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Paul Alfons von Metternich-Winneburg

deutsch-österreichischer Rennfahrer und Präsident der FIA
Paul Alfons von Metternich-Winneburg (ganz rechts), mit Jim Clark nach dessen Sieg beim Großen Preis der Niederlande 1965

Paul Alfons von Metternich-Winneburg, eigentlich: Paul Alfons Maria Clemens Lothar Philippus Neri Felix Nicomedes Prinz von Metternich-Winneburg (* 26. Mai 1917 in Wien; † 21. September 1992 in Genf), war ein deutsch-österreichischer Rennfahrer und Präsident der FIA.

Inhaltsverzeichnis

BiografieBearbeiten

Paul Alfons von Metternich-Winneburg entstammt der bekannten adeligen Diplomaten-Familie Metternich und war ein Urenkel des österreichischen Staatsmanns Fürst Metternich. Er besuchte das Internat Le Rosey in der Schweiz.

1940 lernte er in Berlin, wo er einem Kreis von Regimegegnern angehörte, seine spätere Ehefrau Tatiana Wassiltschikoff kennen, die eine Stelle im Auswärtigen Amt hatte. Sie heirateten in Berlin-Grunewald am 6. September 1941 und lebten zunächst auf Schloss Königswart im Egerland.

Nach Enteignung und Vertreibung aus der Tschechoslowakei 1945 lebte er als Winzer auf dem kriegszerstörten alten Familiensitz (seit 1816), dem Schloss Johannisberg im Rheingau, das er mit seiner Ehefrau als Weingut wieder aufbaute.

Er betätigte sich als Rennfahrer. Unter anderem startete er bei der Rallye Monte Carlo und beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1956. Ab 1960 war er Präsident des „Automobilclubs von Deutschland“ (AvD). Von 1975 bis 1985 war er Präsident des weltweiten Automobil-Verbandes FIA.

Weiter engagierte er sich im Hilfswerk des Lazarus-Ordens und war Großbailli der Großballei Deutschland des Orden des Heiligen Lazarus.

1979 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und 1990 das Große Bundesverdienstkreuz verliehen.

Seine Ehefrau Tatiana von Metternich-Winneburg war eine bekannte Kunstmäzenin. Mit seinem Ableben erlosch die Familie Metternich im Mannesstamm, seine Witwe war die letzte Vertreterin des Hauses Metternich-Winneburg.

TriviaBearbeiten

  • Die Sektsorte „Fürst von Metternich“ gab er vorzeitig an die Firma Henkell & Co. Sektkellerei ab.
  • Er war Herausgeber des Buchs: Fürstlicher Begleiter für Feinschmecker. Restaurants in Deutschland.

StatistikBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1956 Deutschland  Prinz Paul Metternich Mercedes-Benz 300SL Deutschland  Wittigo von Einsiedel Ausfall Unfall

Einzelergebnisse in der Sportwagen-WeltmeisterschaftBearbeiten

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22
1953 Porsche 356 Vereinigte Staaten  SEB Italien  MIM Frankreich  LEM Belgien  SPA Deutschland  NÜR Vereinigtes Konigreich  RTT Mexiko  CAP
DNF 12
1956 Mercedes-Benz 300 SL Argentinien  BUA Vereinigte Staaten  SEB Italien  MIM Deutschland  NÜR Schweden  KRI
6
1962 Austin-Mini Cooper Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigte Staaten  SEB Italien  MAI Italien  TAR Deutschland  BER Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Frankreich  TAV Italien  CCA Vereinigtes Konigreich  RTT Deutschland  NÜR Vereinigte Staaten  BRI Vereinigte Staaten  BRI Frankreich  PAR
DNF
1964 BMW 1800 Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  TAR Italien  MON Belgien  SPA Italien  CON Deutschland  NÜR Deutschland  ROS Frankreich  LEM Frankreich  REI Deutschland  FRE Italien  CCE Vereinigtes Konigreich  RTT Schweiz  SIM Deutschland  NÜR Italien  MON Frankreich  TDF Vereinigte Staaten  BRI Vereinigte Staaten  BRI Frankreich  PAR
DNF
1967 Austin-Mini Cooper S Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  MON Belgien  SPA Italien  TAR Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Deutschland  HOK Italien  MUG Vereinigtes Konigreich  BRH Italien  CCE Osterreich  ZEL Schweiz  OVI Deutschland  NÜR
DNF

LiteraturBearbeiten

  • Paul Alfons Fürst von Metternich-Winneburg. In: Der Spiegel. Nr. 40, 1992 (online).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Paul Alfons von Metternich-Winneburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien