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Thomas Luthi 2011 in Estoril
Lüthi 2010 auf Moriwaki

Thomas "Tom" Lüthi (* 6. September 1986 in Oberdiessbach, Kanton Bern) ist ein Schweizer Motorradrennfahrer.

Inhaltsverzeichnis

BiografieBearbeiten

Aufgewachsen in Linden im Emmental, stieg Thomas Lüthi zum ersten Mal als Neunjähriger auf ein Motorrad und startete seine Karriere bei einem Pocket-Bike-Rennen.

Ab 2001 wurde Lüthi bis 2008 von Certina mit Adrian Bosshard finanziell unterstützt.[1]

Seinen ersten Grand-Prix-Sieg in der Motorrad-Weltmeisterschaft feierte Lüthi beim Großen Preis von Frankreich 2005 in Le Mans. Am 6. November 2005 gewann Lüthi in Valencia auf Honda den Weltmeister-Titel in der 125-cm³-Klasse. Er wurde damit der sechst-jüngste Weltmeister der Geschichte. In der Folge wurde er zum Schweizer Sportler des Jahres 2005 gewählt und gewann im Rahmen der Wahl zum Schweizer des Jahres den "Swiss Award" in der Kategorie Sport. In der Saison 2006 erreichte er als Titelverteidiger den achten Gesamtplatz.

Nach vier vollen Saisons in der Achtelliter-WM beim tschechischen Elit-Grand-Prix-Team, deren Teamchef der Schweizer Daniel Epp war, wechselte Thomas Lüthi 2007 in die 250er-Klasse, was auch einen Wechsel von Honda auf Aprilia bedeutete. Sein Teamkollege wurde der Deutsche Sandro Cortese, der aber in der 125er-WM fuhr. In seinem ersten Jahr in der Viertelliter-Klasse belegte Lüthi in der Saison 2007 mit 133 Punkten den achten Gesamtrang. In der Saison 2008 erreichte er mit einem zweiten und einem dritten Rang seine ersten Podestplätze in der 250-cm³-Klasse und schloss die Saison mit 108 Punkten auf Rang elf ab, die folgende Saison beendete er ohne einen einzigen Podestplatz als Siebter. In der Saison 2010 fuhr Lüthi im Team Interwetten Moriwaki Moto2 von Terrell Thien in der neuen Moto2-Klasse. Insgesamt erreichte er fünf Podiumsplätze und mit 156 Punkten den vierten Gesamtrang. 2011 wechselte das Team auf Suter. Lüthi blieb dem Team erhalten, holte beim Großen Preis von Malaysia im Qualifying seine erste Pole-Position seit sechs Jahren und gewann am nächsten Tag das Rennen, was seinen ersten Sieg in der mittleren Klasse im 80. Anlauf bedeutet. Das Jahr schloss er als Gesamtfünfter ab. In den nächsten drei Jahren gelangen ihm drei weitere Siege und beendete die Jahre 2012 und 2014 als WM-Vierter.

2015 wechselte das Team auf Kalex. Erneut holte Lüthi einen Sieg und wurde Fünfter. 2016 gewann Lüthi die Großen Preise von Katar, Großbritannien, Japan und Australien, fuhr 234 Punkte ein, kämpfte bis zum vorletzten Rennen um den Titel und wurde Vizeweltmeister hinter Johann Zarco.

Die Saison 2017 begann Lüthi mit einem zweiten Platz in Katar und einem dritten in Argentinien. Später gewann er den Großen Preis von Tschechien und das Rennen in San Marino. Er stand insgesamt zehnmal auf dem Podium und holte 243 Punkte, am Ende wurde Lüthi erneut Vizeweltmeister hinter Franco Morbidelli.

Zur Saison 2018 wechselte er zu Honda in die MotoGP, holte jedoch in der gesamten Saison keinen einzigen Punkt.

Er wohnt mit seinen Eltern und Geschwistern in Linden.

Statistik in der Motorrad-WMBearbeiten

TitelBearbeiten

In der Motorrad-WMBearbeiten

(Stand: Saisonende 2018)

Saison Klasse Motorrad Rennen Siege Podien Poles Punkte Ergebnis
2002 125 cm³ Honda 7 7 27.
2003 125 cm³ Honda 15 1 68 15.
2004 125 cm³ Honda 13 14 25.
2005 125 cm³ Honda 16 4 8 5 242 Weltmeister
2006 125 cm³ Honda 16 1 1 113 8.
2007 250 cm³ Aprilia 17 133 8.
2008 250 cm³ Aprilia 14 2 108 11.
2009 250 cm³ Aprilia 16 120 7.
2010 Moto2 Moriwaki 17 5 156 4.
2011 Moto2 Suter 17 1 4 1 151 5.
2012 Moto2 Suter 17 1 6 1 190 4.
2013 Moto2 Suter 15 6 155 6.
2014 Moto2 Suter 18 2 4 194 4.
2015 Moto2 Kalex 18 1 4 1 179 5.
2016 Moto2 Kalex 17 4 6 3 234 2.
2017 Moto2 Kalex 16 2 10 1 243 2.
2018 MotoGP Honda 18 NK
Gesamt 267 16 57 12 2308 1 WM-Titel

WeblinksBearbeiten

  Commons: Thomas Lüthi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tom Lüthi trifft seinen MotoGP-Vorgänger Adi Bosshard. In: Blick. 13. März 2018 (blick.ch [abgerufen am 2. Dezember 2018]).