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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Ahrenshöft führt kein Wappen
Ahrenshöft
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ahrenshöft hervorgehoben
Koordinaten: 54° 34′ N, 9° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Mittleres Nordfriesland
Höhe: 4 m ü. NHN
Fläche: 8,79 km2
Einwohner: 516 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25853
Vorwahl: 04846
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 002
Adresse der Amtsverwaltung: Theodor-Storm-Straße 2
25821 Bredstedt
Website: www.ahrenshoeft.de
Bürgermeister: Manfred Peters (WGB)
Lage der Gemeinde Ahrenshöft im Kreis Nordfriesland
AchtrupAhrenshöftAhrenviölAhrenviölfeldAlkersumAlmdorfArlewattAventoftBargumBehrendorfBohmstedtBondelumBordelumBorgsumBosbüllBraderupBramstedtlundBredstedtBreklumDagebüllDrageDrelsdorfDunsumElisabeth-Sophien-KoogEllhöftEmmelsbüll-HorsbüllEnge-SandeFresendelfFriedrich-Wilhelm-Lübke-KoogFriedrichstadtGalmsbüllGardingGarding  KirchspielGoldebekGoldelundGrödeGrothusenkoogHallig HoogeHaselundHattstedtHattstedtermarschHögelHolmHörnum (Sylt)HorstedtHudeHumptrupHumptrupHusumImmenstedtJoldelundKampen (Sylt)KarlumKatharinenheerdKlanxbüllKlixbüllKoldenbüttelKolkerheideKotzenbüllLadelundLangeneßLangenhornLeckLexgaardList auf SyltLöwenstedtLütjenholmMidlumMildstedtNebelNeukirchenNieblumNiebüllNorddorf auf AmrumNorderfriedrichskoogNordstrandNordstrandNorstedtOckholmOevenumOldenswortOldersbekOlderupOldsumOldsumOstenfeld (Husum)Oster-OhrstedtOsterheverPellwormPellwormPellwormPoppenbüllRamstedtRantrumReußenkögeRisum-LindholmRodenäsSankt Peter-OrdingSchwabstedtSchwabstedtSchwesingSeethSimonsbergSollwittSönnebüllSprakebüllStadumStedesandStruckumSüderendeSüderhöftSüderlügumSüdermarschSyltTatingTetenbüllTinningstedtTönningTümlauer-KoogUelvesbüllUphusumUtersumViölVollerwiekVollstedtWeltWenningstedt-Braderup (Sylt)Wester-OhrstedtWesterheverWestreWinnertWischWitsumWittbekWittdün auf AmrumWitzwortWobbenbüllWrixumWyk auf FöhrKarte
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Ahrenshöft (dänisch: Ar(e)nshoved oder Arnshøft, nordfriesisch: Oornshaud, niederdeutsch: Aarnshööft) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland, im Nordwesten Schleswig-Holsteins.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Ahrenshöft liegt am Rande des Großlandschaftsraums Schleswigsche Geest im Bereich der Nordergoesharde. Die südliche und westliche Gemeindegrenze wird durch den Flusslauf der Arlau bestimmt, die in Ortsnähe in den Landschaftsraum der Nordfriesischen Marsch mit dessen Teilraum der sogenannten Hattstedtermarsch eintritt. Die nördliche Gemeindegrenze verläuft entlang des sogenannten Ahrenshöfter Grabens.

GemeindegliederungBearbeiten

Neben dem namengebenden Hauptort, der sich in die Teilortschaften Groß- und Klein Ahrenshöft gliedert, befinden sich auch die folgenden amtlich registrierten, weiteren Siedlungen im Gemeindegebiet:[2]

  • Eiberg (dän. Ægbjerg)
  • Jägerkrug (dän. Jægerkro, nordfr. Jäägerkrooch)
  • Steinberg

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden von Ahrenshöft sind:

Bohmstedt Norstedt
Hattstedtermarsch  
Arlewatt

GeologieBearbeiten

Das Gemeindegebiet ist durch die anteilige Lage auf der Hohen Geest, einer Altmoränenlandschaft, strukturell deutlich geprägt. Die anzutreffende Bodenstrukturen bestehen hier aus Sedimenten der Korngröße Sand. Im Gemeindegebiet wurde schon früh Kies abgebaut, so dass im Laufe der Zeit mehrere Kiesgruben entstanden sind. Einige von ihnen sind mittlerweile renaturiert worden. Andere wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Anlage der zentralen Mülldeponie des Kreises Nordfriesland genutzt, Diese befindet sich im östlichen Gemeindeteil.

Die sogenannte Ahrenshöfter Marsch im Westen ist hingegen ein überwiegend landwirtschaftlich geprägter Landschaftsraum. Er dient aber auch der Durchleitung der Geestgewässer aus dem Hinterland der Oberen und Mittleren Arlau. Die Gewässerläufe im Marschenbereich sind größtenteils durch Deichbauten abgedämmt.

