Peppe Femling

schwedischer Biathlet und Skilangläufer
Peppe Femling Biathlon
Peppe Femling (2017)
Verband SchwedenSchweden Schweden
Geburtstag 24. März 1992 (28 Jahre)
Geburtsort Gävle, Schweden
Karriere
Verein Piteå SK
Debüt im Europacup/IBU-Cup 2011
Debüt im Weltcup 2014
Weltcupsiege 1 Staffelsieg
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Winterspiele 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Gold 2018 Pyeongchang Staffel
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 46. (2019/20)
Einzelweltcup 33. (2018/19)
Sprintweltcup 53. (2019/20)
Verfolgungsweltcup 38. (2019/20)
Massenstartweltcup 42. (2019/20)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Staffel 1 0 1
letzte Änderung: 25. April 2020

Peppe Femling (* 24. März 1992 in Gävle) ist ein schwedischer Biathlet. Seit 2014 startet Femling im Weltcup. Mit der Staffel wurde er 2018 Olympiasieger.

Sportliche LaufbahnBearbeiten

Femling wuchs in der Gemeinde Gävle auf und startete im Nachwuchsbereich zunächst parallel in Biathlon- und Skilanglaufrennen im Högbo GIF. Er konzentrierte sich zunehmend auf den Biathlonsport und debütierte bei der Jugend-WM in Torsby – wo er das Sportgymnasium besuchte[1] – auf internationaler Ebene. Dort blieb er ebenso wie bei den Juniorenweltmeisterschaften 2012 und 2013 ohne Top-30-Resultat in einem Einzelrennen.

Von 2011 an erhielt Femling zunächst sporadische, später regelmäßige Einsätze im IBU-Cup. Er etablierte sich in der zweithöchsten Wettkampfserie im Erwachsenenbereich mit Platzierungen im Mittelfeld. Mit 21 Jahren wurde er als bester Schwede seiner Altersklasse in den Nationalkader von Trainer Johan Hagström berufen.[2] Im Januar und März 2014 nahm Femling erstmals an Weltcuprennen teil und belegte in den Sprints von Oberhof und Oslo den 89. beziehungsweise den 86. Platz. Nach den Rücktritten von Björn Ferry und Carl Johan Bergman im Anschluss an die Olympischen Winterspiele 2014 bekam er einen festen Platz in der ersten schwedischen Mannschaft. In den folgenden Wintern erreichte er in einzelnen Rennen die vorderen 40 Plätze und sammelte damit Weltcuppunkte. Ein 21. Rang im 20-Kilometer-Wettkampf am Osloer Holmenkollen im März 2015 war dabei über Jahre sein bestes Ergebnis in einem Einzel-Weltcuprennen. Zudem nahm er an Großereignissen teil und fand mehrmals Berücksichtigung in Staffeln, wobei er keinen Stammplatz hatte, sondern sich mit Teamkollegen wie Ted Armgren und Tobias Arwidson, später Martin Ponsiluoma abwechselte. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 belegte Femling im Sprint einen 32. und in der Verfolgung den 42. Platz. In der abschließenden Männerstaffel nahm er die Position des Startläufers ein und übergab an fünfter Stelle an Jesper Nelin. Die Staffel, deren Schlusspositionen Sebastian Samuelsson und Fredrik Lindströn einnahmen, gewann die Goldmedaille – mit seinem ersten Podiumsergebnis in einem internationalen Rennen wurde Femling damit Olympiasieger.

In der Vorbereitung auf die Saison 2018/19 verletzte sich Femling im August 2018, als er beim Training für einen Rollski-Wettkampf einem Auto auswich und sich seinen Stock durch das Bein stach.[3] Er konnte an allen Wettkämpfen des Weltcupwinters teilnehmen, gewann gemeinsam mit Martin Ponsiluoma, Torstein Stenersen und Sebastian Samuelsson das Staffelrennen in Hochfilzen und verbesserte sein bestes Einzelergebnis auf einen neunten Platz, den er im Kurz-Einzel von Canmore im Januar 2019 erzielte. Femling war dabei einer von nur drei Athleten unter 94 klassierten, die mit allen 20 Schüssen trafen. Insgesamt steigerte er seine Ergebnisse, erreichte bei den Weltmeisterschaften 2019 in drei Rennen die Top20 und qualifizierte sich damit erstmals in seiner Karriere für einen Massenstart. Er schloss die Saison 2019/20 als 46. des Gesamtweltcups ab.

PersönlichesBearbeiten

In seiner Jugend war Femling Artist im Jugendzirkus in der Nähe seiner Heimatstadt Gävle und trat als Einradfahrer und Diabolo-Jongleur auf.[4] Er hat zwei ältere Brüder und ist mit seiner Teamkollegin Anna Magnusson liiert.[5]

StatistikenBearbeiten

WeltcupsiegeBearbeiten

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 16. Dez. 2018 Osterreich  Hochfilzen Staffel (4×7,5 km)1

WeltcupplatzierungenBearbeiten

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixedstaffeln
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 1 1
2. Platz  
3. Platz 1 1
Top 10 1 14 15
Punkteränge 5 3 3 1 19 31
Starts 14 38 7 1 21 81
Stand: Saisonende 2019/20

Biathlon-WeltmeisterschaftenBearbeiten

Ergebnisse bei Weltmeisterschaften:

Weltmeisterschaft Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe
Jahr Ort Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Herrenstaffel Mixedstaffel
2015 Finnland  Kontiolahti 62. 78. 18. 16.
2016 Norwegen  Oslo 37. 7.
2019 Schweden  Östersund 67. 86.
2020 Italien  Antholz 17. 20. 16. 22. 10.

Olympische WinterspieleBearbeiten

Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen:

Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe
Sprint Verfolgung Einzel Massenstart Herrenstaffel Mixedstaffel
Olympische Winterspiele 2018   | Korea Sud  Pyeongchang 32. 42.   1.

WeblinksBearbeiten

Commons: Peppe Femling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Peter Jonsson: Från cirkusartist till skidskytt auf svt.se. Erschienen am 11. Juli 2013. Abgerufen am 25. April 2020.
  2. Första landslagen för säsongen nominerade auf skidskytte.se. Erschienen am 29. April 2013.
  3. Biathlon Olympic champion Peppe Femling suffers horror injury auf olympicchannel.com. Erschienen am 4. August 2018. Abgerufen am 25. April 2020.
  4. Johan Flinck: Från cirkusartist till OS-guld auf aftonbladet.se. Erschienen am 23. Februar 2018. Abgerufen am 25. April 2020.
  5. Kaderpräsentation auf skidskyttefunktionar.se. Abgerufen am 25. April 2020.