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Großer Preis von Monaco 1980

Formel-1-Rennen in Monte Carlo

Der Große Preis von Monaco 1980 fand am 18. Mai statt und war das sechste Rennen der Automobil-Weltmeisterschaft 1980.

Flag of Monaco.svg Großer Preis von Monaco 1980
Renndaten
6. von 14 Rennen der Automobil-Weltmeisterschaft 1980
Streckenprofil
Name: XXXVIII Grand Prix Automobile de Monaco
Datum: 18. Mai 1980
Ort: Monaco
Kurs: Circuit de Monaco
Länge: 251,712 km in 76 Runden à 3,312 km

Wetter: zunächst trocken, später Regen
Zuschauer: ~ 120.000
Pole-Position
Fahrer: FrankreichFrankreich Didier Pironi FrankreichFrankreich Ligier
Zeit: 1:24,813 min
Schnellste Runde
Fahrer: ArgentinienArgentinien Carlos Reutemann Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Williams
Zeit: 1:27,418 min
Podium
Erster: ArgentinienArgentinien Carlos Reutemann Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Williams
Zweiter: FrankreichFrankreich Jacques Laffite FrankreichFrankreich Ligier
Dritter: Brasilien 1968Brasilien Nelson Piquet Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham

BerichteBearbeiten

HintergrundBearbeiten

Vor dem sechsten WM-Lauf des Jahres in Monaco gab es keine Veränderungen hinsichtlich der Fahrerbesetzungen. Da nur 20 Teilnehmer für das Rennen zugelassen wurden, schieden die sieben Langsamsten nach dem Training aus.

TrainingBearbeiten

Da das erste Qualifikationstraining am Donnerstag bei Regen stattfand, erzielten alle Piloten ihre für die Startaufstellung relevanten Rundenzeiten am Samstag.

Didier Pironi, der den Großen Preis von Belgien zwei Wochen zuvor gewonnen hatte, sicherte sich die Pole-Position vor den beiden Williams von Carlos Reutemann und Alan Jones. Nelson Piquet folgte auf dem vierten Startplatz vor Jacques Laffite und Gilles Villeneuve. Die beiden Alfa Romeo-Werkspiloten Patrick Depailler und Bruno Giacomelli bildeten die vierte Startreihe.

Die Renault-Piloten Jean-Pierre Jabouille und René Arnoux qualifizierten sich mit den Plätzen 16 und 20 ungewohnt weit hinten im Feld, ebenso wie der amtierende Weltmeister Jody Scheckter im zweiten Ferrari 312T5, der lediglich den 17. Startplatz erreichte. Mit John Watson und Ricardo Zunino gehörten zwei Fahrer ehemaliger Weltmeister-Teams zu den sieben Fahrern, die die Qualifikation verfehlten.[1]

RennenBearbeiten

Während Pironi die Führung vor Reutemann, Jones, Laffite, Depailler und Piquet übernahm, ereignete sich im Mittelfeld eine heftige Kollision zwischen Derek Daly, Bruno Giacomelli, Alain Prost und Jean-Pierre Jarier in der ersten Kurve, aus der das Ausscheiden aller vier beteiligten Piloten resultierte. Daly war in Giacomellis Heck geprallt, wodurch sein Wagen durch die Luft geschleudert wurde. Die beiden anderen Wagen wurden im Zuge dessen beschädigt. Jan Lammers kollidierte kurz darauf leicht mit einem der auf der Strecke stehenden Fahrzeuge, konnte das Rennen jedoch fortsetzen. Verletzt wurde niemand.

Bereits im Laufe der ersten Runde wurde Reutemann von Jones überholt. Dieser schied in Runde 24 aufgrund eines Differentialschadens aus, wodurch Reutemann den zweiten Rang zurückerhielt.

