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Olympische Winterspiele 1968/Ski Nordisch

Bei den X. Olympischen Spielen 1968 in Grenoble wurden zehn Wettbewerbe im nordischen Skisport ausgetragen. Neben olympischen Medaillen wurden bei den nordischen Disziplinen auch Weltmeisterschaftsmedaillen vergeben. Einzige Ausnahme war die Nordische Kombination, wo lediglich olympische Medaillen verliehen wurden.

Olympische Winterspiele 1968
Ski Nordisch
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Nordische Kombination
Information
Austragungsort FrankreichFrankreich Grenoble
Datum 7. bis 18. Februar 1968
Entscheidungen 10
Innsbruck 1964

Austragungsort sämtlicher Skilanglauf-Rennen war Autrans, das provisorisch errichtete Zielstadion befand sich nördlich des Dorfes. Das Skispringen fand auf der Schanze Le Claret in Autrans und auf der Dauphine-Schanze in Saint-Nizier-du-Moucherotte statt.

Zum ersten Mal starteten zwei deutsche Teams bei Olympischen Spielen. Die Bundesrepublik Deutschland und die DDR traten mit einer jeweils eigenen Mannschaft an.

Inhaltsverzeichnis

Langlauf MännerBearbeiten

15 kmBearbeiten

Platz Sportler Zeit [min]
1 Norwegen  Harald Grønningen 47:54,2
2 Finnland  Eero Mäntyranta 47:56,1
3 Schweden  Gunnar Larsson 48:33,7
4 Finnland  Kalevi Laurila 48:37,6
5 Schweden  Jan Halvarsson 48:39,1
6 Schweden  Bjarne Andersson 48:41,1
7 Norwegen  Pål Tyldum 52:54,4
8 Norwegen  Odd Martinsen 52:58,8
11 Deutschland BR  Walter Demel 49:38,4
18 Schweiz  Josef Haas 50:34,8
19 Schweiz  Flury Koch 50:37,2
20 Deutschland BR  Karl Buhl 50:38,1
29 Deutschland Demokratische Republik 1949  Gerhard Grimmer 51:22,1
30 Schweiz  Albert Giger 51:26,6
31 Osterreich  Andreas Janc 51:29,8
33 Deutschland Demokratische Republik 1949  Gert-Dietmar Klause 51:51,6
35 Schweiz  Konrad Hischier 52:06,4
37 Deutschland Demokratische Republik 1949  Peter Thiel 52:07,8
38 Deutschland BR  Helmut Gerlach 52:21,8
39 Deutschland BR  Klaus Ganter 52:30,0
42 Osterreich  Heinrich Wallner 52:53,6
47 Osterreich  Ernst Pühringer 53:23,0
51 Osterreich  Walter Sailer 54:12,5

Datum: 10. Februar, 8:30 Uhr[1]
Höhenunterschied: 214 m
Totalanstieg: 490 m
Maximalanstieg: 74 m

Olympiasieger 1964: Finnland  Eero Mäntyranta / Weltmeister 1966: Norwegen  Gjermund Eggen

Am Start waren 75 Läufer aus 25 Ländern, drei von ihnen gaben das Rennen unterwegs auf. Als erster der Favoriten nahm der Norweger Harald Grønningen die Strecke in Angriff. Lufttemperaturen knapp über dem Gefrierpunkt hatten die Loipe ein wenig aufgeweicht, wodurch die tieferen Startnummern einen leichten Vorteil besaßen. Der später gestartete Finne Eero Mäntyranta lag nach 5 km noch hinter Grønningen zurück, wies aber bei der 10-km-Zwischenzeit einen Vorsprung von 9,6 Sekunden auf. Grønningen war auf den letzten 5 km der Schnellste, überholte Mäntyranta und hatte am Ende einen Vorsprung von 1,9 Sekunden. Der Schwede Gunnar Larsson lag nach 10 km noch auf dem 6. Platz, konnte aber drei Ränge gutmachen und gewann die Bronzemedaille.

