Marte Olsbu Røiseland

norwegische Biathletin
Marte Olsbu Røiseland
Marte Olsbu 2016.jpg
Verband Norwegen Norwegen
Geburtstag 7. Dezember 1990 (31 Jahre)
Geburtsort Arendal, Norwegen
Größe 167[1] cm
Gewicht 62 kg
Karriere
Verein Froland
Trainer Sverre Huber Kaas,
Patrick Oberegger
Debüt im Europacup/IBU-Cup 2010
Debüt im Weltcup 2012
Weltcupsiege 32 (15 Einzelsiege)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 3 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
WM-Medaillen 11 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 3 × Bronzemedaille
EM-Medaillen 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
 Olympische Winterspiele
Silber 2018 Pyeongchang Sprint
Silber 2018 Pyeongchang Mixed-Staffel
Gold 2022 Peking Sprint
Gold 2022 Peking Verfolgung
Gold 2022 Peking Mixed-Staffel
Bronze 2022 Peking Einzel
Bronze 2022 Peking Massenstart
 Biathlon-Weltmeisterschaften
Gold 2016 Oslo Staffel
Bronze 2016 Oslo Mixed-Staffel
Gold 2019 Östersund Staffel
Gold 2019 Östersund Mixed-Staffel
Gold 2019 Östersund Single-Mixed-Staffel
Gold 2020 Antholz Sprint
Gold 2020 Antholz Massenstart
Gold 2020 Antholz Staffel
Gold 2020 Antholz Mixed-Staffel
Gold 2020 Antholz Single-Mixed-Staffel
Bronze 2020 Antholz Verfolgung
Bronze 2020 Antholz Einzel
Gold 2021 Pokljuka Staffel
Gold 2021 Pokljuka Mixed-Staffel
 Biathlon-Europameisterschaften
Gold 2014 Nové Město Sprint
Bronze 2014 Nové Město Staffel
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 1. (2021/22), 2. (2020/21)
Einzelweltcup 6. (2019/20)
Sprintweltcup 1. (2021/22), 2. (2020/21)
Verfolgungsweltcup 1. (2021/22), 2. (2018/19, 2020/21)
Massenstartweltcup 4. (2018/19, 2020/21)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Einzel 0 0 1
Sprint 6 2 4
Verfolgung 7 3 3
Massenstart 2 0 1
Staffel 17 5 6
letzte Änderung: 6. März 2022

Marte Olsbu Røiseland, geb. Marte Olsbu (* 7. Dezember 1990 in Arendal) ist eine norwegische Biathletin. Sie ist elfmalige Weltmeisterin und wurde bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking dreimalige Olympiasiegerin im Sprint, in der Verfolgung und mit der norwegischen Mixed-Staffel.

KarriereBearbeiten

Marte Olsbu Røiseland lebt in Froland und startet für den örtlichen Verein. Sie gehört seit 2011 dem norwegischen Nationalkader an. Sie gab ihr internationales Debüt zum Auftakt der Saison 2010/11 in Beitostølen im IBU-Cup und gewann als 31. eines Sprints sogleich Punkte. Erste internationale Meisterschaften wurden die Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften 2011 in Nové Město na Moravě. Olsbu wurde Neunte des Einzels, 37. des Sprints und 27. des Verfolgungsrennens. In der Saison 2011/12 nahm sie regelmäßig am IBU-Cup teil. In Canmore erreichte sie als Zehntplatzierte ihr bestes Resultat in der Saison. Zum Auftakt der Saison 2012/13 verpasste sie in Idre als 40. und 29. in Sprintrennen zwar nennenswerte Ergebnisse, wurde dennoch eine Woche später in Östersund erstmals im Weltcup eingesetzt. Dort erreichte sie bei einem Einzel mit Rang 28 sofort eine Platzierung in den Punkten. In der Saison 2013/14 erreichte sie bei einem Sprint in Pokljuka, ihrem ersten Einsatz der Saison in der obersten Wettkampfserie des Biathlonsports, als Zehnte erstmals eine Platzierung unter den besten Zehn.

National gewann Røiseland bei den Meisterschaften 2011 in Målselv hinter Tora Berger die Vizemeisterschaft im Einzel, 2012 in Trondheim hinter Tora Berger und Synnøve Solemdal die Bronzemedaille im Massenstartrennen.

Zur Saison 2014/15 wurde Røiseland in den A-Nationalkader Norwegens berufen. In dieser Saison startete sie das erste Mal bei den Biathlon-Weltmeisterschaften. Im Sprint erreichte sie den 30. Platz und mit der Staffel wurde sie vierte. In der folgenden Saison nahm sie an den Weltmeisterschaften in Oslo teil. Nachdem sie mit der Mixed-Staffel die Bronzemedaille gewann, verfehlte sie im Sprint die Top-Ten mit einem elften Platz knapp. Zusammen mit Synnøve Solemdal, Fanny Horn Birkeland und Tiril Eckhoff gewann sie das Staffelrennen mit fünf Sekunden Vorsprung vor Frankreich.

Zu Beginn der Saison 2016/17 gewann Røiseland erneut ein Staffelrennen, dieses Mal die Mixed-Staffel mit Birkeland, Ole Einar Bjørndalen und Johannes Thingnes Bø. Diese Saison war ihre bis dahin beste, welche sie als zwölfte in der Gesamtwertung beendete.

2018 qualifizierte sich Marte Olsbu Røiseland für ihre ersten Olympischen Spiele als beste im Weltcup liegende Norwegerin. Im ersten Rennen, dem Sprint, gewann sie die Silbermedaille, ebenso in der Mixedstaffel, hier gemeinsam mit Tiril Eckhoff, Johannes Thingnes Bø und Emil Hegle Svendsen. Die Saison beendete sie als 14. der Gesamtwertung.

Im ersten Drittel der Saison 2018/19 konnte Røiseland ihre ersten Weltcupsieg im Sprint im tschechischen Nové Město vor Laura Dahlmeier und Paulína Fialková feiern. Die anschließende Verfolgung konnte sie ebenfalls für sich entscheiden. Im Januar konnte sie mit mehreren Ergebnissen unter den besten zehn, darunter ein dritter Platz in Antholz, an diese Erfolge anknüpfen. Beim Nordamerika-Weltcup in Soldier Hollow erreichte sie im Sprint ihren dritten Rennerfolg. Bei den Weltmeisterschaften in Östersund gewann sie zwar in keinem Einzelrennen eine Medaille, dafür aber in allen drei Staffelwettbewerben Gold. Insgesamt wurde sie im Gesamtweltcup Vierte.

Bei den Weltmeisterschaften in Antholz stellte Olsbu Røiseland einen von Laura Dahlmeier aufgestellten Rekord ein, indem sie in allen Disziplinen eine Medaille gewann. Da die Single-Mixed-Staffel erst seit 2019 bei Weltmeisterschaften ausgetragen wird, gewann sie, mit sieben Medaillen, eine Medaille mehr als Dahlmeier. Insgesamt waren es fünf Goldmedaillen und zwei Bronzemedaillen. Dies gelang vorher keinem einzigen Sportler im Biathlon.

PrivatesBearbeiten

Marte Olsbu heiratete am 11. August 2018 den Biathlontrainer Sverre Røiseland (* 1990), mit dem sie schon seit der Zeit ihres Besuches des Skigymnasiums Sirdal befreundet ist.[2] Beide tragen jetzt den Familiennamen Olsbu Røiseland.[3]

StatistikenBearbeiten

WeltcupsiegeBearbeiten

Einzelrennen Staffelrennen
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 21. Dez. 2018 Tschechien  Nové Město Sprint
2. 22. Dez. 2018 Tschechien  Nové Město Verfolgung
3. 14. Feb. 2019 Vereinigte Staaten  Soldier Hollow Sprint
4. 9. Jan. 2020 Deutschland  Oberhof Sprint
5. 14. Feb. 2020 Italien  Antholz (WM) Sprint
6. 23. Feb. 2020 Italien  Antholz (WM) Massenstart
7. 13. Dez. 2020 Osterreich  Hochfilzen Verfolgung
8. 20. Dez. 2020 Osterreich  Hochfilzen Massenstart
9. 22. März 2021 Schweden  Östersund Verfolgung
10. 4. Dez. 2021 Schweden  Östersund Verfolgung
11. 12. Dez. 2021 Osterreich  Hochfilzen Verfolgung
12. 16. Dez. 2021 Frankreich  Le Grand-Bornand Sprint
13. 7. Jan. 2022 Deutschland  Oberhof Sprint
14. 9. Jan. 2022 Deutschland  Oberhof Verfolgung
15. 16. Jan. 2022 Deutschland  Ruhpolding Verfolgung
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 11. März 2016 Norwegen  Oslo (WM) Staffel 1
2. 27. Nov. 2016 Schweden  Östersund Mixed-Staffel2
3. 7. März 2019 Schweden  Östersund (WM) Mixed-Staffel3
4. 14. März 2019 Schweden  Östersund (WM) Single-Mixed-Staffel4
5. 16. März 2019 Schweden  Östersund (WM) Staffel5
6. 8. Dez. 2019 Schweden  Östersund Staffel6
7. 14. Dez. 2019 Osterreich  Hochfilzen Staffel6
8. 11. Jan. 2020 Deutschland  Oberhof Staffel5
9. 17. Jan. 2020 Deutschland  Ruhpolding Staffel6
10. 13. Feb. 2020 Italien  Antholz (WM) Mixed-Staffel7
11. 20. Feb. 2020 Italien  Antholz (WM) Single-Mixed-Staffel4
12. 22. Feb. 2020 Italien  Antholz (WM) Staffel5
13. 12. Dez. 2020 Osterreich  Hochfilzen Staffel6
14. 10. Feb. 2021 Slowenien  Pokljuka (WM) Mixed-Staffel8
15. 20. Feb. 2021 Slowenien  Pokljuka (WM) Staffel9
16. 14. März 2021 Tschechien  Nové Město Staffel7
17. 3. März 2022 Finnland  Kontiolahti Staffel9
2 mit Fanny Horn Birkeland, Ole Einar Bjørndalen und Johannes Thingnes Bø
3 mit Tiril Eckhoff, Johannes Thingnes Bø und Vetle Sjåstad Christiansen
4 mit Johannes Thingnes Bø
5 mit Synnøve Solemdal, Ingrid Landmark Tandrevold und Tiril Eckhoff
6 mit Karoline Offigstad Knotten, Ingrid Landmark Tandrevold und Tiril Eckhoff
7 mit Tiril Eckhoff, Johannes Thingnes Bø und Tarjei Bø
8 mit Sturla Holm Lægreid, Johannes Thingnes Bø und Tiril Eckhoff
9 mit Ingrid Landmark Tandrevold, Tiril Eckhoff und Ida Lien

WeltcupplatzierungenBearbeiten

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixedstaffeln
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 6 7 2 17 32
2. Platz 2 3 5 10
3. Platz 1 6 3 1 6 17
Top 10 3 30 28 17 45 123
Punkteränge 16 52 48 26 47 189
Starts 21 68 51 26 47 213
Stand: 7. Januar 2022

Olympische WinterspieleBearbeiten

Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen:

Olympische Winterspiele Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Mixedstaffel
Jahr Ort
2018 Korea Sud  Pyeongchang 71.   2. 4. 8. 4.   2.
2022 China Volksrepublik  Peking   3.   1.   1.   3. 4.   1.

WeltmeisterschaftenBearbeiten

Weltmeisterschaften Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Mixedstaffel Single-Mixedstaffel
Jahr Ort
2015 Finnland  Kontiolahti 30. 41. 4.
2016 Norwegen  Oslo 42. 11. 16. 7. 1. 3.
2017 Osterreich  Hochfilzen 58. 54. 16. 29. 11. 8.
2019 Schweden  Östersund 23. 25. 4. 7. 1. 1. 1.
2020 Italien  Antholz 3. 1. 3. 1. 1. 1. 1.
2021 Slowenien  Pokljuka 20. 6. 9. 4. 1. 1.

JuniorenweltmeisterschaftenBearbeiten

Ergebnisse bei den Juniorenweltmeisterschaften:

Weltmeisterschaften Einzel Sprint Verfolgung Staffel
Jahr Ort
2011 Tschechien  Nové Město 9. 37. 27.

WeblinksBearbeiten

Commons: Marte Olsbu Røiseland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Marte Olsbu Røiseland. Weltski.de, abgerufen am 23. Februar 2020.
  2. Slik feires Olsbu-bryllupet over tre dager [So wird die Olsbu-Hochzeit 3 Tage lang gefeiert]. (Nicht mehr online verfügbar.) Agderposten, 7. August 2018, ehemals im Original; abgerufen am 15. März 2019 (norwegisch).@1@2Vorlage:Toter Link/polopoly.prod.agp.cloud.atex.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  3. Nye etternavn etter Olsbu-bryllupet [Neuer Nachname nach der Olsbu-Hochzeit]. (Nicht mehr online verfügbar.) Agderposten, 21. August 2018, archiviert vom Original am 3. September 2018; abgerufen am 15. März 2019 (norwegisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/polopoly.prod.agp.cloud.atex.com