Hauptmenü öffnen

KarriereBearbeiten

José Behra kam drei Jahre nach seinem Bruder Jean Behra zur Welt und machte wie dieser eine Karriere im Motorsport. Im Brotberuf war der Franzose Besitzer einer Ford-Händlervertretung in Puteaux.

Nach einigen Jahren als Motorradrennfahrer begann Behra Ende der 1950er-Jahre Autorennen zu fahren. Seinen ersten internationalen Erfolg feierte er 1955 beim 1000-km-Rennen von Monza, ein Rennen das von der staatlichen italienischen Lotteriegesellschaft veranstaltet wurde. Während sein Bruder Jean das Rennen gemeinsam mit Luigi Musso auf einem Werks-Maserati 300S gewann, beendete José Behra das Rennen ebenfalls auf einem Maserati (in diesem Fall ein A6GCS) als Zwölfter[1].

1956 wurde er als Partner seines Bruders Fünfter bei der Tour de France für Automobile und gab ein Jahr später sein Debüt beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Beim 24-Stunden-Rennen in Westfrankreich fuhr er gemeinsam mit dem Franzosen Lèon Coulibeuf einen Maserati 200SI. Für das Duo kam nach einem Leck im Treibstofftank nach 137 gefahrenen Runden das vorzeitige aus. 1958 pilotierte er in Le Mans einen vom North American Racing Team gemeldeten Ferrari 500TR; diesmal war der Mexikaner Pedro Rodríguez sein Teamkollege. Nach einem Motorschaden kam er erneut nicht ins Ziel.

Seine größten Erfolg im Motorsport feierte er 1963 mit dem Sieg bei der Tour de France für Automobile im Werks-Ferrari 250 GTO mit Jean Guichet. Nach der Tour 1970 (mit Jean-Claude Andruet im Ligier JS1), die er nicht beenden konnte, trat er vom Rennsport zurück und widmete sich bis zu seinem Tod dem Vertrieb von Fahrzeugen.

StatistikBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1957 Frankreich  Léon Couliboeuf Maserati 200SI Frankreich  Léon Couliboeuf Ausfall Leck im Tank
1958 Vereinigte Staaten  North American Racing Team Ferrari 500TR58 Mexiko  Pedro Rodríguez Ausfall Motorschaden
1962 Italien  Automobili O.S.C.A. Osca 1600GT Zagato Vereinigte Staaten  George Arents Ausfall Getriebeschaden

Einzelergebnisse in der Sportwagen-WeltmeisterschaftBearbeiten

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22
1957 Léon Couliboeuf
José Behra
Maserati 200SI Argentinien  BUA Vereinigte Staaten  SEB Italien  MIM Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Schweden  KRI Venezuela  CAR
DNF DNF
1958 North American Racing Team Ferrari 250TR Argentinien  BUA Vereinigte Staaten  SEB Italien  TAR Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Vereinigtes Konigreich  RTT
DNF
1962 Osca Osca 1600 GT Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigte Staaten  SEB Italien  MAI Italien  TAR Deutschland  BER Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Frankreich  TAV Italien  CCA Vereinigtes Konigreich  RTT Deutschland  NÜR Vereinigte Staaten  BRI Vereinigte Staaten  BRI Frankreich  PAR
DNF
1963 Jean Guichet Ferrari 250 GTO Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigte Staaten  SEB Italien  TAR Belgien  SPA Italien  MAI Deutschland  NÜR Italien  CON Deutschland  ROS Frankreich  LEM Italien  MON Deutschland  WIS Frankreich  TAV Deutschland  FRE Italien  CCE Vereinigtes Konigreich  RTT Schweiz  OVI Deutschland  NÜR Italien  MON Italien  MON Frankreich  TDF Vereinigte Staaten  BRI
1
1964 AGACI NSU Prinz Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  TAR Italien  MON Belgien  SPA Italien  CON Deutschland  NÜR Deutschland  ROS Frankreich  LEM Frankreich  REI Deutschland  FRE Italien  CCE Vereinigtes Konigreich  RTT Schweiz  SIM Deutschland  NÜR Italien  MON Frankreich  TDF Vereinigte Staaten  BRI Vereinigte Staaten  BRI Frankreich  PAR
34

LiteraturBearbeiten

  • Christian Moity, Jean-Marc Teissèdre, Alain Bienvenu: 24 heures du Mans, 1923–1992. 2 Bände. Éditions d’Art, Besançon 1992, ISBN 2-909-413-06-3.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 1000-km-Rennen von Monza 1955