30 kmBearbeiten

Platz Sportler Zeit [h]
1 Italien  Franco Nones 1:35:39,2
2 Norwegen  Odd Martinsen 1:36:28,9
3 Finnland  Eero Mäntyranta 1:36:55,3
4 Sowjetunion 1955  Wladimir Woronkow 1:37:10,8
5 Italien  Giulio De Florian 1:37:12,9
6 Finnland  Kalevi Laurila 1:37:29,8 h
7 Finnland  Kalevi Oikarainen 1:37:34,4
8 Schweden  Gunnar Larsson 1:37:48,1
9 Deutschland BR  Walter Demel 1:37:49,2
15 Deutschland Demokratische Republik 1949  Gerhard Grimmer 1:38:46,0
19 Deutschland Demokratische Republik 1949  Gert-Dietmar Klause 1:39:30,5
28 Schweiz  Denis Mast 1:41:58,8
30 Schweiz  Konrad Hischier 1:42:26,1
31 Deutschland BR  Karl Buhl 1:42:52,2
32 Schweiz  Florian Koch 1:43:06,9
35 Schweiz  Fritz Stüssi 1:43:57,8
36 Deutschland Demokratische Republik 1949  Axel Lesser 1:44:16,2
37 Deutschland Demokratische Republik 1949  Helmut Unger 1:44:47,9
38 Osterreich  Ernst Pühringer 1:44:51,0
40 Osterreich  Franz Vetter 1:45:11,2
46 Deutschland BR  Herbert Steinbeißer 1:46:31,2
48 Deutschland BR  Karl Scherzinger 1:47:08,7
50 Osterreich  Hans-Jürgen Farbmacher 1:49:43,3

Datum: 7. Februar, 8:30 Uhr[2]
Höhenunterschied: 275 m
Totalanstieg: 990 m
Maximalanstieg: 90 m

Olympiasieger 1964 und Weltmeister 1966: Finnland  Eero Mäntyranta

Der 30-km-Lauf war die erste Entscheidung dieser Winterspiele. Es nahmen 66 Läufer aus 22 Ländern teil, drei Läufer gaben das Rennen auf. Die Besucherzahl war überschaubar. Zurückzulegen waren zwei Schleifen von 10 und 20 km Länge. Die Favoriten hatten durchwegs hintere Startnummern gewählt. Der italienische Zollwachbeamte Franco Nones hatte bald einen Vorsprung von 30 Sekunden, doch niemand glaubte, dass er dieses Tempo durchhalten würde. Er legte die ersten 10 km am schnellsten zurück und lag 21,7 Sekunden vor Woronkow und 28,4 Sekunden vor Eero Mäntyranta. Bis zur nächsten Zwischenzeit bei 20 km kam der Finne bis auf 4,2 Sekunden an den Italiener heran, während der Norweger Odd Martinsen bereits einen Rückstand von 32,3 Sekunden aufwies. Es deutete auf eine erfolgreiche Titelverteidigung durch den Finnen hin. Doch auf dem letzten, meist bergab führenden Abschnitt, konnte sich Nones nochmals steigern, er lief wiederum die klare Bestzeit und realisierte den ersten Olympiasieg eines Langläufers aus einem Alpenland. Mäntyranta baute ab, Martinsen nahm ihm auf dem letzten Teilstück fast eine Minute ab und stieß auf den zweiten Platz vor.[3]

50 kmBearbeiten

Platz Sportler Zeit [h]
1 Norwegen  Ole Ellefsæter 2:28:45,8
2 Sowjetunion 1955  Wjatscheslaw Wedenin 2:29:05,5
3 Schweiz  Josef Haas 2:29:14,8
4 Norwegen  Pål Tyldum 2:29:26,7
5 Schweden  Melcher Risberg 2:29:37,0
6 Schweden  Gunnar Larsson 2:29:37,2
7 Schweden  Jan Halvarsson 2:30:05,9
8 Norwegen  Reidar Hjermstad 2:31:01,8
9 Deutschland BR  Walter Demel 2:31:14,4
13 Osterreich  Andreas Janc 2:32:32,2
23 Schweiz  Alois Kälin 2:36:40,8
25 Deutschland Demokratische Republik 1949  Gert-Dietmar Klause 2:36:52,5
33 Deutschland BR  Helmut Gerlach 2:41:55,8
34 Osterreich  Franz Vetter 2:43:51,1
37 Schweiz  Franz Kälin 2:44:29,7
43 Deutschland BR  Siegfried Weiß 2:46:53,4

Datum: 17. Februar, 8:30 Uhr[4]
Höhenunterschied: 248 m
Totalanstieg: 1480 m
Maximalanstieg: 70 m

Olympiasieger 1964: Schweden  Sixten Jernberg / Weltmeister 1966: Norwegen  Gjermund Eggen

Zurückzulegen war zwei Mal eine Runde über 25 km. Am Start waren 51 Läufer aus 18 Ländern, von denen 47 das Ziel erreichten. Bei 15 km lag der Norweger Reidar Hjermsted in Führung, gefolgt von seinem Landsmann Ole Ellefsæter und dem Schweden Assar Rönnlund. Nach Hälfte der Strecke übernahm Ellefsæter die Führung, während Hjermsted und Rönnlund weit zurückfielen. Bei 40 km kam Pål Tyldum bis auf 40 Sekunden an Ellefsæter heran und lag zwischenzeitlich auf dem zweiten Platz, nur wenig langsamer unterwegs war der Russe Wjatscheslaw Wedenin. Dieser konnte Tyldum noch überholen und gewann die Silbermedaille. Josef Haas, der nach 15 km noch auf dem 12. Platz gelegen hatte, lief auf dem letzten Abschnitt klare Bestzeit, verbesserte sich auf Platz 3 und holte die erste olympische Langlaufmedaille für die Schweiz.

4 × 10 kmBearbeiten

Platz Land Sportler Zeit [h]
1 Norwegen  Norwegen Odd Martinsen
Pål Tyldum
Harald Grønningen
Ole Ellefsæter
2:08:33,5
2 Schweden  Schweden Jan Halvarsson
Bjarne Andersson
Gunnar Larsson
Assar Rönnlund
2:10:13,2
3 Finnland  Finnland Kalevi Oikarainen
Hannu Taipale
Kalevi Laurila
Eero Mäntyranta
2:10:56,7
4 Sowjetunion 1955  Sowjetunion Wladimir Woronkow
Anatoli Akentjew
Waleri Tarakanow
Wjatscheslaw Wedenin
2:10:57,2
5 Schweiz  Schweiz Konrad Hischier
Josef Haas
Florian Koch
Alois Kälin
2:15:32,4
6 Italien  Italien Giulio De Florian
Franco Nones
Palmiro Serafini
Aldo Stella
2:16:32,2
7 Deutschland Demokratische Republik 1949  DDR Gerhard Grimmer
Axel Lesser
Peter Thiel
Gert-Dietmar Klause
2:19:22,8
8 Deutschland BR  BR Deutschland Helmut Gerlach
Walter Demel
Herbert Steinbeißer
Karl Buhl
2:19:37,6
13 Osterreich  Österreich Heinrich Wallner
Franz Vetter
Ernst Pühringer
Andreas Janc
2:22:29,4

Datum: 14. Februar, 8:30 Uhr[5]
Höhenunterschied: 174 m
Totalanstieg: 420 m
Maximalanstieg: 65 m

Olympiasieger 1964: Schweden  Schweden (Karl-Åke Asph, Sixten Jernberg, Janne Stefansson, Assar Rönnlund)
Weltmeister 1966: Norwegen  Norwegen (Odd Martinsen, Harald Grønningen, Ole Ellefsæter, Gjermund Eggen)

An diesem Rennen mit Massenstart nahmen 15 Staffeln mit je vier Läufern teil. Odd Martinsen (NOR) legte den ersten Abschnitt am schnellsten zurück, er war 39,7 Sekunden schneller unterwegs als Jan Halvarsson (SWE), der Russe Wladimir Woronkow verlor 41,1 Sekunden. Auch der zweite norwegische Läufer, Pål Tyldum, lief seinen Abschnitt am schnellsten; nach Hälfte des Rennens hatten die Norweger bereits einen Vorsprung von 52,3 Sekunden. Harald Grønningen baute den Vorsprung der Norweger auf der dritten Runde auf 71,5 Sekunden aus, Schlussläufer Ole Ellefsæter auf 1:39,7 min. Die Schweden sicherten sich ähnlich deutlich die Silbermedaille. Der finnische Schlussläufer Eero Mäntyranta holte den Russen Wjatscheslaw Wedenin noch ein und auf der Zielgerade lieferten sich beide ein spannendes Duell, das der Finne mit einer halben Sekunde Vorsprung für sich entschied.

