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Uwe Gensheimer
Uwe Gensheimer

Uwe Gensheimer (2018)

Spielerinformationen
Geburtstag 26. Oktober 1986
Geburtsort Mannheim, Deutschland
Staatsbürgerschaft DeutscherDeutscher deutsch
Körpergröße 1,88 m
Spielposition Linksaußen
Wurfhand rechts
Vereinsinformationen
Verein Rhein-Neckar Löwen
Trikotnummer 3
Vereine in der Jugend
  von – bis Verein
1997–2003 DeutschlandDeutschland TV 1892 Friedrichsfeld
Vereine als Aktiver
  von – bis Verein
2003–2016 DeutschlandDeutschland Rhein-Neckar Löwen
2016–2019 FrankreichFrankreich Paris Saint-Germain
2019– DeutschlandDeutschland Rhein-Neckar Löwen
Nationalmannschaft
Debüt am 25. November 2005
            gegen SlowenienSlowenien Slowenien in Lemgo
  Spiele (Tore)
DeutschlandDeutschland Deutschland 172 (828)[1]

Stand: 4. Juli 2019

Uwe Gensheimer (* 26. Oktober 1986 in Mannheim-Neckarau) ist ein deutscher Handballspieler.

KarriereBearbeiten

Im VereinBearbeiten

Uwe Gensheimer begann in seiner Jugend beim TV 1892 Friedrichsfeld mit dem Handball. 2003 wechselte der 1,88 Meter große Linksaußen zum Bundesligisten SG Kronau/Östringen, den späteren Rhein-Neckar Löwen. Mit der SG stieg er 2004 in die 2. Handball-Bundesliga ab, aber in der folgenden Saison gelang der sofortige Wiederaufstieg. Beim HBL All-Star Game 2006 wurde er als Rookie des Jahres geehrt.

2006, 2007 und 2010 zog er mit den Löwen ins Finale des DHB-Pokals ein, das aber jeweils gegen den HSV Hamburg bzw. den THW Kiel verloren wurde. 2011, 2012, 2013 und 2014 wurde Gensheimer von den Lesern der Handballwoche zum Handballer des Jahres gewählt[2][3][4] und war zudem 2012 Torschützenkönig der Handball-Bundesliga. Er spielte mit den Rhein-Neckar Löwen im EHF-Pokal, im Europapokal der Pokalsieger und in der EHF Champions League, wo er in der Saison 2010/11 Torschützenkönig wurde. Sein bisher größter Erfolg ist der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2016 mit den Rhein-Neckar Löwen, nachdem 2013/14 lediglich zwei Tore zum Titelgewinn fehlten und 2014/15 lediglich zwei Punkte. International gewann er 2013 mit dem EHF-Europa-Pokal seinen ersten Titel. Sein Vertrag bei den Löwen lief im Sommer 2016 aus, danach verabschiedete er sich mit der ersten deutschen Meisterschaft der Vereinsgeschichte zum französischen Erstligisten Paris Saint-Germain.[5][6]

In seiner ersten Saison in Frankreich konnte er die französische Meisterschaft gewinnen, in der zweiten sogar das Double aus Meisterschaft und Pokal. In der Champions-League verlor man 2016/17 als Favorit etwas überraschend das Finale gegen Vardar Skopje mit 23:24. In der Champions-League Saison 2017/18 war bereits im Halbfinale nach einer Niederlage gegen HBC Nantes Schluss. Jedoch konnte man das Spiel um Platz drei gegen der Finalgegner aus dem Vorjahr Vardar Skopje gewinnen. In beiden Jahren war er am Ende der Saison der beste Torjäger der Champions-League. Am 30. Januar 2019 wurde auf einer Pressekonferenz seine Rückkehr zu den Rhein-Neckar Löwen bestätigt, Gensheimer unterschrieb einen Vertrag von Sommer 2019 bis 2022[7].

Am 12. September 2019 erzielte er beim Spiel gegen HBW Balingen-Weilstetten sein 2000. Tor in der Handball-Bundesliga.[8] Er ist damit auf Platz 10 der ewigen Torjägerliste der Liga.

In der NationalmannschaftBearbeiten

Gensheimer war Torschützenkönig der Jugend-EM 2004. Mit der deutschen Junioren-Nationalmannschaft gewann er 2006 die Europameisterschaft, er wurde ins All-Star-Team des Turniers gewählt. 2007 wurde er Vize-Weltmeister bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Ohrid (Mazedonien) und zum wertvollsten Spieler (MVP) gewählt.

Am 25. November 2005 absolvierte Uwe Gensheimer seinen ersten Einsatz in der deutschen A-Nationalmannschaft in Lemgo gegen Slowenien. Mittlerweile hat er 172 Länderspiele für Deutschland absolviert und dabei 828 Tore erzielt. Mit Deutschland nahm er an den Europameisterschaften 2010 und 2012 sowie an der Weltmeisterschaft 2011, der Weltmeisterschaft 2015, der Weltmeisterschaft 2017 und der Weltmeisterschaft 2019 teil. 2014 wurde Gensheimer Kapitän der Nationalmannschaft.[9] Die Europameisterschaft 2016, bei der Deutschland den Titel gewann, verpasste er aufgrund einer Verletzung.[10] Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro gewann er die Bronzemedaille. Dafür wurde er am 1. November 2016 mit dem Silbernen Lorbeerblatt geehrt.[11] Zur Europameisterschaft 2018 wurde er von Bundestrainer Christian Prokop in den 20er-Kader berufen, der die Vorbereitung bestritt.[12] Am 7. Januar wurde er in den endgültigen 16er-Kader berufen und nahm damit an der EM 2018 teil. Im Dezember 2018 wurde Gensheimer in den endgültigen Kader für die Weltmeisterschaft 2019, die in Deutschland und Dänemark ausgetragen wurde, berufen.[13] Kapitän Gensheimer spielte, wie die ganze deutsche Mannschaft, ein starkes Turnier und wurde erst im Halbfinale gegen Norwegen gestoppt. Auch das Spiel um Platz drei verlor man unglücklich in den Schlusssekunden mit 25:26 gegen Frankreich. Dennoch war das Turnier vor allem im Vergleich zum vorangegangenen ein großer Erfolg und Gensheimer landete schlussendlich auf Platz vier der Torschützenliste.

Saisonbilanzen[14]Bearbeiten

Saison Verein Spielklasse Spiele Tore 7-Meter Feldtore
2003/04 SG Kronau/Östringen Bundesliga 5 10 5 5
2004/05 SG Kronau/Östringen 2. BL Süd 33 203 57 146
2005/06 SG Kronau/Östringen Bundesliga 30 167 57 110
2006/07 SG Kronau/Östringen Bundesliga 32 129 11 118
2007/08 Rhein-Neckar Löwen Bundesliga 31 128 0 128
2008/09 Rhein-Neckar Löwen Bundesliga 32 132 3 129
2009/10 Rhein-Neckar Löwen Bundesliga 34 215 98 117
2010/11 Rhein-Neckar Löwen Bundesliga 34 214 81 133
2011/12 Rhein-Neckar Löwen Bundesliga 33 249 84 165
2012/13 Rhein-Neckar Löwen Bundesliga 16 105 37 68
2013/14 Rhein-Neckar Löwen Bundesliga 32 209 75 134
2014/15 Rhein-Neckar Löwen Bundesliga 36 215 89 126
2016/17 Paris Saint-Germain Ligue Nationale de Handball 24 167 55 112
2017/18 Paris Saint-Germain Ligue Nationale de Handball 23 115 26 89
gesamt 395 2258 678 1580
Durchschnitt pro Saison 28,21 161,29 48,43 112,86

ErfolgeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. https://www.dhb.de/de/data/spieler/a-nationalmannschaft-maenner/uwe-gensheimer/
  2. Gensheimer und Mietzner vorne. In: sport1.de vom 6. Februar 2012
  3. Gensheimer und Schülke sind Handballer des Jahres (Memento des Originals vom 2. Februar 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.handelsblatt.com In: Handelsblatt vom 4. Februar 2013
  4. www.rhein-neckar-loewen.de: Gensheimer und Müller sind Handballer des Jahres, abgerufen am 3. Februar 2014
  5. http://www.sport1.de/handball/dkb-handball-bundesliga/2015/09/uwe-gensheimer-verlaesst-die-rhein-neckar-loewen
  6. psghand.fr: Uwe Gensheimer à Paris jusqu'en 2019 (Memento des Originals vom 5. Oktober 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.psghand.fr, abgerufen am 4. Oktober 2015
  7. "In einem Taxi nach ... Hause" - Rhein-Neckar Löwen bestätigen Rückkehr von Uwe Gensheimer. In: handball-world.news vom 30. Januar 2019
  8. Magische Marke - Mannheimer Morgen. Abgerufen am 13. September 2019.
  9. Uwe Gensheimer ist neuer Kapitän der deutschen Nationalmannschaft dhb.de 5. Juni 2014
  10. Gensheimer schuftet fürs Comeback sport1.de 9. Februar 2016
  11. Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes Bundespräsidialamt, 1. November 2016.
  12. www.dhb.de Prokop benennt Kader für Vorbereitung auf EHF EURO 2018 vom 15. Dezember 2017, abgerufen am 15. Dezember 2017.
  13. WELT: Handball-WM 2019: Christian Prokop nominiert Kader und verzichtet auf Kai Häfner. 21. Dezember 2018 (welt.de [abgerufen am 4. April 2019]).
  14. Uwe GENSHEIMER. Abgerufen am 12. Januar 2019.