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Andreas Mies Tennisspieler
Andreas Mies
Andreas Mies (2014)
Spitzname: Andy
Nation: DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag: 21. August 1990
Größe: 188 cm
Gewicht: 84 kg
1. Profisaison: 2013
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Dirk Hortian
Preisgeld: 765.021 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 0:0
Höchste Platzierung: 781 (14. Juli 2014)
Doppel
Karrierebilanz: 36:28
Karrieretitel: 3
Höchste Platzierung: 8 (4. November 2019)
Aktuelle Platzierung: 11
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
18. November 2019
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Andreas Mies (* 21. August 1990 in Köln) ist ein deutscher Tennisspieler. Im Herrendoppel mit Kevin Krawietz gewann er die French Open 2019.

PersönlichesBearbeiten

Mies wuchs nahe der Stadtgrenze zwischen Köln und dem Rhein-Sieg-Kreis auf. Nach seinem Abitur im Jahr 2009 erhielt Mies ein Tennisstipendium an der US-amerikanischen Auburn University in Alabama. Dort studierte er bis zum Jahr 2013 im Fach Business und spielte im Team der Auburn Tigers College Tennis. Sein Studium schloss er mit dem Bachelor ab.

KarriereBearbeiten

Mies spielte ab 2013 als Profi auf der ITF Future Tour und gewann dort 18 Doppeltitel. Schnell kristallisierte sich Mies’ Stärke im Doppel heraus, sodass er nur noch selten im Einzel antrat, wo er 2014 mit Platz 781 seine beste Platzierung erreicht hatte. Außerdem stieg Mies mit der 1. Herrenmannschaft des KTHC Stadion Rot-Weiss im August 2014 in die Tennis-Bundesliga auf und ist seitdem Bundesligaspieler für den Verein. Nach insgesamt 10 Future-Titeln im Jahr 2016 spielte er von da an hauptsächlich Turniere der ATP Challenger Tour. Seinen ersten Titel dort holte er 2017 in Rom, als er mit seinem Partner Oscar Otte im Finale Kimmer Coppejans und Márton Fucsovics in drei Sätzen bezwang. Nach zwei weiteren Titeln war er Ende des Jahres an Platz 131 notiert.

Sein erstes Grand-Slam-Turnier bestritt Mies im Jahr 2018 mit Kevin Krawietz in Wimbledon, wo die beiden nach erfolgreicher Qualifikation gemeinsam das Achtelfinale erreichten. Dort unterlag das Duo knapp in fünf Sätzen und trotz zweier Matchbälle dem US-amerikanischen Doppel Mike Bryan und Jack Sock. Mit diesem Auftritt feierte Mies gleichzeitig sein Debüt auf der ATP World Tour. Er gewann im Jahr 2018 mit Krawietz, der die meiste Zeit sein Doppelpartner ist, fünf Challenger-Turniere und stand mit Hans Podlipnik-Castillo zudem im selben Jahr im Halbfinale des Kremlin Cups in Moskau und im Viertelfinale des ATP-World-Tour-500-Turniers in Wien, wo sie die Weltranglistenneunten Jamie Murray und Bruno Soares in zwei Sätzen besiegten. Nach zwei Turnieren Anfang 2019 mit frühen Niederlagen, u. a. der Zweitrundenniederlage bei den Australian Open, gewann Mies – wieder mit Krawietz spielend – am 17. Februar in New York City seinen ersten Titel auf der World Tour. Im Finale siegten sie gegen das Duo Santiago González und Aisam-ul-Haq Qureshi in zwei Sätzen.[1] Bei den French Open gewannen Mies und Krawietz als ungesetzte Paarung den Titel, womit sie den ersten deutschen Doppelerfolg seit 1937 bei einem Grand Slam feiern konnten.[2] Im Oktober erreichte sie bei den US Open das Halbfinale und sicherte sich in Antwerpen ihren dritten gemeinsamen Titel. Sie qualifizierten sich für die ATP Finals, bei denen sie nach einem Sieg in der Gruppenphase nicht über eben jene hinaus kamen. In der Weltrangliste erreichte er am 4. November 2019 mit Rang acht sein bisheriges Karrierehoch. Im November gab Mies, wiederum an der Seite von Kevin Krawietz, sein Debüt für die deutsche Davis-Cup-Mannschaft.