Langlauf FrauenBearbeiten

5 kmBearbeiten

Platz Sportlerin Zeit [min]
1 Schweden  Toini Gustafsson 16:45,2
2 Sowjetunion 1955  Galina Kulakowa 16:48,4
3 Sowjetunion 1955  Alewtina Koltschina 16:51,6
4 Schweden  Barbro Martinsson 16:52,9
5 Finnland  Ritva Kajosmaa 16:54,6
6 Sowjetunion 1955  Rita Atschkina 16:55,1
7 Norwegen  Inger Aufles 16:58,1
8 Finnland  Senja Pusula 17:00,3
12 Deutschland Demokratische Republik 1949  Christine Nestler 17:23,5
13 Deutschland Demokratische Republik 1949  Gudrun Schmidt 17:24,3
14 Deutschland Demokratische Republik 1949  Renate Köhler 17:25,5
16 Deutschland Demokratische Republik 1949  Anna Unger 17:30,7
17 Deutschland BR  Monika Mrklas 17:32,5
25 Deutschland Demokratische Republik 1949  Michaela Endler 17:59,2
29 Deutschland Demokratische Republik 1949  Barbara Barthel 18:20,0

Datum: 13. Februar, 9:00 Uhr[6]
Höhenunterschied: 100 m
Totalanstieg: 170 m
Maximalanstieg: 65 m

Olympiasiegerin 1964: Sowjetunion 1955  Klawdija Bojarskich / Weltmeisterin 1966: Sowjetunion 1955  Alewtina Koltschina

Am Start waren 34 Läuferinnen aus 11 Ländern.

10 kmBearbeiten

Platz Sportlerin Zeit [min]
1 Schweden  Toini Gustafsson 36:45,5
2 Norwegen  Berit Mørdre 37:54,6
3 Norwegen  Inger Aufles 37:59,9
4 Schweden  Barbro Martinsson 38:07,1
5 Finnland  Marjatta Kajosmaa 38:09,0
6 Sowjetunion 1955  Galina Kulakowa 38:26,7
9 Deutschland Demokratische Republik 1949  Christine Nestler 39:07,9
14 Deutschland Demokratische Republik 1949  Gudrun Schmidt 39:22,8
16 Deutschland Demokratische Republik 1949  Renate Köhler 39:27,4
20 Deutschland BR  Monika Mrklas 39:58,2
22 Deutschland Demokratische Republik 1949  Anna Unger 40:36,8
26 Deutschland BR  Michaela Endler 41:01,1

Datum: 9. Februar, 9:00 Uhr[7]
Höhenunterschied: 139 m
Totalanstieg: 320 m
Maximalanstieg: 70 m

Olympiasiegerin 1964: Sowjetunion 1955  Klawdija Bojarskich / Weltmeisterin 1966: Sowjetunion 1955  Klawdija Bojarskich

Am Start waren 34 Läuferinnen aus 11 Ländern, zwei von ihnen gaben das Rennen unterwegs auf.

3 × 5 km StaffelBearbeiten

Platz Land Sportlerinnen Zeit [min]
1 Norwegen  Norwegen Inger Aufles
Babben Enger
Berit Mørdre
57:30,0
2 Schweden  Schweden Britt Strandberg
Toini Gustafsson
Barbro Martinsson
57:51,0
3 Sowjetunion 1955  Sowjetunion Alewtina Koltschina
Rita Atschkina
Galina Kulakowa
58:13,6
4 Finnland  Finnland Senja Pusula
Marjatta Olkkonen
Marjatta Kajosmaa
58:45,1
5 Polen  Polen Weronika Budna
Józefa Czerniawska
Stefania Biegun
59:04,7
6 Deutschland Demokratische Republik 1949  DDR Renate Köhler
Gudrun Schmidt
Christine Nestler
59:33,9
7 Deutschland BR  BR Deutschland Michaela Endler
Barbara Barthel
Monika Mrklas
61:49,3
8 Bulgarien 1967  Bulgarien 65:35,7

Datum: 16. Februar, 8:45 Uhr[8]
Höhenunterschied: 139 m
Totalanstieg: 320 m
Maximalanstieg: 70 m

Olympiasieger 1964: Sowjetunion 1955  Sowjetunion (Alewtina Koltschina, Jewdokija Mekschilo – Karriere beendet, Klawdija Bojarskich)
Weltmeister 1966: Sowjetunion 1955  Sowjetunion (Klawdija Bojarskich, Rita Atschkina, Alewtina Koltschina)

Es nahmen acht Staffeln mit je drei Läuferinnen teil. Bei dichtem Nebel war auf dem ersten Abschnitt die Norwegerin Inger Aufles die Schnellste und holte einen Vorsprung von fast 25 Sekunden auf die fast zeitgleichen Finninnen, Russinnen und Polinnen heraus, rund zehn Sekunden dahinter folgte auf dem fünften Platz Schweden. Mit der besten Einzelleistung aller Läuferinnen überholte Toini Gustafsson, der allerdings eine dritte Goldmedaille versagt blieb[9], im zweiten Abschnitt drei Läuferinnen und die Schwedinnen lagen nun auf dem zweiten Platz, gefolgt von den Russinnen. Im letzten Abschnitt änderte sich nichts an den drei ersten Positionen.

SkispringenBearbeiten

NormalschanzeBearbeiten

Platz Sportler Punkte
1 Tschechoslowakei  Jiří Raška 216,5
2 Osterreich  Reinhold Bachler 214,2
3 Osterreich  Baldur Preiml 212,6
4 Norwegen  Bjørn Wirkola 212,0
5 Finnland  Topi Mattila 211,9
6 Sowjetunion 1955  Anatoli Scheglanow 211,5
7 Deutschland Demokratische Republik 1949  Dieter Neuendorf 211,3
10 Deutschland BR  Günther Göllner 207,1
14 Deutschland Demokratische Republik 1949  Manfred Queck 205,4
20 Deutschland Demokratische Republik 1949  Wolfgang Stöhr 199,3
22 Deutschland BR  Heini Ihle 197,4
28 Deutschland BR  Henrik Ohlmeyer 193,6
29 Osterreich  Sepp Lichtenegger 193,1
36 Osterreich  Max Golser 186,0
52 Schweiz  Sepp Zehnder 154,2
54 Deutschland Demokratische Republik 1949  Bernd Karwofsky 151,5

Datum: 11. Februar, 13:00 Uhr[10]
Schanze: Le Claret, Autrans; K-Punkt: 70 m

Olympiasieger 1964: Norwegen  Toralf Engan (Karriere beendet) / Weltmeister 1966: Norwegen  Bjørn Wirkola

58 Springer aus 17 Ländern nahmen an diesem Wettbewerb teil. Der weiteste Sprung pro Durchgang wurde mit 60 Punkten bewertet, hinzu kamen maximal 60 Punkte für den Sprungstil. Jeweils die tiefste und höchste Wertung der fünf Kampfrichter waren Streichresultate. Maximal konnten 240 Punkte erzielt werden. Die beste Weite erzielte Baldur Preiml mit 80 m im ersten Durchgang, doch Raška erhielt für seine 79.5 m die besseren Haltungsnoten und ging mit 115.2 P vor Preiml – 113.8 P – in Führung. Es folgten Mattila mit 111.1 P und Scheglanow 110.0 P. Bachler lag mit 107.8  Punkten auf Rang 8. – Im 2. Durchgang erwischte Preiml die Spur nicht gut, seine 72.5 m ließen ihn letztlich auf Bronze zurückfallen. Trotzdem stellte das Ergebnis der Österreicher mit 2 Medaillen angesichts der sonstigen Dominanz anderer Nationen eine Überraschung dar. – Raška genügten auch 72.5 m, Bachler sprang 76 m. Der amtierende Doppelweltmeister Wirkola sprang 76.5 m und 72.5 m, sodass er hier wie auch später auf der Großschanze ohne Medaille blieb. Weitere Sprünge: Mattila 78.5 m und 72.5 m; Neuendorf 79.5 m und 74.5 m, Göllner 77.5 m und 79.5 m.[11]

GroßschanzeBearbeiten

Platz Sportler Punkte
1 Sowjetunion 1955  Wladimir Beloussow 231,3
2 Tschechoslowakei  Jiří Raška 229,4
3 Norwegen  Lars Grini 214,3
4 Deutschland Demokratische Republik 1949  Manfred Queck 212,8
5 Norwegen  Bent Tomtum 212,2
6 Osterreich  Reinhold Bachler 201,7
7 Deutschland Demokratische Republik 1949  Wolfgang Stöhr 205,9
8 Sowjetunion 1955  Anatoli Scheglanow 205,7
15 Deutschland Demokratische Republik 1949  Dieter Neuendorf 198,8
22 Osterreich  Max Golser 190,4
28 Osterreich  Sepp Lichtenegger 184,6
29 Deutschland BR  Günther Göllner 183,5
33 Deutschland BR  Henrik Ohlmeyer 177,9
36 Deutschland BR  Franz Keller 174,1
46 Deutschland BR  Heini Ihle 156,4
47 Schweiz  Sepp Zehnder 153,2
48 Osterreich  Baldur Preiml 152,3

Datum: 18. Februar, 13:00 Uhr[12]
Schanze: Dauphine, Saint-Nizier-du-Moucherotte; K-Punkt: 90 m

Olympiasieger 1964: Finnland  Veikko Kankkonen / Weltmeister 1966: Norwegen  Bjørn Wirkola

An diesem Wettbewerb nahmen wie beim Springen von der Normalschanze 58 Springer aus 17 Ländern teil. Es galt dasselbe Wertungssystem wie auf der Normalschanze mit maximal 240 Punkten. Beloussow erzielte in beiden Durchgängen die beste Weite (101,5 m und 98,5 m).

Nordische KombinationBearbeiten

Platz Sportler Punkte
1 Deutschland BR  Franz Keller 449,04
2 Schweiz  Alois Kälin 447,99
3 Deutschland Demokratische Republik 1949  Andreas Kunz 444,10
4 Tschechoslowakei  Tomáš Kučera 434,14
5 Italien  Ezio Damolin 429,54
6 Polen  Józef Gąsienica 428,78
7 Sowjetunion 1955  Robert Makara 426,92
8 Sowjetunion 1955  Wjatscheslaw Drjagin 424,38
9 Deutschland Demokratische Republik 1949  Roland Weißpflog 424,30
11 Deutschland Demokratische Republik 1949  Karl-Heinz Luck 414,02
14 Deutschland BR  Gunter Naumann 410,89
25 Deutschland BR  Alfred Winkler 381,59
29 Deutschland BR  Hans Rudhart 374,74
32 Osterreich  Ulrich Öhlböck 358,00
34 Osterreich  Waldemar Heigenhauser 359,69
35 Osterreich  Helmut Voggenberger 341,97

Skispringen:
Datum: 10. Februar, 13:00 Uhr
Schanze: Le Claret, Autrans; K-Punkt: 70 m

Olympiasieger 1964: Norwegen  Tormod Knutsen (Karriere beendet); Weltmeister 1966 Deutschland BR  Georg Thoma (nur mehr bei Volksläufen aktiv)

Langlauf 15 km:
Datum: 12. Februar, 9:00 Uhr[13]
Höhenunterschied: 275 m
Totalanstieg: 470 m, Maximalanstieg: 70 m

Es nahmen 41 Wettkämpfer aus 13 Ländern teil. Beim Springen hatte jeder drei Versuche, von denen die beiden besten in die Wertung einflossen. Die Punkte wurden ermittelt, indem die fünf besten Weiten eines Durchgangs addiert und durch 5 geteilt wurden; entsprechend ihrer Weite erhielten die Wettkämpfer eine Wertung unter oder über diesem Mittelwert. Ein Rückstand von 12 Punkten bedeutete, dass beim 15-km-Langlauf exakt eine Minute aufgeholt werden musste.

Nach dem Springen führte Franz Keller die Wertung an, Mitfavorit Alois Kälin lag auf dem 24. Rang und musste in der Loipe einen Rückstand von dreieinhalb Minuten aufholen. Kälin lief die mit Abstand beste Zeit, doch am Ende des Rennens betrug Kellers Vorsprung 1,05 Punkte oder rund sechs Sekunden.

Die wichtigsten Platzierungen nach dem Springen: 1. Keller 240,1 P (73,0 m/77,5 m); 2. Hiroshi Itagaki (JPN) 237,4 P (73,5 m/76.0 m); 3. Erwin Fiedor (POL) 234,3 P (74,0 m/74,0 m); 4. Taniguchi (JPN) 224,4 P (73,0 m/72,5 m), 5. ex aequo Drjagin (71,5 m/74,5 m) & Makara (beide URS) (72,5 /74 m) 222,8 P; 7. Andersen (NOR) 221,2 P (72,5 m/72,5 m); 8. Gąsienica (POL) 217,7 P (72,5 m/71,5 m); 9. Kučera (ČSSR) 217,4 P (72,0 m/73,0 m), 10. Kunz (GDR) 216,9 P (72,5 m/74 m).[14]

