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Vetle Sjåstad Christiansen

norwegischer Biathlet
Vetle Sjåstad Christiansen Biathlon
Vetle Sjåstad Christiansen bei der EM 2017
Verband NorwegenNorwegen Norwegen
Geburtstag 12. Mai 1992 (27 Jahre)
Geburtsort Ringerike, Norwegen
Karriere
Verein Geilo IL
Trainer Egil Kristiansen
Siegfried Mazet
Debüt im Europacup/IBU-Cup 2009
Europacup-/IBU-Cup-Siege 8
Debüt im Weltcup 2012
Weltcupsiege 8 (davon ein Einzelsieg)
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
EM-Medaillen 2 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
JWM-Medaillen 1 × Gold 3 × Silber 5 × Bronze
JEM-Medaillen 2 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
EYOF-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
0Gold0 2019 Östersund Mixed-Staffel
0Gold0 2019 Östersund Staffel
IBU Biathlon-Europameisterschaften
0Gold0 2013 Bansko Sprint
0Silber0 2013 Bansko Verfolgung
0Bronze0 2016 Tjumen Single-Mixed-Staffel
0Silber0 2017 Duszniki-Zdrój Single-Mixed-Staffel
0Gold0 2018 Ridnaun Single-Mixed-Staffel
IBU Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften
0Bronze0 2010 Torsby Einzel
0Bronze0 2010 Torsby Sprint
0Bronze0 2010 Torsby Staffel
0Silber0 2011 Nové Město na Moravě Sprint
0Silber0 2011 Nové Město na Moravě Verfolgung
0Bronze0 2011 Nové Město na Moravě Einzel
0Bronze0 2011 Nové Město na Moravě Staffel
0Gold0 2012 Kontiolahti Staffel
0Silber0 2012 Kontiolahti Verfolgung
IBU Biathlon-Junioreneuropameisterschaften
0Gold0 2012 Osrblie Sprint
0Gold0 2012 Osrblie Mixed-Staffel
0Silber0 2012 Osrblie Verfolgung
0Bronze0 2012 Osrblie Einzel
Olympische Ringe Europäisches Olympisches Jugendfestival
0Bronze0 2009 Szczyrk Mixed-Staffel
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 13. (2018/19)
Einzelweltcup 02. (2018/19)
Sprintweltcup 15. (2018/19)
Verfolgungsweltcup 13. (2018/19)
Massenstartweltcup 07. (2018/19)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Einzel 0 1 0
Sprint 1 0 0
Verfolgung 0 1 1
Staffel 7 4 3
Continental-Cup-Bilanz
Gesamt-IBU-Cup 1. (2017/18)
Einzel-IBU-Cup 2. (2017/18)
Sprint-IBU-Cup 1. (2017/18)
Verfolgungs-IBU-Cup 2. (2017/18)
letzte Änderung: 28. März 2019

Vetle Sjåstad Christiansen (* 12. Mai 1992 in Ringerike) ist ein norwegischer Biathlet.

PersönlichesBearbeiten

Christiansens älterer Bruder Eirik Robert war ebenfalls Biathlet, seine jüngere Schwester Tiril ist eine erfolgreiche Freestyle-Skierin[1], die mehrere Medaillen bei den Winter-X-Games gewann.

KarriereBearbeiten

JuniorenbereichBearbeiten

Vetle Sjåstad Christiansen bestritt seine ersten internationalen Rennen 2009 im IBU-Cup in Idre und gewann in seinem ersten Sprint als 21. erste Punkte. Höhepunkt der Saison wurden die Jugend-Weltmeisterschaften 2010 in Torsby, wo Christiansen sowohl hinter Martin Maier und Alexander Petschonkin im Einzel, der Staffel und hinter Johannes Kühn und Petschonkin im Sprintrennen die Bronzemedaillen gewann und in der Verfolgung auf Platz fünf kam. Noch erfolgreicher wurden die Biathlon-Jugendweltmeisterschaften 2011 in Nové Město na Moravě, wo er in Sprint und Verfolgung Zweiter, im Einzel und im Staffelrennen Dritter wurde. Auch bei der Junioren-WM des Folgejahres in Kontiolahti gewann er Silber in der Verfolgung und Gold mit der norwegischen Staffel.

Weltcupdebüt und EuropameistertitelBearbeiten

Nach diesen Erfolgen wurde Vetle Sjåstad Christiansen zur Saison 2012/13 erstmals ins Weltcup-Team berufen und gab im Dezember 2012 in Östersund sein Debüt. Im Sprint über 10 Kilometer belegte er Platz 39 und gewann im ersten Rennen sofort seine ersten Weltcup-Punkte. Beim Weltcup von Hochfilzen gab er sein Staffel-Debüt und gewann ohne Nachlader gemeinsam mit Lars Helge Birkeland, Ole Einar Bjørndalen und Henrik L’Abée-Lund, musste danach allerdings in den IBU-Cup wechseln und nahm in der Folge an den Europameisterschaften 2013 im bulgarischen Bansko teil, bei denen er den Sprint gewann und Zweiter in der Verfolgung wurde. Daraufhin kehrte er in Sotschi wieder in den Weltcup zurück und konnte im Sprint von Chanty-Mansijsk zum ersten Mal unter den besten zehn im Weltcup landen.

Krankheit und ComebackBearbeiten

In der folgenden Saison 2013/14 stabilisierte Vetle Sjåstad Christiansen sich im Weltcup und war in Hochfilzen wiederum Teil der siegreichen Staffel. Allerdings war sein bestes Einzelergebnis ein 15. Platz, weshalb er sich nicht für die Olympischen Spiele qualifizierte. Auch die nächste Saison begann ähnlich für ihn; er konnte nur ein Mal unter die besten 30 Teilnehmer eines Rennens kommen. Nach dem Weltcup in Oberhof musste er die Saison aufgrund eines Rhinovirus beenden.

Die Saison-Vorbereitung im Sommer 2015 absolvierte Christiansen nicht mit der norwegischen Nationalmannschaft, sondern mit einem Privatteam. Erst im Januar 2016 wurde er vom Verband wieder für einen internationalen Wettkampf, den IBU-Cup in Nové Město na Moravě, nominiert. In den ersten Rennen nach seiner Krankheit erreichte er zwei 17. Plätze. Da das norwegische Weltcupteam die Rennen im kanadischen Canmore im Februar ausließ, gab er dort sein Comeback in der höchsten Rennkategorie. Bei den Europameisterschaften in Tjumen erreichte er mit Ingrid Landmark Tandrevold die Bronzemedaille in der Single-Mixed-Staffel.

Beim ersten Rennen des IBU-Cups 2016/17 in Beitostølen erreichte Vetle Sjåstad Christiansen zum zweiten Mal einen Einzelsieg im internationalen Erwachsenenbereich. Nachdem er dieses Ergebnis mit einem zweiten Platz in Obertilliach bestätigte, durfte er in Oberhof wieder im Weltcup starten. In Ruhpolding war er erstmals seit zwei Jahren wieder Teil der norwegischen Herren-Staffel und gewann mit dieser zum dritten Mal in seiner Karriere. Er schaffte allerdings die Norm für die Weltmeisterschaften in Hochfilzen nicht und nahm wieder an den Europameisterschaften teil, wobei er wiederum mit Tandrevold eine Medaille in der Single-Mixed-Staffel erreichte, diesmal Silber. Nach der WM kehrte er bis zum Saisonende in den Weltcup zurück, wo er in der Verfolgung von Kontiolahti mit Platz acht unter den besten zehn landete.

Gesamt-IBU-Cup-Sieg und Weltcup-DurchbruchBearbeiten

Im November 2017 musste Christiansen sich in Sjusjøen für das Weltcup-Team qualifizieren, was ihm allerdings nicht gelang. Dafür startete er konstant in den IBU-Cup, wodurch er zum Jahreswechsel nach einem Sieg in Obertilliach die Führung in der Gesamtwertung übernahm. Dadurch durfte er wie im Vorjahr an den Weltcups in Deutschland teilnehmen, konnte sich aber erneut nicht für das Großereignis, die Olympischen Winterspiele, qualifizieren. Am Großen Arber gewann er das letzte Rennen vor den Europameisterschaften, bei denen er im dritten Versuch die Goldmedaille in der Single-Mixed-Staffel zusammen mit Thekla Brun-Lie erreichte. Mit konstanten Top-10-Ergebnissen erlangte er die Führung im Gesamt-IBU-Cup zurück und konnte diesen schließlich auch gewinnen.

