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Schleithal ist eine französische Gemeinde mit 1446 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass) an der Grenze zu Deutschland. Im örtlichen, pfälzischen Dialekt wird der Ort „Schladl“ genannt. Die Einwohner nennen sich „Schleithalois“. Neben der Ortschaft fließt die Lauter. Neben der Hauptsiedlung gibt es die Außenquartiere „Obere Ringgasse“ und „Untere Ringgasse“. Die unmittelbaren Nachbargemeinden sind Salmbach, Seebach und Wissembourg mit dem Stadtteil Altenstadt.

Schleithal
Wappen von Schleithal
Schleithal (Frankreich)
Schleithal
Region Grand Est
Département Bas-Rhin
Arrondissement Haguenau-Wissembourg
Kanton Wissembourg
Gemeindeverband Pays de Wissembourg
Koordinaten 48° 59′ N, 8° 3′ OKoordinaten: 48° 59′ N, 8° 3′ O
Höhe 135–187 m
Fläche 9,12 km2
Einwohner 1.446 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 159 Einw./km2
Postleitzahl 67160
INSEE-Code

Mairie Schleithal

Schleithal wird von der Départementsstraße 244 passiert. Im Norden, entlang der nicht mehr in Betrieb befindlichen Bahnstrecke Lauterburg-Weißenburg, verläuft ein Radweg. Schleithal ist ein typisches Straßendorf, welches sich knapp vier Kilometer von Nordwesten nach Südosten erstreckt und selbst Werbung macht mit der Bezeichnung Le Plus Long Village D'alsace (Das längste Dorf des Elsass).

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Kirche Saint-Barthélemy

Eine frühe Erwähnung der Siedlung stammt aus dem Jahr 1145. Es kursieren Spekulationen, dass die Örtlichkeit schon 631, als die Abtei von Weißenburg gegründet wurde, besiedelt war.

Die erste Kirche wurde im 13. oder 14. Jahrhundert errichtet. Sie stand auf dem höchsten Punkt der Gemarkung, fiel aber bei einer militärischen Invasion einem Brand zum Opfer.

Der Ort gehörte zum alten Fürstbistum Speyer und in der franz. Revolutionszeit wirkte von Anfang 1798, bis zu seiner Vertreibung am 20. August gleichen Jahres, der spätere Domkapitular Franz Christoph Günther (1770–1848) dort als Seelsorger. Er war der Sohn des Barockbildhauers Joachim Günther und der Neffe des berühmten Barockmalers Matthäus Günther.[1]

Von 1871 bis 1918, als die Gegend dem Deutschen Kaiserreich angehörte, war Schleithal dem Kanton Lauterburg untergeordnet.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2013
Einwohner 1.445 1.459 1.468 1.389 1.374 1.395 1.438 1.473

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Schleithal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien