Hauptmenü öffnen
Gemeinde Torla-Ordesa
Kirche von Torla und Monte Perdido-Massiv
Kirche von Torla und Monte Perdido-Massiv
Wappen Karte von Spanien
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Torla-Ordesa (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Aragonien
Provinz: Huesca
Comarca: Sobrarbe
Koordinaten 42° 38′ N, 0° 7′ WKoordinaten: 42° 38′ N, 0° 7′ W
Höhe: 1200 msnm
Fläche: 185,21 km²
Einwohner: 298 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 1,61 Einw./km²
Postleitzahl: 22376
Gemeindenummer (INE): 22230 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Torla-Ordesa

Torla-Ordesa, manchmal auch nur Torla, ist eine aus mehrere verstreut liegenden Weilern (pedanías) und Einzelgehöften (fincas) bestehende nordspanische Berggemeinde (municipio) mit 298 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Norden der Provinz Huesca in der Autonomen Region Aragonien.

Lage und KlimaBearbeiten

Die Dörfer, Weiler und Einzelgehöfte der Gemeinde Torla-Ordesa liegen oberhalb des Río Ara zu Füßen des 3355 m hohen Monte Perdido-Massivs ca. 95 km (Fahrtstrecke) nordöstlich der Provinzhauptstadt Huesca in einer mittleren Höhe von etwa 1200 m; der Nachbarort Biescas befindet sich etwa 26 km westlich. Das Klima ist gemäßigt; Regen (ca. 885 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 591 491 461 317 299[3]

Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft hatte im 20. Jahrhundert einen kontinuierlichen Verlust an Arbeitsplätzen und einen deutlichen Rückgang der Einwohnerzahlen in den meisten Berggemeinden Europas zur Folge.

WirtschaftBearbeiten

Früher lebten die Bewohner des Ortes direkt oder indirekt (als Bauern, Landarbeiter oder Handwerker) von der Feld- und Viehwirtschaft. Heute spielt der Tourismus eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben der Berggemeinde.

GeschichteBearbeiten

Jungsteinzeitliche, keltische, römische, westgotische und maurische Spuren wurden in der Region bislang nicht entdeckt und so ist anzunehmen, dass die einzelnen Orte der heutigen Gemeinde erst im Mittelalter als Rastplätze oder als Zwischenstationen für Hirten und ihre Herden entstanden. Die erste Erwähnung des Ortsnamens stammt aus dem Jahr 1076.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Torla – Puente de Bujaruelo
 
Linas de Broto – Iglesia de San Miguel
Torla
  • Die Iglesia de San Salvador hat romanische Ursprünge, doch wurde der gesamte Eingangsbereich im 16./17. Jahrhundert umgestaltet. Der Glockenturm (campanar) dominiert das Äußere der Kirche. Das ebenfalls renovierte Kircheninnere ist dreischiffig; das Mittelschiffsgewölbe verfügt über Stichkappen, die Seitenschiffe haben Kreuzgratgewölbe.[4]
  • Die aus Bruchsteinen errichtete Ermita de Santa Ana steht etwa 2 km östlich des Ortes; im Türsturz befindet sich eine Inschrift.
  • Die einbogige spätmittelalterliche Steinbrücke Puente de Bujaruelo überspannt den Fluss Ara (42° 41′ 42″ N, 0° 6′ 22″ W).[5]
  • Eine weitere sehenswerte, aber zweibogige spätmittelalterliche Steinbrücke (Puente de la Glera) befindet sich im Norden der Gemeinde.[6]
  • In der Nähe steht die Ruine der romanischen Kapelle San Nicolás de Bujaruelo oder San Nicolás de Bari.[7]
Linas de Broto
  • Die dem Erzengel Michael geweihte Iglesia de San Miguel wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Die markante Südvorhalle (portico) entspricht derjenigen von Torla. Die Kirche ist nicht gewölbt, sondern verfügt über einen zum Innenraum hin offenen hölzernen Dachstuhl.[8]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Torla-Ordesa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Torla-Ordesa – Klimatabellen
  3. Torla-Ordesa – Bevölkerungsentwicklung
  4. Torla – Kirche San Salvador
  5. Torla – Puente de Bujaruelo
  6. Torla – Puente de la Glera
  7. Torla – San Nicolás de Bujaruelo
  8. Linas de Broto – Kirche