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Christophe Tinseau

Französischer Autorennfahrer

Karriere im MotorsportBearbeiten

MonopostorennenBearbeiten

Christophe Tinseau begann seine Karriere in der französischen Formel-Renault-Meisterschaft. 1990 fuhr er einen Martini MK59 und beendete die Meisterschaft als Gesamtelfter[1]. In der folgenden Saison musste er sich nur Olivier Couvreur geschlagen geben und wurde Vizemeister[2]. 1992 machte er den für viele Fahrer logischen Schritt in die nationale Formel-3-Meisterschaft. Seine zweite volle Saison endete 1993 hinter Didier Cottaz, Guillaume Gomez und Elton Julian mit dem vierten Endrang[3].

Tinseau war in dieser Phase seiner Karriere auch für einige Rennen in der deutschen Formel-3-Meisterschaft gemeldet und war auch mehrmals beim Formel-3-Rennen des Macau Grand Prix engagiert. 1994 war sein letztes Jahr in der Formel 3. Die französische Meisterschaft war geprägt vom Zweikampf zwischen Tinseau und Jean-Philippe Belloc. Nach drei Rennsiegen und insgesamt acht Podiumsplatzierungen musste er sich im Endklassement Belloc um sieben Punkte geschlagen geben[4].

Der nächste Karriereschritt führte in die Formel 3000. Die Formel-3000-Saison 1996 war seine erste und einzige in dieser Rennserie; Rang sechs im Gesamtklassement. 1997 wechselte er nach Nordamerika. Eine komplette Saison in der Indy Lights, die damals im Rahmen der Champ-Car-Serie gefahren wurde, brachte nicht den gewünschten Erfolg und Tinseau kehrte nach nur einem Jahr in den Vereinigten Staaten nach Europa zurück.

SportwagenrennenBearbeiten

1998 wandte sich der Franzose dem Sportwagensport zu und erhielt einen Vertrag bei DAMS. DAMS setzte in diesem Jahr einen Panoz Esperante GTR-1 in der FIA-GT-Meisterschaft ein. Tinseau gab sein Sportwagendebüt beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Teampartner waren der ehemalige Formel-1-Pilot Éric Bernard und der US-Amerikaner Johnny O’Connell. Ein Getriebeschaden stoppte die Ambitionen des Trios nach 236 gefahrenen Runden vorzeitig. Die erste Zielankunft hatte er beim 1000-km-Rennen von Suzuka, wo er Gesamtfünfter wurde; Partner diesmal O’Connell und Franck Lagorce[5].

Seinen ersten von insgesamt fünf Gesamtsiegen feierte er 1999, als er gemeinsam mit Jean-Marc Gounon das 2,30-Stunden-Rennen von Brünn gewann[6]. 2000 wurde DAMS eines der Einsatzteams für den neu entwickelten Cadillac Northstar LMP. In den Renneinsatz wurde großer Erwartungen gesetzt, die der LMP1-Prototyp allerdings nie wirklich erfüllen konnte. In den drei Jahren seines Einsatzes konnte Tinseau mit dem Rennwagenmodell nur einmal das Podium der ersten Drei erreichen. Das 2,45-Stunden-Rennen von Mosport 2001 beendete er mit Partner Emmanuel Collard als Dritter[7]. Die beste Platzierung in Le Mans war der neunte Endrang 2002.

Nach dem Ende des Cadillac-Programms fuhr Tinseau zwei Jahre für Noël del Bello und erhielt 2007 einen Vertrag im Team von Henri Pescarolo. Mit ihm kehrte er 2007 auch nach Le Mans zurück. Die Le Mans Series 2009 schloss er als Gesamtzweiter ab, nachdem er im Frühjahr des Jahres für Sora Racing die Asian Le Mans Series für sich entschieden hatte[8] und dabei das Eröffnunsgrennen der Serie, das 1000-km-Rennen von Okayama, gewonnen hatte.

Bis zum Ende der Saison 2012 war Tinseau vor allem in Le Mans engagiert, dann trat er vom professionellen Rennsport zurück. Als Partner des schwerstbehinderten Frédéric Sausset kehrte er 2015 an die Rennstrecken zurück.

StatistikBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1998 Vereinigte Staaten  Panoz Motorsports Inc. Panoz Esperante GTR-1 Frankreich  Éric Bernard Vereinigte Staaten  Johnny O’Connell Ausfall Getriebeschaden
1999 Frankreich  Team DAMS Lola B98/10 Frankreich  David Terrien Frankreich  Franck Montagny Ausfall Motorschaden
2000 Frankreich  Team DAMS Cadillac Northstar LMP Danemark  Kristian Kolby Belgien  Marc Goossens Ausfall Motorbrand
2001 Frankreich  DAMS Cadillac Northstar LMP01 Sudafrika  Wayne Taylor Italien  Max Angelelli Rang 15
2002 Vereinigte Staaten  Team Cadillac Cadillac Northstar LMP01 Sudafrika  Wayne Taylor Italien  Max Angelelli Rang 9
2003 Vereinigte Staaten  Riley & Scott Racing Riley & Scott Mk IIIC Vereinigte Staaten  Jim Matthews Belgien  Marc Goossens Ausfall Motorschaden
2007 Frankreich  Pescarolo Sport Pescarolo 01 Schweiz  Harold Primat Frankreich  Benoît Tréluyer Rang 13
2008 Frankreich  Pescarolo Sport Pescarolo 01 Schweiz  Harold Primat Frankreich  Benoît Tréluyer Rang 7
2009 Frankreich  Pescarolo Sport Pescarolo 01 Portugal  João Barbosa Frankreich  Bruce Jouanny Rang 8
2011 Frankreich  Pescarolo Team Pescarolo 01 Frankreich  Emmanuel Collard Frankreich  Julien Jousse Ausfall Unfall
2012 Frankreich  Thiriet by TDS Racing Oreca 03 Schweiz  Mathias Beche Frankreich  Pierre Thiriet Rang 8
2016 Frankreich  SRT41 BY OAK Racing Morgan LMP2 Frankreich  Frédéric Sausset Frankreich  Jean-Bernard Bouvet Rang 38

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2002 Vereinigte Staaten  Team Cadillac Cadillac Northstar LMP02 Sudafrika  Wayne Taylor Italien  Max Angelelli Rang 29

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten