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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Braderup führt kein Wappen
Braderup
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Braderup hervorgehoben

Koordinaten: 54° 50′ N, 8° 54′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Südtondern
Höhe: 4 m ü. NHN
Fläche: 13,35 km2
Einwohner: 657 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25923
Vorwahl: 04663
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 017
Adresse der Amtsverwaltung: Marktstraße 12
25899 Niebüll
Website: www.braderup.eu
Bürgermeister: Holger Lassen
Lage der Gemeinde Braderup im Kreis Nordfriesland
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Über dieses Bild

Braderup (dänisch Brarup) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.

Geografie und VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde liegt etwa acht Kilometer südlich der dänischen Grenze an der Bundesstraße 5, der Grünen Küstenstraße und auf der Grenze zwischen Geest und Marsch. Der nächste Bahnhof ist in Uphusum.

PolitikBearbeiten

Bei den Kommunalwahlen am 6. Mai 2018 entfielen auf die Wählergemeinschaft ABW 58,7 Prozent der abgegebenen Stimmen, auf die AWBG 41,8 Prozent. Gemäß dem prozentualen Stimmenergebnis erhielt die ABW fünf Sitze zugesprochen, die AWGB vier Sitze. Die Wahlbeteiligung betrug 60,0 Prozent.[2]

Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai 2013 erhielt die Wählergemeinschaft ABW 42,3 Prozent der abgegebenen Stimmen und vier Sitze. Die Wählergemeinschaft AWGB kam auf 30,0 Prozent und drei Sitze. Auf den SSW entfielen 17,2 Prozent und die SPD 10,5 Prozent. Letztere erhielten je einen Sitz. Die Wahlbeteiligung betrug 69,0 Prozent.[3]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Braderuper Kirche

In der Liste der Kulturdenkmale in Braderup stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Prägend für das Ortsbild ist die um 1240 erbaute frühgotische Backsteinkirche. Der Chor erhielt vermutlich im 15. Jahrhundert ein neues Gewölbe. Der Bau erinnert in seiner Form eher an dänische als an deutsche Kirchen. Er hat klare Formen, die Mauern leuchten strahlend weiß. Die Dächer vom Kirchenschiff und das Querdach des viereckigen Turms sind mit roten Ziegeln gedeckt. Das älteste Ausstattungsstück der Kirche ist ein Taufbecken aus Gotländer Kalkstein. Den Altar und den Schalldeckel der älteren Kanzel schuf im 17. Jahrhundert ein Künstler aus Tondern, der auch für die Gemeinden der Umgebung arbeitete, im barocken Stil. Die Ausmalung aus dem 16. Jahrhundert, eine Darstellung des Jüngsten Gerichts, die Lothar Malskat und Diedrich Fey in den 1950er Jahren renovierten, ist nur noch schlecht zu erkennen.[4]

Im Juni 2007 wurde ein Dorfverschönerungsverein gegründet, der zum Ziel hat, das Erscheinungsbild des Dorfes zu verbessern. Außerdem wurde mit der Erstellung einer Dorfchronik begonnen.

WirtschaftBearbeiten

 
Errichtete und im Aufbau befindliche Windenergieanlagen des Bürgerwindparks Braderup

Der Ort war früher überwiegend von der Landwirtschaft geprägt; noch heute werden 89 % der Gemeindefläche land- und forstwirtschaftlich genutzt. Jedoch entstanden immer mehr Gewerbebetriebe aus Handwerk und Bauwirtschaft. So wurde aus dem kleinen Sägewerk von 1920 ein Baustoffhandel. Außerdem wurde der Ort zur Wohngemeinde für viele Pendler, die in Niebüll, Leck, Westerland und Süderlügum arbeiten.

In der Feldmark südlich des Dorfes befindet sich entlang der Bundesstraße 5 der Windpark Braderup mit mehreren Windkraftanlagen. Dieser wurde im Jahr 2006 nochmals wesentlich vergrößert und 2014 um einen Hybridspeicher mit einer Leistung von 2,33 MW bei einer Gesamtkapazität von 3 MWh erweitert. Der Hybridspeicher wird vom der Energiespeicher Nord GmbH & Co. KG betrieben. An der Realisierung war ebenfalls das Unternehmen Robert Bosch beteiligt.[5]

Im Gemeindegebiet befinden sich zudem zwei Biogasanlagen.[6]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Braderup – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2018 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Ergebnis Kommunalwahl Braderup 2018. Abgerufen am 14. Mai 2019.
  3. Web-Redaktion: Ergebnisse der Gemeindewahl 2013 im Amt Südtondern. In: www.amt-suedtondern.de. Amt Südtondern, abgerufen am 22. Juni 2013.
  4. Braderuper Kirche, abgerufen am 21. Dezember 2015
  5. bosch-presse.de: Megawatt-Projekt nahe der Nordsee: Stromspeicher Braderup in Betrieb – Hybridbatterie für flexibles Windstrom-Management
  6. Gemeindesteckbrief auf der Website des Amtes Südtondern. Abgerufen am 14. Mai 2019.