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FDP-Bundesparteitag 2001

52. Bundesparteitag der Freien Demokratische Partei (FDP)

Koordinaten: 51° 15′ 22,1″ N, 6° 44′ 28,6″ O

Freie Demokratische Partei (Logo, 2001-2013).svg
Titel 52. ordentlicher Bundesparteitag
Ordnungsnummer 52
Ort Düsseldorf
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Halle Stadthalle Congress Center Düsseldorf Süd
Beginn 4. Mai 2001
Dauer (in Tagen) 3
Congress Center Düsseldorf

Den Bundesparteitag der FDP 2001 hielt die FDP vom 4. bis 6. Mai 2001 in Düsseldorf ab. Es handelte sich um den 52. ordentlichen Bundesparteitag der FDP in der Bundesrepublik Deutschland.[1]

Inhaltsverzeichnis

VorgeschichteBearbeiten

Im Vorfeld des Parteitags stand der Parteivorsitzende Wolfgang Gerhardt in innerparteilicher Kritik. Letztlich musste er nachgeben, und auf dem Dreikönigstreffen 2001 verkündeten Gerhardt, Jürgen Möllemann und Guido Westerwelle, dass Gerhardt nicht mehr antrete und Westerwelle Parteichef werde. Möllemann hingegen wollte unter dem von manchen Teilnehmern als anmaßend empfundenen Titel „Kanzlerkandidat“ Spitzenkandidat für die Bundestagswahl 2002 werden. Auch das von Möllemann formulierte Ziel des „Projektes 18“, nämlich ein Stimmenanteil von 18 % bei den Bundestagswahlen, war sehr ambitioniert.

Verlauf und BeschlüsseBearbeiten

Höhepunkt des Parteitags war die Wahl von Guido Westerwelle anstelle von Wolfgang Gerhardt zum neuen Vorsitzenden. Bekannt geworden (und Anlass für eine Reihe von Parteiaustritten) waren die Schlussworte der Rede von Westerwelle:

„Auf jedem Schiff, das dampft und segelt, ist einer, der die Sache regelt! Und das bin ich“

Guido Westerwelle in seiner Parteitagsrede. Für die Herkunft des Satzes siehe Reise reise

Westerwelle formulierte mit diesen Worten seinen Führungsanspruch. Der Parteitag folgte ihm darin und wählte ihn mit 89,4 % der Delegiertenstimmen zum Vorsitzenden.

In seiner Rede zum „Projekt 18“ begeisterte Jürgen Möllemann den Parteitag. Fritz Goergen schrieb über die Rede:

„Möllemann hatte die Delegierten in einer so unglaublichen Weise besoffen geredet, wie es dem schwer zu vermitteln ist, der nicht dabei war.“

Fritz Goergen

Das „Projekt 18“ wurde angenommen, die Gegner wie Ruth Wagner konnten mit ihren Argumenten nicht durchdringen.

Ebenfalls angenommen wurde ein Antrag, die drei Punkte im Parteikürzel, die 1968 auf Anraten einer Werbeagentur eingeführt worden waren, zu entfernen. Aus der F.D.P. wurde die FDP, der Spottname der „Pünktchenpartei“ gehörte der Vergangenheit an.

BundesvorstandBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Wiktionary: Bundesparteitag – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

LiteraturBearbeiten

  • Jürgen Dittberner: Die FDP. Geschichte, Personen, Organisation, Perspektiven. Eine Einführung, VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Aufl., Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-17494-5, S. 91 f., 170–172.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Informationen aus: Archiv des Liberalismus (www.freiheit.org/content/archiv-des-liberalismus)(ADL), FDP-Bundesparteitage