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Johnny Herbert

britischer Automobilrennfahrer

Johnny Paul Herbert (* 25. Juni 1964 in Romford) ist ein britischer Automobilrennfahrer. Er startete zwischen 1989 und 2000 in der Formel 1 und gewann drei Grand-Prix-Rennen.

Johnny Herbert
Johnny Herbert 2006
Nation: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Formel-1-Weltmeisterschaft
Erster Start: Großer Preis von Brasilien 1989
Letzter Start: Großer Preis von Malaysia 2000
Konstrukteure
1989 Benetton • 1989 Tyrrell • 1990–1994 Lotus • 1994 Ligier • 1994–1995 Benetton • 1996–1998 Sauber • 1999 Stewart • 2000 Jaguar
Statistik
WM-Bilanz: WM-Vierter (1995)
Starts Siege Poles SR
161 3
WM-Punkte: 98
Podestplätze: 7
Führungsrunden: 44 über 226,9 km

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

 
Herbert auf dem Weg zu seinem ersten GP-Sieg am 14. Juli 1995 in Silverstone im Benetton B195
 
Herbert im Audi R8, Le Mans 2004

Herbert begann seine Motorsportkarriere 1983 in der Formel Ford, wo er 1985 das traditionsreiche Formel-Ford-Festival in Brands Hatch für sich entschied. 1987 gewann er die Britische Formel-3-Meisterschaft, 1988 trat er in der Formel 3000 an. Dort brach er sich bei einem schweren Unfall in Brands Hatch die Füße mehrfach und konnte die Meisterschaft nicht zu Ende fahren. Für 1989 hatte er bereits vor dem Unfall einen Formel-1-Vertrag bei Benetton unterzeichnet.

Trotz schwieriger Genesung trat Herbert 1989 in Rio de Janeiro zu seinem Debüt in der Formel 1 an und wurde als Vierter abgewunken. Aufgrund seiner Verletzungen vermochte Herbert jedoch nicht hart genug zu bremsen, wodurch seine Leistungen auf manchen Rennstrecken zurückfielen. So wurde er nach dem sechsten Saisonrennen bei Benetton durch den Italiener Emanuele Pirro ersetzt.

1990 musste Herbert für ein Jahr in die Formel 3000 zurückkehren, weil er sich noch nicht gänzlich von dem schweren Unfall in Brands Hatch 1988 erholt hatte. 1991 ersetzte er zunächst für einige Rennen Julian Bailey bei Lotus, wurde jedoch zwischenzeitlich gegen den Deutschen Michael Bartels ausgetauscht. Als dieser sich jedoch für kein einziges Rennen qualifizieren konnte, kehrte Herbert ins Team zurück und wurde vom englischen Traditionsrennstall von 1992 bis 1994 neben Mika Häkkinen als Stammfahrer verpflichtet. Zwischenzeitlich nahm Herbert auch am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil (1991 auf Mazda) und konnte dieses zusammen mit dem Belgier Bertrand Gachot und dem Deutschen Volker Weidler gewinnen.

Herbert nahm in der Formel 1 an 161 Rennen teil, von denen er drei gewinnen konnte. 1995 wurde er mit Benetton-Renault nach Siegen in Silverstone und Monza WM-Vierter. Seinen dritten Sieg fuhr Herbert 1999 für das Stewart-Team beim Chaos-Rennen auf dem Nürburgring ein. Zum Saisonende 2000 beendete der Brite seine aktive Formel-1-Karriere vorübergehend, kehrte aber 2001 nochmal als Testfahrer für Arrows zurück.

Während der Saison 2005 wurde er vom Team Jordan als Teammanager mit Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit verpflichtet. Diese Funktion behielt Herbert auch nach dem Verkauf des Teams und der Umbenennung in Midland F1 bzw. Spyker F1. Nach dem abermaligen Verkauf an den indischen Investor Vijay Mallya wurde Herberts Vertrag nicht verlängert.

Im Jahre 2007 war er an der Gründung einer neuen Rennserie im nahen Osten, der Speedcar Series, beteiligt, und nahm auch an der ersten Saison, der Speedcar-Series-Saison 2007/08, als Fahrer teil. 2009 startete Herbert in der britischen Tourenwagenserie BTCC. 2010 startete er in der italienischen Superstars-Serie. 2011 nahm er am 24h-Rennen auf dem Nürburgring mit einem VW Golf24 teil.[1]

Statistik/ErfolgeBearbeiten

Grand-Prix-SiegeBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1990 Japan  Mazdaspeed Co. Ltd. Mazda 787 Belgien  Bertrand Gachot Deutschland  Volker Weidler Ausfall Motorschaden
1991 Japan  Mazdaspeed Co. Ltd. Mazda 787B Belgien  Bertrand Gachot Deutschland  Volker Weidler Gesamtsieg
1992 Japan  Mazdaspeed Co. Ltd. Mazda MXR-01 Belgien  Bertrand Gachot Deutschland  Volker Weidler Brasilien  Maurizio Sandro Sala Rang 4
2001 Vereinigte Staaten  Champion Racing Audi R8 Belgien  Didier Theys Deutschland  Ralf Kelleners Ausfall Motorschaden
2002 Vereinigte Staaten  Audi Sport North America Audi R8 Italien  Rinaldo Capello Italien  Christian Pescatori Rang 2
2003 Vereinigtes Konigreich  Team Bentley Bentley Speed 8 Vereinigtes Konigreich  Mark Blundell Australien  David Brabham Rang 2
2004 Vereinigtes Konigreich  Audi Sport UK Team Veloqx Audi R8 Vereinigtes Konigreich  Jamie Davies Vereinigtes Konigreich  Guy Smith Rang 2
2007 Vereinigtes Konigreich  Aston Martin Racing Aston Martin DBR9 Niederlande  Peter Kox Tschechien  Tomáš Enge Rang 9

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2002 Vereinigte Staaten  Audi Sport North America Audi R8 Italien  Rinaldo Capello Italien  Christian Pescatori Gesamtsieg
2003 Vereinigtes Konigreich  Team Bentley Bentley Speed 8 Australien  David Brabham Vereinigtes Konigreich  Mark Blundell Rang 3
2004 Vereinigtes Konigreich  Audi Sport UK Team Veloqx Audi R8 Vereinigtes Konigreich  Guy Smith Vereinigtes Konigreich  Jamie Davies Rang 3

WeblinksBearbeiten

  Commons: Johnny Herbert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 39. ADAC Zurich 24h-Rennen 23. – 26. Juni 2011. Vorläufige Teilnehmerliste. Stand: 24. Mai 2011. (Memento des Originals vom 2. September 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hil-speed.de