In der zweiten Hälfte des Rennens begann es zu regnen. Pironi, der mit deutlichem Vorsprung führte, verunfallte in der 55. Runde in der Casino-Kurve. Ein Getriebeschaden war dem Unfall vorausgegangen. Reutemann übernahm dadurch die Spitze und verteidigte sie bis ins Ziel. Laffite folgte mit deutlichem Rückstand auf dem zweiten Rang vor dem ungefährdeten Piquet auf Rang drei. Alle weiteren Piloten, die sich noch im Rennen befanden, lagen bereits mindestens eine Runde zurück. Jochen Mass belegte den vierten Rang vor Gilles Villeneuve und Emerson Fittipaldi.[2]

MeldelisteBearbeiten

Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen
Italien  Scuderia Ferrari SpA SEFAC 1 Sudafrika 1961  Jody Scheckter Ferrari 312T5 Ferrari 015 3.0 F12 M
2 Kanada  Gilles Villeneuve
Vereinigtes Konigreich  Candy Tyrrell Team 3 Frankreich  Jean-Pierre Jarier Tyrrell 010 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 G
4 Irland  Derek Daly
Vereinigtes Konigreich  Parmalat Racing Team 5 Brasilien 1968  Nelson Piquet Brabham BT49 G
6 Argentinien  Ricardo Zunino
Vereinigtes Konigreich  Marlboro Team McLaren 7 Vereinigtes Konigreich  John Watson McLaren M29B G
8 Frankreich  Alain Prost
Deutschland  Team ATS 9 Niederlande  Jan Lammers ATS D4 G
Vereinigtes Konigreich  Team Essex Lotus 11 Vereinigte Staaten  Mario Andretti Lotus 81 G
12 Italien  Elio de Angelis
Vereinigtes Konigreich  Unipart Racing Team 14 Vereinigtes Konigreich  Tiff Needell Ensign N180 G
Frankreich  Équipe Renault Elf 15 Frankreich  Jean-Pierre Jabouille Renault RE20 Renault EF1 1.5 V6t M
16 Frankreich  René Arnoux
Vereinigtes Konigreich  Theodore Shadow 17 Vereinigtes Konigreich  Geoff Lees Shadow DN12 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 G
18 Irland  Dave Kennedy Shadow DN11
Brasilien 1968  Skol Fittipaldi Team 20 Brasilien 1968  Emerson Fittipaldi Fittipaldi F7 G
21 Finnland  Keke Rosberg
Italien  Marlboro Team Alfa Romeo 22 Frankreich  Patrick Depailler Alfa Romeo 179 Alfa Romeo 1260 3.0 V12 G
23 Italien  Bruno Giacomelli
Frankreich  Équipe Ligier Gitanes 25 Frankreich  Didier Pironi Ligier JS11/15 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 G
26 Frankreich  Jacques Laffite
Vereinigtes Konigreich  Albilad-Williams Racing Team 27 Australien  Alan Jones Williams FW07B G
28 Argentinien  Carlos Reutemann
Vereinigtes Konigreich  Warsteiner Arrows Racing Team 29 Italien  Riccardo Patrese Arrows A3 G
30 Deutschland  Jochen Mass
Italien  Osella Squadra Corse 31 Vereinigte Staaten  Eddie Cheever Osella FA1 G