ErfolgeBearbeiten

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam (1)
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250 (2)
ATP Challenger Tour (10)
ATP-Titel nach Belag
Hartplatz (2)
Sand (1)
Rasen (0)

DoppelBearbeiten

TurniersiegeBearbeiten

ATP World TourBearbeiten
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 17. Februar 2019 Vereinigte Staaten  New York City Hartplatz (i) Deutschland  Kevin Krawietz Mexiko  Santiago González
Pakistan  Aisam-ul-Haq Qureshi
6:4, 7:5
2. 8. Juni 2019 Frankreich  French Open Sand Deutschland  Kevin Krawietz Frankreich  Jérémy Chardy
Frankreich  Fabrice Martin
6:2, 7:63
3. 20. Oktober 2019 Belgien  Antwerpen Hartplatz (i) Deutschland  Kevin Krawietz Vereinigte Staaten  Rajeev Ram
Vereinigtes Konigreich  Joe Salisbury
7:61, 6:3
ATP Challenger TourBearbeiten
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 12. Mai 2017 Italien  Rom (1) Sand Deutschland  Oscar Otte Belgien  Kimmer Coppejans
Ungarn  Márton Fucsovics
4:6, 7:612, [10:8]
2. 24. Juni 2017 Slowakei  Poprad-Tatry Sand Polen  Mateusz Kowalczyk Schweiz  Luca Margaroli
Osterreich  Tristan-Samuel Weissborn
6:3, 7:63
3. 19. August 2017 Deutschland  Meerbusch Sand Deutschland  Kevin Krawietz Deutschland  Dustin Brown
Kroatien  Antonio Šančić
6:1, 7:65
4. 12. Mai 2018 Italien  Rom (2) Sand Deutschland  Kevin Krawietz Belgien  Sander Gillé
Belgien  Joran Vliegen
6:3, 2:6, [10:4]
5. 15. Juni 2018 Kasachstan  Almaty Sand Deutschland  Kevin Krawietz Litauen  Laurynas Grigelis
Ukraine  Wladyslaw Manafow
6:2, 7:62
6. 9. September 2018 Italien  Genua Sand Deutschland  Kevin Krawietz Slowakei  Martin Kližan
Slowakei  Filip Polášek
6:2, 3:6, [10:2]
7. 22. September 2018 Rumänien  Sibiu Sand Deutschland  Kevin Krawietz Polen  Tomasz Bednarek
Niederlande  David Pel
6:4, 6:2
8. 4. November 2018 Deutschland  Eckental Teppich (i) Deutschland  Kevin Krawietz Frankreich  Hugo Nys
Vereinigtes Konigreich  Jonny O’Mara
6:1, 6:4
9. 30. März 2019 Spanien  Marbella Sand Deutschland  Kevin Krawietz Belgien  Sander Gillé
Belgien  Joran Vliegen
7:66, 2:6, [10:6]
10. 19. Mai 2019 Deutschland  Heilbronn Sand Deutschland  Kevin Krawietz Deutschland  Andre Begemann
Frankreich  Fabrice Martin
6:2, 6:4

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Florian Goosmann: New York Open: Kevin Krawietz/Andreas Mies und Reilly Opelka mit Premierentiteln. In: tennisnet.com. 18. Februar 2019, abgerufen am 18. Februar 2019.
  2. French Open: Krawietz und Mies holen den Doppel-Titel. In: tennisnet.de. 8. Juni 2019, abgerufen am 8. Juni 2019.