KlimaBearbeiten

Ahrenshöft liegt in einer gemäßigt-warmen Klimazone. Durch seine küstennahe Lage fallen überdurchschnittlich viele Niederschläge im Jahresverlauf. In Anlehnung an die Klimaklassifikation nach Köppen-Geiger ist Ahrenshöft der Klasse "Cfb" zuzuordnen. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 8,2 °C. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt im Mittel 823 mm.[3]

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde 1455 erstmals als Vrenshoude urkundlich erwähnt. Er geht auf dän. hoved für Haupt, Vorsprung und den Rufnamen Orne zurück, der wiederum mit dem Tiernamen Eber in Verbindung steht. Ebenfalls möglich ist eine Ableitung von Adler (altnord. ari, mdän. arn, neudän. ørn, vgl. altnord.Arnhofði für Adlerkopfiger).[4][5] Der Ort liegt historisch im Kirchspiel Drelsdorf (dän. Trelstrup Sogn) innerhalb der Nordergoesharde. Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Drelsdorf aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Ahrenshöft.[6]

ArchäologieBearbeiten

Im norddeutschen Raum wurde die jungpaläolithische Hamburger Kultur (13.500 bis 11.100 v. Chr.) mit der Havelte-Gruppe (ab 13.000 v. Chr.) entdeckt. Die Träger dieser Kultur waren vorwiegend Rentierjäger. Die mit 12.030 v. Chr. datierte jungpaläolithische Siedlung (heute Ahrenshöft) ist der Havelte-Gruppe zuzuordnen.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai 2013 erhielt die Wählergemeinschaft A (WGA) 36,5 Prozent der abgegebenen Stimmen und drei Sitze. Die Wählergemeinschaft B (WGB) kam auf 63,5 Prozent und sechs Sitze. Die Wahlbeteiligung betrug 63,1 Prozent.[7]

Das Wahlergebnis bei der Kommunalwahl am 6 Mai 2018 brachte die gleiche Sitzverteilung hervor.[8]

BürgermeisterBearbeiten

Für die Wahlperiode 2013–2018 wurde Manfred Peters (WGB) erneut zum Bürgermeister gewählt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftsstrukturBearbeiten

Die örtliche Wirtschaftsstruktur in Ahrenshöft ist ländlich, kleinteilig geprägt. Die regional bekanntesten Betriebe dürften die Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises, sowie der vor Ort ansässige Landgasthof Dörpskrog Ahrenshöft sein.

Zum Ziel der touristischen Vermarktung führt eine radtouristische Erlebnisroute, die sogenannte Söbenbargenroute, durch das Gebiet der benachbarten Geestdörfer. Grundlage für die Namenswahl ist die Ansammlung einer Vielzahl von historischen Grabhügeln und weiteren archäologischen Funden in diesem Gebiet, die auf eine frühe Besiedlung des Gebiets hinweisen. Start und Ziel der Rundroute befinden sich in der Nachbargemeinde Bohmstedt.[9]

VerkehrBearbeiten

Ahrenshöft wird überwiegend im motorisierten Individualverkehr erreicht. Der Ort liegt abseits der Hauptverkehrsachse Nordfrieslands, der Bundesstraße 5. Diese durchläuft die Nachbargemeinde Hattstedtermarsch in etwa drei Kilometer Entfernung von Nordwest nach Südost.

Die Anfahrt nach Ahrenshöft erfolgt über die an der Umgehungsstraße Husum (Abfahrt: Drelsdorf) anschließende Landesstraße 273 über Horstedt und Arlewatt. Diese Route bildet den heutigen Verlauf des ehemaligen Westlichen Ochsenweges ab, einer historischen Handelsroute über die Schleswigsche Geest. Nördlich der Überquerung der Arlau kreuzt die nordfriesische Kreisstraße 6. Diese durchquert das ganze Gemeindegebiet. Das Dorf befindet sich von der Kreuzung aus linker Hand.

Im ÖPNV ist Ahrenshöft mittels der Buslinie 1031 (Husum – Drelsdorf – Bredstedt) des Nahverkehrsverbunds Schleswig-Holstein angebunden. Diese Linie schließt den Ort an den Bahnverkehr auf der Marschbahn an. Der Bahnhof in Husum verfügt über Nah- und Fernverkehrsanschluss.

Das Gemeindegebiet wird ebenfalls durch eigenständige Radverkehrsanlagen erschlossen. Die Hauptroute des Regionalen Radverkehrsnetzes Nordfriesland verläuft längsseits der Straßenverbindung der L 273 über Horstedt und Arlewatt.

PersönlichkeitenBearbeiten

Der Schauspieler, Regisseur, Intendant, Texter und Schlagersänger Volker Lechtenbrink (* 1944) wohnt in Ahrenshöft.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ahrenshöft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2017 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wohnplatzverzeichnis Schleswig-Holstein 1987. (pdf) Statistischen Landesamt Schleswig-Holstein, abgerufen am 3. Februar 2019.
  3. Klima Ahrenshöft. Abgerufen am 8. Februar 2019.
  4. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 117
  5. Johannes Kok: Det danske folkesprog i Sønderjylland, Band 2, København 1867, S. 70
  6. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.
  7. Ergebnis Gemeindewahl Ahrenshöft 2013.@1@2Vorlage:Toter Link/ftp.amnf.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf der Webseite Amt Mittleres Nordfriesland
  8. Bekanntmachung des Gemeindewahlergebnisses in der Gemeinde Ahrenshöft. Abgerufen am 15. Januar 2018.
  9. Radrundtour„Söbenbargen-Route“. Abgerufen am 20. Februar 2019.