petri 1910 Fußweg neben der Petrikirche  
Kurze Mühren

(Lage)

K521 0130 siehe Bei den Mühren 16. Jahrhundert  
Lange Mühren

(Lage)

L030 0245 siehe Bei den Mühren 1913  
Lilienstraße

(Lage)

L177 0200 siehe Kleine Rosenstraße 16. Jahrhundert  
Lombardsbrücke

(Lage)

L243 0220
(im Stadtteil)
nach einem hier gelegenen Leihhaus, „Lombard“ genannt (Bezeichnung für italienische Kaufleute, die im Mittelalter Geld gegen Pfänder verliehen) 1894 südliche Seite des östlichen Teils in Hamburg-Altstadt, westlicher Teil in Neustadt und Rotherbaum, teilweise auch in St. Georg, dort ohne Anteil an der Straßenfläche  
Ludwig-Erhard-Straße

(Lage)

L384 0100
(im Stadtteil)
Ludwig Erhard (1897–1977), dt. CDU-Politiker, von 1963 bis 1966 Bundeskanzler 1991 westlicher Teil der 1963 eröffneten Ost-West-Straße, ab Kreuzung Rödingsmarkt nach Osten seit 2005 Willy-Brandt-Straße, Teil der B 4, ab Mitte der Slamatjenbrücke nach Westen in Neustadt  
Mattenwiete

(Lage)

M089 0120 Herkunft mehrdeutig, möglicherweise nach hier lebenden Mattenflechtern oder in Ableitung von Maatstwiete nach Seeleuten, die hier unweit des Hafens wohnten 1352 bereits ab 1299 als Salinghentwiete bekannt, ab 1352 auch als Haartwiete  
Meßberg

(Lage)

M126 0169 zwei mögliche Bedeutungen: einerseits von Misthaufen (niederdt. Meß = Mist) als Abfallplatz oder als Platz, an dem Korn gemessen wurde 16. Jahrhundert/1916 keine Straße im eigentlichen Sinne, sondern eine verkehrsreiche Kreuzung an der Südseite des Chilehauses  
Mönckebergstraße

(Lage)

M223 0755 Johann Georg Mönckeberg (1839–1908), dt. Jurist und seit 1890 wiederholt Hamburger Bürgermeister 1908 zentrale Geschäftsstraße in der Hamburger Innenstadt, Namensgeber für den Bahnhof der Linie U3 in Höhe des Barkhofs  
Mönkedamm

(Lage)

M224 0185 für die Mönche angelegter Damm beim damaligen Maria-Magdalenen-Kloster 16. Jahrhundert  
Mohlenhofstraße

(Lage)

M231 0075 nach einem Besitz der Schauenburger Grafen (Schauenburgerhof oder Mohlenhof) 1899 bis 1899 Altstädter Fuhlentwiete  
Mühlenbrücke

(Lage)

0025 nach einer Niedermühle, die seit 1195 hier stand 1844/45 Teil des Großen Burstahs  
Neß

(Lage)

N032 0060 nach einer alten Flurbezeichnung (Neß = Nase), Landzunge am hier befindlichen ursprünglichen Hafen 1266  
Neue Burg

(Lage)

N047 0065 nach der von Sachsenherzog Ordulf erbauten dritten Burg auf Hamburger Stadtgebiet 1164 älteste nachgewiesene Straße Hamburgs, bis zum Bau der Ost-West-Straße im Halbkreis um die ehemalige Hauptkirche St. Nikolai verlaufend  
Neue Gröningerstraße

(Lage)

N048 0150 Herkunft zweifelhaft, entweder von niederländischen Kaufleuten aus Groningen, die sich hier ansiedelten, von zahlreichen Bäumen (niederdt. gröön = grün) oder hier zum Verkauf angebotenen Grünwaren 1820 die Benennung erfolgte in Anlehnung an die Gröningerstraße, die dem Bau der Ost-West-Straße zum Opfer fiel  
Niedernstraße

(Lage)

N106 0125 nach seiner Lage unterhalb des Geestabhangs 1265  
Nikolaibrücke

(Lage)

0060 nach ihrer Bestimmung als Überführung über das Nikolaifleet 1955 Teil der Willy-Brandt-Straße  
Nikolaisperrwerk

(Lage)

nach seiner Lage an der Mündung des Nikolaifleets in den Binnenhafen nicht bekannt  
Oberbaumbrücke

(Lage)

O202 0115
(im Stadtteil)
in Anlehnung an die am Baumwall befindliche Niederbaumbrücke, einem Durchlass, der die Elbe vom damaligen Hafen, dem Binnenhafen, trennte 1963 überquert den Oberhafen, südlicher Teil in der HafenCity  
Otto-Sill-Brücke

(Lage)

O206 050
(im Stadtteil)
Otto Sill (1907–1984), von 1964 bis 1971 Oberbaudirektor in Hamburg 1988 (Beckerhaus)/1991 (Hanke) verläuft parallel zur Binnenhafenbrücke über das Alsterfleet an dessen Einmündung zum Binnenhafen, südwestl. Teil in Neustadt  
Pelzerstraße

(Lage)

P060 0105 nach den hier ansässigen Kürschnern 1266  
Plan

(Lage)

P134 0070 nach dem niederländischen Wort „plein“ für Platz 1843 ursprünglich auf dem Areal des heutigen Rathausmarktes gelegen, ist Plan heute eine kurze Verbindungsstraße zwischen dem Rathausmarkt und dem Beginn des Jungfernstiegs  
Pumpen

(Lage)

P217 0090 nach der Lage an drei Wasserpumpen 1899 von 1527–1899 Bei den Pumpen  
Raboisen

(Lage)

R008 0490 Herkunft unklar, möglich nach einem Anwohner von der Raboise, der in einem Turm der Stadtmauer lebte, eventuell hieß auch dieser Turm Raboisen oder Rabotysen; eine dritte Möglichkeit erwähnt die Raben, die bei der nahegelegenen Abdeckerei nach Essbarem suchten 1591 am westlichen Ende Sackgasse, vor dem Bau der Europa Passage in die Paulstraße mündend  
Rathausmarkt

(Lage)

R053 0130 × 90 nach seiner Lage vor dem Rathaus 1843 zwischen 1933 und 1945 Adolf-Hitler-Platz, heutige Gestaltung seit 1982  
Rathausschleuse

(Lage)

nach ihrer Lage am Rathaus 1974 trennt das Alsterfleet von der Kleinen Alster, nördlicher Teil in Neustadt  
Rathausstraße

(Lage)

R054 0175 nach ihrer Lage, zum Rathaus führend 1843  
Reesendamm

(Lage)

R087 0070 Herkunft ungeklärt, möglicherweise von einem dort ansässigen Müller Reese 1852 ursprünglicher Name des Jungfernstiegs, heute parallel zur Kleinen Alster verlaufend  
Reesendammbrücke

(Lage)

0040
(im Stadtteil)
siehe Reesendamm 1842 Teil des Jungfernstiegs, nördlicher Teil in Neustadt  
Reimersbrücke

(Lage)

R124 0060 vermutlich nach einem dort ansässigen Grundeigentümer Reimer oder Reimers 1279 überquert als Fußgängerbrücke das Nikolaifleet  
Reimerstwiete

(Lage)

R125 0160 siehe Reimersbrücke 1331 an der Reimerstwiete findet man einige Fachwerkhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert  
Rödingsmarkt

(Lage)

R227 0395 möglicherweise nach dem Eigentümer Rodiger Witte, spätere Besitzer eventuell eine Familie Roding oder Röding; das Wort „Markt“ bezeichnet in diesem Fall ein Stück Grenzland, denn der Rödingsmarkt bildete im 16. Jahrhundert die westliche Stadtgrenze 1251/16. Jahrhundert 1251 als Rodigesmarke oder Rodersmarke erwähnt, heutiger Name seit dem 16. Jahrhundert bekannt; Namensgeber der Haltestelle der Linie U3  
Rolandsbrücke

(Lage)

R265 0035 nach einem dort aufgestellten Rolandsbild 1342 überquerte bis in die 1870er-Jahre hinein das Bäckerstraßenfleet; heute keine Brücke mehr, sondern ein kurzer Straßenzug  
Rosenstraße

(Lage)

R289 0280 siehe Kleine Rosenstraße 1326  
Schaartorbrücke

(Lage)

S089 0005
(im Stadtteil)
nach dem dort gelegenen Schaartor (Schaar = hohes Ufer) 1871 überquert das Alsterfleet, Teil der Straße Beim Alten Waisenhause, westlicher Teil in Neustadt  
Schaartorschleuse

(Lage)

nach seiner Bestimmung und Lage (siehe Schaartorbrücke) 1967 westlicher Teil in Neustadt  
Schauenburgerstraße

(Lage)

S122 0230 nach dem Adelsgeschlecht der Schauenburger Grafen, dem auch Adolf IV. entstammte (siehe Adolphsbrücke und Adolphsplatz) 1843  
Schleusenbrücke

(Lage)

S203 0040
(im Stadtteil)
nach der Belegenheit, führt beim Rathausmarkt über die Schleuse zwischen Alsterfleet und Kleiner Alster 1843 nordwestl. Teil in Neustadt  
Schmiedestraße

(Lage)

S239 0060 nach den dort ansässigen Schmieden 1391 erstmals als Smedestrate erwähnt  
Schopenstehl

(Lage)

S277 0170 Herkunft nicht gesichert; eventuell dem Braugewerbe entlehnt und die Schöpfkelle des Brauers meinend; möglich auch eine frühe Bezeichnung des Wortes „Schöffe“, da sich in der Nähe das Rathaus mit der Gerichtsbarkeit befand. (Das Schöffentum wurde bereits im 8. Jahrhundert eingeführt.) In die gleiche Richtung weist das Wort „Scope“, was Pfahl oder Pranger bedeutet und somit den Schandpfahl meinen könnte 1352  
Slamatjenbrücke

(Lage)

0010
(im Stadtteil)
vermutlich ein Ort, an dem Prostitution ausgeübt wurde (slam = unsauber, Matjen = Mädchen) 1960 bereits im 17. Jahrhundert erwähnt, führt im Zuge der Ludwig-Erhard-Straße über das Alsterfleet, überwiegender westlicher Teil in Neustadt  
Speersort

(Lage)

S538 0195 Herkunft nicht zweifelsfrei geklärt; möglich nach einem Flurnamen oder nach einem Ditmer Speer, der hier Grundbesitz gehabt haben soll; Hanke vermutet darüber hinaus eine Kontraktion des Namens „St. Peters-Ort“, da die Straße an der Petrikirche vorbeiführt 1472  
Spitalerstraße

(Lage)

S546 0390 nach dem Weg zum St.-Georg-Hospital, in dem Leprakranke behandelt wurden 1268 Fußgängerzone und Einkaufsmeile  
Springeltwiete

(Lage)

S559 0065 nach dem Grundeigentümer Johann Sprink 1392 anfangs Sprinken- oder Springentwiete  
Steckelhörn

(Lage)

S600 0070 Herkunft nicht eindeutig geklärt; möglich a) nach mittelniederdeutsch „Horn“ = „Ecke“ und „stekel“ = „spitz“ oder „steil“ eine scharfe oder spitze Ecke, b) nach der in Finkenwerder gebräuchlichen Bezeichnung „Steckeln“ für „Disteln“ ein mit Disteln bewachsener Ort, c) nach Stegelhörn, wobei „Stegel“ ein Diminutiv von Steg ist und einen kleinen Weg meint, der zu einer Landzunge führt 1316 Sitz des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein (Standort Hamburg)  
Steinstraße

(Lage)

S650 0450 nach ihrem Belag; die Steinstraße gilt als eine der ersten gepflasterten Straßen Hamburgs 1273  
Steintorwall

(Lage)

S653 0290 nach seiner Lage am ehemaligen Steintor 1858 Teil des Stadtwalls und des Ring 1, östliche Seite in St. Georg  
Steintwiete

(Lage)

S655 0120 vermutlich nach seiner Bepflasterung 1273  
Steintwietenhof

(Lage)

S656 0160 in Anlehnung an die benachbarte Steintwiete 1963 folgt dem Verlauf des zugeschütteten Deichstraßenfleets  
Trostbrücke

(Lage)

T175 0080 nach einem Anwohner Trost 1266 lange Zeit Mittelpunkt Hamburgs mit Rathaus, Börse und Hafen  
Wallringtunnel

(Lage)

0860 nach seinem Verlauf unterhalb des Kloster-, Steintor- und Glockengießerwalls 1966 östlicher Teil bis Kreuzung Glockenengießerwall/Georgsplatz/Ernst-Merck-Straße in St. Georg, Teil des Ring 1
Wandrahmsteg

(Lage)

0030
(im Stadtteil)
nach den Rahmen der dort vom 14. bis 18. Jahrhundert ansässigen Tuch- und Wandmacher 1962 überquert den Zollkanal, südlicher Teil in der Hafencity  
Willy-Brandt-Straße

(Lage)

W515 1205 Willy Brandt (1913–1992), dt. SPD-Politiker, Bundeskanzler von 1969 bis 1974 2005 östlicher Teil der 1963 eröffneten Ost-West-Straße, ab Kreuzung Rödingsmarkt bereits seit 1991 Ludwig-Erhard-Straße, Teil der B 4  
Wölberstieg

(Lage)

W527 0080 Hans-Otto Wölber (1913–1989), dt. evangelischer Theologe und Hamburger Landesbischof 1991 Fußweg neben der St.-Nikolai-Kirche, wo Wölber von 1956 bis 1976 als Hauptpastor tätig war
Zippelhaus

(Lage)

Z035 0105 nach Lagerräumen für Gemüse aus Bardowick, insbesondere Zwiebeln (Zwiebel = niederdt. Zippel, mittelniederdt. Sipolle) 1581 bis 1899 Bei dem Zippelhaus  
Zollenbrücke

(Lage)

Z044 0030 nach dem dort befindlichen Zollhaus der Schauenburger Grafen Mitte 14. Jahrhundert überquerte das 1946 zugeschüttete Gröningerstraßenfleet  

SonstigesBearbeiten

Die 2006 eröffnete Europa Passage folgt zwischen Kleiner Rosenstraße und Hermannstraße dem Verlauf der ehemaligen Paulstraße, in die die Straße Raboisen an ihrem östlichen Ende mündete. Obwohl nicht mehr existent, gibt es am südlichen Eingang einen Zugang zu über den Einkaufsflächen liegenden Büros mit der Adresse Paulstraße 3. In der deutschen Grundkarte wird die Paulstraße ebenfalls noch geführt. (Lage)

EinzelnachweiseBearbeiten

Literatur und QuellenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Straßen in Hamburg-Altstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien