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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Seeth
Seeth
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Seeth hervorgehoben
Koordinaten: 54° 22′ N, 9° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Nordsee-Treene
Höhe: 3 m ü. NHN
Fläche: 13,76 km2
Einwohner: 763 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 25878,
25840 (Mildterhof, Ziegelhof)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 04881
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 119
Adresse der Amtsverwaltung: Schulweg 19
25866 Mildstedt
Website: www.seeth.de
Bürgermeister: Ernst-Wilhelm Schulz (AWS)
Lage der Gemeinde Seeth im Kreis Nordfriesland
AchtrupAhrenshöftAhrenviölAhrenviölfeldAlkersumAlmdorfArlewattAventoftBargumBehrendorfBohmstedtBondelumBordelumBorgsumBosbüllBraderupBramstedtlundBredstedtBreklumDagebüllDrageDrelsdorfDunsumElisabeth-Sophien-KoogEllhöftEmmelsbüll-HorsbüllEnge-SandeFresendelfFriedrich-Wilhelm-Lübke-KoogFriedrichstadtGalmsbüllGardingGarding  KirchspielGoldebekGoldelundGrödeGrothusenkoogHallig HoogeHaselundHattstedtHattstedtermarschHögelHolmHörnum (Sylt)HorstedtHudeHumptrupHumptrupHusumImmenstedtJoldelundKampen (Sylt)KarlumKatharinenheerdKlanxbüllKlixbüllKoldenbüttelKolkerheideKotzenbüllLadelundLangeneßLangenhornLeckLexgaardList auf SyltLöwenstedtLütjenholmMidlumMildstedtNebelNeukirchenNieblumNiebüllNorddorf auf AmrumNorderfriedrichskoogNordstrandNordstrandNorstedtOckholmOevenumOldenswortOldersbekOlderupOldsumOldsumOstenfeld (Husum)Oster-OhrstedtOsterheverPellwormPellwormPellwormPoppenbüllRamstedtRantrumReußenkögeRisum-LindholmRodenäsSankt Peter-OrdingSchwabstedtSchwabstedtSchwesingSeethSimonsbergSollwittSönnebüllSprakebüllStadumStedesandStruckumSüderendeSüderhöftSüderlügumSüdermarschSyltTatingTetenbüllTinningstedtTönningTümlauer-KoogUelvesbüllUphusumUtersumViölVollerwiekVollstedtWeltWenningstedt-Braderup (Sylt)Wester-OhrstedtWesterheverWestreWinnertWischWitsumWittbekWittdün auf AmrumWitzwortWobbenbüllWrixumWyk auf FöhrKarte
Über dieses Bild

Seeth (dänisch: Sæd, nordfriesisch: Seet) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Seeth liegt direkt an der Bundesstraße 202 auf einem flachen Geestrücken, der nur etwa vier Meter hoch ist, an der Grenze zum Kreis Schleswig-Flensburg. Im Süden und Westen fällt der Geestrücken zur Eider- im Norden zur Treene-Niederung ab. Das Dorf liegt in der Landschaft Stapelholm, die wiederum durch die Eider-Treene-Sorge-Niederungen definiert ist.

GeschichteBearbeiten

Erstmals wird Seeth im Jahre 1260 erwähnt, wobei der Name der Gemeinde Niederlassung oder Wohnsitz bedeutet.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hatte die Wählergemeinschaft AWS seit der Kommunalwahl 2008 sechs Sitze, die Wählergemeinschaft ABS hatte zwei und die SPD einen Sitz. Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai 2018 erhielt die AWS 80,7 Prozent und sieben Sitze. Die SPD kam auf 19,3 Prozent und zwei Sitze. Die Wahlbeteiligung betrug 63,9 Prozent.[2]

BürgermeisterBearbeiten

Für die Wahlperiode 2018–2023 wurde Ernst-Wilhelm Schulz (AWS) zum Bürgermeister gewählt. Er trat seine erste Amtszeit an.

Für seine langjährige Arbeit als Bürgermeister wurde Peter Dirks zum Ehrenbürgermeister ernannt.[3]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Grün über goldenem Wellenschildfuß eine goldene Bauernglocke, rechts und links je ein silbernes Fachhallenhaus.“[4]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Liste der Kulturdenkmale in Seeth stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Seeth ist der Vertreter der Landschaft Stapelholm, in der sich die drei wichtigsten Haustypen Schleswig-Holsteins treffen: das Fachhallenhaus aus dem norddeutsch-sächsischen Raum, das jütische Querdielen- oder auch Geesthardenhaus aus dem jütländisch-dänischen Raum und der niederländische Haubarg oder auch Gulfhaus. In Seeth steht der östlichste Haubarg Deutschlands aus dem Jahre 1825. Bei 30 Meter Länge und einer bebauten Grundfläche von 370 m² ist das Haus Stamp ein imposanter Vertreter der Querdielenhäuser. Mit dem Baujahr 1513 ist das Fachhallenhaus des ehemaligen Café Mnich eines der ältesten in Norddeutschland. Für den auswärtigen Besucher bietet Seeth mit über 50 Reetdachhäuser ein vielfältiges und reizvolles Bild.

Seeth hat das älteste Storchennest mit dem höchsten Bruterfolg in Nordfriesland. Früher gab es Nahrung für mindestens sieben Brutpaare, die auf Reetdächern, Schornsteinen und Masten nisteten. Seit 1990 ist nur noch ein Nest auf einem Betonmast in der Westerstraße jährlich besetzt.

WirtschaftBearbeiten

Neben einigen landwirtschaftlichen Betrieben, verschiedenen Handwerksbetrieben und Geschäften gibt es in Seeth zwei Galerien, von denen eine auch gleichzeitig gastwirtschaftlicher Betrieb ist. Weiterhin bietet Seeth im touristischen Bereich neben Pensionen, Privatunterkünften auch Ferienhäuser an. Ein Arbeitgeber am Ort betreibt therapeutische Wohngruppen.

Seeth war Bundeswehrstandort und Heimat des Lazarettregiments 11. Die Stapelholmer Kaserne liegt einige Kilometer außerhalb des Ortes und hat ihren Namen nach der Landschaft Stapelholm erhalten. Sie beherbergte u. a. das nichtaktive Lazarettregiment 71 und das teilaktive Marinesicherungsbataillon 3 (1996–2001). Am 26. Oktober 2011 wurde bekannt, dass die Kaserne bis spätestens 2015 geschlossen werden soll. Die Schließung erfolgte zum Sommer 2015. Direkt im Anschluss daran eröffnete das Land Schleswig-Holstein auf dem Kasernengelände eine Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber.

PersönlichkeitenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Seeth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien