Goldebek

Gemeinde in Deutschland

Goldebek (dänisch: Goldebæk, nordfriesisch: Golbäk) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Goldebek
Goldebek
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Goldebek hervorgehoben

Koordinaten: 54° 41′ N, 9° 9′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Mittleres Nordfriesland
Höhe: 12 m ü. NHN
Fläche: 10,18 km2
Einwohner: 359 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25862
Vorwahl: 04673
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 037
Adresse der Amtsverwaltung: Theodor-Storm-Straße 2
25821 Bredstedt
Website: www.goldebek.de
Bürgermeister: Peter Jessen (ABCWG)
Lage der Gemeinde Goldebek im Kreis Nordfriesland
AchtrupAhrenshöftAhrenviölAhrenviölfeldAlkersumAlmdorfArlewattAventoftBargumBehrendorfBohmstedtBondelumBordelumBorgsumBosbüllBraderupBramstedtlundBredstedtBreklumDagebüllDrageDrelsdorfDunsumElisabeth-Sophien-KoogEllhöftEmmelsbüll-HorsbüllEnge-SandeFresendelfFriedrich-Wilhelm-Lübke-KoogFriedrichstadtGalmsbüllGardingGarding  KirchspielGoldebekGoldelundGrödeGrothusenkoogHallig HoogeHaselundHattstedtHattstedtermarschHögelHolmHörnum (Sylt)HorstedtHudeHumptrupHumptrupHusumImmenstedtJoldelundKampen (Sylt)KarlumKatharinenheerdKlanxbüllKlixbüllKoldenbüttelKolkerheideKotzenbüllLadelundLangeneßLangenhornLeckLexgaardList auf SyltLöwenstedtLütjenholmMidlumMildstedtNebelNeukirchenNieblumNiebüllNorddorf auf AmrumNorderfriedrichskoogNordstrandNordstrandNorstedtOckholmOevenumOldenswortOldersbekOlderupOldsumOldsumOstenfeld (Husum)Oster-OhrstedtOsterheverPellwormPellwormPellwormPoppenbüllRamstedtRantrumReußenkögeRisum-LindholmRodenäsSankt Peter-OrdingSchwabstedtSchwabstedtSchwesingSeethSimonsbergSollwittSönnebüllSprakebüllStadumStedesandStruckumSüderendeSüderhöftSüderlügumSüdermarschSyltTatingTetenbüllTinningstedtTönningTümlauer-KoogUelvesbüllUphusumUtersumViölVollerwiekVollstedtWeltWenningstedt-Braderup (Sylt)Wester-OhrstedtWesterheverWestreWinnertWischWitsumWittbekWittdün auf AmrumWitzwortWobbenbüllWrixumWyk auf FöhrKarte
Über dieses Bild

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Das Gemeindegebiet von Goldebek erstreckt sich im östlichen Bereich des historischen Verwaltungsbezirk der Nordergoesharde auf der Schleswigschen Vorgeest. Der Flusslauf der Linnau fließt auf einem kurzen Teilstück durch das nördliche Gemeindegebiet und bildet dort die nördliche Grenze zur benachbarten Gemeinde Lindewitt bei dessen ebenso benannten Ortsteils. Sie bildet einen der beiden Hauptzuflüsse der Soholmer Au, die in Schlüttsiel ins Nordfriesische Wattenmeer mündet.

GemeindegliederungBearbeiten

Neben dem namensgebenden Dorf liegen auch Heinsbek (Hegnsbæk[2], auch Hejnsbæk[3]), Kolonie und Süderhuus (dän. Sønderhuse, auch Sønder Lindaa[4]), wie auch die Höfesiedlung Goldebekfeld im Gemeindegebiet.[5]

NachbargemeindenBearbeiten

Angrenzende Gemeindegebiete von Goldebek sind:[6]

Lindewitt
Goldelund   Lindewitt
Joldelund

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde 1321 erstmals als tho Goldbeck erwähnt. Der Ortsname leitet sich womöglich von den dänischen Worten golde für unfruchtbaren und sandigen Boden sowie bek für Bach ab. Eine andere Deutung geht von dän. galt für Verschnittener Eber aus, der um das jüngere bæk erweitert worden ist.[7] Der Flurname Heinsbeck stammt vermutlich von dän. hegn für Hecke.[8][9]

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Joldelund aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Goldebek.[10]

Im Gemeindegebiet gibt es auch heute noch den Mühlenstrom, die Mühle wurde jedoch 1948 abgerissen.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung erhielt in Folge des Wahlergebnisses der Kommunalwahlen 2018 die Wählergemeinschaft ABCWG seit sechs Sitze, die Wählergemeinschaft AcWG drei.[11] Im Vergleich zu der vorangegangenen Wahl im Jahr 2013 gab es keine Änderung bei der Sitzverteilung.

BürgermeisterBearbeiten

Für die Wahlperiode 2018–2023 wurde Peter Jessen (ABCWG) erneut zum Bürgermeister gewählt.[12]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Von Blau und Grün durch einen goldenen Schrägwellenbalken erniedrigt geteilt. Oben eine silberne Windmühle mit hohem Sockelgeschoss, unten ein silberner Ochsenkopf.“[13]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

AllgemeinesBearbeiten

Das Gemeindegebiet Goldebeks ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Mittlerweile ist auch die Erzeugung regenerativer Energie durch den Windpark Goldebek hinzu getreten. Östlich des Dorfs gelegen, umfasst dieser vier Windkraftanlagen der Zwei-Megawatt-Klasse.

VerkehrBearbeiten

Das Gemeindegebiet wird erschlossen durch die schleswig-holsteinische Landesstraße 12 auf dem Weg zwischen Bredstedt und Wanderup. In Bredstedt besteht Anschluss an die Bundesstraße 5, in Wanderup an die Bundesstraße 200. Die Landesstraße führt direkt südlich angrenzend an der Dorf­lage vorbei.

Im ÖPNV des Nahverkehrsverbunds Schleswig-Holstein erfolgt die Anbindung durch eine Buslinie zwischen Bredstedt und Flensburg über Lindewitt sowie Großenwiehe (Buslinie R125). Diese verkehrt im Zweistundentakt.[14]

WeblinksBearbeiten

Commons: Goldebek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2019 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Anders Bjerrum: Sydslesvigs stednavne, Bd. 4, Kopenhagen 1979–1984. S. 425
  3. Johannes Kok: Det danske folkesprog i Sønderjylland, Band 2, København 1867, Seite 171
  4. Jens Peter Trap: Statistisk-topographisk beskrivelse af hertugdømmet Slesvig, Kjøbenhavn 1864, S. 217
  5. Wohnplatzverzeichnis Schleswig-Holstein 1987. (pdf) Abgerufen am 6. August 2020.
  6. Relation: Goldebek (1415665) bei OpenStreetMap. Abgerufen am 6. August 2020.
  7. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 276
  8. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 321
  9. Anders Bjerrum: Sydslesvigs stednavne, 4. bind, København 1979–1984. s. 425, 427
  10. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.
  11. Bekanntmachung des Gemeindewahlergebnisses in der Gemeinde Goldebek. (pdf) Abgerufen am 24. September 2018.
  12. Niederschrift über die konstituierende Sitzung der Gemeindevertretung Goldebek. (pdf) Abgerufen am 24. September 2018.
  13. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  14. Kursbuch Buslinie R126. (pdf) Abgerufen am 6. August 2020.