MedaillenspiegelBearbeiten

Nationen
Platz Nation        
01 Norwegen  Norwegen 4 2 2 8
02 Schweden  Schweden 2 2 1 5
03 Sowjetunion 1955  Sowjetunion 1 2 2 5
04 Tschechoslowakei  Tschechoslowakei 1 1 - 2
05 Deutschland BR  BR Deutschland 1 - - 1
Italien  Italien 1 - - 1
07 Finnland  Finnland - 1 2 3
08 Schweiz  Schweiz - 1 1 2
Osterreich  Österreich - 1 1 2
010 Deutschland Demokratische Republik 1949  DDR - - 1 1
Männer
Endstand nach 7 Wettbewerben
Platz Sportler        
01 Norwegen  Harald Grønningen 2 - - 2
Norwegen  Ole Ellefsæter 2 - - 2
03 Tschechoslowakei  Jiří Raška 1 1 - 2
Norwegen  Odd Martinsen 1 1 - 2
05 Italien  Franco Nones 1 - - 1
Deutschland BR  Franz Keller 1 - - 1
Sowjetunion 1955  Wladimir Beloussow 1 - - 1
Russland  Pål Tyldum 1 - - 1
09 Finnland  Eero Mäntyranta - 1 2 3
010 Schweden  Gunnar Larsson - 1 1 2
011 Osterreich  Reinhold Bachler - 1 - 1
Schweiz  Alois Kälin - 1 - 1
Sowjetunion 1955  Wjatscheslaw Wedenin - 1 - 1
Schweden  Jan Halvarsson - 1 - 1
Schweden  Bjarne Andersson - 1 - 1
Schweden  Assar Rönnlund - 1 - 1
017 Osterreich  Baldur Preiml - - 1 1
Deutschland Demokratische Republik 1949  Andreas Kunz - - 1 1
Schweiz  Josef Haas - - 1 1
Norwegen  Lars Grini - - 1 1
Finnland  Kalevi Oikarainen - - 1 1
Finnland  Hannu Taipale - - 1 1
Finnland  Kalevi Laurila - - 1 1
Frauen
Endstand nach 3 Wettbewerben
Platz Sportlerin        
01 Schweden  Toini Gustafsson 2 1 - 3
02 Norwegen  Berit Mørdre 1 1 - 2
03 Norwegen  Inger Aufles 1 - 1 2
04 Norwegen  Babben Enger 1 - - 1
05 Sowjetunion 1955  Galina Kulakowa - 1 1 2
06 Schweden  Britt Strandberg - 1 - 1
Schweden  Barbro Martinsson - 1 - 1
08 Sowjetunion 1955  Alewtina Koltschina - - 2 2
09 Sowjetunion 1955  Rita Atschkina - - 1 1

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Olympische Winterspiele 1968, Resultat 15-km-Langlauf auf der offiziellen Seite des IOC
  2. Olympische Winterspiele 1968, Resultat 30-km-Langlauf auf der offiziellen Seite des IOC
  3. «Mäntyranta war Nones nicht gewachsen». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 8. Februar 1968, S. 11.
  4. Olympische Winterspiele 1968, Resultat 50-km-Langlauf auf der offiziellen Seite des IOC
  5. Olympische Winterspiele 1968, Resultat 4 × 10 km Staffel auf der offiziellen Seite des IOC
  6. Olympische Winterspiele 1968, Resultat 5-km-Langlauf Frauen auf der offiziellen Seite des IOC
  7. Olympische Winterspiele 1968, Resultat 10-km-Langlauf Frauen auf der offiziellen Seite des IOC
  8. Olympische Winterspiele 1968, Resultat 3 × 5 km Staffel Frauen auf der offiziellen Seite des IOC
  9. unten rechts: «Gustafsson blieb dritte Goldene versagt»; «Kleine Zeitung», Steiermark-Ausgabe vom 17. Februar 1968, Seite 21
  10. Olympic Winter Games - Men's K70 auf fis-ski.com, abgerufen am 26. April 2017
  11. "Arbeiterzeitung" Wien vom 13. Februar 1968
  12. Olympic Winter Games - Men's K90 auf fis-ski.com, abgerufen am 26. April 2017.
  13. Olympische Winterspiele 1968, Resultat Nordische Kombination auf der offiziellen Seite des IOC
  14. Kombinationsspringen. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 11. Februar 1968, S. 13.

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