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Andrejs Rastorgujevs

lettischer Biathlet
Andrejs Rastorgujevs Biathlon
Andrejs Rastorgujevs bei der EM 2017
Verband LettlandLettland Lettland
Geburtstag 27. Mai 1988 (31 Jahre)
Geburtsort AlūksneLettische SSR,
Sowjetunion
Karriere
Beruf Student
Trainer Intars Berkulis
Debüt im Europacup/IBU-Cup 2008
Debüt im Weltcup 2009
Status aktiv
Medaillenspiegel
EM-Medaillen 2 × Gold 0 × Silber 2 × Bronze
SWM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 2 × Bronze
JSWM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
IBU Biathlon-Europameisterschaften
0Gold0 2014 Nové Město na Moravě Einzel
0Bronze0 2014 Nové Město na Moravě Sprint
0Bronze0 2017 Duszniki-Zdrój Verfolgung
0Gold0 2018 Ridnaun Sprint
IBU Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften
0Bronze0 2010 Duszniki-Zdrój Sprint
0Bronze0 2010 Duszniki-Zdrój Verfolgung
IBU Junioren-Sommerbiathlon-WM
0Gold0 2006 Ufa Verfolgung
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 13. (2017/18)
Einzelweltcup 06. (2017/18)
Sprintweltcup 05. (2017/18)
Verfolgungsweltcup 11. (2013/14)
Massenstartweltcup 06. (2013/14)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Sprint 0 1 0
Massenstart 0 1 0
letzte Änderung: 30. September 2018

Andrejs Rastorgujevs (* 27. Mai 1988 in Alūksne, Lettische SSR, Sowjetunion) ist ein lettischer Biathlet.

WerdegangBearbeiten

Andrejs Rastorgujevs ist Student und wird von Intars Berkulis trainiert. Sein erstes internationales Rennen bestritt er 2005 bei einem Einzel im Rahmen der Junioren-Weltmeisterschaften in Kontiolahti, das er als 68. beendete. Auch ein Jahr später startete der Lette in Presque Isle, nun in allen vier Rennen. Im Sprint belegte er Platz 29, verbesserte sich im Verfolger auf Rang 21 und belegte mit Platz zehn im Einzel eine Top-Ten-Platzierung. Mit der Staffel erreichte Rastorgujevs zudem Platz sechs. Im Sommer startete er erfolgreich bei den Junioren-Wettbewerben der Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften 2006 in Ufa. Bei den Crosslauf-Wettbewerben wurde er 21. im Sprint und 17. der Verfolgung, auf Rollskiern belegte er Rang sechs im Sprint und verbesserte sich in der Verfolgung bis auf den Goldrang. Seit der Saison 2006/07 startete Rastorgujevs auch regelmäßig im Junioren-Europacup. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2007 in Martell startete der Lette einzig im Einzel, in dem er 58. wurde. Mehr Einsätze hatte er bei den Junioren-Europameisterschaften in Bansko. 32. wurde er im Einzel, Achter im Sprint sowie 16. der Verfolgung. Im Sommer trat er erneut bei den Junioren-Wettbewerben der Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften 2007 in Otepää an und verpasste als Viertplatzierter im Sprint eine Medaille und wurde Sechster im anschließenden Verfolgungsrennen. Zum vierten Mal nahm Rastorgujevs in Ruhpolding an der Junioren-WM teil, ohne jedoch nennenswerte Ergebnisse zu erzielen. Auch die Junioren-EM in Nové Město na Moravě brachte als beste Resultate einen siebten Platz mit der Staffel und 28 im Einzel. Seine fünfte und letzte Junioren-WM bestritt er in Canmore. Im Einzel verpasste er als Elfter knapp die Top-Ten, im Sprint wurde er 20. und 17. der Verfolgung. Bei der Junioren-EM in Ufa belegte er im Sprint den achten Platz.

Seit 2008 startet Rastorgujevs im Leistungsbereich. Seine ersten Rennen bestritt er bei den Senioren im Rahmen des IBU-Cups. Erstes Rennen war ein Sprint in Obertilliach, bei dem er 32. wurde. Bestes Ergebnis ist in dieser Rennserie bislang ein neunter Platz, den er 2009 in einem Sprint in Idre belegte. Zum Auftakt der Saison 2009/10 debütierte der Lette in Östersund im Biathlon-Weltcup und wurde 17. mit der Staffel, nachdem er zuvor im Sprintrennen disqualifiziert wurde. Eigentlich platzierte er sich mit Rang 47 unerwartet gut, doch wurde er später wegen der Benutzung einer falschen Bahn disqualifiziert.[1] Seine besten Resultate erzielte er im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2010 von Vancouver. Rastorgujevs erreichte im Sprint einen 50. Platz, profitierte dabei jedoch auch von sich verbessernden Wetterumständen in einem nahezu irregulären Rennen. In seinem bislang einzigen Verfolgungsrennen fiel er auf den 58. Platz zurück. Es waren zugleich die besten Ergebnisse im Weltcup des Letten. Mit Edgars Piksons, Ilmārs Bricis und Kristaps Lībietis wurde er zudem im Staffelrennen 19. und damit Letzter. Im weiteren Verlauf des Jahres startete er in Duszniki-Zdrój bei den Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften 2010. Dort schaffte der Lette seinen internationalen Durchbruch, er gewann sowohl im Sprint wie auch in der Verfolgung die Bronzemedaillen. In Otepää nahm er zum Ende der Saison an den Biathlon-Europameisterschaften 2010 teil und erreichte die Platzierungen 15 im Einzel und 49 im Sprint. 2011 gewann Rastorgujevs in Oberhof als 40. eines Sprints seinen ersten Weltcuppunkt.

In der Weltcup-Saison 2012/2013 konnte Andrejs Rastorgujevs beim Verfolger in Pokljuka Platz 10 erreichen und kam zum ersten Mal in die Top-Ten im Weltcup. In Sotschi verpasste er im weiteren Saisonverlauf bei seiner bis dahin mit Abstand erfolgreichsten Saison als Viertplatzierter eines Einzels nur knapp seine erste Podiumsplatzierung. In der Folgesaison konnte er in Oberhof seine beste Platzierung wiederholen, nachdem er in einem Verfolgungsrennen dank fehlerfreier Schießleistung vom 28. auf den vierten Rang vor lief. Im abschließenden Rennen der Saison 2016/2017 lief er mit 2 Fehlern im Schießen im Massenstart auf Platz 2 hinter Martin Fourcade.

StatistikenBearbeiten

WeltcupplatzierungenBearbeiten

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixedstaffeln
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz  
2. Platz 1 1 2
3. Platz  
Top 10 3 12 10 5 3 33
Punkteränge 8 41 38 16 25 128
Starts 19 65 40 16 25 165
Stand: 9. März 2018

Olympische WinterspieleBearbeiten

Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen:

Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe
Sprint Verfolgung Einzel Massenstart Herrenstaffel Mixedstaffel
Olympische Winterspiele 2010   | Kanada  Vancouver 50. 58. 19.
Olympische Winterspiele 2014   | Russland  Sotschi 17. 9. 32. 14.
Olympische Winterspiele 2018   | Korea Sud  Pyeongchang 24. 12. 59. 28.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Andrejs Rastorgujevs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bricis 34., Rastorgujevam laba debija, ja nediskvalifcētu (labots). 5. Dezember 2009, archiviert vom Original am 27. Februar 2012; abgerufen am 7. Februar 2016 (lettisch).