Formel-1-Weltmeisterschaft 1994

Saison der Formel-1-Weltmeisterschaft

Die Formel-1-Weltmeisterschaft 1994 war die 45. Saison der Formel-1-Weltmeisterschaft. Sie wurde über 16 Rennen in der Zeit vom 27. März 1994 bis zum 13. November 1994 ausgetragen. Michael Schumacher gewann seine erste von sieben Fahrer-Weltmeisterschaften, das Williams-Team wurde zum siebten Mal insgesamt und dritten Mal in Folge Konstrukteursweltmeister. Die Saison wurde von mehreren schweren Unfällen überschattet, davon zwei tödlichen Unfällen während des Rennwochenendes zum Großen Preis von San Marino in Imola. Der Österreicher Roland Ratzenberger starb nach einem Unfall noch während des Trainings, der Brasilianer Ayrton Senna nach einer Reihe von Zwischenfällen durch einen Unfall im Rennen. Beim Training zum Großen Preis von Monaco verunglückte Karl Wendlinger so schwer, dass er mehrere Wochen im Koma lag und einige Zeit später seine Formel-1-Karriere beenden musste.

Formel-1-Weltmeisterschaft 1994
Benetton B 194 4841.JPG

Weltmeister
Fahrer: DeutschlandDeutschland Michael Schumacher
Konstrukteur: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Williams-Renault
Saisondaten
Anzahl Rennen: 16
< Saison 1993

Saison 1995 >

Änderungen 1994Bearbeiten

ReglementBearbeiten

Hinsichtlich des technischen Reglements stellte das Jahr 1994 eine Zäsur dar: Sämtliche Fahrhilfen wie aktive Radaufhängung, ABS, Traktionskontrolle und Launch Control wurden verboten. Entsprechende Hilfsmittel hatten in den Vorjahren vor allem den etablierten, finanzstarken Teams zur Verfügung gestanden und deren Vormachtstellung zementiert, was als ursächlich dafür angesehen wurde, dass seit 1989 jedes Jahr mehrere kleinere Rennställe den Betrieb eingestellt hatten. Zudem wurde das seit 1984 bestehende Verbot für Nachtanken während des Rennens wieder aufgehoben.

Nach den Unfällen zu Saisonbeginn wurden ab dem Großen Preis von Spanien weitere Maßnahmen angeordnet, die die Fahrzeuge kurzfristig langsamer und damit sicherer machen sollten. Dies umfasste unter anderem eine Verkleinerung des Heckflügels, Beschränkungen für den Luftdruck in der Airbox und vor allem die verpflichtende Montage einer hölzernen Bodenplatte („Planke“) von 1 cm Dicke, die durch Abnutzung während des Rennens um maximal 1 mm abgeschliffen werden durfte.

RennstreckenBearbeiten

Nach nur zwei Ausgaben wurde der Große Preis von Südafrika wieder aufgegeben. Neu war dagegen der Große Preis des Pazifiks, der als zweites Saisonrennen auf dem Tanaka International Circuit in Japan veranstaltet wurde. Der im Vorjahr wieder eingeführte Große Preis von Europa wechselte zudem seinen Austragungsort und fand nun auf dem spanischen Circuito de Jerez statt, wo letztmals 1990 ein Formel-1-Rennen stattgefunden hatte. Zusammen mit dem Großen Preis von San Marino in Italien ergab sich also die Situation, dass es drei Länder gab, in denen jeweils zwei Grands Prix stattfanden. Dies wiederholte sich danach lediglich 1995 und 1997: In ersterem Jahr ging der Große Preis von Europa an den deutschen Nürburgring, während zudem weiterhin der Große Preis des Pazifiks stattfand. In letzterem Jahr gastierte der Große Preis von Europa wiederum in Jerez, während zusätzlich ein Rennen auf dem Nürburgring als Großer Preis von Luxemburg abgehalten wurde. Zuvor war eine vergleichbare Situation 1982 eingetreten, als neben den Großen Preisen von Italien und San Marino zudem noch zwei Rennen in Frankreich (einschließlich des Großen Preises der Schweiz in Dijon-Prenois) und drei Rennen in den USA (Großer Preis der USA West, Großer Preis der USA Ost und Großer Preis von Las Vegas) stattfanden.

TeamsBearbeiten

BMS Scuderia Italia stellte nach der Saison 1993 den Rennbetrieb ein, allerdings blieb Teambesitzer Giuseppe Lucchini der Formel 1 verbunden und beteiligte sich am Minardi-Rennstall, der in dieser Saison als Minardi Scuderia Italia firmierte. Daneben gab es mit Simtek und Pacific zwei neue Rennställe im Teilnehmerfeld, das somit nunmehr 28 Fahrzeuge umfasste.

MotorenBearbeiten

McLaren setzte nach den Erfahrungen des Vorjahres umso stärker auf Werksunterstützung durch einen großen Automobilkonzern. Ende 1993 wurde zunächst eine Partnerschaft mit dem im Besitz von Chrysler befindlichen Lamborghini Engineering in Erwägung gezogen, das seit 1989 Zwölfzylindermotoren für die Formel 1 herstellte. Allerdings erhielt McLaren kurz darauf Angebote von Peugeot, das langfristige Pläne hatte. McLaren sagte zu, und Lamborghini Engineering wurde daraufhin von Chrysler geschlossen. Larrousse, bisher hauptsächlicher Nutznießer der Lamborghini-Motoren, setzte daraufhin Ford-Kundenmotoren ein.

Mugen-Honda wechselte von Footwork zu Lotus. Footwork wechselte nachfolgend ebenfalls zurück auf Ford-Kundenmotoren. Mit solchen Motoren trat auch der Debütant Simtek an.

An Ilmor, dem bisherige Motorenlieferant von Sauber, war Mercedes-Benz mittlerweile zu 25 % beteiligt. Die neuen Motoren vom Typ 2175B, die in diesem Jahr bei Sauber debütierten, wurden daher als Mercedes-Benz gemeldet, wohingegen die beim anderen Debütanten Pacific verwendeten älteren 2175A-Motoren weiterhin als Ilmor bezeichnet wurden.

Ferrari lieferte erstmals seit 1990 keine Motoren mehr an Kundenteams aus. Entsprechende Motoren hatten weder bei Minardi (1991) noch bei BMS Scuderia Italia (1992–93) den Teams Vorteile gebracht, sondern hauptsächlich eine finanzielle Belastung dargestellt und mit sportlichen Misserfolgen das Renommee des italienischen Traditionsunternehmens gefährdet.

Fahrerwechsel vor SaisonbeginnBearbeiten

Ayrton Senna, Weltmeister der Jahre 1988, 1990 und 1991, wechselte nach sechs Jahren bei McLaren zu Williams, wo Alain Prost, Weltmeister des Vorjahres, nun seinen endgültigen Rücktritt erklärt hatte. Dort hatte sich mittlerweile Damon Hill als zweiter Fahrer etablieren können. Wie im Vorjahr allerdings gab es beim Weltmeister-Team kein Auto mit der Startnummer 1, da sich erneut der jeweils aktuelle Weltmeister mit einem Anrecht auf diese Nummer zurückgezogen hatte. Hill startete damit wiederum mit der Nummer 0.

McLaren, Sennas Ex-Team, setzte weiterhin auf Mika Häkkinen, der sich am Ende der Vorsaison als engagierter und talentierter Ersatz für den enttäuschenden Michael Andretti herausgestellt hatte. Ergänzt wurde er um den vormaligen Ligier-Fahrer Martin Brundle. Ligier wiederum stellte sich erneut komplett neu auf; nunmehr fuhren der Debütant Olivier Panis und der Rückkehrer Éric Bernard für den französischen Rennstall. Mark Blundell, der andere Ligier-Fahrer der Saison 1993, fuhr nun für Tyrrell neben Ukyō Katayama, dessen bisheriger Teamkollege Andrea de Cesaris zunächst vor dem Karriereende zu stehen schien.

Als neuer Teamkollege für Michael Schumacher anstelle des ebenfalls zurückgetretenen Riccardo Patrese war zunächst JJ Lehto vorgesehen, der von Sauber kam, sich allerdings bei Testfahrten vor der Saison schwer verletzte. Die ersten Saisonrennen und auch den Großteil der übrigen Saison bestritt daher der niederländische Debütant Jos Verstappen. Lehtos Platz bei Sauber nahm mit Heinz-Harald Frentzen ein weiterer Debütant ein, der mit seinem Teamkollegen Karl Wendlinger (und Michael Schumacher) eine gemeinsame Vergangenheit im von Teamchef Peter Sauber geleiteten Mercedes-Werksteam der Sportwagen-Weltmeisterschaft hatte.

Eine komplett neue Besetzung gab es bei Footwork: Christian Fittipaldi kam von Minardi, hinzu stieß der zuvor für Minardi, BMS Scuderia Italia und einmalig auch für Ferrari aktive Gianni Morbidelli. Fittipaldis Platz bei Minardi nahm der Routinier Michele Alboreto ein, der zuvor bei der nun aufgelösten Scuderia Italia gefahren war. Seinen Teamkollegen stellte Pierluigi Martini dar, der Mitte der Vorsaison Fabrizio Barbazza ersetzt hatte. Das zuvor aus Aguri Suzuki und Derek Warwick bestehende Footwork-Fahrerduo verschwand dagegen im Falle von Suzuki vorerst, im Falle von Warwick endgültig aus der Formel 1.

Bei Larrousse wurde der Monegasse Olivier Beretta neuer Teamkollege von Érik Comas. Eine Rückkehr feierte David Brabham, der zuvor einen Großteil der Saison 1990 im ursprünglich von seinem Vater Jack Brabham gegründeten, mittlerweile längst aufgelösten Brabham-Rennstall bestritten hatte. Sein Teamkollege wurde der österreichische Debütant Roland Ratzenberger. Hingegen setzte Pacific zumindest mit Bertrand Gachot auf einen erfahreneren Piloten. Sein Teamkollege Paul Belmondo, Sohn des Schauspielers Jean-Paul Belmondo, war zwar mit einem Engagement bei March 1992 ebenfalls schon als Fahrer in Erscheinung getreten, galt ansonsten aber als Playboy und Paydriver.

Die einzigen Teams, die die Saison 1994 mit der jeweils selben Fahrer-Paarung begonnen, mit der auch das letzte Rennen 1993 bestritten worden war, waren Ferrari, Lotus und Jordan.

Fahrerwechsel während der SaisonBearbeiten

Von Fahrerwechseln während der Saison waren vor allem die kleineren Teams betroffen: Vor allem Simtek brachte nach dem Unfalltod von Ratzenberger mit Andrea Montermini, Jean-Marc Gounon, Domenico Schiattarella und Taki Inoue vier weitere Paydriver zum Einsatz. Ähnlich ging auch Lotus vor, dessen Fahrer Pedro Lamy bei Testfahrten während der Saison schwer verletzt worden war: Zunächst kehrte Alessandro Zanardi zum Team zurück, später fuhren jedoch noch Philippe Adams, Ligier-Fahrer Éric Bernard und Mika Salo für das Team. Auch Larrousse war zum Einsatz zahlungskräftiger Fahrer gezwungen, hier absolvierte kein Fahrer sämtliche Saisonrennen: Olivier Beretta wurde nacheinander durch Philippe Alliot, Yannick Dalmas und Hideki Noda ersetzt, Érik Comas im letzten Rennen durch Jean-Denis Delétraz.

Aber auch bei den großen Teams fluktuierte die Besetzung infolge von Unfällen: Nach dem Tod von Ayrton Senna fuhr zunächst der bisherige Testfahrer David Coulthard seine ersten Rennen, ehe er am Saisonende von Rückkehrer Nigel Mansell ersetzt wurde. Ferrari wiederum war nach einem Test-Unfall von Jean Alesi gezwungen, den Franzosen durch Testfahrer Nicola Larini zu ersetzen. Auch Sauber-Fahrer Karl Wendlinger verletzte sich während der Saison, als Ersatz kehrten erst Andrea de Cesaris und am Saisonende schließlich JJ Lehto zum Team zurück.

Noch kurioser war jeweils der Saisonverlauf bei Jordan und Benetton: Bei Jordan war Eddie Irvine nach dem Saisonauftakt wegen Verursachens einer Kollision für drei Rennen gesperrt worden. Ersetzt wurde er zunächst durch Aguri Suzuki, dann durch Andrea de Cesaris. Bei Benetton wiederum kam außer dem Wechsel des zweiten Cockpits zwischen Jos Verstappen und JJ Lehto am Saisonende noch eine Sperre von Michael Schumacher für zwei Rennen hinzu, die den Einsatz beider „zweiter“ Fahrer erlaubte. In den letzten beiden Saisonrennen wurde dann allerdings Johnny Herbert unter Vertrag genommen, Lehto an Sauber abgegeben und Verstappen zum Testfahrer degradiert.

Teams und FahrerBearbeiten

Foto Team Chassis Motor Reifen Nr. Stammfahrer Rennen Test-/
Ersatzfahrer
Vereinigtes Konigreich  Rothmans Williams Renault Williams FW16
Williams FW16B
Renault 3.5 V10 G 00[A 1] Vereinigtes Konigreich  Damon Hill 1–16 Vereinigtes Konigreich  David Coulthard
02 Brasilien  Ayrton Senna 1–3
Vereinigtes Konigreich  David Coulthard 5, 6, 8–13
Vereinigtes Konigreich  Nigel Mansell 7, 14–16
Vereinigtes Konigreich  Tyrrell Tyrrell 022 Yamaha 3.5 V10 G 03 Japan  Ukyō Katayama 1–16 n/a
04 Vereinigtes Konigreich  Mark Blundell 1–16
Vereinigtes Konigreich  Mild Seven Benetton Ford Benetton B194 Ford Zetec-R 3.5 V8 G 05 Deutschland  Michael Schumacher 1–11, 14–16 Kanada  Paul Tracy
Niederlande  Jos Verstappen
Finnland  JJ Lehto 12, 13
06 Niederlande  Jos Verstappen 1, 2, 7–14
Finnland  JJ Lehto 3–6
Vereinigtes Konigreich  Johnny Herbert 15, 16
Vereinigtes Konigreich  Marlboro McLaren Peugeot McLaren MP4/9 Peugeot 3.5 V10 G 07 Finnland  Mika Häkkinen 1–9, 11–16 Frankreich  Philippe Alliot
Frankreich  Philippe Alliot 10
08 Vereinigtes Konigreich  Martin Brundle 1–16
Vereinigtes Konigreich  Footwork Ford Footwork FA15 Ford HB 3.5 V8 G 09 Brasilien  Christian Fittipaldi 1–16 n/a
10 Italien  Gianni Morbidelli 1–16
Vereinigtes Konigreich  Team Lotus Lotus 107C
Lotus 109
Mugen-Honda 3.5 V10 G 11 Portugal  Pedro Lamy 1–4 n/a
Italien  Alessandro Zanardi 5–10, 12
Belgien  Philippe Adams 11, 13
Frankreich  Éric Bernard 14
Finnland  Mika Salo 15, 16
12 Vereinigtes Konigreich  Johnny Herbert 1–13
Italien  Alessandro Zanardi 14–16
Vereinigtes Konigreich  Sasol Jordan Jordan 194 Hart 3.5 V10 G 14 Brasilien  Rubens Barrichello 1–16 n/a
15 Vereinigtes Konigreich  Eddie Irvine 1, 5–16
Japan  Aguri Suzuki 2
Italien  Andrea de Cesaris 3, 4
Frankreich  Tourtel Larrousse F1 Larrousse LH94 Ford HB 3.5 V8 G 19 Monaco  Olivier Beretta 1–10 n/a
Frankreich  Philippe Alliot 11
Frankreich  Yannick Dalmas 12, 13
Japan  Hideki Noda 14–16
20 Frankreich  Érik Comas 1–15
Schweiz  Jean-Denis Delétraz 16
Italien  Minardi Scuderia Italia Minardi M193B
Minardi M194
Ford HB 3.5 V8 G 23 Italien  Pierluigi Martini 1–16 Italien  Luca Badoer
24 Italien  Michele Alboreto 1–16
Frankreich  Ligier Gitanes Blondes Ligier JS39B Renault 3.5 V10 G 25 Frankreich  Éric Bernard 1–13 Frankreich  Franck Lagorce
Vereinigtes Konigreich  Johnny Herbert 14
Frankreich  Franck Lagorce 15, 16
26 Frankreich  Olivier Panis 1–16
Italien  Scuderia Ferrari SpA Ferrari 412T1
Ferrari 412T1/B
Ferrari 3.5 V12 G 27 Frankreich  Jean Alesi 1, 4–16 Italien  Nicola Larini
Italien  Nicola Larini 2, 3
28 Osterreich  Gerhard Berger 1–16
Schweiz  Broker Sauber Mercedes Sauber C13 Mercedes-Benz 3.5 V10 G 29 Osterreich  Karl Wendlinger 1–4 n/a
Italien  Andrea de Cesaris 6–14
Finnland  JJ Lehto 15, 16
30 Deutschland  Heinz-Harald Frentzen 1–16
Vereinigtes Konigreich  MTV Simtek Ford Simtek S941 Ford HB 3.5 V8 G 31 Australien  David Brabham 1–16 Italien  Andrea Montermini
32 Osterreich  Roland Ratzenberger 1–3
Italien  Andrea Montermini 5
Frankreich  Jean-Marc Gounon 7–13
Italien  Domenico Schiattarella 14, 16
Japan  Taki Inoue 15
Vereinigtes Konigreich  Pacific Grand Prix Ltd
Vereinigtes Konigreich  Ursus Pacific Grand Prix[A 2]
Pacific PR01 Ilmor 3.5 V10 G 33 Frankreich  Paul Belmondo 1–16 Vereinigtes Konigreich  Oliver Gavin
Italien  Giovanni Lavaggi
34 Frankreich  Bertrand Gachot 1–16
  1. Die Startnummer 1 wurde nicht vergeben, da mit Alain Prost der Weltmeister von 1993 nicht mehr teilnahm. So fielen die ersten Startnummern automatisch dem Konstrukteursweltmeister zu.
  2. Ab dem 13. Rennen, dem Großen Preis von Portugal, trat Pacific Racing unter dem Namen Ursus Pacific Grand Prix an.

RennkalenderBearbeiten

Nr. Datum Grand Prix Strecke Distanz
(km)
Pole-Position Schnellste Rennrunde Sieger Gesamtführender
Fahrer
Gesamtführender
Konstrukteur
01 27. März Brasilien  Brasilien Autódromo José Carlos Pace 307,075 Ayrton Senna Michael Schumacher Michael Schumacher Michael Schumacher Benetton-Ford
02 17. April Pazifik  Pazifik Tanaka International Circuit Aida 307,349 Ayrton Senna Michael Schumacher Michael Schumacher
03 1. Mai San Marino  San Marino Autodromo Enzo e Dino Ferrari 292,320 Ayrton Senna Damon Hill Michael Schumacher
04 15. Mai Monaco  Monaco Circuit de Monaco 259,584 Michael Schumacher Michael Schumacher Michael Schumacher
05 29. Mai Spanien  Spanien Circuit de Catalunya 308,555 Michael Schumacher Michael Schumacher Damon Hill
06 12. Juni Kanada  Kanada Circuit Gilles-Villeneuve 307,050 Michael Schumacher Michael Schumacher Michael Schumacher
07 3. Juli Frankreich  Frankreich Circuit de Nevers Magny-Cours 306,000 Damon Hill Damon Hill Michael Schumacher
08 10. Juli Vereinigtes Konigreich  Großbritannien Silverstone Circuit 303,420 Damon Hill Damon Hill Damon Hill
09 31. Juli Deutschland  Deutschland Hockenheimring 307,035 Gerhard Berger David Coulthard Gerhard Berger
10 14. August Ungarn  Ungarn Hungaroring 305,536 Michael Schumacher Michael Schumacher Michael Schumacher
11 28. August Belgien  Belgien Circuit de Spa-Francorchamps 308,044 Rubens Barrichello Damon Hill Damon Hill
12 11. September Italien  Italien Autodromo Nazionale Monza 307,400 Jean Alesi Damon Hill Damon Hill
13 25. September Portugal  Portugal Circuito do Estoril 309,560 Gerhard Berger David Coulthard Damon Hill
14 16. Oktober Europa  Europa Circuito de Jerez 305,532 Michael Schumacher Michael Schumacher Michael Schumacher
15 6. November Japan  Japan Suzuka International Racing Course 293,200 Michael Schumacher Damon Hill Damon Hill Williams-Renault
16 13. November Australien  Australien Adelaide Street Circuit 306,180 Nigel Mansell Michael Schumacher Nigel Mansell

RennberichteBearbeiten

Großer Preis von BrasilienBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:35:38,759
2 Vereinigtes Konigreich  Damon Hill Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault + 1 Runde
3 Frankreich  Jean Alesi Italien  Ferrari + 1 Runde
PP Brasilien  Ayrton Senna Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:15,962
SR Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:18,455

Der Große Preis von Brasilien auf dem Autódromo José Carlos Pace in São Paulo fand am 27. März 1994 statt und ging über 71 Runden (307,075 km).

Großer Preis des PazifiksBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:46:01,693
2 Osterreich  Gerhard Berger Italien  Ferrari + 1:15,300
3 Brasilien  Rubens Barrichello Vereinigtes Konigreich  Jordan-Hart + 1 Runde
PP Brasilien  Ayrton Senna Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:10,218
SR Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:14,023

Der Große Preis des Pazifiks auf dem Tanaka International Circuit Aida in Japan fand am 17. April 1994 statt und ging über 83 Runden (307,349 km).

Großer Preis von San MarinoBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:28:28,642
2 Italien  Nicola Larini Italien  Ferrari + 54,942
3 Finnland  Mika Häkkinen Vereinigtes Konigreich  McLaren-Peugeot + 1:10,679
PP Brasilien  Ayrton Senna Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:21,548
SR Vereinigtes Konigreich  Damon Hill Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:24,335

Der Große Preis von San Marino auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola fand am 1. Mai 1994 statt und ging über 58 Runden (292,32 km).

Das Rennwochenende war durch eine beispiellose Unfallserie gezeichnet. Im Freitags-Training überstand zunächst Rubens Barrichello einen schweren Unfall, bei dem er mit dem Schrecken und einer gebrochenen Nase davonkam. Tags darauf im Abschlusstraining verunglückte der österreichische Pilot Roland Ratzenberger, als sein Frontflügel bei über 300 km/h abriss und das Auto nahezu ungebremst und fast frontal in die Mauer der linken Streckenbegrenzung krachte; Ratzenberger war sofort tot.

Beim Rennen am Sonntag verunglückte der Williams-Pilot und dreimalige Formel-1-Weltmeister Ayrton Senna; er fuhr in der schnellen Tamburellokurve bei weit über 300 km/h vermutlich aufgrund eines Strömungsabrisses, welcher durch die zu langen Seitenkästen des Williams in Verbindung mit den Bodenwellen in der Tamburello-Kurve entstand, geradeaus und prallte in die Begrenzungsmauer. Trümmer der Vorderradaufhängung durchdrangen das Helmvisier des Brasilianers und fügten ihm tödliche Kopfverletzungen zu. Bereits beim Start des Rennens hatte sich ein Unfall ereignet, der zur Neutralisierung führte: Pedro Lamy fuhr dem Benetton des stehengebliebenen JJ Lehto ins Heck, herumfliegende Trümmerteile verletzen Zuschauer. Beide Fahrer wurden zur Untersuchung ins Medical Center gebracht. Den Schlusspunkt bildete ein missglückter Boxenstopp des Italieners Michele Alboreto, in dessen Folge ein nicht sachgemäß befestigtes Rad mehrere Mechaniker verletzte.

Der Tod von Senna blieb für 20 Jahre der letzte tödliche Unfall eines Fahrers in einem Formel-1-Weltmeisterschaftslauf. Beim Großen Preis von Japan 2014 war Jules Bianchi in einen schweren Unfall verwickelt. Er starb neun Monate später an den Folgen.

Großer Preis von MonacoBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:49:55,372
2 Vereinigtes Konigreich  Martin Brundle Vereinigtes Konigreich  McLaren-Peugeot + 37,278
3 Osterreich  Gerhard Berger Italien  Ferrari + 1:16,824
PP Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:18,560
SR Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:21,076

Der Große Preis von Monaco auf dem Circuit de Monaco fand am 15. Mai 1994 statt und ging über 78 Runden (259,584 km).

Im Freien Training verunglückte der Österreicher Karl Wendlinger schwer. Er verlor auf dem schnellsten Streckenabschnitt nach dem Tunnel die Kontrolle über sein Fahrzeug und raste in die Begrenzungsmauer der Hafenschikane. Wendlinger fiel in ein tiefes Koma, seine Überlebenschancen und seine Zukunft waren zunächst ungewiss. Nach drei Wochen erwachte der Sauber-Pilot aus dem Koma und war bis zum Herbst fast vollständig wieder genesen. Ein Comeback-Versuch in den letzten beiden Rennen scheiterte jedoch.

Großer Preis von SpanienBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich  Damon Hill Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:36:14,374
2 Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford + 24,166
3 Vereinigtes Konigreich  Mark Blundell Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Yamaha + 1:26,969
PP Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:21,908
SR Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:25,155

Der Große Preis von Spanien auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona fand am 29. Mai 1994 statt und ging über 65 Runden (308,555 km).

Obwohl Schumacher nach etwa der Hälfte des Rennens Probleme mit seiner Schaltung bekam und das Rennen schließlich im 5. Gang zu Ende fahren musste, belegte er am Ende den 2. Platz.

Großer Preis von KanadaBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:44:31,887
2 Vereinigtes Konigreich  Damon Hill Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault + 39,660
3 Frankreich  Jean Alesi Italien  Ferrari + 1:13,388
PP Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:26,178
SR Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:28,927

Der Große Preis von Kanada auf dem Circuit Gilles-Villeneuve in Montreal fand am 12. Juni 1994 statt und ging über 69 Runden (307,05 km).

Großer Preis von FrankreichBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:38:35,704
2 Vereinigtes Konigreich  Damon Hill Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault + 12,642
3 Osterreich  Gerhard Berger Italien  Ferrari + 52,765
PP Vereinigtes Konigreich  Damon Hill Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:16,282
SR Vereinigtes Konigreich  Damon Hill Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:19,678

Der Große Preis von Frankreich auf dem Circuit de Nevers Magny-Cours fand am 3. Juli 1994 statt und ging über 72 Runden (306,0 km).

Großer Preis von GroßbritannienBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich  Damon Hill Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:30:03,640
2 Frankreich  Jean Alesi Italien  Ferrari + 1:08,128
3 Finnland  Mika Häkkinen Vereinigtes Konigreich  McLaren-Peugeot + 1:40,659
PP Vereinigtes Konigreich  Damon Hill Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:24,960
SR Vereinigtes Konigreich  Damon Hill Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:27,100

Der Große Preis von Großbritannien auf dem Silverstone Circuit fand am 10. Juli 1994 statt und ging über 60 Runden (303,42 km).

Michael Schumacher überholte in der Aufwärmrunde reglementswidrig seinen Kontrahenten Damon Hill. Daraufhin verhängte die Rennleitung im Rennen eine Stop-and-Go-Strafe für den Benetton-Fahrer, die er und sein Team jedoch ignorierten. Daraufhin bekam er von der Rennleitung mehrmals die schwarze Flagge (Disqualifikation) gezeigt, die Schumacher und sein Team ebenfalls ignorieren bzw. nicht gesehen haben wollten. Die Fernsehbilder zeigten einen aufgeregt mit der Rennleitung diskutierenden Benetton-Teamchef Flavio Briatore. Kurz darauf bog sein Pilot in die Boxengasse ein und saß die zu Beginn verhängte Stop-and-Go Strafe ab. Nach dem Rennen wurde Schumacher trotzdem disqualifiziert und verlor damit seinen zweiten Platz sowie sechs Punkte. Ein paar Tage nach dem britischen Grand Prix griff die FIA sogar zu noch drastischeren Mitteln: Sie sperrte den Deutschen wegen Ignorierens der schwarzen Flagge für zwei Rennen. Durch einen Einspruch seitens des Benetton-Teams konnte er aber zumindest bei seinem Heim-Rennen in Hockenheim starten, bevor das FIA World Council in Paris die Strafe für die Rennen in Monza und Estoril bestätigte.

Großer Preis von DeutschlandBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Osterreich  Gerhard Berger Italien  Ferrari 1:22:37,272
2 Frankreich  Olivier Panis Frankreich  Ligier-Renault + 54,779
3 Frankreich  Éric Bernard Frankreich  Ligier-Renault + 1:05,042
PP Osterreich  Gerhard Berger Italien  Ferrari 1:43,582
SR Vereinigtes Konigreich  David Coulthard Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:46,211

Der Große Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring fand am 31. Juli 1994 statt und ging über 45 Runden (307,035 km).

Während des Rennens kam es zu einem dramatischen, aber zum Glück glimpflich ablaufenden Vorfall, als bei einem Boxenstopp von Jos Verstappen Benzin austrat, sich entzündete und den ganzen Wagen in Flammen setzte. Verstappen entkam mit leichten Verbrennungen. Nach dem Rennen wurde festgestellt, dass der Unfall durch eine manipulierte Tankanlage begünstigt wurde, in der ein vorgeschriebener Filter zugunsten einer höheren Durchflussmenge entfernt worden war. Das Benetton-Team wurde für diese Regelwidrigkeit allerdings letztlich nicht bestraft.

Großer Preis von UngarnBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:48:00,185
2 Vereinigtes Konigreich  Damon Hill Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault + 20,827
3 Niederlande  Jos Verstappen Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford + 1:10,329
PP Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:18,258
SR Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:20,881

Der Große Preis von Ungarn auf dem Hungaroring bei Budapest fand am 14. August 1994 statt und ging über 77 Runden (305,536 km).

Großer Preis von BelgienBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich  Damon Hill Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:28:47,170
2 Finnland  Mika Häkkinen Vereinigtes Konigreich  McLaren-Peugeot + 51,381
3 Niederlande  Jos Verstappen Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford + 1:10,453
PP Brasilien  Rubens Barrichello Vereinigtes Konigreich  Jordan-Hart 2:21,163
SR Vereinigtes Konigreich  Damon Hill Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:57,117

Der Große Preis von Belgien auf dem Circuit de Spa-Francorchamps fand am 28. August 1994 statt und ging über 44 Runden (308,044 km).

Michael Schumacher ging als Erster durchs Ziel, wurde aber nach dem Rennen wegen einer zu dünnen Holzbodenplatte (seit Hockenheim Vorschrift) an seinem Benetton disqualifiziert. Schumacher hatte sich im Rennen auf den Randsteinen gedreht und argumentierte, dass die Holzplatte deshalb so stark abgeschliffen sei. Die FIA folgte dem Einspruch aber nicht.

Großer Preis von ItalienBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich  Damon Hill Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:18:02,754
2 Osterreich  Gerhard Berger Italien  Ferrari + 4,930
3 Finnland  Mika Häkkinen Vereinigtes Konigreich  McLaren-Peugeot + 25,640
PP Frankreich  Jean Alesi Italien  Ferrari 1:23,844
SR Vereinigtes Konigreich  Damon Hill Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:25,930

Der Große Preis von Italien auf dem Autodromo Nazionale Monza fand am 11. September 1994 statt und ging über 53 Runden (307,4 km).

Großer Preis von PortugalBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich  Damon Hill Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:41:10,165
2 Vereinigtes Konigreich  David Coulthard Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault + 0,603
3 Finnland  Mika Häkkinen Vereinigtes Konigreich  McLaren-Peugeot + 20,193
PP Osterreich  Gerhard Berger Italien  Ferrari 1:20,608
SR Vereinigtes Konigreich  David Coulthard Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:22,446

Der Große Preis von Portugal auf dem Circuito do Estoril in Lissabon fand am 25. September 1994 statt und ging über 71 Runden (309,56 km).

Damon Hill, der von den Sperren des WM-Führenden Schumacher im vorhergehenden und diesem Rennen profitierte, siegte zum dritten Mal in Folge und kam dadurch bis auf einen Punkt an Schumacher heran (76:75 Punkte).

Großer Preis von EuropaBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:40:26,689
2 Vereinigtes Konigreich  Damon Hill Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault + 24,689
3 Finnland  Mika Häkkinen Vereinigtes Konigreich  McLaren-Peugeot + 1:09,648
PP Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:22,762
SR Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:25,040

Der Große Preis von Europa auf dem Circuito de Jerez in Jerez de la Frontera fand am 16. Oktober 1994 statt und ging über 69 Runden (305,532 km).

Großer Preis von JapanBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich  Damon Hill Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:55:53,532
2 Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford + 3,365
3 Frankreich  Jean Alesi Italien  Ferrari + 52,045
PP Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:37,209
SR Vereinigtes Konigreich  Damon Hill Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:56,597

Der Große Preis von Japan auf dem Suzuka International Racing Course fand am 6. November 1994 statt und ging über 50 Runden (293,2 km).

Großer Preis von AustralienBearbeiten

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes Konigreich  Nigel Mansell Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:47:51,480
2 Osterreich  Gerhard Berger Italien  Ferrari + 2,511
3 Vereinigtes Konigreich  Martin Brundle Vereinigtes Konigreich  McLaren-Peugeot + 52,487
PP Vereinigtes Konigreich  Nigel Mansell Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 1:16,179
SR Deutschland  Michael Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1:17,140

Der Große Preis von Australien auf dem Adelaide Street Circuit fand am 13. November 1994 statt und ging über 81 Runden (306,18 km).

Schumacher qualifizierte sich für Startplatz zwei, direkt vor Damon Hill. Trainingsschnellster war Altmeister Nigel Mansell. Die beiden WM-Aspiranten führten vom Start weg das Rennen an (Schumacher vor Hill). In der 36. Runde rutschte Schumacher von der Strecke und berührte nach einer Linkskurve die äußere Mauer. Er lenkte auf die Strecke zurück und blieb knapp vor Hill. In der nächsten Rechtskurve versuchte Hill innen vorbeizukommen, der Deutsche blieb als Führender auf der Ideallinie. Die Wagen berührten sich, Schumacher flog über Hills Vorderrad und landete im Reifenstapel. Das Rennen war daraufhin für Schumacher beendet. Hill fuhr noch an die Box, da aber seine vordere linke Radaufhängung gebrochen war, gab er das Rennen auf und Schumacher war Weltmeister. Williams gewann aber dennoch die Konstrukteursweltmeisterschaft.

WeltmeisterschaftswertungenBearbeiten

Weltmeister wird derjenige Fahrer bzw. Konstrukteur, der bis zum Saisonende die meisten Punkte in der Weltmeisterschaft angesammelt hat. Bei der Punkteverteilung werden die Platzierungen im Gesamtergebnis des jeweiligen Rennens aller Rennen berücksichtigt. Die sechs erstplatzierten Fahrer jedes Rennens erhielten Punkte nach folgendem Schema:

Punkteverteilung
Platz 1 2 3 4 5 6
Punkte 10 6 4 3 2 1

FahrerwertungBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur                                 Punkte
01 Deutschland  M. Schumacher Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 1 1 1 1 2 1 1 DSQ DNF 1 DSQ EX EX 1 2 DNF 92
02 Vereinigtes Konigreich  D. Hill Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 2 DNF 6 DNF 1 2 2 1 8 2 1 1 1 2 1 DNF 91
03 Osterreich  G. Berger Italien  Ferrari DNF 2 DNF 3 DNF 4 3 DNF 1 12* DNF 2 DNF 5 DNF 2 41
04 Finnland  M. Häkkinen Vereinigtes Konigreich  McLaren-Peugeot DNF DNF 3 DNF DNF DNF DNF 3 DNF 2 3 3 3 7 12* 26
05 Frankreich  J. Alesi Italien  Ferrari 3 INJ INJ 5 4 3 DNF 2 DNF DNF DNF DNF DNF 10 3 6 24
06 Brasilien  R. Barrichello Vereinigtes Konigreich  Jordan-Hart 4 3 DNQ DNF DNF 7 DNF 4 DNF DNF DNF 4 4 12 DNF 4 19
07 Vereinigtes Konigreich  M. Brundle Vereinigtes Konigreich  McLaren-Peugeot DNF DNF 8 2 11* DNF DNF DNF DNF 4* DNF 5 6 DNF DNF 3 16
08 Vereinigtes Konigreich  D. Coulthard Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault DNF 5 5 DNF DNF 4 6* 2 14
09 Vereinigtes Konigreich  N. Mansell Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault DNF DNF 4 1 13
10 Niederlande  J. Verstappen Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford DNF DNF DNF 8 DNF 3 3 DNF 5 DNF 10
11 Frankreich  O. Panis Frankreich  Ligier-Renault 11 9 11 9 7 12 DNF 12 2 6 7 10 DSQ 9 11 5 9
12 Vereinigtes Konigreich  M. Blundell Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Yamaha DNF DNF 9 DNF 3 10* 10 DNF DNF 5 5 DNF DNF 13 DNF DNF 8
13 Deutschland  H.-H. Frentzen Schweiz  Sauber-Mercedes DNF 5 7 DNS DNF DNF 4 7 DNF DNF DNF DNF DNF 6 6 7 7
14 Italien  N. Larini Italien  Ferrari DNF 2 6
15 Brasilien  C. Fittipaldi Vereinigtes Konigreich  Footwork-Ford DNF 4 13* DNF DNF DSQ 8 9 4 14* DNF DNF 8 17 8 8 6
16 Vereinigtes Konigreich  E. Irvine Vereinigtes Konigreich  Jordan-Hart DNF 6 DNF DNF DNF DNF DNF 13* DNF 7 4 5 DNF 6
17 Japan  U. Katayama Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Yamaha 5 DNF 5 DNF DNF DNF DNF 6 DNF DNF DNF DNF DNF 7 DNF DNF 5
18 Frankreich  É. Bernard Frankreich  Ligier-Renault DNF 10 12 DNF 8 13 DNF 13 3 10 10 7 10 4
Vereinigtes Konigreich  Lotus-Mugen 18 0
19 Osterreich  K. Wendlinger Schweiz  Sauber-Mercedes 6 DNF 4 DNS INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ 4
20 Italien  A. de Cesaris Vereinigtes Konigreich  Jordan-Hart DNF 4 3
Schweiz  Sauber-Mercedes DNF 6 DNF DNF DNF DNF DNF DNF DNF 1
21 Italien  P. Martini Italien  Minardi-Ford 8 DNF DNF DNF 5 9 5 10 DNF DNF 8 DNF 12 15 DNF 9 4
22 Italien  G. Morbidelli Vereinigtes Konigreich  Footwork-Ford DNF DNF DNF DNF DNF DNF DNF DNF 5 DNF 6 DNF 9 11 DNF DNF 3
23 Frankreich  É. Comas Frankreich  Larrousse-Ford 9 6 DNF 10 DNF DNF 11* DNF 6 8 DNF 8 DNF DNF 9 2
24 Finnland  JJ Lehto Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford DNF 7 DNF 6 9 DNF 1
Schweiz  Sauber-Mercedes DNF 10 0
25 Italien  M. Alboreto Italien  Minardi-Ford DNF DNF DNF 6 DNF 11 DNF DNF DNF 7 9 DNF 13 14 DNF DNF 1
Vereinigtes Konigreich  J. Herbert Vereinigtes Konigreich  Lotus-Mugen 7 7 10 DNF DNF 8 7 11 DNF DNF 12 DNF 11 0
Frankreich  Ligier-Renault 8 0
Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford DNF DNF 0
Monaco  O. Beretta Frankreich  Larrousse-Ford DNF DNF DNF 8 DNF DNF DNF 14 7 9 0
Portugal  P. Lamy Vereinigtes Konigreich  Lotus-Mugen 10 8 DNF 11 0
Frankreich  J.-M. Gounon Vereinigtes Konigreich  Simtek-Ford 9 16 DNF DNF 11 DNF 15 0
Italien  A. Zanardi Vereinigtes Konigreich  Lotus-Mugen 9 15 DNF DNF DNF 13 DNF 16 13 DNF 0
Australien  D. Brabham Vereinigtes Konigreich  Simtek-Ford 12 DNF DNF DNF 10 14 DNF 15 DNF 11 DNF DNF DNF DNF 12 DNF 0
Finnland  M. Salo Vereinigtes Konigreich  Lotus-Mugen 10 DNF 0
Frankreich  F. Lagorce Frankreich  Ligier-Renault DNF 11 0
Osterreich  R. Ratzenberger Vereinigtes Konigreich  Simtek-Ford DNQ 11 DNS 0
Frankreich  Y. Dalmas Frankreich  Larrousse-Ford DNF 14 0
Belgien  P. Adams Vereinigtes Konigreich  Lotus-Mugen DNF 16 0
Italien  D. Schiattarella Vereinigtes Konigreich  Simtek-Ford 19 DNF 0
Frankreich  B. Gachot Vereinigtes Konigreich  Pacific-Ilmor DNF DNQ DNF DNF DNF DNF DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ 0
Brasilien  A. Senna Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault DNF DNF DNF 0
Japan  H. Noda Frankreich  Larrousse-Ford DNF DNF DNF 0
Frankreich  P. Belmondo Vereinigtes Konigreich  Pacific-Ilmor DNQ DNQ DNQ DNF DNF DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ DNQ 0
Frankreich  P. Alliot Vereinigtes Konigreich  McLaren-Peugeot DNF 0
Frankreich  Larrousse-Ford DNF 0
Japan  A. Suzuki Vereinigtes Konigreich  Jordan-Hart DNF 0
Japan  T. Inoue Vereinigtes Konigreich  Simtek-Ford DNF 0
Schweiz  J.-D. Delétraz Frankreich  Larrousse-Ford DNF 0
Italien  A. Montermini Vereinigtes Konigreich  Simtek-Ford DNQ 0
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

KonstrukteurswertungBearbeiten

 
Willams FW16B
Pos. Konstrukteur Punkte
01 Vereinigtes Konigreich  Williams-Renault 118
02 Vereinigtes Konigreich  Benetton-Ford 103
03 Italien  Ferrari 71
04 Vereinigtes Konigreich  McLaren-Peugeot 42
05 Vereinigtes Konigreich  Jordan-Hart 28
06 Frankreich  Ligier-Renault 13
07 Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Yamaha 13
Pos. Konstrukteur Punkte
08 Schweiz  Sauber-Mercedes 12
9 Vereinigtes Konigreich  Footwork-Ford 9
10 Italien  Minardi-Ford 5
11 Frankreich  Larrousse-Ford 2
12 Vereinigtes Konigreich  Lotus-Mugen 0
13 Vereinigtes Konigreich  Simtek-Ford 0
14 Vereinigtes Konigreich  Pacific-Ilmor 0

WeblinksBearbeiten

Commons: Formel-1-Weltmeisterschaft 1994 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien