Humptrup

Gemeinde in Deutschland

Humptrup (dänisch: Humtrup, nordfriesisch: Humptoorp) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.

Wappen Deutschlandkarte
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Humptrup
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Humptrup hervorgehoben

Koordinaten: 54° 52′ N, 8° 52′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Südtondern
Höhe: 7 m ü. NHN
Fläche: 16,99 km2
Einwohner: 762 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25923
Vorwahl: 04663
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 055
Adresse der Amtsverwaltung: Marktstraße 12
25899 Niebüll
Website: www.amt-suedtondern.de
Bürgermeister: Erich Johannsen (SPD)
Lage der Gemeinde Humptrup im Kreis Nordfriesland
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Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Das Gemeindegebiet von Humptrup erstreckt sich am Westrand im zur Schleswigschen Geest zählenden Naturraum der Lecker Geest.[2] Eine zur Gemeinde zählende Exklave am Haasberger See befindet sich weiter nördlich direkt südlich angrenzend am Grenzlauf zu Dänemark längs des Flusslaufs der Süderau (dänisch Sønderå).

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde besteht aus den Wohnplätzen Flützholm (dän. Flydsholm), Gotteskoog (Gudskog), Grellsbüll (Grelsbøl), Grellsbüll-Feld, Haasberg (Hasbjerg), Hattersbüllhallig (ein Teil, Hattersbølhallig), Humptrup (Humtrup), Humptrup-Feld, Kahlebüll (Kalebøl), Krakebüll (Kragebøl[3] oder auch Krakebøl) und Süderdürhus[4][5].

NachbargemeindenBearbeiten

Aventoft Süderlügum
Neukirchen  
Uphusum Braderup

GeschichteBearbeiten

Der Ort ist 1462 erstmals schriftlich dokumentiert worden. Der Ortsname setzt sich zusammen aus -trup (altdänisch thorp, nordfries. toorp) für Dorf und den Rufnamen Hune oder Humpi, letzterer steht vermutlich mit dän. humpe für humpeln in Verbindung[6][7].

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Von elf Sitzen der Gemeindevertretung hatte die Wählergemeinschaft AWGH seit der Kommunalwahl 2008 vier, die SPD und der SSW jeweils drei Sitze; daneben gab es einen parteilosen Vertreter. Die Wahl am 26. Mai 2013 hatte folgendes Ergebnis: AWGH und SPD jeweils vier und der SSW drei Sitze. Die Wahlbeteiligung betrug zuletzt 55,8 Prozent.[8]

BürgermeisterBearbeiten

Seit 2013 ist Erich Johannsen (SPD) Bürgermeister. Er befindet sich derzeit in der zweiten Amtsperiode. Er folgte damals auf Andreas Heinsen, der das Amt 27 Jahre innehatte.[9]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Liste der Kulturdenkmale in Humptrup

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

BildungBearbeiten

In der Gemeinde gibt es eine dänische Schule (Bavnehøj-Skolen), sowie dänischsprachigen Kindergarten.

VerkehrBearbeiten

Östlich von Humptrup durchläuft die Bundesstraße 5 (B 5) in Nord-Süd-Richtung die Nachbarorte Süderlügum und Braderup. Diese Strecke war ursprünglich Teil der einstigen Ferienstraße Grüne Küstenstraße. Grob in Parallellage verläuft die Bahnstrecke Niebüll–Tønder von Niebüll nach Tondern (dänisch: Tønder) durch das Gemeindegebiet. Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind in Süderlügum und Niebüll. Der Ort wird durch eine Landstraße von Süderlügum nach Braderup über Uphusum erschlossen. Das nördlichen Ende zweigt westlich der Bahnquerung in Süderlügum von der Landesstraße 2 ab; das südliche Ende ist in Braderup direkt an der B 5.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Humptrup – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2020 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Duerreilfe_Liste_Gemeinde.pdf. (pdf) Abgerufen am 1. Dezember 2020.
  3. Anders Bjerrum: Sydslesvigs stednavne, Bd. 4, København 1979–1984. S. 34
  4. Wohnplatzverzeichnis Schleswig-Holstein 1987. (pdf) Statistischen Landesamt Schleswig-Holstein, abgerufen am 2. Februar 2020.
  5. M. Mørk Hansen: Kirkelig Statistik over Slesvig Stift: Med historiske og topografiske bemærkninger, 1. bind, Kjøbenhavn 1863, S. 202
  6. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 353
  7. Johannes Kok: Det Danske folkesprog i Sønderjylland, Band 2, Kopenhagen 1867, S. 192
  8. Web-Redaktion: Ergebnisse der Gemeindewahl 2013 im Amt Südtondern. In: www.amt-suedtondern.de. Amt Südtondern, abgerufen am 22. Juni 2013.
  9. Für die Gemeinde viel auf den Weg gebracht Husumer Nachrichten vom 12. Juli 2013, abgerufen am 7. März 2017