Émilien Jacquelin

französischer Biathlet
Émilien Jacquelin Biathlon
Émilien Jacquelin 2020
Verband FrankreichFrankreich Frankreich
Geburtstag 11. Juli 1995 (25 Jahre)
Geburtsort Grenoble, Frankreich
Größe 186[1] cm
Gewicht 79 kg
Karriere
Beruf Student
Verein CSN Villard de Lans
Debüt im Europacup/IBU-Cup 2015
Europacup-/IBU-Cup-Siege 1
Debüt im Weltcup 2017
Weltcupsiege 4 (1 Einzelsieg)
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 2 × Gold 0 × Silber 2 × Bronze
EM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
JWM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 2 × Bronze
JEM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
Gold 2020 Antholz Verfolgung
Gold 2020 Antholz Staffel
Bronze 2020 Antholz Single-Mixed-Staffel
Bronze 2020 Antholz Massenstart
IBU Biathlon-Europameisterschaften
Silber 2018 Ridnaun Single-Mixed-Staffel
IBU Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften
Bronze 2014 Presque Isle Einzel
Bronze 2015 Minsk Staffel
IBU Biathlon-Junioreneuropameisterschaften
Silber 2016 Pokljuka Verfolgung
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 05. (2019/20)
Einzelweltcup 18. (2019/20)
Sprintweltcup 07. (2019/20)
Verfolgungsweltcup 01. (2019/20)
Massenstartweltcup 06. (2019/20)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Sprint 0 1 1
Verfolgung 1 0 2
Massenstart 0 2 1
Staffel 3 3 4
Continental-Cup-Bilanz
Gesamt-IBU-Cup 5. (2016/17)
letzte Änderung: Saisonende 2019/20

Émilien Jacquelin (* 11. Juli 1995 in Grenoble) ist ein französischer Biathlet. Sein größter Erfolg ist der Weltmeistertitel 2020 in der Verfolgung.

KarriereBearbeiten

AnfängeBearbeiten

Émilien Jacquelin nahm 2014 im Rahmen der Juniorenweltmeisterschaften in Presque Isle erstmals an internationalen Wettkämpfen teil. Dort gewann er im Einzel, mit einem dritten Platz, seine erste Medaille. Bei den Juniorenweltmeisterschaften im nächsten Jahr in Minsk gewann er erneut Bronze, diesmal mit Aristide Bègue, Felix Cottet Puinel und Fabien Claude in der Staffel. Mit einem vierten Platz im Einzelrennen verfehlte er seine Vorjahresplatzierung und eine Podestplatzierung knapp. In der nächsten Saison startete Jacquelin erstmals bei Rennen des IBU-Cups. Bei den Junioren-Europameisterschaften 2016 auf der Pokljuka gewann er in der Verfolgung Silber und belegt im Einzel und im Sprint jeweils den fünften Platz. Die Saison 2016/17 war mit dem fünften Platz im IBU-Gesamtcup bisher seine erfolgreichste.

Erste Olympische Spiele (Saison 2017/18)Bearbeiten

In der Saison 2017/18 gewann Émilien Jacquelin das erste Rennen des IBU-Cups in Sjusjøen. Daraufhin nahm er am Saisonauftakt des Biathlon-Weltcups in Östersund teil und erreicht mit einem 28. Platz seine bisher beste Platzierung im Weltcup. Mit Jean-Guillaume Béatrix, Simon Desthieux und Quentin Fillon Maillet belegte er im Staffelrennen in Hochfilzen den dritten Platz. Beim Weltcup im italienischen Antholz erreichte er mit 11 Sekunden Rückstand auf den drittplatzierten den fünften Platz im Sprint. In der anschließenden Verfolgung wurde er sechster. Aufgrund dieser Ergebnisse qualifizierte er sich für den Massenstart, welchen er als 28. beendete. Nach dem Weltcup in Antholz nahm er an den Europameisterschaften teil und konnte sich nach einem 37. Platz im Sprint in der Verfolgung auf den 17. Platz verbessern. Zusammen mit Julia Simon gewann er die Silbermedaille im Single-Mixed-Wettbewerb.

Nach dem er die Europameisterschaften beendet hatte, startete er bei Olympischen Winterspielen in Pyeongchang. Im Einzel erreichte er den 77. Rang und mit der Staffel den fünften Rang. Nach den Winterspielen startete Jacquelin wieder im Weltcup und erreichte im Verfolgungsrennen in Tjumen einen 35. Platz. In der Gesamtwertung des Weltcups erreichte er den 46. Platz. Am Ende der Saison wurde er, zusammen mit Swetlana Mironowa, von der IBU als Rookie of the Year ausgezeichnet.[2]

Erste Weltmeisterschaften (Saison 2018/19)Bearbeiten

Die Saison 2018/19 war für Émilien Jacquelin die erste Saison, in der er ausschließlich im Biathlonweltcup startete. Seinen Einstand in die Saison beginn er mit einem 28. Platz im Einzel auf der Pokljuka. Im folgenden Sprint wurde er sogar nur 36., konnte sich dann aber in der Verfolgung um 20 Plätze auf den 16. Platz verbessern. In Hochfilzen, Nové Město na Moravě und Oberhof ging es mit ähnlichen Ergebnissen weiter. Beim Sprint in Ruhpolding wurde er neunter und erreichte damit in dieser Saison sein erstes Top-Ten-Ergebnis. In Antholz kam Jacquelin erneut als neunter ins Ziel, dieses Mal im Massenstart. Bei den Wettkämpfen in Nordamerika konnte er nicht an diese Leistungen anknüpfen.

Die Weltmeisterschaften in Östersund waren seine ersten. Er startete allerdings nur im Sprint und Verfolgung. Nach einem 24. Platz im Sprint wurde er 29. in der Verfolgung. Beim Saisonfinale konnte er dann noch einmal einen 19. Platz erreichen. In der Gesamtwertung erreichte er den 24. Platz. Auch in der Sprintwertung und der Massenstartwertung wurde 24., in der Verfolgungswertung 22.

Weltmeister (Saison 2019/20)Bearbeiten

 
Émilien Jacquelin beim Sprint in Oberhof 2020

Die Saison 2019/20 begann für Jacquelin schon erfolgreicher als die vorhergehende. Gleich im ersten Rennen, einem Sprint, wurde er elfter. Im Einzel wurde er trotz zweier Strafminuten vierter, sein bisher bestes Ergebnis. Bei den folgenden Wettkämpfen in Hochfilzen erreichte er sein erstes Podest. Nach einem 18. Platz im Sprint lief er in der Verfolgung auf Rang drei vor. Die Wettkämpfe in Annecy begann er mit einem 20. Platz im Sprint, in der Verfolgung wurde er dann zweiter. Im Massenstart kam er als zweiter hinter Johannes Thingnes Bø ins Ziel und konnte damit seine Bestleistung erneut steigern. Ins neue Jahr startete Jacquelin in Oberhof mit einem zweiten Platz im Sprint. Den Massenstart beendete er nach neun Strafrunden dann allerdings als letzter. Zusammen mit Martin Fourcade, Simon Desthieux und Quentin Fillon Maillet gewann er in Ruhpolding sein erstes Staffelrennen. Mit Anaïs Bescond gewann er auf der Pokljuka auch die Single-Mixed-Staffel. In den Einzelrennen konnte er aber nicht an die vorhergehenden Ergebnisse anknüpfen.

In die Weltmeisterschaften in Antholz startete Jacquelin mit einem sechsten Platz. In der Verfolgung konnte er sich auf der Schlussrunde gegen Johannes Thingnes Bø durchsetzten und Weltmeister. Nachdem er im Einzel nicht gestartet war, wurde er mit Bescond dritter im Single-Mixed-Wettbewerb. In derselben Besetzung wie beim letzten Staffelsieg wurde die französische Staffelweltmeister. Dies war der erste Staffeltitel für Frankreich seit 2001. Die Weltmeisterschaften beendete er dann mit einer Bronzemedaille im Massenstart.

In die letzten Rennen startete er mit einem zehnten Platz im Sprint in Nové Město na Moravě. Im Staffelrennen lud er nur zweimal statt dreimal nach, dadurch erhielt die französische Staffel eine Zeitstrafe von zwei Minuten und wurde 15.[3] Im Massenstart wurde er zweiter. Beim vorgezogenen Saisonfinale in Kontiolahti wurde sowohl in Sprint als auch Verfolgung dritter. In der Gesamtwertung wurde er fünfter, war damit allerdings nur drittbester Franzose. In Sprintwertung wurde siebter und in der Massenstartwertung sechster. Die Verfolgungswertung konnte er mit zwei Punkten Vorsprung auf Martin Fourcade und Quentin Fillon Maillet für sich entscheiden. Damit gewann er seine erste kleine Kristallkugel.

StatistikenBearbeiten

WeltcupsiegeBearbeiten

Einzelrennen Staffelrennen
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 16. Feb. 2020 Italien  Antholz (WM) Verfolgung
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 18. Jan. 2020 Deutschland  Ruhpolding Staffel 1
2. 25. Jan. 2020 Slowenien  Pokljuka Single-Mixed-Staffel 2
3. 22. Feb. 2020 Italien  Antholz (WM) Staffel 1

WeltcupplatzierungenBearbeiten

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixedstaffeln
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 1 3 4
2. Platz 1 2 3 6
3. Platz 1 2 1 4 8
Top 10 1 6 6 4 13 30
Punkteränge 5 18 15 9 14 61
Starts 6 24 17 9 14 70
Stand: Saisonende 2019/20

Olympische WinterspieleBearbeiten

Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen:

Olympische Winterspiele Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Mixedstaffel
Jahr Ort
2018 Korea Sud  Pyeongchang 77. 5.

WeltmeisterschaftenBearbeiten

Ergebnisse bei den Weltmeisterschaften:

Weltmeisterschaften Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Mixedstaffel Single-Mixedstaffel
Jahr Ort
2019 Schweden  Östersund 24. 29.
2020 Italien  Antholz 6. 1. 3. 1. 3.

EuropameisterschaftenBearbeiten

Ergebnisse bei den Europameisterschaften:

Europameisterschaften Einzel Sprint Verfolgung Mixedstaffel Single-Mixedstaffel
Jahr Ort
2017 Polen  Duszniki-Zdrój 10. 52. 23. 9.
2018 Italien  Ridnaun 37. 17. 2.

JuniorenweltmeisterschaftenBearbeiten

Ergebnisse bei den Juniorenweltmeisterschaften:

Weltmeisterschaften Einzel Sprint Verfolgung Staffel
Jahr Ort
2014 Vereinigte Staaten  Presque Isle 3. 13. 10. 6.
2015 Weissrussland  Minsk-Raubitschy 4. 15. 7. 3.
2016 Rumänien  Cheile Grădiştei 9. 4. 5. 6.

WeblinksBearbeiten

Commons: Émilien Jacquelin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Emilien Jacquelin. Eurosport, abgerufen am 23. Februar 2020.
  2. Émilien Jacquelin und Svetlana Mironova sind „IBU Rookies of the year“. biathlon-news.de, 29. März 2018, abgerufen am 6. April 2018.
  3. Final Results. (PDF) IBU, 7. März 2020, abgerufen am 14. März 2020.