Nach den Rücktritten von Bjørndalen und Emil Hegle Svendsen bekam Vetle Sjåstad Christiansen zum ersten Mal in seiner Karriere einen festen Platz im norwegischen Weltcupteam. Nach schwankenden Ergebnissen auf der Pokljuka landete er in Hochfilzen als Dritter der Verfolgung erstmals auf dem Podest. Danach waren die Ergebnisse weniger konstant, dennoch lief er die bisher erfolgreichste Saison seiner Karriere, inklusive eines weiteren Staffelsieges in Ruhpolding. Bei den Weltcups in Nordamerika im Februar gelang ihm der endgültige Durchbruch auf internationaler Ebene. In Canmore wurde er Zweiter im Einzel und siegte mit der Staffel, eine Woche später in Soldier Hollow folgte im Sprint der erste Einzel-Weltcupsieg und in der Verfolgung ein zweiter Platz. Als drittbester Norweger in der Gesamtwertung, hinter den Brüdern Tarjei und Johannes Thingnes Bø, wurde Vetle Sjåstad Christiansen im Alter von 26 Jahren erstmals für die Weltmeisterschaften nominiert. Dort gewann er mit der norwegischen Mixed- und Herrenstaffel jeweils die Goldmedaille, konnte in den Einzelrennen aber nicht an die vorangegangenen Erfolge der Saison anknüpfen, wenngleich er im Einzelwettkampf als einer von nur zwei Teilnehmern ohne Schießfehler Platz acht belegte.

StatistikBearbeiten

WeltcupsiegeBearbeiten

Einzelrennen Staffelrennen
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 15. Feb. 2019 Vereinigte Staaten  Soldier Hollow Sprint
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 09. Dez. 2012 Osterreich  Hochfilzen Staffel1
2. 07. Dez. 2013 Osterreich  Hochfilzen Staffel2
3. 11. Jan. 2017 Deutschland  Ruhpolding Staffel3
4. 18. Jan. 2019 Deutschland  Ruhpolding Staffel4
5. 08. Feb. 2019 Kanada  Canmore Staffel5
6. 07. Mär. 2019 Schweden  Östersund (WM) Mixed-Staffel6
7. 16. Mär. 2019 Schweden  Östersund (WM) Staffel4

2 Mit Ole Einar Bjørndalen, Tarjei Bø und Emil Hegle Svendsen.
3 Mit Ole Einar Bjørndalen, Henrik L’Abée-Lund und Emil Hegle Svendsen.
4 Mit Lars Helge Birkeland, Tarjei Bø und Johannes Thingnes Bø.
5 Mit Lars Helge Birkeland, Erlend Bjøntegaard und Johannes Thingnes Bø.
6 Mit Tiril Eckhoff, Marte Olsbu Røiseland und Johannes Thingnes Bø.

Biathlon-Weltcup-PlatzierungenBearbeiten

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixedstaffeln
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 1 7 8
2. Platz 1 1 4 6
3. Platz 1 3 4
Top 10 2 3 5 2 18 30
Punkteränge 5 18 19 7 18 67
Starts 8 27 20 7 18 80
Stand: Saisonende 2018/19

WeltmeisterschaftenBearbeiten

Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe
Sprint Verfolgung Einzel Massenstart Herrenstaffel Mixed-Staffel Single-Mixed-Staffel
Weltmeisterschaften 2019

Schweden  Östersund

31. 23. 8. 12.   1.   1.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Vetle Sjåstad Christiansen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Europamester med røtter i Tvedestrand. tvedestrandsposten.no, 30. Januar 2012, abgerufen am 24. November 2013 (norwegisch).