Ahrenviöl

Gemeinde in Deutschland

Ahrenviöl (dänisch: Arnfjolde oder Arenfjolde, nordfriesisch: Årnfjål, niederdeutsch: Arenfiööl) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holsteins. Neben Ahrenviöl hat die Gemeinde keine weiteren Ortsteile.[2]

Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Ahrenviöl führt kein Wappen
Ahrenviöl
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ahrenviöl hervorgehoben

Koordinaten: 54° 32′ N, 9° 12′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Viöl
Höhe: 36 m ü. NHN
Fläche: 10,11 km2
Einwohner: 518 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25885
Vorwahl: 04847
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 003
Adresse der Amtsverwaltung: Westerende 41
25884 Viöl
Website: www.ahrenvioel.de
Bürgermeister: Heinz Günter Hansen
Lage der Gemeinde Ahrenviöl im Kreis Nordfriesland
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Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Das Gemeindegebiet von Ahrenviöl erstreckt sich auf einem Altmoränenrücken der Schleswigschen Geest südlich direkt angrenzend am Oberlauf der Arlau zwischen Husum und Schleswig. Der ländliche Zentralort Viöl befindet sich, in nordnordwestlicher Richtung, in etwa 5 km Entfernung (Luftlinie). Im Gemeindegebiet befindet sich das Ahrenviöler Naturschutzgebiet Südermoor, direkt westlich der Gemeindegrenze im Bereich der namengebenden Nachbargemeinde das sogenannte Immenstedter Gehege. Nordöstlich des Dorfes liegt der Ahrenviöler Forellensee.

NachbargemeindenBearbeiten

An Ahrenviöl grenzende Gemeindegebiete sind:

Immenstedt Behrendorf
  Ahrenviölfeld
Wester-Ohrstedt Oster-Ohrstedt

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde erstmals 1352 als Villa Arenfjold urkundlich erwähnt. Er befindet sich historisch in der Südergoesharde. Der Ortsname verweist auf Viöl (dän. Fjolde) in der Bedeutung Außenmark, unkultiviertes Feld (vgl. altnord. fjall für Hochland, Berg) und Adler (altnord. ari, mdän. arn, neudän. orn).[3] Zu beachten ist, dass Viöl/Fjolde ursprünglich nicht nur den heutigen Ort, sondern auch den umgebenden Landstrich bezeichnet haben könnte.[4]

Bis zum Deutsch-Dänischen Krieg 1864 zählte der Ort zum Kirchspiel Schwesing (Svesing Sogn) innerhalb des zum Dänischen Gesamtstaat gehörenden Herzogtums Schleswig. Nach der Annexion Schleswigs und Holsteins durch Preußen wurde aus dem Gebiet des Kirchspiels Schwesing eine Kirchspielslandgemeinde gebildet. Sie umfasste neben Ahrenviöl die fünf Dorfschaften Hochviöl, Immenstedt, Schwesing, Wester- und Oster-Ohrstedt.

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Schwesing aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Ahrenviöl.[5][6]

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Bei den Kommunalwahlen am 6. Mai 2018 erhielt bei einer Wahlbeteiligung von 49,8 Prozent die Wählergemeinschaft WGA alle neun Sitze.[7]

BürgermeisterBearbeiten

Seit 2018 ist Heinz Günter Hansen Bürgermeister.

Die von 1998 bis 2018 als Bürgermeisterin amtierende Edith Carstensen (WGA) wurde zur Ehrenbürgermeisterin ernannt.[8]

VerwaltungBearbeiten

Die Gemeinde wird von der Amtsverwaltung Viöl mitverwaltet.

WirtschaftBearbeiten

Allgemeine WirtschaftsstrukturBearbeiten

Das Gemeindegebiet ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt, es gibt jedoch auch einzelne kleine Gewerbebetriebe, wie beispielsweise einen Gasthof, einen Bäcker.

BildungBearbeiten

  • Im vorschulischen Bereich verfügt Ahrenviöl über einen Kindergarten, in dem etwa dreißig Kinder halbtags betreut werden.
  • Die Kinder und Jugendlichen dieser Gemeinde besuchen meist die Grund- und Gemeinschaftsschule in Oster-Ohrstedt oder andere weiterführende Schulen in Husum.

VerkehrBearbeiten

Ahrenviöl befindet sich abseits des Bundesfernstraßennetzes in ländlicher Umgebung. Durch das namengebende Dorf verläuft die nordfriesische Kreisstraße 79, die am Schulzentrum Ohrstedt von der Bundesstraße 201 in nördlicher Richtung abzweigt und in der Ortslage nach Osten in Richtung des Nachbarortes Ahrenviölfeld abknickt.

Im ÖPNV ist Ahrenviöl seit August 2019 im Rufbusgebiet Viöl tagsüber grob alle zwei Stunden an den Linienbusverkehr im namengebenden ländlichen Zentralort angebunden.[9] Dort verkehrt die Regionalbuslinie R14 (Schnellbus Husum–Flensburg) innerhalb des Nahverkehrsverbunds Schleswig-Holstein.[10]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2019 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Aasbüttel - Bordesholm. In: Wolfgang Henze (Hrsg.): Schleswig-Holstein-Topographie : Städte und Dörfer des Landes. 1. Auflage. Band 1. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2001, ISBN 3-926055-58-8, S. 46.
  3. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 118
  4. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 504
  5. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.
  6. Historisches Gemeindeverzeichnis Schleswig-Holstein: Anmerkungen zur Gemeinde Ahrenviöl (Fußnote). (Digitalisat ).
  7. Ergebnis der Gemeindewahl in der Gemeinde Ahrenviöl. (pdf) Abgerufen am 12. September 2018.
  8. Auszeichnung für zwei Urgesteine
  9. Flyer Rufbusgebiet Viöl. (pdf) Abgerufen am 17. November 2019.
  10. Kursbuch Bus R14. (pdf) Abgerufen am 17. November 2019.