Stedesand

Gemeinde in Deutschland

Stedesand (friesisch: Stääsönj) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.

Wappen Deutschlandkarte
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Stedesand
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stedesand hervorgehoben

Koordinaten: 54° 44′ N, 8° 56′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Südtondern
Höhe: 3 m ü. NHN
Fläche: 15,19 km2
Einwohner: 864 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25920
Vorwahl: 04662
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 126
Adresse der Amtsverwaltung: Marktstraße 12
25899 Niebüll
Website: www.stedesand.de
Bürgermeister: Stephan Koth (AWG)
Lage der Gemeinde Stedesand im Kreis Nordfriesland
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Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Das Gemeindegebiet von Stedesand ist Teil des Naturraums Nordfriesische Marsch.[2] Es erstreckt sich im Nordwesten teilweise bis über die Lecker Au hinaus, welche sich wenig unterhalb mit der Soholmer Au beim Bottschlotter See zum Bongsieler Kanal vereinigt. Der historische Bachlauf der heutigen Alten Soholmer Au markiert teilweise die südliche Gemeindegrenze, im Westen jedoch auch in Teilen der nördliche Gewässerrand des heute ihn ersetzenden weiter südlich verlaufenden abgedämmten Flusslaufs.[3]

GemeindegliederungBearbeiten

Neben dem Dorf gleichen Namens befinden sich auch der Störtewerkerkoog (nf. Störtewärkskuuch, dän. Størteværkkog) und Wester Schnatebüll (nf. Weester Snootebel, dän. Vester Snattebøl[4][5]) im Gemeindegebiet,[6] das in seiner heutigen Form seit 1974 besteht.

NachbargemeindenBearbeiten

Angrenzende Gemeindegebiete von Stedesand sind:[7]

Risum-Lindholm Leck
 
Dagebüll LangenhornBargum Enge-Sande

GeschichteBearbeiten

Am 1. Februar 1974 wurden die damaligen Gemeinden Störtewerkerkoog und Wester Schnatebüll eingegliedert.[8]

PolitikBearbeiten

Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft AWG seit der Kommunalwahl 2013 fünf Sitze, die Wählergemeinschaften AWS und KWS haben je drei Sitze.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Stedesander Kirche wurde vermutlich im 16. Jahrhundert gebaut. Das heutige Altarbild stammt von Carl Ludwig Jessen. Der Taufstein aus gotländischem Kalkstein gleicht dem der Emmelsbüller Kirche.

In der Liste der Kulturdenkmale in Stedesand stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftsstrukturBearbeiten

Die Wirtschaft ist ländlich strukturiert. Das bedeutendste Wirtschaftsunternehmen dürfte ein im Ort ansässiger Landmaschinenvertrieb und -Reparatur­betrieb sein. Er vertreibt u. a. Produkte des Landmaschinenkonzerns CNH Industrial. Zumeist außerhalb der Dorflage gelegen, sind verschiedene Landwirtschaftsbetriebe in der Gemeinde ansässig.

VerkehrBearbeiten

Durch die östliche Dorflage von Stedesand führt die Bundesstraße 5 im Abschnitt zwischen Niebüll und Bredstedt. In Parallellage direkt am südlichen Dorfrand führt die Marschbahnstrecke vorbei. Die ehemalige Bahnstation wurde am 31. Mai 1987 geschlossen. Die nächstgelegenen Bahnstationen sind der Bahnhof Niebüll und der Haltepunkt in der Gemeinde Langenhorn. Beide werden vom Regionalexpress 6 im Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein angefahren. In Niebüll besteht darüber hinaus auch ein Fernverkehrsanschluss an einzelne Züge der von Hamburg nach Westerland auf Sylt durchgebundenen Intercity-Linien 26, 27 und 30.

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Stedesand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2020 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Relation: Stedesand (1416965) bei OpenStreetMap. Abgerufen am 30. Januar 2021.
  3. Vgl. Topographische Karte des Digitalen Atlas Nord
  4. Nordfriisk Instituut: Nordfriesland Karte, Bräist/Bredstedt 2011
  5. Videnskabernes Selskab: Kaart over den sydlige del af Slesvig, Kopenhagen 1864
  6. Schleswig-Holstein-Topographie. Bd. 9: Schönberg - Tielenhemme. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2007, ISBN 978-3-926055-91-0, S. 181 (dnb.de [abgerufen am 5. August 2020]).
  7. Relation: Stedesand (1416965) bei OpenStreetMap. Abgerufen am 30. Januar 2021.
  8. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 182.