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Wittersheim (Bas-Rhin)

französische Gemeinde

Wittersheim ist eine französische Gemeinde mit 644 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie liegt im Kanton Haguenau und gehört zum Arrondissement Haguenau-Wissembourg.

Wittersheim
Wappen von Wittersheim
Wittersheim (Frankreich)
Wittersheim
Region Grand Est
Département Bas-Rhin
Arrondissement Haguenau-Wissembourg
Kanton Haguenau
Gemeindeverband Haguenau
Koordinaten 48° 47′ N, 7° 39′ OKoordinaten: 48° 47′ N, 7° 39′ O
Höhe 158–230 m
Fläche 7,05 km2
Einwohner 644 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 91 Einw./km2
Postleitzahl 67670
INSEE-Code

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Wittersheim liegt rund zehn Kilometer westlich von Haguenau und 20 km nördlich von Straßburg in der Landschaft Collines de Brumath („Hügel von Brumath“) am Rand der Oberrheinischen Tiefebene.

Das Dorf wird im Osten vom Rissbach, im Westen vom Duerrbachgraben und vom Gebolsheimerbach umflossen. Er trägt den Namen des Weilers Gebolsheim, der zur Gemeinde Wittersheim gehört. Beide Bäche sind linke Zuflüsse der Zorn.

NachbargemeindenBearbeiten

Wittersheim grenzt im Norden an Ohlungen, im Nordosten an Berstheim, im Osten an Hochstett, im Süden an Mommenheim, im Westen an Minversheim und im Nordwesten an Huttendorf.

GeschichteBearbeiten

Grabfunde römischer Reliefs in Gebolsheim belegen, dass das Gebiet bereits in der Antike besiedelt war.

Wittersheim wurde im Jahr 742 erstmals erwähnt. Es gehörte im Mittelalter zur Landvogtei Hagenau und war ein Reichsdorf.

Der Ort kam mit dem Westfälischen Frieden zu Frankreich.

ReligionenBearbeiten

Die Bevölkerung von Wittersheim ist mehrheitlich katholisch, es gab aber auch einen jüdischen Bevölkerungsanteil, der im Jahr 1807 bei 22 Prozent lag. Davon zeugt das katholisch-jüdische Waschhaus aus dem 19. Jahrhundert.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

1968 1975 1982 1990 1999
418 414 444 443 503

GemeindepartnerschaftBearbeiten

Es besteht eine Partnerschaft mit Wittersheim im Saarland.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Pfarrkirche Saint-Ulrich aus den 1760er-Jahren ist mit einer Orgel von 1859 ausgestattet. Auf dem Gebiet der Gemeinde stehen mehrere Flurkreuze, darunter das Rote Kreuz von 1791 in Wittersheim und das Kohlwegkreutz von 1686 in Gebolsheim. Das Rathaus von Wittersheim stammt aus dem zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts. In Gebolsheim steht eine Mühle vom Ende des 18. oder Anfang des 19. Jahrhunderts.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wittersheim ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Die Weideflächen der Gemeinde werden für die Rinder- und Schweinehaltung genutzt.

VerkehrBearbeiten

Wittersheim ist durch eine Departementsstraße mit Mommenheim verbunden, wo Anschluss an die Autoroute A4 Paris–Straßburg besteht, die hier mit der Europastraße E25 zusammenfällt.

PersönlichkeitenBearbeiten

Der Rabbiner Alexander Nathan wurde 1729 in Wittersheim geboren. Wegen seiner Herkunft nahm er den Nachnamen Elsässer an. Er wirkte ab 1769 in Freudental, wo er 1816 starb.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Wittersheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien