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Großer Preis von Großbritannien 2000

Formel-1-Rennen

Der Große Preis von Großbritannien 2000 fand am 23. April auf dem Silverstone Circuit in Silverstone statt und war das vierte Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2000. Sieger wurde David Coulthard (McLaren-Mercedes) vor Mika Häkkinen (McLaren-Mercedes) und Michael Schumacher (Ferrari).

Flag of the United Kingdom.svg Großer Preis von Großbritannien 2000
Renndaten
4. von 17 Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2000
Streckenprofil
Name: LIII RAC British Grand Prix
Datum: 23. April 2000
Ort: Silverstone
Kurs: Silverstone Circuit
Länge: 308,4 km in 60 Runden à 5,141 km

Wetter: bewölkt, aber trocken
Zuschauer: ~ 130.000
Pole-Position
Fahrer: BrasilienBrasilien Rubens Barrichello ItalienItalien Ferrari
Zeit: 1:25,703 min
Schnellste Runde
Fahrer: FinnlandFinnland Mika Häkkinen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren-Mercedes
Zeit: 1:26,217 min (Runde 56)
Podium
Erster: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich David Coulthard Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren-Mercedes
Zweiter: FinnlandFinnland Mika Häkkinen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren-Mercedes
Dritter: DeutschlandDeutschland Michael Schumacher ItalienItalien Ferrari

Inhaltsverzeichnis

BerichteBearbeiten

HintergrundBearbeiten

Nach dem Großen Preis von San Marino führte Michael Schumacher die Fahrerwertung mit 21 Punkten vor Rubens Barrichello und mit 22 Punkten vor Giancarlo Fisichella an. Ferrari führte in der Konstrukteurswertung mit 29 Punkten vor McLaren-Mercedes und mit 31 Punkten vor Benetton-Supertec.

Eddie Irvine bestritt beim Großen Preis von Großbritannien seinen 100. Grand Prix.

Mit Jacques Villeneuve (zweimal), Johnny Herbert, Michael Schumacher und David Coulthard (jeweils einmal) traten vier ehemalige Sieger zu diesem Grand Prix an.

TrainingBearbeiten

Im Freitagstraining, das zunächst unter trockenen Verhältnissen und später unter Regen stattfand, erzielte Heinz-Harald Frentzen die schnellste Runde vor Eddie Irvine und Coulthard.[1] Das Samstagstraining fand bei Regenwetter statt. Mika Häkkinen kam mit den Bedingungen am besten zurecht und erzielte die schnellste Runde vor Michael Schumacher und Coulthard.[2]

QualifyingBearbeiten

Im Qualifying auf abtrocknender Strecke fuhr Barrichello die schnellste Runde und erzielte seine erste Pole-Position für Ferrari. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Frentzen und Häkkinen.

Warm UpBearbeiten

Das Warm Up fand auf trockener Strecke statt. Coulthard erzielte am Sonntagmorgen die schnellste Runde vor Pedro de la Rosa und Ralf Schumacher.[3]

RennenBearbeiten

Beim Start konnte Barrichello seine Führungsposition vor Frentzen verteidigen. Coulthard überholte seinen Teamkollegen und belegte die dritte Position. Hinter Häkkinen folgten Jenson Button, Villeneuve, Ralf Schumacher, Michael Schumacher, Jos Verstappen und Irvine. Schon in der zweiten Runde gelang es Ralf Schumacher Villeneuve zu überholen.

In den nächsten Runden gelang es den ersten sechs Piloten sich vom restlichen Feld abzusetzen. Nach 20 Runden musste Verstappen das Rennen mit einem Elektronikdefekt aufgeben. Wenig später ereilte auch seinem Teamkollegen de la Rosa, der auf den letzten Platz zurückgefallen war, das gleiche Schicksal. Nachdem Frentzen in der 24. Runde seinen Boxenstopp absolviert hatte, führte Barrichello das Rennen vor den McLaren-Piloten Coulthard und Häkkinen an. In der 28. Runde wurde er von seinem Team über Probleme an seiner Hydraulik informiert. Infolgedessen fiel der Ferrari-Pilot mit Fehlern auf und Coulthard konnte den Rückstand auf ihn aufholen. Eine Runde später gelang es Coulthard Barrichello am Ende der Hanger-Geraden außen herum in der Stowe zu überholen.

Coulthard behielt die Führung bis zu seinem Boxenstopp und gab die erste Position erneut an Barrichello, der noch nicht an der Box war, ab. Nach 35 Runde war das Hydraulikproblem an Barrichellos Ferrari so stark, dass er das Rennen aufgeben musste. Eine Runde später schied auch sein Landsmann Ricardo Zonta aufgrund eines Drehers aus. Die Führung ging nach Barrichellos Ausfall zunächst an seinen Teamkollegen Michael Schumacher. Allerdings musste der Ferrari-Pilot wenig später seinen Boxenstopp absolvieren und gab die Führung an Frentzen ab. Während Coulthard nach Frentzens Boxenstopp wieder die Führung übernahm, gelang es Frentzen nicht vor Michael Schumacher zu bleiben.

Nachdem Nick Heidfeld in der 52. Runde mit einem Motorschaden ausgefallen war, fielen wenig später auch Frentzen und Villeneuve, die zum Zeitpunkt ihres Ausfalls in den Punkterängen lagen, mit technischen Problemen aus. Coulthard erreichte schließlich als Erster das Ziel und gewann das Rennen vor Häkkinen und Michael Schumacher. Es war der erste Sieg des Briten in dieser Saison und das erste Rennen dieser Saison, das nicht von Michael Schumacher gewonnen wurde. Die restlichen Punkte gingen an Ralf Schumacher, Button und Jarno Trulli.

In der Weltmeisterschaft behielt Michael Schumacher seine Führungsposition. Coulthard übernahm die zweite, Häkkinen die dritte Position. Bei den Konstrukteuren konnte McLaren-Mercedes Punkte auf Ferrari gut machen und die zweite Position festigen.

MeldelisteBearbeiten

Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen
Vereinigtes Konigreich  West McLaren Mercedes 1 Finnland  Mika Häkkinen McLaren MP4/15 Mercedes-Benz 3.0 V10 B
2 Vereinigtes Konigreich  David Coulthard
Italien  Scuderia Ferrari Marlboro 3 Deutschland  Michael Schumacher Ferrari F1-2000 Ferrari 3.0 V10 B
4 Brasilien  Rubens Barrichello
Vereinigtes Konigreich  Benson and Hedges Jordan 5 Deutschland  Heinz-Harald Frentzen Jordan EJ10 Mugen-Honda 3.0 V10 B
6 Italien  Jarno Trulli
Vereinigtes Konigreich  Jaguar Racing 7 Vereinigtes Konigreich  Eddie Irvine Jaguar R1 Cosworth 3.0 V10 B
8 Vereinigtes Konigreich  Johnny Herbert
Vereinigtes Konigreich  BMW Williams F1 Team 9 Deutschland  Ralf Schumacher Williams FW22 BMW 3.0 V10 B
10 Vereinigtes Konigreich  Jenson Button
Italien  Mild Seven Benetton Playlife 11 Italien  Giancarlo Fisichella Benetton B200 Supertec 3.0 V10 B
12 Osterreich  Alexander Wurz
Frankreich  Gauloises Prost Peugeot 14 Frankreich  Jean Alesi Prost AP03 Peugeot 3.0 V10 B
15 Deutschland  Nick Heidfeld
Schweiz  Red Bull Sauber Petronas 16 Brasilien  Pedro Diniz Sauber C19 Petronas 3.0 V10 B
17 Finnland  Mika Salo
Vereinigtes Konigreich  Arrows F1 Team 18 Spanien  Pedro de la Rosa Arrows A21 Supertec 3.0 V10 B
19 Niederlande  Jos Verstappen
Italien  Telefonica Minardi Fondmetal 20 Spanien  Marc Gené Minardi M02 Fondmetal 3.0 V10 B
21 Argentinien  Gastón Mazzacane
Vereinigtes Konigreich  Lucky Strike Reynard BAR Honda 22 Kanada  Jacques Villeneuve BAR 002 Honda 3.0 V10 B
23 Brasilien  Ricardo Zonta

KlassifikationenBearbeiten

QualifyingBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Zeit Start
01 Brasilien  Rubens Barrichello Italien  Ferrari 1:25,703 01
02 Deutschland  Heinz-Harald Frentzen Vereinigtes Konigreich  Jordan-Mugen 1:25,706 02
03 Finnland  Mika Häkkinen Vereinigtes Konigreich  McLaren-Mercedes 1:25,741 03
04 Vereinigtes Konigreich  David Coulthard Vereinigtes Konigreich  McLaren-Mercedes 1:26,088 04
05 Deutschland  Michael Schumacher Italien  Ferrari 1:26,161 05
06 Vereinigtes Konigreich  Jenson Button Vereinigtes Konigreich  Williams-BMW 1:26,733 06
07 Deutschland  Ralf Schumacher Vereinigtes Konigreich  Williams-BMW 1:26,786 07
08 Niederlande  Jos Verstappen Vereinigtes Konigreich  Arrows-Supertec 1:26,793 08
09 Vereinigtes Konigreich  Eddie Irvine Vereinigtes Konigreich  Jaguar-Cosworth 1:26,818 09
10 Kanada  Jacques Villeneuve Vereinigtes Konigreich  BAR-Honda 1:27,025 10
11 Italien  Jarno Trulli Vereinigtes Konigreich  Jordan-Mugen 1:27,164 11
12 Italien  Giancarlo Fisichella Italien  Benetton-Supertec 1:27,253 12
13 Brasilien  Pedro Diniz Schweiz  Sauber-Petronas 1:27,301 13
14 Vereinigtes Konigreich  Johnny Herbert Vereinigtes Konigreich  Jaguar-Cosworth 1:27,461 14
15 Frankreich  Jean Alesi Frankreich  Prost-Peugeot 1:27,559 15
16 Brasilien  Ricardo Zonta Vereinigtes Konigreich  BAR-Honda 1:27,772 16
17 Deutschland  Nick Heidfeld Frankreich  Prost-Peugeot 1:27,806 17
18 Finnland  Mika Salo Schweiz  Sauber-Petronas 1:28,110 18
19 Spanien  Pedro de la Rosa Vereinigtes Konigreich  Arrows-Supertec 1:28,135 19
20 Osterreich  Alexander Wurz Italien  Benetton-Supertec 1:28,205 20
21 Spanien  Marc Gené Italien  Minardi-Fondmetal 1:28,253 21
22 Argentinien  Gastón Mazzacane Italien  Minardi-Fondmetal 1:29,174 22

RennenBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Stopps Zeit Start Schnellste Runde
01 Vereinigtes Konigreich  David Coulthard Vereinigtes Konigreich  McLaren-Mercedes 60 1 1:28:50,108 04 1:27,093 (31.)
02 Finnland  Mika Häkkinen Vereinigtes Konigreich  McLaren-Mercedes 60 1 + 1,480 03 1:26,217 (56.)
03 Deutschland  Michael Schumacher Italien  Ferrari 60 1 + 9,920 05 1:26,428 (59.)
04 Deutschland  Ralf Schumacher Vereinigtes Konigreich  Williams-BMW 60 2 + 41,315 07 1:26,998 (49.)
05 Vereinigtes Konigreich  Jenson Button Vereinigtes Konigreich  Williams-BMW 60 2 + 57,762 06 1:27,631 (44.)
06 Italien  Jarno Trulli Vereinigtes Konigreich  Jordan-Mugen 60 1 + 1:19,276 11 1:27,824 (36.)
07 Italien  Giancarlo Fisichella Italien  Benetton-Supertec 59 2 + 1 Runde 12 1:28,116 (32.)
08 Finnland  Mika Salo Schweiz  Sauber-Petronas 59 2 + 1 Runde 18 1:28,178 (32.)
09 Osterreich  Alexander Wurz Italien  Benetton-Supertec 59 2 + 1 Runde 20 1:28,487 (34.)
10 Frankreich  Jean Alesi Frankreich  Prost-Peugeot 59 2 + 1 Runde 15 1:28,388 (43.)
11 Brasilien  Pedro Diniz Schweiz  Sauber-Petronas 59 2 + 1 Runde 13 1:28,037 (52.)
12 Vereinigtes Konigreich  Johnny Herbert Vereinigtes Konigreich  Jaguar-Cosworth 59 2 + 1 Runde 14 1:28,001 (53.)
13 Vereinigtes Konigreich  Eddie Irvine Vereinigtes Konigreich  Jaguar-Cosworth 59 2 + 1 Runde 09 1:28,009 (54.)
14 Spanien  Marc Gené Italien  Minardi-Fondmetal 59 2 + 1 Runde 21 1:28,557 (39.)
15 Argentinien  Gastón Mazzacane Italien  Minardi-Fondmetal 59 2 + 1 Runde 22 1:28,665 (54.)
16 Kanada  Jacques Villeneuve Vereinigtes Konigreich  BAR-Honda 56 1 DNF 10 1:28,093 (32.)
17 Deutschland  Heinz-Harald Frentzen Vereinigtes Konigreich  Jordan-Mugen 54 2 DNF 02 1:27,286 (41.)
Deutschland  Nick Heidfeld Frankreich  Prost-Peugeot 51 2 DNF 17 1:28,803 (41.)
Brasilien  Ricardo Zonta Vereinigtes Konigreich  BAR-Honda 36 1 DNF 16 1:27,655 (27.)
Brasilien  Rubens Barrichello Italien  Ferrari 35 0 DNF 01 1:27,496 (34.)
Spanien  Pedro de la Rosa Vereinigtes Konigreich  Arrows-Supertec 26 1 DNF 19 1:28,867 (25.)
Niederlande  Jos Verstappen Vereinigtes Konigreich  Arrows-Supertec 20 0 DNF 08 1:29,546 (12.)

WM-Stände nach dem RennenBearbeiten

Die ersten sechs des Rennens bekamen 10, 6, 4, 3, 2 bzw. 1 Punkt(e).

FahrerwertungBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
01 Deutschland  Michael Schumacher Ferrari 34
02 Vereinigtes Konigreich  David Coulthard McLaren-Mercedes 14
03 Finnland  Mika Häkkinen McLaren-Mercedes 12
04 Brasilien  Rubens Barrichello Ferrari 9
05 Deutschland  Ralf Schumacher Williams-BMW 9
06 Italien  Giancarlo Fisichella Benetton-Supertec 8
07 Kanada  Jacques Villeneuve BAR-Honda 5
08 Deutschland  Heinz-Harald Frentzen Jordan-Mugen 4
09 Italien  Jarno Trulli Jordan-Mugen 4
10 Vereinigtes Konigreich  Jenson Button Williams-BMW 3
11 Finnland  Mika Salo Sauber-Petronas 1
Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
12 Brasilien  Ricardo Zonta BAR-Honda 1
13 Osterreich  Alexander Wurz Benetton-Supertec 0
14 Vereinigtes Konigreich  Eddie Irvine Jaguar-Cosworth 0
15 Niederlande  Jos Verstappen Arrows-Supertec 0
16 Brasilien  Pedro Diniz Sauber-Petronas 0
17 Spanien  Marc Gené Minardi-Fondmetal 0
18 Spanien  Pedro de la Rosa Arrows-Supertec 0
19 Deutschland  Nick Heidfeld Prost-Peugeot 0
20 Vereinigtes Konigreich  Johnny Herbert Jaguar-Cosworth 0
21 Argentinien  Gastón Mazzacane Minardi-Fondmetal 0
22 Frankreich  Jean Alesi Prost-Peugeot 0

KonstrukteurswertungBearbeiten

Pos. Konstrukteur Punkte
01 Italien  Ferrari 43
02 Vereinigtes Konigreich  McLaren-Mercedes 26
03 Vereinigtes Konigreich  Williams-BMW 12
04 Italien  Benetton-Supertec 8
05 Vereinigtes Konigreich  Jordan-Mugen 8
06 Vereinigtes Konigreich  BAR-Honda 6
Pos. Konstrukteur Punkte
07 Schweiz  Sauber-Petronas 1
08 Vereinigtes Konigreich  Arrows-Supertec 0
09 Vereinigtes Konigreich  Jaguar-Cosworth 0
10 Italien  Minardi-Fondmetal 0
11 Frankreich  Prost-Peugeot 0

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. „1. Freies Training“ (Memento des Originals vom 23. März 2008 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.motorsportarchiv.de (motorsportarchiv.de; abgerufen am 9. Januar 2011)
  2. „2. Freies Training“ (Memento des Originals vom 11. Januar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.motorsportarchiv.de (motorsportarchiv.de; abgerufen am 9. Januar 2011)
  3. „4. Warm up“@1@2Vorlage:Toter Link/www.motorsportarchiv.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (motorsportarchiv.de; abgerufen am 9. Januar 2011)

WeblinksBearbeiten