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Shinji Nakano (jap. 中野 信治, Nakano Shinji; * 1. April 1971 in der Präfektur Osaka, Japan) ist ein ehemaliger japanischer Formel-1-Rennfahrer.

Shinji Nakano
Shinji Nakano
Nation: JapanJapan Japan
Formel-1-Weltmeisterschaft
Erster Start: Großer Preis von Australien 1997
Letzter Start: Großer Preis von Japan 1998
Konstrukteure
1997 Prost · 1998 Minardi
Statistik
WM-Bilanz: WM-18. (1997)
Starts Siege Poles SR
33
WM-Punkte: 2
Podestplätze:
Führungsrunden:

KarriereBearbeiten

Formel 1Bearbeiten

 
Shinji Nakano im Minardi M198 beim Großen Preis von Spanien 1998

Nakano fuhr in der Saison 1997 für das mittlerweile nicht mehr existente Prost Grand Prix-Team und holte zwei WM-Punkte durch zwei sechste Plätze beim Großen Preis von Kanada und beim Großen Preis von Ungarn. Im Jahr darauf fuhr er für Minardi-Cosworth, erzielte in der Saison jedoch keine Punkte und beendete seine Formel-1-Karriere nach 33 Rennen beim Großen Preis von Japan. 1999 testete er für das Jordan-Team neue Mugen-Honda-Motoren, fuhr aber keine weiteren Rennen.

CART und IRLBearbeiten

Im Jahr 2000 wechselte Nakano in die Champ Car World Series zum Rennstall von Walker Racing. Er beendete sechs von siebzehn Meisterschaftsläufen und erzielte insgesamt zwölf Punkte. Im darauffolgenden Jahr wurde er bei Fernández Racing unter Vertrag genommen und beendete die Saison 2001 mit elf Punkten auf Platz 26. In seiner letzten und erfolgreichsten Champ-Car-Saison 2002 endete er auf dem 17. Gesamtrang, dabei erzielte er mit einem vierten Platz sein bestes Ergebnis beim Molson Indy Montreal. Da Fernández 2003 nur noch ein Fahrzeug in der Champ Car World Series einsetzte, verlor Nakano sein Cockpit. 2003 fuhr er beim Indy Japan 300 auf dem Twin Ring Motegi und beim Indianapolis 500 zwei Rennen für das amerikanische Team Beck Motorsports und beendete beide Rennen im Mittelfeld.

Le Mans SeriesBearbeiten

 
Nakano im Epsilon Euscadi beim 1000-km-Rennen von Silverstone 2008

2005 und 2006 trat Nakano für Courage Compétition beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans an, schied aber in beiden Jahren vorzeitig aus. 2006 fuhr er außerdem in der Le Mans Series, sein bestes Ergebnis war ein fünfter Platz beim 1000-km-Rennen auf dem Circuito del Jarama. In der LMS-Saison 2007 wechselte Shinji Nakano zu Creation Autosportif und bestritt neben den zwei Rennen der Serie auch zum dritten Mal das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Während er in Le Mans vorzeitig ausfiel, wurde er beim 1000-km-Rennen von Spa aus der Wertung genommen und beendete das 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring auf dem fünften Gesamtrang, zusammen mit Jamie Campbell-Walter und Felipe Ortiz. Im darauffolgenden Jahr fuhr er erneut drei Rennen für Epsilon Euskadi. Sowohl in Le Mans, als auch bei den 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring fiel das Team mit technischen Defekten vorzeitig aus. In Silverstone verlor man mehrere Runden bei Reparaturarbeiten an der Box.

Nach dem Rückzug von Epsilon Euskadi hatte Nakano 2009 keinen festen Fahrerplatz in der Le Mans Series. Beim 1000-km-Rennen von Spa-Francorchamps sollte Nakano dann neben Jacques Nicolet und Richard Hein einen Pescarolo 01 pilotieren. Jedoch nahm das Fahrzeug, nach der Qualifikation nicht am Rennen teil. Am Ende des Jahres war Nakano dann erneut auf einem Pescarolo gemeldet, nun beim von Henri Pescarolo betreuten Team Sora Racing. Zusammen mit Christophe Tinseau siegte er einen der beiden 500-km-Rennen der Asian Le Mans Series, den zweiten Lauf beendete das Duo auf dem Podium und siegte damit in der lediglich zwei Rennen umfassenden Meisterschaft.

Er ist nicht zu verwechseln und nicht verwandt mit dem japanischen Motorradrennfahrer Shin’ya Nakano.

StatistikBearbeiten

Statistik in der Formel 1Bearbeiten

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Rennrunden
Punkte WM-Pos.
1997 Prost Gauloises Blondes Prost JS45 Mugen-Honda 3.0 V10 17 2 18.
1998 Fondmetal Minardi Team Minardi M198 Ford Zetec-R/97 3.0 V10 16 18.
Gesamt 33 2

EinzelergebnisseBearbeiten

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17
1997                                  
7 14 DNF DNF DNF DNF 6 DNF 11* 7 6 DNF 11 DNF DNF DNF 10
1998                                
DNF DNF 13 DNF 14 9 7 17* 8 11 DNF 15 8 DNF 15 DNF
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2005 Frankreich  Courage Compétition Courage C65 Frankreich  Jonathan Cochet Frankreich  Bruce Jouanny Ausfall Unfall
2006 Frankreich  Courage Compétition Courage LC70 Frankreich  Jean-Marc Gounon Japan  Haruki Kurosawa Ausfall Unfall
2007 Vereinigtes Konigreich  Creation Autosportif Ltd. Creation CA07 Vereinigtes Konigreich  Jamie Campbell-Walter Bolivien  Felipe Ortiz Ausfall Zylinder überhitzt
2008 Spanien  Epsilon Euskadi Epsilon Euskadi ee1 Frankreich  Jean-Marc Gounon Schweden  Stefan Johansson Ausfall Kraftübertragung
2011 Frankreich  OAK Racing Pescarolo 01 Belgien  Nicolas De Crem Tschechien  Jan Charouz Rang 14
2012 Belgien  Boutsen Ginion Racing Oreca 03 Frankreich  Bastien Brière Deutschland  Jens Petersen Rang 24
2013 Vereinigtes Konigreich  ADR-Delta Oreca 03 Thailand  Tor Graves Vereinigtes Konigreich  Archie Hamilton Ausfall
2014 Japan  Team Taisan Ferrari 458 Italia GT2 Deutschland  Pierre Ehret Vereinigtes Konigreich  Martin Rich Rang 26
2016 Schweiz  Race Performance Oreca 03R Schweiz  Nicolas Leutwiler Vereinigtes Konigreich  James Winslow Rang 44

WeblinksBearbeiten

  Commons: Shinji Nakano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien