Immenstedt (Nordfriesland)

Gemeinde in Nordfriesland

Immenstedt (dänisch: Immingsted) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.

Wappen Deutschlandkarte
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Immenstedt (Nordfriesland)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Immenstedt hervorgehoben

Koordinaten: 54° 32′ N, 9° 10′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Viöl
Höhe: 19 m ü. NHN
Fläche: 14,61 km2
Einwohner: 641 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25885
Vorwahlen: 04843, 04847
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 057
Adresse der Amtsverwaltung: Westerende 41
25884 Viöl
Website: www.immenstedt.de
Bürgermeister: Eckhard Abel (AWI)
Lage der Gemeinde Immenstedt im Kreis Nordfriesland
AchtrupAhrenshöftAhrenviölAhrenviölfeldAlkersumAlmdorfArlewattAventoftBargumBehrendorfBohmstedtBondelumBordelumBorgsumBosbüllBraderupBramstedtlundBredstedtBreklumDagebüllDrageDrelsdorfDunsumElisabeth-Sophien-KoogEllhöftEmmelsbüll-HorsbüllEnge-SandeFresendelfFriedrich-Wilhelm-Lübke-KoogFriedrichstadtGalmsbüllGardingGarding  KirchspielGoldebekGoldelundGrödeGrothusenkoogHallig HoogeHaselundHattstedtHattstedtermarschHögelHolmHörnum (Sylt)HorstedtHudeHumptrupHumptrupHusumImmenstedtJoldelundKampen (Sylt)KarlumKatharinenheerdKlanxbüllKlixbüllKoldenbüttelKolkerheideKotzenbüllLadelundLangeneßLangenhornLeckLexgaardList auf SyltLöwenstedtLütjenholmMidlumMildstedtNebelNeukirchenNieblumNiebüllNorddorf auf AmrumNorderfriedrichskoogNordstrandNordstrandNorstedtOckholmOevenumOldenswortOldersbekOlderupOldsumOldsumOstenfeld (Husum)Oster-OhrstedtOsterheverPellwormPellwormPellwormPoppenbüllRamstedtRantrumReußenkögeRisum-LindholmRodenäsSankt Peter-OrdingSchwabstedtSchwabstedtSchwesingSeethSimonsbergSollwittSönnebüllSprakebüllStadumStedesandStruckumSüderendeSüderhöftSüderlügumSüdermarschSyltTatingTetenbüllTinningstedtTönningTümlauer-KoogUelvesbüllUphusumUtersumViölVollerwiekVollstedtWeltWenningstedt-Braderup (Sylt)Wester-OhrstedtWesterheverWestreWinnertWischWitsumWittbekWittdün auf AmrumWitzwortWobbenbüllWrixumWyk auf FöhrKarte
Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Das Gemeindegebiet von Immenstedt erstreckt sich nordöstlich von Husum im Bereich der naturräumlichen Haupteinheit Bredstedt-Husumer Geest (Nr. 691) am südlichen Ufer der Arlau. Der Bach Imme bildet in der keilförmig nach Norden aufgespalteten Gemarkung den östlichen Randgraben zum spaltenden Ortsteil Hochviöl in der Gemeinde Viöl.[2][3] Im nordöstlichen Bereich erstreckt sich das sogenannte Hochmoor.[4]

Im Gemeindegebiet befindet sich das Forstgebiet Immenstedter Wald (Katasteramtlich Immenstedter Gehege/Festholz).[4] Es ist ein ausgedehnter Buchenwald, der zum Teil Staatsforst ist. Es ist heute als FFH-Gebiet Immenstedter Wald geschützt.

GemeindegliederungBearbeiten

Das ländliche Gemeindegebiet von Immenstedt gliedert sich siedlungsgeografisch in die amtlich registrierten Wohnplätze des Dorfes gleichen Namens und die Hofsiedlung Feddersburg.[5]

Daneben befinden sich die Fluren Immenstedt-Kiel und Bahnhof Immenstedt im westlichen Teil, Immenstedtfeld im Südosten, sowie Immenstedtholz nördlich davon im Gemeindegebiet.[4]

NachbargemeindenBearbeiten

Unmittelbar angrenzende Gemeindegebiete von Immenstedt sind:[3]

Viöl Behrendorf
Olderup  
SchwesingWester-Ohrstedt Ahrenviöl

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde im 13. Jahrhundert erstmals als Imming erwähnt.

Im Jahr 1590 hatten die Herzöge von Gottorf, in deren Besitz das Gut Immenstedt seit 1438 war, ein Jagdhaus erbaut. Es wurde 1712 aufgrund Baufälligkeit abgerissen.

Bis zum Deutsch-Dänischen Krieg 1864 gehörte der Ort zum Kirchspiel Schwesing (Svesing Sogn) innerhalb des zu Dänemark gehörenden Herzogtum Schleswig. Nach der Annexion Schleswigs und Holsteins durch Preußen wurde aus dem Gebiet des Kirchspiels Schwesing eine Kirchspielslandgemeinde gebildet. Sie umfasste neben Immenstedt die fünf Dorfschaften Ahrenviöl, Hochviöl, Schwesing, Oster-Ohrstedt und Wester-Ohrstedt.

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Schwesing aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Immenstedt.[6][7]

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

In der Wahlperiode 2018–2023 sind alle neun Sitze der Gemeindevertretung von Mitgliedern der Wählergemeinschaft AWI besetzt.[8]

BürgermeisterBearbeiten

Für die Wahlperiode 2018–2023 wurde wiederholt Johannes Feddersen (AWI) von den Mitgliedern der Gemeindevertretung zum Bürgermeister gewählt.[9] Nach seinem Ausscheiden wurde Eckhard Abel zum Bürgermeister gewählt.[10]

VerkehrBearbeiten

Das Gemeindegebiet ist im motorisierten Individualverkehr über die durch das Gemeindegebiet führende Bundesstraße 200 von Husum nach Flensburg angebunden. Sie führt westlich angrenzend an der Dorf­lage vorbei.[3]

Die Gemeinde ist heute mittels der Buslinie R14 im Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein zum Bahnhof Husum angebunden. Daneben ist die Gemeinde Immenstedt in das Rufbusgebiet Viöl einbezogen, die an der Haltestelle Viöl ZOB den zentralen Umstiegspunkt hat.[11]

LiteraturBearbeiten

  • Esther Geißlinger: Wasser, Wald und Moor. In: Schleswig-Holstein-Topographie. Bd. 5: Holt - Krokau. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2005, ISBN 978-3-926055-79-8, S. 86–87.

WeblinksBearbeiten

Commons: Immenstedt (North Frisia) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2020 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Liste: Zuordnung der Gemeinden zu den Naturräumen. S. 20, abgerufen am 8. Dezember 2021.
  3. a b c Relation: Immenstedt (1406976) bei OpenStreetMap (Version #6). Abgerufen am 8. Dezember 2021.
  4. a b c Topographische Karten SH im DigitalerAtlasNord. Abgerufen am 8. Dezember 2021 (Markierung des Gemeindegebiets bei Eingabe vom Gemeindenamen+Gemeindekennziffer).
  5. Wohnplatzverzeichnis Schleswig-Holstein 1987. (PDF) Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, 1992, S. 36, abgerufen am 8. Dezember 2021.
  6. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.
  7. Historisches Gemeindeverzeichnis Schleswig-Holstein: Anmerkungen zur Gemeinde Immenstedt (Fußnote). (Digitalisat).
  8. Protokoll Nr. 3/2018 über die öffentliche konstituierende Sitzung der Gemeindevertretung Immenstedt. (PDF) Abgerufen am 1. Juni 2019.
  9. Protokoll Nr. 3/2018 über die öffentliche konstituierende Sitzung der Gemeindevertretung Immenstedt. (PDF) Abgerufen am 1. Juni 2019.
  10. Protokoll Nr. 1/2019. (PDF) Abgerufen am 18. April 2020.
  11. Rufbus Viöl / Rufbus Nordfriesland. Abgerufen am 8. Dezember 2021.