KlassifikationenBearbeiten

QualifyingBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Qualifikationstraining 1 Qualifikationstraining 2 Start
Zeit Ø-Geschwindigkeit Zeit Ø-Geschwindigkeit
01 Frankreich  Didier Pironi Frankreich  Ligier-Ford 1:45,053 113,497 km/h 1:24,813 140,582 km/h 01
02 Argentinien  Carlos Reutemann Vereinigtes Konigreich  Williams-Ford 1:47,456 110,959 km/h 1:24,882 140,468 km/h 02
03 Australien  Alan Jones Vereinigtes Konigreich  Williams-Ford 1:47,126 111,301 km/h 1:25,202 139,940 km/h 03
04 Brasilien 1968  Nelson Piquet Vereinigtes Konigreich  Brabham-Ford 1:47,541 110,871 km/h 1:25,358 139,685 km/h 04
05 Frankreich  Jacques Laffite Frankreich  Ligier-Ford 1:47,919 110,483 km/h 1:25,510 139,436 km/h 05
06 Kanada  Gilles Villeneuve Italien  Ferrari 1:46,224 112,246 km/h 1:26,104 138,474 km/h 06
07 Frankreich  Patrick Depailler Italien  Alfa Romeo 1:48,410 109,982 km/h 1:26,210 138,304 km/h 07
08 Italien  Bruno Giacomelli Italien  Alfa Romeo 1:48,625 109,765 km/h 1:26,227 138,277 km/h 08
09 Frankreich  Jean-Pierre Jarier Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Ford 1:48,585 109,805 km/h 1:26,369 138,050 km/h 09
10 Frankreich  Alain Prost Vereinigtes Konigreich  McLaren-Ford 1:49,775 108,615 km/h 1:26,826 137,323 km/h 10
11 Italien  Riccardo Patrese Vereinigtes Konigreich  Arrows-Ford 1:51,057 107,361 km/h 1:26,828 137,320 km/h 11
12 Irland  Derek Daly Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Ford 1:47,788 110,617 km/h 1:26,838 137,304 km/h 12
13 Niederlande  Jan Lammers Deutschland  ATS-Ford 1:49,215 109,172 km/h 1:26,883 137,233 km/h 13
14 Italien  Elio de Angelis Vereinigtes Konigreich  Lotus-Ford 1:51,055 107,363 km/h 1:26,930 137,159 km/h 14
15 Deutschland  Jochen Mass Vereinigtes Konigreich  Arrows-Ford 1:50,200 108,196 km/h 1:26,956 137,118 km/h 15
16 Frankreich  Jean-Pierre Jabouille Frankreich  Renault 1:50,339 108,060 km/h 1:27,099 136,893 km/h 16
17 Sudafrika 1961  Jody Scheckter Italien  Ferrari 1:47,456 110,959 km/h 1:27,182 136,762 km/h 17
18 Brasilien 1968  Emerson Fittipaldi Brasilien 1968  Fittipaldi-Ford 1:48,884 109,504 km/h 1:27,495 136,273 km/h 18
19 Vereinigte Staaten  Mario Andretti Vereinigtes Konigreich  Lotus-Ford 1:48,419 109,973 km/h 1:27,514 136,243 km/h 19
20 Frankreich  René Arnoux Frankreich  Renault 1:48,597 109,793 km/h 1:27,524 136,228 km/h 20
DNQ Vereinigtes Konigreich  John Watson Vereinigtes Konigreich  McLaren-Ford 1:48,114 110,284 km/h 1:27,731 135,906 km/h
DNQ Vereinigte Staaten  Eddie Cheever Italien  Osella-Ford 2:02,904 97,012 km/h 1:27,808 135,787 km/h
DNQ Vereinigtes Konigreich  Geoff Lees Vereinigtes Konigreich  Shadow-Ford 1:50,383 108,017 km/h 1:27,842 135,735 km/h
DNQ Finnland  Keke Rosberg Brasilien 1968  Fittipaldi-Ford 1:49,589 108,799 km/h 1:28,381 134,907 km/h
DNQ Argentinien  Ricardo Zunino Vereinigtes Konigreich  Brabham-Ford 1:52,599 105,891 km/h 1:28,384 134,902 km/h
DNQ Vereinigtes Konigreich  Tiff Needell Vereinigtes Konigreich  Ensign-Ford 1:49,805 108,585 km/h 1:29,188 133,686 km/h
DNQ Irland  Dave Kennedy Vereinigtes Konigreich  Shadow-Ford 1:53,755 104,815 km/h 1:39,986 119,249 km/h

RennenBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Stopps Zeit Start Schnellste Runde Ausfallgrund
01 Argentinien  Carlos Reutemann Vereinigtes Konigreich  Williams-Ford 76 0 1:55:34,365 02 1:27,418
02 Frankreich  Jacques Laffite Frankreich  Ligier-Ford 76 0 + 1:13,629 05 1:27,829
03 Brasilien 1968  Nelson Piquet Vereinigtes Konigreich  Brabham-Ford 76 0 + 1:17,726 04 1:27,725
04 Deutschland  Jochen Mass Vereinigtes Konigreich  Arrows-Ford 75 0 + 1 Runde 15 1:28,770
05 Kanada  Gilles Villeneuve Italien  Ferrari 75 1 + 1 Runde 06 1:28,005
06 Brasilien 1968  Emerson Fittipaldi Brasilien 1968  Fittipaldi-Ford 74 0 + 2 Runden 18 1:29,999
07 Vereinigte Staaten  Mario Andretti Vereinigtes Konigreich  Lotus-Ford 73 1 + 3 Runden 19 1:29,429
08 Italien  Riccardo Patrese Vereinigtes Konigreich  Arrows-Ford 73 1 + 3 Runden 11 1:28,858
09 Italien  Elio de Angelis Vereinigtes Konigreich  Lotus-Ford 68 1 DNF 14 1:28,517 Unfall
Niederlande  Jan Lammers Deutschland  ATS-Ford 64 1 NC 13 1:28,128 nicht gewertet
Frankreich  Didier Pironi Frankreich  Ligier-Ford 54 0 DNF 01 1:27,443 Unfall
Frankreich  René Arnoux Frankreich  Renault 53 0 DNF 20 1:30,332 Kollision
Frankreich  Patrick Depailler Italien  Alfa Romeo 50 0 DNF 07 1:27,638 Motorschaden
Sudafrika 1961  Jody Scheckter Italien  Ferrari 27 1 DNF 17 1:28,416 Aufgabe
Australien  Alan Jones Vereinigtes Konigreich  Williams-Ford 25 0 DNF 03 1:27,670 Differentialschaden
Frankreich  Jean-Pierre Jabouille Frankreich  Renault 25 2 DNF 16 1:30,569 Getriebeschaden
Italien  Bruno Giacomelli Italien  Alfa Romeo 00 0 DNF 08 Kollision
Frankreich  Jean-Pierre Jarier Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Ford 00 0 DNF 09 Kollision
Frankreich  Alain Prost Vereinigtes Konigreich  McLaren-Ford 00 0 DNF 10 Kollision
Irland  Derek Daly Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Ford 00 0 DNF 12 Kollision

WM-Stände nach dem RennenBearbeiten

Die ersten sechs des Rennens bekamen 9, 6, 4, 3, 2 bzw. 1 Punkt(e).[3]

FahrerwertungBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
01 Brasilien 1968  Nelson Piquet Brabham 22
02 Frankreich  René Arnoux Renault 21
03 Australien  Alan Jones Williams 19
04 Frankreich  Didier Pironi Ligier 17
05 Argentinien  Carlos Reutemann Williams 15
06 Frankreich  Jacques Laffite Ligier 12
07 Italien  Riccardo Patrese Arrows 7
08 Italien  Elio de Angelis Lotus 6
09 Brasilien 1968  Emerson Fittipaldi Fittipaldi 5
Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
10 Deutschland  Jochen Mass Arrows 4
11 Finnland  Keke Rosberg Fittipaldi 4
12 Vereinigtes Konigreich  John Watson McLaren 3
13 Irland  Derek Daly Tyrrell 3
14 Kanada  Gilles Villeneuve Ferrari 3
15 Frankreich  Alain Prost McLaren 3
16 Sudafrika 1961  Jody Scheckter Ferrari 2
17 Frankreich  Jean-Pierre Jarier Tyrrell 2
18 Italien  Bruno Giacomelli Alfa Romeo 2

KonstrukteurswertungBearbeiten

Pos. Konstrukteur Punkte
01 Vereinigtes Konigreich  Williams 34
02 Frankreich  Ligier 29
03 Vereinigtes Konigreich  Brabham 22
04 Frankreich  Renault 21
05 Vereinigtes Konigreich  Arrows 11
06 Brasilien 1968  Fittipaldi 9
Pos. Konstrukteur Punkte
07 Vereinigtes Konigreich  Lotus 6
08 Vereinigtes Konigreich  McLaren 6
09 Vereinigtes Konigreich  Tyrrell 5
10 Italien  Ferrari 5
11 Italien  Alfa Romeo 2

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. „Training“ (Memento des Originals vom 7. November 2005 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.motorsportarchiv.de (Motorsportarchiv.de; abgerufen am 16. September 2012)
  2. „Bericht“ (abgerufen am 16. September 2012)
  3. „WM-Stände“ (Memento des Originals vom 7. November 2005 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.motorsportarchiv.de (Motorsportarchiv.de; abgerufen am 16. September 2012)

WeblinksBearbeiten